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Hans Monath: Familienpolitik für die neue Mitte

 
       
   
  • Kurzbiographie

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Hans Monath in seiner eigenen Schreibe

 
   

MONATH, Hans (1999): SPD auf neuen Wegen,
in:
Tagesspiegel v. 16.09.

MONATH, Hans (2001): Alternativ - und konservativ.
Die Grünen entdecken die Kinder - und versöhnen sich nebenbei mit sich selbst,
in: Tagesspiegel v. 08.06.

MONATH, Hans (2001): Kindgerecht.
Die SPD macht der Union das Wahlkampfthema Familie streitig - den Grünen auch,
in: Tagesspiegel v. 03.07.

Die SPD segelt auf dem Zeitgeist, der in der Familie einen "Ort der Geborgenheit in einer Welt rasender Veränderungen" sieht. Peter GLOTZ hat diese Entwicklung in seinem 1999 erschienenen Buch Die beschleunigte Gesellschaft. Kulturkämpfe im digitalen Kapitalismus beschrieben und Michel HOUELLEBECQ hat diese Sehnsucht nach Familie zum Thema des Buches Elementarteilchen gemacht. Die Romantisierung der Familie geht mit einem Paradigmenwechsel einher: Familie soll nicht mehr als Objekt staatlicher Fürsorge begriffen werden, sondern als DER Leistungsträger der Gesellschaft. Nicht mehr die "Problemfamilien" von Alleinerziehenden stehen deshalb im Mittelpunkt, sondern die Kernfamilien der Neuen Mitte. Für Hans MONATH ist mit diesem Politikwechsel notwendigerweise auch ein Personalwechsel verbunden.

MEISNER, Matthias & Hans MONATH (2001): Kinder, Kinder.
Die Grünen wollen mit neuem Programm erwachsener wirken. Und diskutieren über den Wert der Familie,
in: Tagesspiegel v. 16.07.

Die Autoren sehen in dem Programmentwurf keine Vorentscheidung über den Stellenwert einer "Politik für Kinder". Grüne Kinderpolitiker der "Generation Golf" möchten die Kontroverse "Familien versus Singles" ins Zentrum grüner Politik rücken. Damit konnten sie sich jedoch nicht durchsetzen. Der Tagesspiegel nennt neben Fritz Kuhn auch Joschka Fischer als Fürsprecher von Kinderpolitik.

MONATH, Hans (2002): Der Sowohl-als-auch-Mann.
Stoibers Kompetenzteam zeigt: Der Kandidat drückt sich vor Eindeutigkeiten,
in: Tagesspiegel v. 03.07.

MONATH, Hans (2002): Mehr teilhaben, weniger verteilen.
Vier grüne Politiker denken über Sozialstaat, Kinderbetreuung und die Förderung des Mittelstandes nach,
in: Tagesspiegel v. 23.12.

Die Gruppe der grünen Öko-FDP um Christine SCHEEL hat der Presse ein Reformpapier zum Thema Den Sozialstaat fit für die Zukunft machen zugespielt. Zur Gruppe gehören  Grietje BETTIN, Thea DÜCKERT und Anna LÜHRMANN.

MONATH, Hans (2003): Nicht mehr für den Sparstrumpf.
Tagesspiegel-Tagesthema: Verfassungsgerichtspräsident Papier hat die Politik gerügt. Weil Karlsruhe schon lange familienfreundlichere Sozialsysteme verlangt, aber zu wenig passiert. Die Koalition will den Familien nicht mehr Geld geben, sondern mehr für die Kinderbetreuung tun,
in: Tagesspiegel v. 20.09.

MONATH, Hans (2004): Junge, Junge.
Tagesspiegel-Tagesthema: Menschen wohnen hier schon lange nicht mehr – ein Satz, der für viele Landstriche in Deutschland Wirklichkeit werden könnte. Immer mehr Senioren, immer weniger Kinder: Die Politik steht dem hilflos gegenüber. Dabei sind neue Konzepte dringender denn je,
in: Tagesspiegel v. 27.04.

Hans MONATH stellt die 100seitige Studie des Berlin-Instituts vor, indem er zuerst die Horrorszenarien der Autoren andeutet, um dann den Vorstandschef des Instituts zu zitieren, der ein "Zeitfenster von gut zehn Jahren" als letzte Chance für grundlegende Reformen ansieht. Damit stellt sich Hans FLEISCH auf die Seite von Hans-Werner SINN, der diesen Zeitraum für die Durchsetzung einer Rente nach Kinderzahl anvisiert. Dagegen ist für den angesehenen US-amerikanischen Demografen James V. VAUPEL keine Eile notwendig. Er weist stattdessen selbstkritisch auf die unübersehbaren Defizite seiner Zunft hin.

"Zum ersten Mal haben Demografen anhand klarer Kriterien einen Atlas demografischer Entwicklung Deutschlands auf Kreisebene vorgestellt, der heutige und künftige Wanderungsbewegungen innerhalb des Landes anschaulich macht",

meint MONATH. Zugegebenermaßen es ist eine Fleißarbeit, einen Zukunftsfähigkeitsindex als Summe von 22 Indikatoren zusammenzustellen. Gleichzeitig ist gerade das ein Manko.

Erstens stammen die Zahlen vorwiegend aus den Jahren 2000/2001. Kein einziger Journalist hat bisher die Aktualität der Studie in Frage gestellt. 3 Jahre - eine New-Economy-Euphorie und ein -Katzenjammer liegen jedoch dazwischen. Die cloppenburgisch, katholisch-ländliche Variante der "Blut-Schweiß- & Tränen-Familie" wird als alternativloses Modell für Kinderreichtum gepriesen. Das Prenzlauer Berg-Popeltern-Phänomen war damals noch unbekannt. Family-Gentrification als urbane Form der Elternschaft wird aber nicht einmal von den hauptstädtischen Medien ins Spiel gebracht. Überhaupt: Der Ansatz des Berlin-Instituts ist geradezu großstadtfeindlich!

Die Tatsache, dass Städte Bildungsinfrastruktur, Freizeitangebote und Arbeitsplätze bereitstellen wird nicht gewürdigt. Umlandgemeinden dagegen, die nur Wohn- und Schlafstätten sind, dafür aber besser verdienende junge Familien anziehen, haben das Wohlwollen der Autoren.

Die Tatsache, dass Geburtenniedrigwerte und Geburtenhochwerte räumlich ganz dicht nebeneinander liegen können, beweist doch eher, dass die Menschen das Beste zweier Welten kombinieren. Die Indikatoren zementieren politische Grabenkämpfe zwischen Stadt und Land. Sie spiegeln deshalb nicht in erster Linie das Verhalten der Menschen wieder, sondern überkommene politische Strukturen.

Der Indikator Single-Haushalte bevorzugt z.B. eindeutig ländliche Gebiete. Adäquat wäre dagegen das Konzept der multilokalen Mehrgenerationen-Familie gewesen. Dann wäre nicht der Haushalt, sondern die haushaltsübergreifende Solidarität der Familienmitglieder der entscheidende Faktor gewesen. Repräsentative Studien wie der Familiensurvey (DJI) oder der Alterssurvey (Martin KOHLI) zeigen, dass Single-Haushalte ein unbrauchbarer Indikator sind. Nicht einmal zur Bestimmung der Kinderlosigkeit ist er tauglich, wie eindrucksvoll Gert HULLEN nachgewiesen hat. Familie wird damit jedoch auf eine einzige Lebensphase reduziert.

In Großstädten gibt es z.B. viele Wohnungen, die von einer Alleinerziehenden und einem Single geteilt werden. Jenseits der Großstädte wird so etwas dagegen eher als nichteheliche Lebensgemeinschaft mit Kind gezählt. Die Studie reproduziert damit Artefakte der amtlichen Statistik.

Alle Berichte über die Studie - eingeschlossen MONATH - enthalten sich jeglicher kritischer Stimmen, sondern zeichnen brav die Ergebnisse und Einschätzungen der Studienautoren nach. In einem Tagesthema hätten jedoch auch kritische Stimmen Platz gehabt.

MONATH geht dagegen spezieller auf das Thema Altern ein, das gerade von Frank SCHIRRMACHER popularisiert wird. Außerdem weist er auf den bevölkerungspolitischen Schwenk der Regierung hin. Renate SCHMIDT hat sich im November 2003 bei der Vorstellung des Gutachtens Nachhaltige Familienpolitik im Interesse einer aktiven Bevölkerungsentwicklung ausdrücklich für eine nachhaltige Familienpolitik ausgesprochen. Diese Kurswende ist ohne großes Medienecho über die Bühne gegangen.

Im aktuellen Heft des pro familia magazins werden die Konsequenzen eines solchen Politikwechsels im Schwerpunkt "Familienpolitik = Bevölkerungspolitik" diskutiert. MONATH hebt explizit hervor:

"Schließlich sind die Kinderzahlen ausgerechnet in den Kreisen Cloppenburg und Vechta am höchsten, wo es nur wenige Hort-Plätze für die Kleinen gibt und sich im traditionell-katholischen Milieu viele Frauen ganz der Familie widmen und auf eigene Erwerbsarbeit verzichten".

Mit diesem Hinweis auf eine absolute Ausnahmeerscheinung, wird sozusagen die Politik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie grundsätzlich in Frage gestellt. Warum sollte die Politik viel Geld in eine aufwendige Kinderbetreuung investieren, wenn die katholische "Blut-Schweiß- & Tränen-Familie" - genauso wie andere religiös motivierte Familien - das auch ganz ohne öffentliche Unterstützung hinbekommen? Diese Familien sind damit der ideale Stützpfeiler eines subsidiären Sozialstaates.

Während also die Popeltern vom Prenzlauer Berg zwar gerne auf eine öffentliche Infrastruktur zurückgreifen, um ihre wenigen Statuskinder auf die Welt zu bringen, entscheiden sich religiöse Eltern - ohne Murren - für Kinderreichtum, wie der Bericht von Matthias OLOEW über Cloppenburg nahelegt.

MONATH, Hans (2004): Die Grünen - ungestraft.
Volkspartei im Szeneviertel,
in: Tagesspiegel v. 16.06.

MONATH, Hans (2004): "Kitaplätze statt Friedhöfe fördern".
Kirchen, Gewerkschaften und Arbeitgeber fordern vor Bundestagsdebatte besseres Betreuungsangebot,
in: Tagesspiegel v. 09.09.

MONATH, Hans (2004): Weiblich, jung sucht.
Der Bundestag berät über Familienpolitik. Was muss passieren, damit Deutschland kinder- und elternfreundlich wird?
in: Tagesspiegel v. 10.09.

MONATH, Hans (2004): Kinder sind unbezahlbar,
in: Tagesspiegel v. 10.09.

MONATH, Hans (2005): Der Generationenkrieg fällt aus.
Demografie in Deutschland: Elisabeth Niejahr liefert einen wichtigen Beitrag zur politischen Aufklärung – ohne Beschönigungen oder Alarmismus,
in: Tagesspiegel v. 17.01.

MONATH, Hans (2005): Große Sorgen um die Kleinen.
Der Familienbericht wird am Dienstag vorgestellt. Deutschland hat danach lange in der Familienpolitik fast alles falsch gemacht. Wie könnte es in Zukunft besser laufen?
in: Tagesspiegel v. 15.08.

Neu:
MONATH, Hans (2006): Die Unmögliche.
Ihr Lebenslauf klingt wie von Horst Köhler erdacht: Ärztin, siebenfache Mutter, Familienministerin. Doch Ursula von der Leyens Politik provoziert – am meisten in ihren eigenen Reihen,
in: Tagesspiegel v. 20.03.

Hans MONATH ist vor allem mit Imagedesign beschäftigt. Die Aufwertung der Person Ursula von der LEYENs ist ihm dabei wichtiger als die Sache: das Elterngeld. Letzteres ist zumindest bei der urbanen Lifestyle-Familie unumstritten.

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 24. Juni 2015
Update: 13. Januar 2016