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Juliane Roloff: Der demographische Faktor

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1945 geboren
    • 2003 Buch "Demografischer Faktor"
    • wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
 
       
     
       
   

Juliane Roloff in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   

ROLOFF, Juliane (1995): Familienbildung und Kinderwunsch in Deutschland. Sozioökonomische Rahmenbedingungen generativer Verhaltensentscheidungen. Materialien zur Bevölkerungswissenschaft, Heft 82b, Bundesinstitut für Bevölkerungswissenschaft, Wiesbaden

ROLOFF, Juliane & Karl SCHWARZ (2002): Bericht 2001 über die demographische Lage in Deutschland mit dem Teil B "Sozio-ökonomische Strukturen der ausländischen Bevölkerung",
in: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, H.1, S.3-68

ROLOFF, Juliane (2004): Die Wahrheit in der Bohnenstange.
Der Vier-Generationen-Kleinfamilie wird die Zukunft gehören: Über die Neuordnung unseres Privatlebens,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.09.

Die Mitarbeiterin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung Juliane ROLOFF referiert Erkenntnisse zur multilokalen Mehrgenerationen-Familie. Dies muss als Fortschritt betrachtet werden, denn ROLOFF gibt damit die übliche haushaltsbezogene Sichtweise auf und macht sich eine haushaltsübergreifende Perspektive zu eigen. Für Single-generation.de ist ein solcher Ansatz Grundvoraussetzung, um das Single-Dasein angemessen betrachten zu können. In einer solchen Perspektive sind Singles dann Teil der Familie. ROLOFF greift bei ihren Ausführungen das Konzept der "Nähe auf Distanz" von Leopold ROSENMAYR und den Begriff der "Bohnenstangenfamilie" von Sarah HARPER auf. Nichtsdestotrotz betreibt ROLOFF die gängige demografische Demagogie:

"Die Kinderlosigkeit steigt von Frauenjahrgang zu Frauenjahrgang stetig an. Hier nur ein Beispiel: Lag der Anteil der Kinderlosen an den west- und ostdeutschen Frauenjahrgängen 1932 unter zehn Prozent, werden jetzt, nach Berechnungen des Bundesinstitutes für Bevölkerungsforschung von den 1966 in Westdeutschland geborenen Frauen fast dreißig Prozent und von den 1966 in Ostdeutschland geborenen Frauen fast zwanzig Prozent keine Kinder haben. Die Folge: Innerfamiliäre Generationenbeziehungen werden ausdünnen, das heißt Beziehungen zwischen nichtverwandten alten und jungen Menschen, werden an Bedeutung gewinnen müssen."

Offenbar funktioniert die Kommunikation im Hause des Instituts nicht, denn in den neuesten Mitteilungen hat Jürgen DORBRITZ das Ende des Geburtenrückgangs ausgerufen und Gert HULLEN hat eine weitaus geringere Kinderlosigkeit für die in den 1960er Jahren geborenen Frauen errechnet. Von daher sind die von ROLOFF ausgerufenen Trends zur Ein-Kind-Familie, zur Bohnenstangenfamilie und zur höheren Kinderlosigkeit keineswegs hieb- und stichfest, sondern die Zukunft ist offener als es uns die Demografie aufgrund politischer Vorgaben weismachen möchte. Am Ende formuliert ROLOFF im Einklang mit SCHIRRMACHERs Methusalem-Komplott:

"Es gilt, die Jüngeren, die nachfolgenden Generationen zu einer positiven Einstellung zum Alter, zum Altern zu erziehen."

Die Gesellschaft der Langlebigen - Eine Herausforderung für Individuum und Politik. Nichts weniger als eine kopernikanische Wende ist notwendig!

ROLOFF, Juliane (2007): Familienpolitik und Geburtenentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Situation in der ehemaligen DDR,
in: Diana Auth & Barbara Holland-Cunz (Hg.) Grenzen der Bevölkerungswissenschaft. Strategien und Diskurse demographischer Steuerung
, Opladen: Verlag Barbara Budrich

ROLOFF, Juliane (2009): Pflege ist weiblich.
geschlechterdifferenzierte Betrachtung des Pflegebedarfs und Potenzials,
in: Bevölkerungsforschung aktuell, Heft 3 v. 01.10.

Neu:
ROHLOFF, Juliane & Bernhard GÜCKEL (2012): In welchen Lebensformen leben die "Jungen Alten?"
Eine Analyse der Entwicklung zwischen den Jahren 1991 und 2010 auf der Basis des Mikrozensus,
in: Bevölkerungsforschung aktuell, Heft 2
v. 21.03.

 
       
       
   

Demographischer Faktor (2003)
Europäische Verlagsanstalt

 
   
     
 

Klappentext

"In allen Industriegesellschaften ist ein historisch einmaliger Trend zu verzeichnen: ein Bevölkerungsrückgang ohne Krieg. Der Grund: unsere Lebenserwartung steigt, die Zahl der Geburten sinkt. Bereits heute weiß man: in 40 Jahren werden hierzulande 15 Millionen weniger Einwohner leben. Doch über die Folgen wissen wir wenig.
Zuvorderst die Renten: Wer wird sie bezahlen? Das Gesundheitswesen: Wer bezahlt Behandlung und Pflege des hohen Anteil alter Menschen? Und schließlich die Wirtschaft: Wer konsumiert, wer baut Häuser, kauft Aktien, gründet Firmen?
Bevölkerungsexpertin Roloff hat Statistiken ausgewertet und Szenarien entworfen. Bereits jetzt wird deutlich: Jugendkult kann sich unsere Gesellschaft nicht mehr leisten, eine Rente mit 60 schon gar nicht!"

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Demografische Niedergangsszenarien - Die Konvergenz von Neuer Mitte und Neuer Rechte
 
       
   

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Update: 18. März 2017