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Detlef Gürtler: Vorbild Deutschland

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1964 geboren
    • Studium der Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft
    • 2001 Buch "Die humane Revolution"
    • 2001 Buch "Der Minus-Milliardär"
    • 2003 Buch "Vorbild Deutschland"
    • 2009 Buch "Wir sind Elite"
    • 2011 Buch "Entschuldigung! Ich bin deutsch"
 
       
     
       
   

Detlef Gürtler in seiner eigenen Schreibe

 
   

GÜRTLER, Detlef (1995): Die neue Generation,
in: Wochenpost v. 19.10.

GÜRTLER, Detlef (2002): gürtlers contragnosen.
Demografen sagen ein entvölkertes Deutschland voraus - und liegen falsch,
in: TAZ v. 15.05.

GÜRTLER zweifelt an der Prognosefähigkeit der Demografen. Der Bamberger Bevölkerungswissenschaftler Josef SCHMID hat mit Sozialprognosen ein Buch verfasst, das die Prognosefähigkeit der Bevölkerungswissenschaft belegen soll. Der einzige Störfaktor, der jede Bevölkerungsprognose zunichte machen kann, sind Verhaltensänderungen! Solche Verhaltensänderungen ereignen sich immer wieder und überraschen dann die darauf unvorbereiteten Demografen.

"Bei den Demografen gesellt sich (...) zum klassischen Prognosefehler meist noch ein Denkfehler hinzu: Sie glauben, dass das Auf und Ab von Geburt und Tod die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft bestimmen wird. Dabei verhält es sich genau andersherum: Die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft bestimmt die Einwohnerzahl. Nirgends zeigt sich das so klar wie in Ostdeutschland seit der Wende: Wo wenig Geld, da wenig Mensch",

wendet GÜRTLER gegen die vorherrschende Argumentation ein. In ähnlicher Weise hat single-generation.de bisher ebenfalls argumentiert und damit "Contragnose" betrieben. Selbst Demografen wie Herwig BIRG versuchen über die Veränderung der Denkkultur ("Bevölkerungsbewusstsein") eine Veränderung der Geburtenrate zu erzeugen. Das Mittel hierzu sind jene Prognosen, die sie selbst erstellt haben! Demografische Krisen sind auch nichts Neues. Hungerkatastrophen haben Länder entvölkert und damit den Zusammenhang zwischen Lebensverhältnissen und Bevölkerungsentwicklung eindrucksvoll bewiesen. Ein wesentlicher Prognosenfehler bleibt bei GÜRTLER jedoch unberücksichtigt: das veränderte Erstgebäralter ist bereits eine Verhaltensänderung, die nicht ausreichend in den Prognosen der Demografen berücksichtigt wird. Mit dem unterschiedlichen "Timing" beschäftigt sich das Buch Geburtenentwicklung und Fertilitätsverhalten von Johannes KOPP, der die unterschiedlichen Entwicklungen der Geburten in Ost- und Westdeutschland, sowie zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen in den USA zu erklären versucht. Die deutschlandweite Geburtenrate täuscht ja darüber hinweg, dass enorme regionale Unterschiede innerhalb von Deutschland existieren. Eine Familienpolitik, die solche regionalen Unterschiede nicht berücksichtigt, muss zwangsläufig scheitern.

Sterben die Deutschen aus? - Die Rhetorik des Aussterbens

GÜRTLER, Detlef (2002): Der neue lange Marsch.
Als Revolution gescheitert, als Jugendbewegung erfolgreich: So, wie die 68er Uni und Gesellschaft modernisierten, werden die Dotcomkids die Konzerne verändern,
in: TAZ v. 14.06.

GÜRTLER arbeitet an der Legendenbildung rund um die New Economy. Nach dem "kurzen Sommer der Anarchie" ist nun - angesichts mangelnder Alternativen - Aufarbeitung angesagt:

"Die Studentenbewegung von 1968 (...) verklebte noch zwei Jahrzehnte später die Hirne der nachgewachsenen Studenten. Jede Protestveranstaltung gegen Prüfungs- oder Bibliotheksordnung weckte bei den Beteiligten die Hoffnung, den 'Geist von 68' wieder auferstehen zu lassen.
Ähnlich wird es sich mit dieser Jugendbewegung verhalten: Die Attitüde der New-Economy-Firmen wird noch viele Jahre die Leitkultur für junge Berufseinsteiger sein. Warum auch nicht - schließlich handelt es sich bei ihr um den volkswirtschaftlich wertvollsten Weg, in jungen Jahren Extremerfahrungen zu sammeln."

Die New Economy und ihre Folgen

GÜRTLER, Detlef (2002): Benz statt Baby - Ein Auslaufmodell.
Der zweite Demographische Übergang kommt: Wohlstandsbürger wollen wieder Kinder haben,
in: Welt v. 04.07.

Detlef GÜRTLER prognostiziert nicht - wie behauptet - den zweiten, sondern den dritten demographischen Übergang. Der zweite demographische Übergang ("second demographic transition") ist seit Mitte der 80er Jahre ein Begriff, der von den Demografen Ron LESTHAEGE und VAN DE KAA in die Debatte um den Geburtenrückgang in den Industriestaaten eingeführt wurde. Christopher PRINZ ("Cohabiting, Married, or Single", 1995, S.2) schreibt dazu:

"Lesthaege and van de Kaa (1986, 1987) have proposed that the mid-1960s marked the beginning of a second demographic transition in Europe because of the large-scale changes that subsequently occured. This second demographic transition comprises several elements:
- The transition from the 'golden age of marriage' to the 'dawn of cohabitation.'
- The transition from the child as main element of a family to the couple as main element.
- The transition from 'preventive contraception' (to avoid third and fourth children) to 'self-fulfilling conception' (whenever conception is desirable).
- The transition from uniform systems of families and households to multiform systems."

Anknüpfend an diese Thesen behauptet GÜRTLER nun, dass eine Verhaltensänderung in den europäischen Industriestaaten bevorsteht. Während die Prognosen der Demografen eine Verhaltensänderung ausschließen, begründet GÜRTLER die bevorstehende Verhaltensänderung zum einen durch die Zunahme sozialstaatlicher Verteilungskonflikte und deren Konsequenz, dass eigene Kinder attraktiver werden als die staatliche Rentenversicherung bzw. eigene finanzielle Altersvorsorge. Zum anderen prophezeit GÜRTLER den "Singles und kinderlosen Doppelverdienern" biographische Enttäuschungen im Renten- und Greisenalter. Alle vorgetragenen Faktoren wirken nach GÜRTLER in eine Richtung:

"Es kommt zu einem neuen Demographischen Übergang, durch den die Geburtenraten wieder in den Bereich der Reproduktionsrate gelangen oder diese übersteigen".

GÜRTLERs Prämissen scheinen zwar auf den ersten Blick plausibel, auf den zweiten Blick halten sie jedoch nicht was sie versprechen. Die Anzahl der dauerhaft Kinderlosen wird sowohl von deutschen Demografen als auch von GÜRTLER überschätzt. Die Fixierung der Singles auf die berufliche Karriere ist ein Mythos. Kinderlosigkeit hat viele Ursachen, die von GÜRTLER ignoriert werden. Der Anteil des demografischen Faktors am Wohlstand einer Bevölkerung wird überschätzt. GÜRTLER sollte hierzu seinen TAZ-Artikel vom 15.05.2002 noch einmal lesen, denn dort vertritt er genau diesen Standpunkt. Genaueres zum Zusammenhang von Reproduktion und Wirtschaftsentwicklung lässt sich bei Christoph BUTTERWEGGE nachlesen. Die Behauptung, dass der dritte demographische Übergang noch bevorsteht, setzt zum einen voraus, dass die Thesen zum zweiten demographischen Übergang stimmen und zum anderen, dass die Verhaltensänderungen des dritten demographischen Übergangs nicht schon lange eingetreten sind. Das Problem liegt hier bei der Bestimmung von Geburtenraten selbst, die sich erst im historischen Rückblick exakt bestimmen lassen. Sichere Aussagen lassen sich z. Z. nur für die in den 1950er Jahren geborenen Frauen machen, d.h. alle Aussagen über das Geburtenverhalten der Generation Golf bzw. Generation Ally oder der Generation @ sind mehr oder weniger spekulativ. Es wird also die Aufgabe von künftigen Bevölkerungshistorikern sein, GÜRTLERs Prognose zu bestätigen oder zu widerlegen. Die Wahrheit wird wohl irgendwo zwischen den pessimistischen Prognosen der Demografen und den optimistischen Vorhersagen von GÜRTLER liegen.

GÜRTLER, Detlef (2002): Alte Mütter, neue Männer.
Körper, Sex, Markt (3): Heute brauchen besonders Frauen immer länger, bis sie sich entschließen, Kinder zu kriegen. Das kann zu einem Mehr an Menschlichkeit beitragen,
in: TAZ v. 06.07.

Detlef GÜRTLER behauptet, dass das steigende Erstgebäralter die evolutionären Selektionskriterien verändert, denn nicht mehr die Partnerwahl, sondern die Vaterwahl steht damit für Frauen im Mittelpunkt.

GÜRTLER, Detlef (2002): Die Pampers-Netzwerke.
Deutschlands produktive Potenziale Teil 1: Die Mütter,
in: Welt v. 26.08.

DAS MAGAZIN-Titelgeschichte: Babys statt Krise

GÜRTLER, Detlef (2003): Kinderland in Sicht.
Die Generation der Kinderlosen wird demnächst erfahren, wie verdammt hart es ist, allein alt zu werden. So hart, daß keine der folgenden Generationen diesen Fehler wiederholen wird,
in: Das Magazin, August

Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, wohin zukünftig die öffentlichen Meinung tendieren wird. Detlef GÜRTLER beschreibt wie in Zukunft Kinderlose stigmatisiert werden. Selbst die Lifestyle-Soziologie, die Trends erst dann ausruft, wenn sie auch in der letzten Provinzzeitung nachzulesen sind, hat inzwischen auf den Wandel reagiert. In dem Artikel Auslaufmodell Single? ist jener Trend zusammengefasst, der bei single-generation.de bereits vor 3 Jahren nach zu lesen war. Eine Kritik an der allzu simplen These vom "Wandel des Wertewandels" muss zu allererst daran ansetzen, dass es sich hier um einen Generationenaspekt handeln soll. Tatsächlich handelt es sich beim medial inszenierten Babyboom um einen Effekt, bei dem Demographie und Lebensphaseneffekte die Hauptrolle spielen. Wenn GÜRTLER, die in den 1960er Jahren Geborenen als "Antibaby-Jahrgänge" charakterisiert, dann arbeitet er selbst mit am sozialpopulistischen Bild dieser Generation. Und ob "Einsamkeit im Alter" tatsächlich die Regel werden wird, das ist mehr als fraglich, denn selbst jene Generation, die nie allein gelebt hat, kommt mit dem Alleinleben besser zurecht als es das Klischee es möchte. Zwischen dem öffentlichen Bild vom Single und dem wirklichen Leben der Singles wird zukünftig eine große Lücke klaffen, die sich nur schließen ließe, wenn Singles endlich ein Bewusstsein ihrer Lage entwickeln würden und dem politischen Druck eine Single-Bewegung entgegen setzen würden. Eine solche Entwicklung ist - im Gegensatz zur USA - hierzulande jedoch nicht absehbar. Wie schlimm es um Deutschlands Partnerlose steht, ist daran zu erkennen, dass sich selbst eine Journalistin nur unter dem Pseudonym Nora Nordpol traut über die partnerlose Karrierefrau zu schreiben. Selbstbewusstsein: Fehlanzeige!

Deutschland im Jahr 2030 - Wie es dazu kam, dass die Klonpartei vor ihrem größten Wahlsieg steht

GÜRTLER, Detlef (2003): Gerontokratie? Nichts da! Bald kommt der Baby-Boom.
Warum sich Statistiker, Demographen und Schwarzseher irren, und was daraus folgt,
in: Welt v. 19.08.

Was Single-generation.de seit über 2 Jahren den deutschen Demografen immer wieder vorwirft - nämlich zu niedrige Geburtenziffern für Deutschland zu berechnen - das beweist nun Detlef GÜRTLER in diesem Artikel. Auch der Vorwurf, dass absichtlich Handlungsdruck erzeugt wurde, klingt bei GÜRTLER an. Es ist zu hoffen, dass die Bevölkerungswissenschaftler nun zur Stellungnahme gezwungen werden und auch andere Journalisten Druck ausüben.

Geburtenkrise - Die politische Konstruktion eines Themas

Neu:
DORBRITZ, Jürgen (2004): "Nur Tempoeffekte, aber kein Babyboom".
"Gerontokratie? Nichts da! Bald kommt der Babyboom", so überschrieb Detlef Gürtler einen Artikel, der am 19.08.2003 in der "Welt" erschien. Dort wurde ein dritter demographischer Übergang vorhergesagt, der nicht - wie die beiden ersten - zu einem deutlichen Geburtenrückgang führen wird, sondern einen neuen Baby-Boom bringen soll,
in: BIB-Mitteilungen, Nr.2 v. 22.06.

Jürgen DORBRITZ versucht die Behauptungen von GÜRTLER zu widerlegen, was nur unzureichend gelingt.

GÜRTLER, Detlef (2003): Rente: Die virtuelle Subvention,
in: Welt v. 25.10.

Detlef GÜRTLER zeigt auf, dass die Anrechnung von Ausbildungszeiten bei der Rente nach dem gleichen Prinzip wie die Anrechnung von Erziehungszeiten beschlossen und gestrichen werden kann, wenn das Anreizziel - bei ersterem massenhaft gute Bildung, bei letzterem massenhaft Kinder - erreicht ist.

 
       
   

Detlef Gürtler im Gespräch

 
   

DILK, Anja (2003): 68er meets 89er.
Ein Gespräch mit Jürgen Busche und Detlef Gürtler über die 68er - was sie damals bewegten und heute überhaupt noch bewegen können,
in: changex.de v. 11.03.

Infos zu: Jürgen Busche - Autor der 68er-Generation
 
       
   

Vorbild Deutschland (2003).
Warum die Amerikanisierung unserer Wirtschaft ein Ende haben muss!
Frankfurt: Eichborn

 
   
     
 

Klappentext

"Glaubt man den täglichen Meldungen der Medien, steht der Untergang der Nation kurz bevor: Das unaufhörliche Gejammer der ökonomischen und gesellschaftlichen Eliten über den Standort Deutschland dringt lautstark aus jeder Zeile. Dem widerspricht Detlef Gürtler vehement: Deutschland ist im weltweiten Vergleich das zukunftsfähigste Modell, das es im Angebot der Wirtschaftsordnungen gibt. Weil der deutsche Weg des Kapitalismus längerfristig vor allem dem amerikanischen überlegen ist, sollten wir endlich anfangen, uns auf unsere Stärken wie den Mittelstand, Stabilitätskultur, Sozialstaat, Gewerkschaften oder Ordnungspolitik konzentrieren und deren Potenziale freilegen. Dann werden wir auch nicht länger Schlusslicht in Europa sein. Jammern auf weltweit höchstem Niveau dürfen wir zwar weiterhin, nur daran glauben dürfen wir nicht."

Pressestimmen

"Gürtlers Buch ist der längst fällige Widerspruch zu der Jammertalprosa, die uns tagtäglich aus unseren Medien entgegentönt. Wenn es an ihm etwas auszusetzen gibt, dann, dass es bei allem Gegensatz zum wehleidigen Zeitgeist eben doch ein typisches Produkt der verengten ökonomistischen Weltsicht ist. Denn dass das Glück der Menschheit nur durch die Vermehrung des Bruttoinlandsprodukts gefördert werden könne und Lebensqualität sich ausschließlich an den Konsumchancen bemesse, steht für den Autor außer Frage."
(Johano Strasser in der Süddeutschen Zeitung v. 17.03.2003)

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Jammern für Anfänger: Morbidität und Meisterschaft

Unsere vier eingebildeten Schwächen

Unser Beharrungsvermögen - ist ein Musterbeispiel nachhaltigen Wirtschaftens

Unsere Gewerkschaften - sind die klügsten der Welt

Unser Sozialsystem - ist das beste der Welt

Die Deutschen sterben nicht aus

Die Renten sind sicher

Gesundheit bleibt bezahlbar

Arbeitslosigkeit verliert ihre Schrecken

Unsere Provinzialität - steht für flächendeckende Weltmarktführerschaft

Vorteil Deutschland I: Von Sauriern und Säugetieren

Unsere vier unbestrittenen Stärken

Unser Mittelstand - ist das, was die Welt jetzt braucht

Unser Maschinenbau - beherrscht die Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts

Unsere Kompromissfähigkeit - wird mit jedem Konflikt fertig

Unsere Ordnungspolitik - ist besser als jede Law-and-Order-Politik

Vorteil Deutschland II: Vom Suchen und Finden

Jammern für Fortgeschrittene: Unsere vier vermeidbaren Schwächen

Unsere Ökonomen - sind die schlechtesten der Welt

Sie haben wissenschaftlich versagt

Sie haben in der Praxis versagt

Aber sie haben noch eine Chance

Unsere politische Klasse - verliert den ökonomischen Verstand

Die verbissenen Verzichtsprediger

Die asozialen Marktwirtschaftler

Unser Selbstvertrauen - hat uns verlassen

Unser Sendungsbewusstsein - fehlt ohnehin

Kann am deutschen Wesen die Weltwirtschaft genesen? 

 
     
 
       
   

Rezensionen

STRASSER, Johano (2003): Raus aus dem Jammertal.
Deutschland ist modern und dynamisch, oder etwa nicht?,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.03.

HANK, Rainer (2003): Komparative Vorurteile,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.04.

Da sich Rainer HANK bei seinem ersten Artikel nicht verausgabt hat, wird noch eine Rezension geliefert. Es handelt sich dabei um das Buch Vorbild Deutschland von Detlef GÜRTLER.

GÜRTLER stört die neoliberale Wirtschaftelite bei ihrer gerade begonnenen Besitzstandwahrung, die Reform genannt wird, weil nur andere die Nachteile davon spüren sollen. HANK sieht in dem Buch eine Pflichtlektüre für die Wirtschaftselite, damit sie weiß mit welchen Vorurteilen (Urteile stehen nur der Elite zu!) sie es zu tun bekommt. Eine "Apologie des Rheinischen Kapitalismus" soll das sein. Rheinischer Kapitalismus ist in den Kreisen von HANK ein Schimpfwort, steht es doch für den Erhalt der Errungenschaften unseres Sozialstaates.

DEGES, Stefan (2003): Wir sind wieder wer, nur wer?
Antiamerikanismus. Detlef Gürtler wettert gegen die USA und meint damit die wenigen liberalen Elemente unserer Wirtschaft,
in: Rheinischer Merkur Nr.15 v. 10.04.

Was für Linke der Begriff "Faschismus" ist, das ist für Rechte der Begriff "Antiamerikanismus". Beide Vokabeln sollen rechtfertigen, dass man nicht genauer hinsehen muss, sondern ein Buch vorab verurteilen kann. Aber der Rezensent schert sich genauso wenig um den dummen Untertitel wie für Detlef GÜRTLER der Vorwurf Antiamerikanismus zutreffend wäre.

Stefan DEGES hebt hervor, dass GÜRTLER hart mit den  Demografen ins Gericht geht,

"die das Schrumpfen der deutschen Gesellschaft für die neunziger Jahre ankündigten. Tatsächlich wuchs Deutschland um mehr als drei Millionen Bürger, weshalb Gürtler sich zum Schutzschirm gegen alle derzeit geforderten Reformen macht: »Die Deutschen werden nicht aussterben. Der Sozialstaat wird weiter lebenswert und finanzierbar bleiben.«"

 
   

Detlef Gürtler im WWW

www.detlef-guertler.de
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 05. Februar 2003
Update: 03. August 2015