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Martin van Creveld: (Sozial)-Staat und Geschlecht

 
       
   
  • Kurzbiografie

 
       
     
       
   

Martin van Creveld in seiner eigenen Schreibe

 
   

CREVELD, Martin van (2003): Das arme starke Geschlecht: Schon vor der Geburt diskriminiert.
Männer arbeiten schwer, sterben früher und haben weniger Rechte als Frauen,
in: Welt v. 08.04.

Die Welt liefert den Text zum gestrigen Focus-Artikel von KLONOVSKY & SCHERER nach. CREVELD greift einerseits die Kritik der 70er-Jahre-Feministinnen auf:

"Ein und dasselbe Verhalten, z.B. Weinen, wird bei einem Jungen missbilligt und gerügt, während es bei einem Mädchen dazu führt, dass man es in den Arm nimmt und tröstet. So war es schon im alten Sparta, als die Mütter (nicht die Väter) ihre Söhne aufforderten, mit ihren Schildern zurückzukehren oder auf ihnen".

Andererseits greift er die Errungenschaften der 70er-Jahre-Feministinnen an:

"Ein Mann, der sich wegen sexueller Belästigung oder eines sexuellen Übergriffs zu verantworten hat, muss sich einer genauen Prüfung seiner Vergangenheit unterziehen, damit ermittelt werden kann, ob ein »Verhaltensmuster« vorliegt; dasselbe Gericht, das eine solche Untersuchung als Beweismittel anerkennt, wird sich jedoch weigern, der Frage nachzugehen, ob sie eine Schlampe ist oder ihn provoziert hat".

Man darf auf die Reaktion von Alice SCHWARZER gespannt sein...

Neu:
CREVELD, Martin van (2011): Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner schaut hin.
Kampf der Geschlechter: Wegen dieser Vorlesung entließ die Trierer Universität den israelischen Militärhistoriker Martin van Creveld,
in:
Welt v. 02.01.

 
       
   

Martin van Creveld im Gespräch

 
   
fehlt noch
 
       
   

Das bevorzugte Geschlecht (2003).
München: Gerling Akademie Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Warum bezeichnet sich in den Vereinigten Staaten nur eine von drei Frauen als Feministin, während viele andere diesem Begriff extrem ablehnend gegenüberstehen? Warum haben von Florence Nightingale bis Simone de Beauvoir viele berühmte Frauen gesagt, daß sie nie unter den Benachteiligungen litten, die angeblich mit ihrem Geschlecht verbunden sind? Und weshalb ergeben Umfragen unter Frauen der verschiedensten Nationalitäten, daß die meisten von ihnen sich nicht diskriminiert fühlen?
Martin van Creveld hat mit seinem jüngsten Buch eine antifeministische Polemik verfaßt. Seine provokante These lautet: Frauen werden nicht unterdrückt und sind nie unterdrückt worden. Sie sind das eigentlich privilegierte Geschlecht und sind dies auch in der Vergangenheit immer gewesen.
Dazu führt Creveld zahlreiche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart an. Als Kinder werden Frauen sanfter behandelt. Als Erwachsene stehen sie unter geringerem Druck, sich zu behaupten und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Im Berufsalltag übernehmen sie weniger als die Hälfte der Arbeit. Und im Wirtschaftsleben sind sie oft in der beneidenswerten Situation, Geld ausgeben zu können, ohne es verdienen zu müssen.
Vor diesem Hintergrund ist es für Creveld plausibel, daß die meisten Frauen mit ihrem Los offenbar mehr und weniger zufrieden sind und daß nicht mehr Frauen ihre Kosmetika weggeworfen und ihre BHs verbrannt haben, um in die Blaumänner zu steigen und männliche Berufe auszuüben.
Die Botschaft am Ende seines Buches: Jede Medaille hat zwei Seiten. Wenn Frauen Männern auch nicht in jeder Hinsicht gleichkommen, so sind sie ihnen gegenüber doch in vielen anderen Dingen bevorzugt. Für jeden Nachteil, den sie erleiden müssen, gibt es ein Privileg, das sie allein genießen. Dafür sollten sie ein Bewußtsein entwickeln, um das Zusammenleben und das Verständnis zwischen den Geschlechtern zu erleichtern."

Pressestimmen

"Ein ärgerliches Buch. Fast 500 Seiten Wehklagen eines Zukurzgekommenen, der im Namen aller zukurzgekommenen Männer endlich das von den Feministinnen und ihren männlichen Helfershelfern verordnete Schweigen bricht."
(Franziska Sperr in der Süddeutschen Zeitung v. 30.06.2003)

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

KLONOVSKY, Michael & Martin SCHERER (2003): Das privilegierte Geschlecht.
Frauen, heißt es ständig, werden benachteiligt. Stimmt das wirklich, fragten sich unabhängig voneinander ein israelischer und ein deutscher Forscher. Ihre Antwort: nein!
in: Focus Nr.15 v. 07.04.

Der Focus setzt sich an die Spitze der neuen Männerbewegung, die im Windschatten des Postfeminismus surft. Die Autoren stellen die Bücher von Martin van CREVELD ("Das bevorzugte Geschlecht") und Arne HOFFMANN ("Sind Frauen bessere Menschen?") vor.

Paul-Hermann Gruner - Frauen und Kinder zuerst

PETER, Stefanie (2003): Bevorzugte Frau, gekränkter Mann.
Ein Rundumschlag Martin van Crevelds,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.06.

RUTSCHKY, Katharina (2003): Das wehleidige Geschlecht.
Professor Creveld rechnet mit dem Feminismus ab. Auf zwei Dezimalstellen hinterm Komma genau,
in: Berliner Zeitung v. 30.06.

Infos zu: Katharina Rutschky - Autorin der 68er-Generation

SPERR, Franziska (2003): Männer sind so verletzlich.
Martin van Creveld findet, dass Frauen immer und überall böse bevorzugt werden,
in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 30.06.

PLATTHAUS, Andreas (2003): Na ja, Männer, zu kleines Gehirn.
Martin van Creveld fürchtet den Triumph des Feminismus,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.07.

BRAUN, Christina von (2003): Die Paranoiker verfolgen mich.
Wie sich ein Militärhistoriker als Cheerleader der Männer gegen die ewig privilegierten Frauen qualifiziert,
in: Literaturen, Nr.9, September

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 13. Juli 2015