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Michal Hvorecký: City

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1976 geboren
    • lebt in Bratislava
    • 2006 Roman "City"
 
       
     
       
   

Michal Hvorecký in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

City (2006).
Der unwahrscheinlichste aller Orte
Berlin: Tropen Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"City: Der unwahrscheinlichste aller Orte ist die Vision einer globalisierten und zerrissenen Welt. Michal Hvorecky hat eine hochaktuelle Groteske über das neue Europa in Form einer literarisch brillanten Liebesgeschichte geschrieben. Er läßt eine Generation aus der Mitte Europas zu Wort kommen, die nichts anderes kennt, als den Kapitalismus in seiner extremsten Ausprägung. Ein Roman über die Sucht nach Bildern und die Suche nach Liebe.

Der junge Fotograf Irvin Mirsky lebt in einer Welt, in der der globale Kapitalismus das Leben der Menschen in Besitz genommen hat. Neugeborene werden Nivea oder Gucci genannt, da große Konzerne für die Namensgebung bezahlen. Ein Stipendium führt Irvin nach City, den unwahrscheinlichsten aller Orte, wie die neue Hauptstadt Supereuropas genannt wird. Dort versucht er der Sucht zu entkommen, die ihn seit seiner Jugend verfolgt: Er ist abhängig vom Internet. Auf der Suche nach innerer Ruhe trifft er Lina, die Frau seines Lebens. Während Lina zur Ikone der öffentlichen Revolte wird, die das Leben aus den Fesseln der Virtualität befreien will, überwindet Irvin seine Abhängigkeit und versucht die Welt seinerseits von der Übermacht der Bilder zu befreien.

Der Roman erzählt in Lichtgeschwindigkeit über Liebe und Abhängigkeit, über Manipulation und Widerstand."

Stimmen zum Buch

"Eine neue Generation von Autoren hat die Nase voll davon, ein untergegangenes Arkadien zu beweinen, das angestaubte "Mitteleuropa" der Dissidenten zu suchen oder noch einmal die Narben des Blockzeitalters zu zeigen. Doch statt Nach Europa! heißt das neue Programm: Distanz zum (westlichen) Kerneuropa. Juri Andruchowytsch aus der Ukraine oder sein polnischer Freund Andrzej Stasiuk justieren Europa neu von seinen vergessenen Rändern im Osten und den schmutzigen Dörfern abseits der Metropolen. Der noch einmal fast zwanzig Jahre jüngere Michal Hvorecky nimmt seine innere Kolonisierung aufs Korn.
(...).
In Gestalt des Netz-Desperados Irvin Minsky meldet sich, nach dem französischen »Philosophen« Camille de Toledo (...) ein weiterer Ritter der Romantischen Revolution zu Wort, die zum Sturm gegen die entfesselte Postmoderne bläst - diesmal aus dem Osten. Michael Hvorecky artikuliert die Ernüchterung einer Generation über die Glücksversprechen des Epochenbruchs. Man muss den regressiven Subtext seines Romans nicht goutieren. Aber nachdenklich macht die Botschaft schon: Wenn die große Utopie sich in Technik, Konsum und Konzernen erschöpft, dann hauen wir eben ab aus den Vereinigten Staaten von Europa."
(Ingo Arend im Freitag vom 17.03.2006)

"Hvorecky, einer der Stars der jungen mitteleuropäischen Literaturszene, schreibt wie eine übermütige Mischung aus William Gibson und Michel Houellebecq. Jack Womack hat er ins Slowakische übersetzt, Filme wie »Matrix«, »Gattaca« und die »Truman Show« sind mit höchstwahrscheinlich auf seiner Festplatte geladen. Zugleich bietet der 1976 geborene Autor aber auch eine aberwitzige Parodie auf negative Utopien und Cyberliteratur, macht sich über Globalisierungsgegnerromantik und Verschwörungstheorien lustig."
(Mathias Schnitzler in der Berliner Zeitung vom 20.03.2006)

 
 
 
       
     
   
  • Rezensionen

    • AREND, Ingo (2006): Flucht aus Europa.
      Neustart.
      In Michal Hvoreckys Roman "City: Der unwahrscheinlichste aller Orte" kehrt der Held einer Utopie den Rücken,
      in: Freitag Nr.11 v. 17.03.
    • SCHNITZLER, Mathias (2006): Aufstand gegen Supereuropa.
      In Michal Hvoreckys Roman "City" ist Berlin der unwahrscheinlichste aller Orte,
      in: Berliner Zeitung v. 20.03.
    • MENSING, Kolja (2006): Liebe statt Strom.
      Überreizter Roman: Michal Hvorecky surft zuviel im Internet,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.03.
    • SCHOTTNER, Dominik (2006): Süchtig ist jeder für sich allein.
      "City: Der unwahrscheinlichste aller Orte": Der slowakische Autor Michal Hvorecky provoziert,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.04.
      • Inhalt:
        "Gerade weil »City« keine Fiktion ist, sondern ein nur leicht übertriebenes Porträt unserer Welt, ist es in beeindruckender Weise schlimm und hervorragend zugleich. Wer jetzt noch im Internet surft, kann sich nach der Lektüre des Buches gleich einen Platz in einer der chinesischen Entzugskliniken umsehen", meint der Empathiker.
 
     
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 02. April 2006
Update: 02. April 2006
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