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Michael Mary: Therapie fürs Reihenhaus der Berliner Republik

 
       
     
       
     
       
   

Michael Mary in seiner eigenen Schreibe

 
   

MARY, Michael (2001): Schluss. Aus. Ende,
in: Welt v. 05.05.

MARY, Michael (2003): Es gibt nur einen Gustav Gans.
Glück ist machbar - versprechen Gurus und Ratgeber. Einer hält dagegen: Unser Autor warnt vor der Glückslüge,
in: Tagesspiegel v. 26.10.

Michael MARY nervt mit seiner neuen Bescheidenheit. Wer Individualisierung für den Trend des 21. Jahrhunderts hält, der ist einfach nicht mehr ernst zu nehmen!

Neu:
MARY, Michael (2011): Alles mit einem für immer?
Vereinzelung versus Verbundenheit: Beziehungen sind heutzutage von dem Paradoxon bestimmt, dass Individualität und Liebe sich gegenseitig bedingen und einander gleichzeitig ausschließen. Ein Befund,
in: Wiener Zeitung Online v. 14.10.

 
       
   

Michael Mary im Gespräch

 
   

KRONSBEIN, Joachim & Susanne BEYER (2001): "Glück gibt es nur mit Unglück".
Der Psychologe Michael Mary über die sexuellen Leiden in langjährigen Beziehungen,
in: Spiegel Nr.9 v. 24.02.

Michael MARY nennt zwei Lösungen, um die Leidenschaft in dauerhaften Paarbeziehungen zu erhalten: zum einen die Fernbeziehung und zum anderen die Rückkehr zur Doppelmoral der 50er Jahre (Revolution im Reihenhaus wie GASCHKE das nennt).

Spiegel Online verbreitet das Gespräch unter dem Titel "Seitensprung ist eine feine Sache".

KUREISHI, Hanif (2001): Rastlose Nähe, Reinbek: Rowohlt

STERN (2001): Liebe oder Leidenschaft?
Kann man beides haben? Nein. Sagt Michael Mary, Paarberater und Autor des Buches "5 Lügen - die Liebe betreffend",
in:
Stern Nr.12 v. 15.03.

KRAMER, Regina & Nikola HAAKS (2001): "Wer sagt denn, dass Partner sich ständig begehren müssen?"
BRIGITTE-Dossier: Sein Bestseller "Fünf Lügen, die Liebe betreffend" machte Schlagzeilen. Dabei sagt der Hamburger Paar-Therapeut Michael Mary eigentlich nur das, was jeder von uns im Laufe einer längeren Beziehung auch erlebt: Dass Liebe und Lust auf Dauer nicht zu haben sind,
in: Brigitte Nr.23 v. 31.10.

HALBERSCHMIDT, Tina (2009): Michael Mary erklärt, warum Singles nie ohne Grund alleine sind,
in:
WAZ Online v. 23.03.

 
       
   

Wo bist Du und wenn nicht, wieso? (2011).
Wie Sie den passenden Partner finden ohne ihn zu suchen
Gräfe & Unzer

 
   
     
 

Klappentext

"Der dauerhaft suchende Single hat die Gnade der Blindheit verloren. Diese Blindheit ist nötig, um sich dem anderen zu öffnen und sich ohne Vorbehalte auf ihn einzulassen. Langzeit-Singles aber stehen unter erheblichem Zeit- und Erwartungsdruck, ihre Ansprüche sind hoch. Kaum zeigt der andere Schwächen oder Fehler - schon wird er aussortiert. Der Nächste bitte! Wie es gelingt, dieses Schema zu durchbrechen und den passenden Partner zu finden, beschreibt der renommierte Paarberater Michael Mary in seinem erfrischend direkten Buch Wo bist du und wenn nicht wieso? Mary hat bei der Arbeit mit seinen partnersuchenden Klienten verschiedene Verhaltensmuster identifiziert, die weitgehend unbewusst ablaufen und verhindern, dass eine tragfähige Beziehung aufgebaut werden kann. Man findet als Single in diesem Buch nicht nur Antwort auf die Frage nach dem Warum und Wie des eigenen Verhaltens, sondern erfährt auch, wie man es wirkungsvoll verändert, sodass eine Beziehung möglich wird."

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

ERDMANN, Nicole (2011): Plötzlich Pärchen.
Viele Singles träumen von einem Leben zu zweit - ein Glück, das überschätzt wird. Die Reise vom Single-Planeten zum Pärchen-Stern kann äußerst verwirrend sein. Auch, weil das Verhältnis zu alten Freunden sich ändert. Ein Erfahrungsbericht,
in: Welt am Sonntag v. 16.10.

Nicole ERDMANN umreißt ihren Single-Typ folgendermaßen:

"Es gibt rund 17 Millionen Singles in Deutschland. Auch wenn es ihnen häufig unterstellt wird: Längst nicht alle sind verzweifelt oder auf der Suche. Manche Singles sind gern alleine, definieren sich über andere Dinge als eine Partnerschaft. So einer war ich."

Die Zahl 17 Millionen steht in Deutschland für die Zahl der Alleinlebenden und nicht für Partnerlose, denn darunter fallen auch Menschen, die keinen gemeinsamen Haushalt mit ihrem Partner führen. ERDMANN ist also eine überzeugte, alleinlebende Partnerlose gewesen (was Affären nicht ausschließt).

Zudem bezeichnet sich ERDMANN als Langzeit-Single, was in der postadoleszenten Phase oftmals bedeutet: noch nie mit einem Partner zusammen gewohnt zu haben. Spätestens seit der Studie Schmutzige Wäsche des französischen Soziologen Jean-Claude KAUFMANN gelten Langzeit-Singles als Problemfiguren, wenn es um die Paarbildung geht.

Während jedoch KAUFMANN in seiner Studie die alltägliche Paarpraxis des Zusammenwohnens unter die Lupe nahm, beschreibt ERDMANN die Probleme im Vorfeld des Zusammenziehens, die sich nach dem Morgen danach (KAUFMANN) ergeben. Im Anschluss an Michael MARY betrachtet sie das Nähe-Distanz-Problem als Paarbildungsprozess in Abgrenzung zum traditionellen Paarideal:

"Paarberater Michael Mary erkennt in dieser Phase einer Beziehung ein Problem als zentral: »Wenn man lange Single war, konnte man sich ungestört als Individuum ausleben und will darauf auch in einer Partnerschaft nicht verzichten. Das soll man aber auch gar nicht. Wenn ich für einen Partner plötzlich auf vieles verzichte, dann nehme ich ihm das irgendwann übel - obwohl eigentlich ich den Fehler der Selbstverleugnung gemacht habe.« Daher solle man sich von Anfang an so zeigen, wie man ist, sagen, was man will und was nicht. Also sage ich dem neuen Mann, dass ich immer noch fernsehen, ausgehen, stundenlang telefonieren oder einfach nur ganz alleine meine Froschkönig-Sammlung (wie gesagt, ich war länger Single) bewundern will. Verständnis ist hier wichtig, und dass der andere es nicht als Zurückweisung versteht, wenn man sich Rituale oder Freiheiten aus der Single-Zeit bewahren will."

 
       
   

5 Lügen, die Liebe betreffend (2001)
Hamburg:
Hoffmann und Campe

 
   
     
 

Klappentext

"Viele Paare erleben früher oder später, wie die sexuelle Leidenschaft in ihrer Beziehung abkühlt oder sogar daraus entschwindet. Psychologen, Wissenschaftler und Theologen schieben die Schuld daran unisono den Partnern zu und vermitteln ihnen das Gefühl, sie hätten etwas falsch gemacht, sie hätten versagt.
Solche »Experten« scheuen sich nicht, zu behaupten, eine leidenschaftliche Dauerbeziehung sei für alle Partner machbar. Um ihre überzogenen Ideale verbreiten zu können, erfinden sie neue Begriffe wie den der »Beziehungsarbeit«, der »gestaltbaren Sexualität« und ähnliche Worthülsen. Sie richten damit, ohne es zu wollen, Schaden an, indem sie unerfüllbare Erwartungen wecken und die sowieso schon unter hohen Ansprüchen ächzende Dauerbeziehung noch zusätzlich belasten. Die »Liebeslügen«, die sie in zahllosen Veröffentlichungen propagieren, haben sich inzwischen als unumstößliche Wahrheiten in den Köpfen vieler Menschen festgesetzt.
Michael Mary deckt diese Fehleinschätzungen auf. Er zeigt, dass der Rückgang von Leidenschaft nicht nur ein ganz normaler Prozess ist, sondern durchaus eine gesunde Entwicklung in der Langzeitpartnerschaft darstellt, in der sich die Beziehung nicht selten vor der Leidenschaft schützt, um auf Dauer bestehen zu können."

 
     
 
       
   

Rezensionen

LAU, Mariam (2001): Heimwerker der Gefühle.
Einst aufrührerisch, jetzt eher onkelhaft: Ratgeber für Eheleute und andere Paare arbeiten seit über einem halben Jahrhundert an der Demokratisierung der romantischen Liebe,
in: Financial Times Deutschland v. 12.04.

Mariam LAU vergleicht die beiden Ratgeber von COLLSAET ("Liebe, Lust und was wirklich zählt") und MARYs 5 Lügen, die Liebe betreffend. Beide kommen dabei nicht gut weg. MARY bescheinigt sie einen zornigen Affekt auf "Ärzte, Psychologen, Seelsorger - die ganze Konkurrenz also". Sie fragt sich deshalb, welche Qualifikationen MARY vorzuweisen hat. Auf der Homepage arbeitet MARY nur mit nichtgeschützten Begriffen, die quasi jedermann für sich in Anspruch nehmen kann, der sich für qualifiziert hält. LAU sieht in MARYeinen Gesundbeter, der "Nulllösungen" anbietet.

KLUWE, Sandra (2001): Die Hypophyse irrt sich nicht.
Süßsaure Freuden: Chérie Carter-Scott fordert freie Hirn-Entscheidung für die Liebe, aber Michael Mary hält das alles für reine Lügen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.04.

 
   

Das Buch in der Debatte

SPIEGEL (2001): Mangel an Begehren.
Die große Liebe ist immer noch das Ideal der Deutschen. Sie wollen beides: tiefes Gefühl auf Dauer und wilden Sex. Doch dieser Wunschtraum, sagen Wissenschaftler, ist eine Illusion. Allerdings könne die erschlaffte Lust auf den Partner wieder belebt werden, etwa durch diskrete Seitensprünge,
in: Spiegel Nr.9 v. 24.02.

SCHMELCHER, Antje (2001): Wie oft ist eigentlich noch normal?
Schlag lieber nach bei Fromm: Ratgeber-Bücher offenbaren, wie weit die Pathologie der Liebe vorangeschritten ist

in: Welt v. 06.08.

Antje SCHMELCHER vergleicht neuere Ratgeber zum Thema Liebe & Sex mit dem Klassiker Die Kunst des Liebens von Erich FROMM. Gemessen an diesem Buch erscheinen der Autorin die Formen der Liebe seit 1968 als pathologisch. Als Ratgeber werden analysiert: Alex COMFORTs New Joy of Sex (1972), Wenn die Liebe ein Spiel ist, sind dies die Regeln von Chérie CARTER-SCOTT, Bo COOLSAET Liebe, Lust und was wirklich zählt sowohl der angebliche Anti-Ratgeber von Michael MARY Fünf Lügen die Liebe betreffend, der dieses Jahr medienwirksam vermarktet wurde.

HOFFMANN, Ruth Franziska (2001): Auch einmal die Wilde sein.
Frauen erzählen in einem Buch, warum sie einen Geliebten haben - und auch ihren Ehemann brauchen,
in: Tagesspiegel v. 31.10.

Der Paartherapeut Michael MARY hat mit seinem Buch 5 Lügen, die Liebe betreffend einen Bestseller-Ratgeber für die Revolution im Reihenhaus (Susanne GASCHKE) geschrieben. Martina RELLIN liefert jetzt mit Ich habe einen Liebhaber die Reportagen aus der Berliner Republik dazu. Der Stern (Nr.45 v. 31.10.2001) hat aus dem Stoff die Coverstory Ich habe einen Liebhaber. Frauen erzählen von der heimlichen Lust mit einem zweiten Mann gemacht. Diese neue Generation der Sex-Stories folgt einerseits dem Skript Liebe als Passion und andererseits dem Skript "Frauen haben Sex wie ein Mann". Erfolgreiche Vorbilder finden sich in Frankreich und den USA ("Sex and the City").

 
   

Michael Mary im WWW

www.michaelmary.de

 
   

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© 2002-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. November 2001
Stand: 28. August 2015