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Michael Stürmer: Geschichte als Generationengeschichte

 
       
   
  • Zur Person

    • 1938 in Kassel geboren
    • 2002 Buch "Das deutsch Reich 1870 - 1919"
    • 2006 Buch "Welt ohne Weltordnung"
    • emeritierter Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
 
       
     
       
   

Michael Stürmer in seiner eigenen Schreibe

 
   

STÜRMER, Michael (2001): Ade, Generation Golf.
Ein einziger Tag hat den Serienglück-Seelen das Bild des irdisch Unvollkommenen eingebrannt,
in: Welt v. 31.12.

"Das Recht auf die Suche nach dem Glück ist seit der europäischen Aufklärung Wurzel und Inbegriff individueller Freiheit. Aber nicht Glück bestimmt die Grunderlebnisse der Generationen, sondern die Verwundungen und Traumata.
Die Vergleichsreihen der Allensbacher Wertestudien erweisen, dass nirgendwo im Westen die Generationenkluft so tief ist wie bei uns. Das hat Gründe in den Generationserlebnissen, die inkompatibel sind,"

meint Michael STÜRMER und stürmt durch die Generationengeschichte, die - obgleich enorm verkürzt - doch nicht so recht seine "Generationentheorie" zu stützen vermag.

"Ein Trauma war dies alles nicht",

fasst er deshalb die Schicksale der Nachkriegsgenerationen zusammen, um das Ausbleiben eines Traumas zum einheitsstiftenden Generationenerlebnis zu erklären. Ist das nicht Glück? Die Generation Golf sei nun in der "Realität" angekommen, offenbar für STÜRMER ein Synonym für "Trauma".

Eine Einführung in die aktuelle Generationendebatte

STÜRMER, Michael (2002): Lasst die Alten ran.
Produktive Potenziale Teil VII: Die Jugend ist der einzige Fehler, der sich von selbst korrigiert,
in: Welt v. 21.10.

Im Gegensatz zu Harald JÄHNER (Berliner Zeitung v. 19.10.2002) und Gerhard R. KOCH (FAZ v. 16.10.2002) sind STÜRMER noch zu wenig Alte an der Macht. Er singt das Loblied auf den Patriarchen, der im Freizeitpark Deutschland ("das Land mit den ältesten Studenten und den jüngsten Rentnern") aufräumt.

STÜRMER, Michael (2003): Jugendrevolte entsorgt,
in: Welt v. 10.07.

STÜRMER, Michael (2003): Jugendkult als Selbsttäuschung,
in: Welt v. 21.08.

Michael STÜRMER prophezeit den Double Income, no Kids eine düstere Zukunft: "Die schicken Dinks (»double income, no kids«) von heute werden bald die einsamen Älteren sein, und dann die allein gelassenen Alten. Demographie ist Schicksal, nicht nur für die Völker, sondern auch für die Leute. Immer jung und blühend und gut drauf: Jugendkult als immerwährende Selbsttäuschung, das geht nicht gut. Wer kein Verhältnis hat zum Anfang des Lebens, hat auch keines zum Ende"."

STÜRMER, Michael (2004): Zentralnerv der deutschen Lebensform.
Zur Geschichte und Metaphysik des Sozialstaats - Warum sich das Land mit seiner Erneuerung so schwer tut,
in: Welt v. 12.08.

STÜRMER, Michael (2005): "Chronik eines angekündigten Todes",
in: Welt v. 13.01.

Der Historiker Michael STÜRMER propagiert das Buch Allemagne. Chronique d'un mort annocé von Yves-Marie LAULAN. Für den Nachweis eines "Selbstmordraum der westlichen Welt" (ZELTNER) sind seit dem Erscheinen von HOUELLBECQs Bestseller Elementarteilchen bereits ganze Wälder zum Opfer gefallen. Gerade in Frankreich wurde der "demografische Schrecken" seit dem 1. Weltkrieg kultiviert wie in keinem anderen westlichen Land. Es verwundert deshalb kaum, dass jetzt ein demografielastiges Werk über den Untergang des Abendlandes in Frankreich erscheint. So wie jedoch der "demografische Schrecken" zum Großteil nichts als Propaganda war, so werden spätere Generationen über die gegenwärtige Hysterie nur den Kopf schütteln, denn die Geburtenzahlen für Westdeutschland stehen im krassen Gegensatz zur Rhetorik des Aussterbens. Seit 25 Jahren liegen die Geburtenzahlen im angeblich hedonistischen Westdeutschland immer über dem Geburtentiefststand von 1978. Nach dem Lieblingsslogan unserer Nationalkonservativen, dass ungeborene Kinder keine Kinder gebären, müssten sich die Geburtenzahlen inzwischen wieder halbiert haben. Offensichtlich ist das nicht geschehen wie jeder selber nachprüfen kann! Es ist also etwas oberfaul an den Horrorszenarien unserer Apokalyptiker...      

STÜRMER, Michael (2005): Wer sind wir?
in: DeutschlandRadio v. 11.10.

Der Historiker Michael STÜRMER, ein Angehöriger der deutschen Jammer-Elite, schreibt:

"Es gibt quer durch die Jahrhunderte kein schärferes Zeichen kollektiver Depression als den Niedergang von Heiraten und Geburten."

Wir behaupten, dass diese Depression ein Zerrbild ist. Unsere Bevölkerungsstatistik ist gar nicht in der Lage das Ausmaß der lebenslangen Kinderlosigkeit korrekt abzubilden, denn sie ist normativ und nicht wertneutral. Es gibt in Deutschland ein nationalkonservatives Deutungsmonopol. Wo ist unsere angeblich globale Klasse? Warum muss z.B. die TAZ-Journalistin Ulrike WINKELMANN einen Aufsatz über die zu hoch angegebene Kinderlosigkeit von Akademikerinnen in der Zeitschrift  Feministische Studien veröffentlichen, der bis heute nicht in den sich liberal gebenden Medien ausreichend gewürdigt wurde? Es erstaunt uns sehr, dass bis heute weitgehend unwidersprochen Zahlen in Umlauf gebracht werden dürfen, die offensichtlich völlig überhöht sind. Von Herwig BIRG bis Susanne GASCHKE predigen uns die nationalkonservativen Seilschaften, dass es in Deutschland zu wenig Kinder gibt. Den Beleg bleiben sie uns jedoch schuldig, wenn man nicht gerade Anhänger dieser neuen politischen Religion ist. Sie können das nur, weil unsere angeblich globale Klasse sie gewähren lässt! Deutschland sei liberal, heißt es. Dies gilt nicht für das Gebiet des demografischen Wandels. Während internationale Demografen längst die zu niedrig ausgegebenen Geburtenraten in Deutschland diskutieren, herrscht in Deutschlands Öffentlichkeit Schweigen im Walde. Wer ist politisch unkorrekt genug, dieses Tabu zu brechen? Es gibt hierzulande ein Schweigekartell. Auf Single-generation.de wird dies dokumentiert. Es wird sich also nachweisen lassen, wer diejenigen gewesen sind, die zu feige waren, die Lage richtig darzustellen. Dies wird die Wissenschaft in Misskredit bringen. Nicht Kinderlose haben zu wenig Mut, es sind unsere feigen Eliten!  Es sollte also im Interesse der Wissenschaft sein, endlich Stellung zu nehmen zu dieser unerträglichen Situation.

STÜRMER, Michael (2006): Auswanderungsland Deutschland.
Zuerst wollen die Deutschen keine Kinder zeugen, dann wollen sie nicht sterben, und der Rest wandert aus. Aus dem Statistischen Bundesamt kommt die Nachricht, dass 2005 so viele Deutsche das Land verließen wie niemals seit den späten 40er Jahren,
in: Welt v. 23.07.

Neu:
STÜRMER, Michael (2006): Und der Rest der Deutschen wandert aus.
Im vergangenen Jahr haben wieder mehr als 140.000 Menschen das Land verlassen. Nicht schlimm? Doch. Es sind fast ausschließlich die Jungen, Aktiven und Tüchtigen, die gehen,
in: Welt v. 22.08.

In der FAZ vom 26. Februar 2006 hat Jürgen KAUBE darüber aufgeklärt, dass die amtliche Statistik - zumal wenn sie so missbraucht wird wie von Michael STÜRMER - die Zahlen der dauerhaften Auswanderer überschätzt, weil kürzere Auslandsaufenthalte bei der jungen Elite zum Teil der Normalbiografie geworden sind:

"Um ein realistischeres Bild des »brain drain« zu erhalten, mußte die Soziologin ihr Augenmerk also auch auf die Dauer des Aufenthalts von akademisch qualifizierten Deutschen im Ausland richten. So hat zwischen 1990 und 2000 die Zahl der temporären amerikanischen Visa für hochqualifizierte Deutsche um etwa 50 Prozent zugenommen. Viele dieser Personen geben dabei ihren alten Wohnsitz auf, wodurch sie sowohl hierzulande wie im US-Zensus als Aus- und Einwanderer gezählt werden. Das Risiko eines sich verstetigenden Aufenthalts ist, so Diehl, ungefähr konstant geblieben; es beschließen also heute nicht mehr Deutsche, die eine Zeitlang in Amerika arbeiten, dort endgültig zu bleiben, als früher. Austauschstudenten aber, die es ebenfalls vermehrt gibt - in den letzten 25 Jahren ist die Zahl der im Ausland studierenden Deutschen um das Vierfache angestiegen -, lassen sich selten in den Vereinigten Staaten nieder."

Die Welt muss sich zudem vorwerfen lassen, dass sie gezielt gefälschte Zahlen zur Geborenenstatistik in Umlauf gebracht hat. Und weil fast die gesamte so genannte Qualitätspresse dies ungeprüft nachgedruckt hat, wird dies in der Presse weiterhin totgeschwiegen...

 
       
   

Das Deutsche Reich 1870 - 1919 (2002)
BVT Berliner Taschenbuch Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Die Zeit von 1870-1914 war in Deutschland eine Epoche des Aufstiegs, der Ruhelosigkeit und der Veränderung. Unter Bismarck kämpften die alten preußischen Eliten um die Vorherrschaft gegen die Modernisierung. Um die Jahrhundertwende überflügelte das Deutsche Reich Großbritannien als Industriemacht, gleichzeitig blühten Wissenschaft und Künste. Viele Menschen zogen in die Städte und Fabriken. Ein Aufstieg begann, der erst durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gestoppt wurde.
Michael Stürmer verbindet in seiner kleinen Geschichte Weltpolitik mit dem Alltagsleben der Menschen, porträtiert Protagonisten und stellt die wichtigen Errungenschaften der industriellen Revolution vor. Und nicht zuletzt schildert er auch die Ursachen des Ersten Weltkrieges."

 
     
 
       
   

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Update: 06. Juli 2015