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Monika Richrath: Das kleine Singlewohlfühlbuch für Frauen

 
       
     
       
   

Das kleine Singlewohlfühlbuch für Frauen (2005)
Frankfurt: mvg Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Was ist eigentlich so verwerflich daran, wenn eine Frau beschließt, eine Zeitlang auf Kompromisse zu verzichten und ihr Augenmerk ausschließlich auf sich selbst zu richten? Macht sie das automatisch zu einem schlechteren Menschen?

Monika Richrath findet, dass es an der Zeit ist, mit den Vorurteilen über Singles aufzuräumen - und sie hat weder Tipps zum Thema Trennungsschmerz noch zur Partnersuche. Sie versteht diese Zeit als Raum zur Begegnung mit dem eigenen Selbst. Ziel ist es dabei, diesen Lebensabschnitt gerade wegen seiner Schattenseiten so angenehm wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus vermittelt sie mentales Rüstwerk für die Momente, in denen frau mit dem Alleinsein hadert - zum Beispiel wenn die Welt nur noch aus Pärchen zu bestehen scheint oder die einsamen Feiertag nicht enden wollen."

Inhaltsverzeichnis

Intro
Weil Sie es sich wert sind!
My home is my castle
Verankern Sie sich!
Kleiner Exkurs für Morgenmuffel
Wahlverwandtschaften
Kleiner Exkurs für Stubenhocker
Sei freundlich zu deinem Leib
Das kleine Glück
Dinner for One
In der Ruhe liegt die Kraft
Kleiner Exkurs für Angsthasen
Bedrückende Stille
Keiner liebt mich
Pärchenblues
Bin ich schön?
Sunday, bloody sunday
Der alte Affe Angst
Was Sie schon immer über Sex wissen wollten
Ohne Moos nix los?
Kleiner Exkurs für Trauerklöse
Verrückt nach Liebe
Weiblich, ledig, jung sucht...
Bon voyage!
Alle Jahre wieder...
Happy End?

Zitate:

Die Ambivalenz des Single-Daseins

"Um den Single ranken sich seltsame Mythen und Legenden. Obschon er immer wieder Gegenstand von Untersuchungen ist, so ist doch der gesamtgesellschaftliche Blick auf den Single von einer sonderbaren Schwarz-Weiß-Polarität geprägt, die uns entweder zu bedauernswerter Verlassenheit oder zu ewiger Selbstgenügsamkeit verdammen will. Dabei bewegen wir uns ständig zwischen den beiden Polen hin und her, die einen schneller, die anderen langsamer - und manche kommen nie vom Fleck!"
(2005, S.10f.)

Die Reaktionen des sozialen Umfeldes

"Als Single haben Sie es nicht leicht. Entweder Sie müssen herablassendes Mitleid über sich ergehen lassen (»Du findest auch noch jemanden!« - wird besonders gern aufmunternd von frisch Verliebten geäußert), werden aufgrund Ihrer »Verfügbarkeit« misstrauisch als potentielle Konkurrentin eingestuft (und unter Umständen zu Festlichkeiten gar nicht mehr eingeladen) oder sie werden der Bindungsunwilligkeit bezichtigt - ein Vorwurf, der Ihnen unter Umständen nicht nur von gebundenen Menschen, sondern auch von Singles selbst gern gemacht wird; oder noch schlimmer: der Bindungsunfähigkeit, als hätten Sie ein kapitales Verbrechen wider die Menschheit begangen."
(2005, S.11)

Die Wahlfamilie

"Das Aufweichen der traditionellen Familienstrukturen überhaupt macht es alleinstehenden Frauen einfacher, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, der nicht mehr ausschließlich in der Gründung eines eigenen Familienhaushalts besteht. Selbst der Begriff der Familie hat sich verändert, heutzutage muss eine Familie nicht mehr zwangsläufig aus Vater, Mutter, Kind bestehen (...) und ganz allmählich scheint sich auch der Begriff der Wahlfamilie durchzusetzen (der ursprünglich aus der schwul-lesbischen Szene stammt), dem der Begriff der Herkunftsfamilie entgegengesetzt ist.
          
»Wahlfamilie« impliziert, dass Sie sich Ihre eigene Familie schaffen, in der die Werte, die ursprünglich an den Begriff »Familie« geknüpft waren, wieder als Motor fungieren. Ich denke hier vor allem an Dinge wie Geborgenheit, Anteilnahme, Wertschätzung, Verbindlichkeit, Förderung, um nur einige zu nennen; Dinge, die viele Menschen in ihren Herkunftsfamilien nicht erfahren haben." (S.37f)

Der Pärchenblues

"Für mich ist der Pärchenblues wie eine Art Fluch in meinem ansonsten ziemlich schönen Leben, ja, ich betrachte ihn fast als etwas wie eine Krankheit, da er genauso in Schüben auftritt, vehement an meinen Grundfesten und an meinem Ego rüttelt, um dann von einer Sekunde zur anderen zu verschwinden - bis zum nächsten Mal. Dass das nächste Mal kommen wird, ist gewiss, und jedes Mal hoffen ich, dass es nicht so schnell sein wird. Immerhin habe ich gelernt, zu akzeptieren, dass der Pärchenblues eben zu meinem Singleleben dazugehört und dass ich ihn einfach ertragen muss (bzw. mich in diesen Zustand)."
(2005, S.84)   

 
     
 
       
   

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Update: 25. März 2016