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Christine Brinck: Mütterkriege

 
       
     
       
     
       
   

Christine Brinck in ihrer eigenen Schreibe

 
   

BRINCK, Christine (2001): Jenny Elvers statt Sophie Scholl.
Rosenkriege, turtelnde Minister, kuschelnde Sportler - unserer Jugend fehlen die Vorbilder,
in: Welt v. 16.01.

Christine BRINCK wünscht sich innengeleitete Helden (David RIESMAN) zurück. Sie sieht stattdessen überall nur Rabenmütter und -väter und keine Vorbilder für eine Liebe, bis dass der Tod euch scheidet.

BRINCK, Christine (2001): "...Mutter sein dagegen sehr".
Die Zeit der Superweiber ist vorbei: Frauen wollen wirkliche Hilfe bei Kindern und Karriere,
in: Welt v. 02.03.

BRINCK, Christine (2001): Die Hälfte des Himmels.
Beruf und Familie dürfen sich nicht ausschließen - wann kapiert die Politik das endlich?
in: Welt v. 23.04.

"Die Kosten fürs Auto werden vergesellschaftet, die für die Familie privatisiert". Das Vokabular von Jürgen BORCHERT dürfte man wohl demnächst in allen Varianten bei den Polarisierern finden.

BRINCK, Christine (2001): Zeit der Pflichten.
Deutschland diskutiert über Kinder. Den Anstoß hat die Frau des Bundeskanzlers gegeben. Sie fordert mehr Werte. Um sie zu vermitteln, müssen sich Eltern erst einmal über ihre eigenen Prinzipien im Klaren sein,
in: Tagesspiegel v. 13.05.

Heimkinder und das Versagen der Zivilgesellschaft

BRINCK, Christine (2001): Die Mutter aller Steuern.
Kleine Kinder brauchen eine Familie: Warum staatliche Fremdbetreuung keine Lösung ist,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.05.

BRINCK, Christine (2002): Wie Baron Instetten die kleine Annie abrichtete.
Nur gedankenlose oder grausame Eltern wetteifern um die Zeit ihres Kindes - Neue Studien zum Entfremdungssyndrom,
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.02.

Bereits Theodor FONTANE hat in Effie Briest jene Methode aufgezeigt, mit der heutzutage Eltern im "Scheidungskrieg" um das Sorgerecht kämpfen. BRINCK kritisiert die Praxis, dass den Kindern im Namen des Kindeswohl ein Elternteil vorenthalten wird.

BRINCK, Christine (2002): Bildung macht nicht gleich.
Millionen junger Menschen lernen, studieren, bilden sich fort. Das ist wichtig, reißt aber neue Gräben auf. Ein ZEIT-Gespräch mit dem britischen Soziologen Anthony Giddens über Eliteschulen und soziale Unterschiede,
in: Die ZEIT Nr.24 v. 06.06.

BRINCK, Christine (2002): Nicht ohne meinen Papa.
Trotz Patchwork-Familie und Scheidungswut: Kinder brauchen ihre Väter,
in: Die ZEIT Nr.01 v. 23.12.

BRINCK, Christine (2004): Kinder - ein amerikanischer Traum.
Wo sind die Kinder? (Teil 6): Und keiner jammert: Warum es die Familien in den USA besser haben, 
in: Die ZEIT Nr.9 v. 19.02.

Heute ist wieder einmal Märchenstunde bei der guten alten Tante ZEIT! Elinor BURKETT hat bereits im Jahr 2000 im Buch Baby Boon beschrieben wie das familienfreundliche Amerika die Kinderlosen betrügt. Und seit kurzem ist die US-Single-Bewegung der Quirkyalones so erfolgreich, dass sich die Süddeutsche Zeitung genötigt fühlte, darüber zu berichten. Von wegen kein Jammern und eitel Familienidylle! Noch märchenhafter wird es, wenn BRINCK schreibt:

"Die Geburtenrate der Amerikaner wird mit 2,07 in der gesamten OECD nur von Mexiko mit 2,57 übertroffen – Deutschland liegt mit 1,39 abgeschlagen auf dem 23. Platz. Weniger kinderlieb stehen nur noch die Mittelmeerländer und ehemaligen Ostblockstaaten da. Warum?"

Gerade hat der - nicht gerade als Singlefreund bekannte - Kostas PETROPULOS darauf hingewiesen, dass in den USA das Ausmaß der Kinderlosigkeit in der weißen Mittelschicht noch gravierender ist als hierzulande.

Geburtenkrise - Die politische Konstruktion eines Themas

BRINCK, Christine (2006): Gute Scheidung, schlechte Scheidung.
Auch ohne Schlammschlacht der sich trennenden Eltern sind meist die Kinder die Leidtragenden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.01.

BRINCK identifiziert sich voll und ganz mit dem Buch Between Two World: The Inner Lives of Children of Divorce von Elizabeth MARQUARDT, weswegen man nur zustimmen kann oder anderswo nach Gegenpositionen suchen muss. Gefragt werden muss jedoch, warum eigentlich in Studien immer NUR Scheidungs- und keine Trennungskinder untersucht werden? Es gibt keinen logisch zwingenden Grund, warum Kinder Trennungen anders als Scheidungen empfinden sollten. Wenn aber immer weniger Kinder in Ehen aufwachsen, sollte dies zu denken geben. Wenn es also weder logische Gründe gibt, noch die Heiratsentwicklung solche Untersuchungen nahe legen, dann sind Untersuchungen zu Scheidungen zuallererst ideologische Unternehmungen. Tatsache ist jedenfalls, daß es auch vor der Liberalisierung der Scheidungsgesetze Trennungen von Eltern gab. Schlammschlachten sind in dieser Sicht keine neue "Errungenschaften" unserer Gesellschaft.

BRINCK, Christine (2006): Es geht doch.
Junge Frauen leben ihr Leben in der falschen Reihenfolge. Warum eigentlich?
in: Die ZEIT Nr.10 v. 02.03.

Während die ZEIT Online die schwererziehbare Fraktion der Später-Vielleicht-Mütter betreut, schreibt die GASCHKE-ZEIT für die Avantgarde der Frühgebärenden. Das ist modernes Kundenmanagement von Zeitungsverlagen.

BRINCK, Christine (2006): Die Macht der Mütter.
Zur Ehrenrettung des missverstandenen Berufs Hausfrau,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.07.

Die Hausfrau ist - spätestens seit der Debatte um das Elterngeld - ein umkämpfter Begriff. Zwei  Mittelschichtfraktionen liefern sich hier einen verbissenen Kampf um die Deutungshoheit. Nach der Weltwoche, versucht nun Christine BRINCK die Lufthoheit über das Elterndasein zurück zu gewinnen. Was Außenstehende an diesem Streit extrem nervt, das ist die Tatsache, dass der Begriff "Hausfrau" offenbar seine gesellschaftliche Relevanz auf eine ganz eigenartige Weise - zumindest in der Mittelschicht - verloren hat. Welchen Sinn macht ein Begriff, der sich einzig aus der Abwesenheit einer ABHÄNGIGEN Erwerbstätigkeit ableitet? Die lautstarken Verteidigerinnen der Hausfrau sind ja offensichtlich eher als Freiberuflerinnen (oder im weiteren Sinne Selbständige), denn als Hausfrauen zu bezeichnen.

Der Neid oder gar Hass, den sich solche Pseudo-Hausfrauen auf sich ziehen, wird verständlich, wenn man folgende Sätze von Heide SOLTAU liest, deren Leitbild die kinderlose Karrierefrau ist:

"Freie Journalisten haben oft ein enges, libidinöses Verhältnis zu ihrem Beruf. Viele gieren geradezu nach Arbeit. Sie ist die Droge, die sie bei Laune hält. Das ist nur bei jenen anders, die über einen gut verdienenden Ehemann (seltener eine Ehefrau) verfügen und Kinder haben. Sie geben sich damit zufrieden, ab und zu eine mehr oder weniger makellose Perle abzuliefern. Bösartig gesagt: es gibt zig Hausfrauen, die nebenbei ein bißchen schreiben und sich Journalistin nennen." (in: Freie Laufbahn, 1996, S.216f.)

Die Hausfrauendebatte würde wohl schlagartig verstummen oder zumindest andere Formen annehmen, würde man als Hausfrauen nur diejenigen gelten lassen, die keiner anderen Tätigkeit außer Muttersein und Hausarbeit (oftmals ausgelagert, zumindest jene, die keinen Spaß macht bzw. wenig prestigeträchtig ist) nachgehen. Oder anders formuliert: die Debatte um die Hausfrau ist nicht das, als was sie uns verkauft wird! Es wäre also an der Zeit, die Begrifflichkeit rund um das Hausfrauen-Dasein neu auf den Punkt zu bringen.

In dem Buch Die Single-Lüge wird der Stellenwert des Hausfrauen-Daseins angesichts geänderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen neu bewertet. Dies geschieht jenseits der üblichen Pseudodebatten, wie sie in den Feuilletons geführt wird.

BRINCK, Christine (2007): Wie viel Krippe braucht das Kind?
Qualität vor Quantität – für die Kleinsten gelten bei uns offenbar andere Regeln,
in: Tagesspiegel v. 23.09.

Christine BRINCK kritisiert den Ausbau der Kinderbetreuung.

BRINCK, Christine (2007): Wo bleibt das Kindeswohl?
Fakten zur Krippen-Debatte,
in: DeutschlandRadio v. 15.10.

BRINCK, Christine (2008): Fürsorgepflicht statt Finanzierung,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.01.

BRINCK, Christine (2009): Rettet das starke Geschlecht.
Jungen werden zu Mädchen erzogen, Väter entrechtet: Die Welt liebt die Männer nicht. Schuld ist der radikale Feminismus,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

BRINCK, Christine (2009): Frei und unglücklich.
Neue Studien zeigen: Die Emanzipation hat Frauen nicht zufriedener gemacht. Dafür fühlen sich die Männer immer besser,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
v. 09.08.

  • Neu:
    BRINCK, Christine (2010): Totgesagte leben länger.
    Ob glücklich oder nicht: Die traditionelle Familie ist lebendig und alternativlos. Und die Gesellschaft ist auf sie angewiesen,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 26.12.

 
       
   

Christine Brinck im Gespräch

 
   
fehlt noch
 
       
   

Mütterkriege (2007).
Werden unsere Kinder verstaatlicht?
Freiburg: Herder

 
   
     
 

Klappentext

"Gute Mütter, schlechte Mütter, Rabenmütter? Wir wollten die Kinder, die Kinder nicht uns, also schulden wir ihnen Liebe, Verantwortung und Pflege. Dass aushäusige Betreuungsformen fehlen, ist unstrittig - wie sie beschaffen sein sollten wird freilich in der gesamten Krippendiskussion vernachlässigt. Christine Brinck liefert wichtige Impulse für eine Diskussion, die unsere ganze Aufmerksamkeit braucht, denn: Letztlich geht es nicht um die Mütter, es geht um die Kinder."

 
     
 
       
   

Rezensionen

PETROPULOS, Kostas (2007): Glücksbremse Wirtschaft,
in: DeutschlandRadio v. 18.11.

MATZIG, Gerhard (2008): Kinder zuerst! Mütter zuerst!
Krippen-Krieg: Eine Abrechnung und eine Friedensinitiative,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.02.

Gerhard MATZIG sieht im Buch von Christine BRINCK eine Friedensinitiative und im Buch Dein Kind will dich von Christa MÜLLER eine Abrechnung.
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 13. April 2008
Update: 28. August 2015