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Hans-Joachim Maaz: Der Lilith-Komplex

 
       
     
       
     
       
   

Hans-Joachim Maaz in seiner eigenen Schreibe

 
   

MAAZ, Hans-Joachim (2003): Der Lilithkomplex.
Die Nachtseite des Weiblichen,
in: Psychologie Heute, März

MAAZ, Hans-Joachim (2005): Vater-Tochter aus dem Osten.
Wahlen sind keine Therapie,
in: Freitag Nr.25 v. 24.06.

Der Psychoanalytiker Hans-Joachim MAAZ, der sich bereits des Öfteren an einer Psychoanalyse der Politik versucht hat, vermisst bei Angela MERKEL die neue Mütterlichkeit:

"Ein bemerkenswerter Erfolg, wäre dies Ausdruck einer endlich überwundenen sozialen Benachteiligung und eine Würdigung mütterlicher Werte. Aber genau diese Eigenschaften kann ich bei Angela Merkel nicht erkennen. Ihr Verhalten weicht kaum von dem der Macho-Männer ab: leistungsstark, klug, fleißig, ehrgeizig, aber eben auch kühl, rational, emotionslos, nur nichts Persönliches und Internales erkennen lassen."

 
       
   

Hans-Joachim Maaz im Gespräch

 
   

HERDEN, Lutz (2000): Gewohntes Überwintern.
Einheit und Osten. Der Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz über Resignation und Radikalität, Nischen und Schwejkschen Humor im Osten,
in: Freitag Nr.40 v. 29.09.

MAAZ, Hans-Joachim (2005): Vater-Tochter aus dem Osten.
Wahlen sind keine Therapie,
in: Freitag Nr.25 v. 24.06.

Der Psychoanalytiker Hans-Joachim MAAZ, der sich bereits des Öfteren an einer Psychoanalyse der Politik versucht hat, vermisst bei Angela MERKEL die neue Mütterlichkeit:

"Ein bemerkenswerter Erfolg, wäre dies Ausdruck einer endlich überwundenen sozialen Benachteiligung und eine Würdigung mütterlicher Werte. Aber genau diese Eigenschaften kann ich bei Angela Merkel nicht erkennen. Ihr Verhalten weicht kaum von dem der Macho-Männer ab: leistungsstark, klug, fleißig, ehrgeizig, aber eben auch kühl, rational, emotionslos, nur nichts Persönliches und Internales erkennen lassen."

CICERO-Thema: So liebt Deutschland

EICHEL, Christine (2009): "Narzisstisch und beziehungsgestörrt".
Der renommierte Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz setzt sich seit Jahrzehnten mit den Wechselwirkungen von Psyche und Gesellschaft auseinander, unter anderem in seiner berühmten DDR-Diagnose "Der Gefühlsstau". Jetzt hat er sich mit der Lust beschäftigt. Und zieht eine fatale Bilanz. Ein Interview,
in: Cicero, August

Neu:
REICH, Anja & Katharina SPERBER (2012): Markwirtschaft und Muttervergiftung.
Menschen, die nie mit sich zufrieden sind, leiden unter einer narzisstischen Störung, sagt der Psychotherapeut und Buchautor Hans-Joachim Maaz. Ein Gespräch über Liebesmangel in der Kindheit, die Unfreiheit von Joachim Gauck und das Betreuungsgeld,
in: Berliner
Zeitung v. 21.07.

 
       
   

Hans-Joachim Maaz in der Debatte

 
   

MAIER, Anja (2010): Kommt ein Land zum Analytiker.
Emos: Für die Neuauflage seines Bestsellers "Der Gefühlsstau" schrieb Hans-Joachim Maaz ein aktuelles Vorwort. Die Deutschen, so der Psychoanalytiker, leiden unter einer "Wachstumsideologie mit Suchtcharakter",
in: TAZ v. 03.07.

 
       
   

Die narzisstische Gesellschaft (2012).
Ein Psychogramm
München:
C. H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

"Unsere Gesellschaft ist in die Narzissmus-Falle geraten. Solange wir keine Mittel und Wege finden, den Narzissmus und die ihm zugrunde liegende Bedürftigkeit zu zähmen, so lange gleichen alle unsere Versuche, die Krise zu überwinden und die gesellschaftlichen Verhältnisse doch noch zum Besseren zu verändern, einem Stühlerücken auf der Titanic. Gier - den Hals nicht voll kriegen zu können, so lautet die mit Abstand häufigste Antwort auf die Frage nach der tieferen Ursache der Krise unseres Finanz- und Gesellschaftssystems. Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz gibt sich mit dieser Antwort nicht zufrieden. Gier, sei es nach Geld oder anderen Lebensvorteilen, so kann er zeigen, ist Ausdruck einer narzisstischen Störung. Der narzisstische Mensch ist im Kern ein um Anerkennung ringender, stark verunsicherter Mensch. So tut er alles, um die Bestätigung, die er zum Leben braucht, zu erhalten. Diese narzisstische Kompensation bedarf ständig erweiterter Ablenkung durch Konsum, Besitz, Animation und Aktion. Gier ist keine spezifische Charaktereigenschaft etwa von Bankern oder lediglich Folge falscher Anreize: Für Maaz ist sie ein zentrales Symptom der narzisstischen Bedürftigkeit der meisten Bürger der westlichen Konsumgesellschaften. Besonders ausgeprägt ist sie allerdings bei den Trägern gesellschaftlicher Macht anzutreffen: bei Politikern, Managern und Stars."

 
     
 
       
   

Rezensionen

fehlen noch

 
       
   

Der Lilith-Komplex (2003).
Die dunklen Seiten der Mütterlichkeit
München:
C. H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

"Der Lilith-Komplex lenkt die Aufmerksamkeit auf einen zentralen, aber tabuisierten Teil der weiblichen Psyche und beschreibt die damit verbundene, dauerhaft nachwirkende, frühe Störung der Mutter-Kind-Beziehung als Grundlage unserer zunehmend neurotischen Gesellschaft. Ein ebenso provozierendes wie nachdenklich machendes Buch über die »Nachtseite des Weiblichen«.
Viele von uns fühlen sich von der Wirklichkeit überfordert, haben Probleme mit ihren Partnerinnen oder Partnern. Frauen erleben sich in ihrer Rolle als Mutter um wesentliche Aspekte ihrer Weiblichkeit reduziert, Eltern eigentümlich hilflos gegenüber den Wünschen und Verhaltensweisen ihrer Kinder. Kein Zweifel: Unser Selbstwertgefühl schwindet, immer mehr Menschen benötigen professionelle Hilfe. Doch woraus resultieren diese zunehmende psychische Labilität und ihre gesellschaftlichen Folgen? Hans-Joachim Maaz zeigt, wie sich in vielen Ich-Störungen des Erwachsenen eine grundsätzliche Störung des Mutter-Kind-Verhältnisses widerspiegelt. Hierfür steht die mythische Gestalt der Lilith, Adams erster Frau. Sie steht für Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung der Frau, für Sexualität, Lust und Selbstbestimmung, für den Verzicht auf eigene Kinder. Lilith ist die dunkle, die verleugnete Schwester Evas. Die psychische Tabuisierung und Verdrängung der Lilith – der Lilith-Komplex – ist für Frauen und Männer Quelle endlosen Leids, eines erbitterten Geschlechterkampfes und jener massiven Störung des Mutter-Kind-Verhältnisses. Die Diagnose, die Maaz uns stellt, ist in mancher Hinsicht schmerzhaft. Aber sie zeigt auch den Weg, wie Eva und Lilith in uns – in Frauen und Männern – miteinander zu versöhnen sind."

Pressestimmen

"In den fünfziger und sechziger Jahren wurde bekanntlich sowohl in der Psychoanalyse als auch in der Psychiatrie die Mutter als pathogene Erscheinung entdeckt.
(...).
Die anfänglich recht übertriebene Schuldzuweisung an die Mütter wurde wiederum gemildert, die wichtige Problematik des Ödipuskomplexes als »Knotenpunkt« der psychischen Fehlentwicklung in sehr vielen Feinheiten immer wieder neu durchgespielt, verworfen, neu überdacht. Alle diese Diskussionen scheinen an Maaz vorbeigegangen zu sein. Für ihn sind es wieder die bösen Mütter, die ziemlich umstandslos alles Leid verursachen, der Ödipuskomplex wird quasi beiläufig aus der Theorie hinausexpediert. Stattdessen wird das ganze Arsenal der Frühstörungen aufgeboten, um »Muttervergiftung« oder »Muttermangel« in all ihren katastrophalen Folgen aufzuzeigen."
(Eva Jaeggi in der Frankfurter Rundschau vom 19.03.2003)

 
     
 
       
   

Rezensionen

JAEGGI, Eva (2003): Seit Adam und Lilith.
Hans-Joachim Maaz spekuliert über die verdrängten Seiten der Weiblichkeit,
in: Frankfurter Rundschau v. 19.03.

ROX (2003): Achtung Ratgeber,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.03.

NEUBAUR, Caroline (2003): Mutter ohne Mythos.
"Der Lilith-Komplex" und andere Versuche, das Konzept Weiblichkeit zu fassen. Neue Mütterbilder in der Psychoanalyse,
in: Literaturen Nr.4, April

FALKE, Gustav (2003): Unvorstellbar ungeheuerlich.
Hans-Joachim Maaz und Luigi Zoja deuten Väter und Mütter aus,
in: Frankfurter Rundschau v. 28.04.

RAMMELT, Renate (2003): Wo ist Adam?
Muttergift. Die Nachtseite der Weiblichkeit,
in: Freitag Nr.41 v. 03.10.

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 05. Juli 2015