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Wolfgang Joop: Luxus für die Weltbürger, Bescheidenheit und Familienreligion für den Rest

 
       
   
  • Kurzbiografie

    • 1944 in Potsdam geboren
    • 2003 Debütroman "Im Wolfspelz"
    • Modemacher
    • Wohnsitze in mehreren Ländern
 
       
     
       
   

Wolfgang Joop in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • JOOP, Wolfgang (2001): Glamour war gestern.
    Seit dem Absturz der Börsenkurse ist es mit dem Konsumrausch vorbei. Nun zeichnet sich eine Suche nach dem Echten ab. Das Glück liegt in der Beschränkung.

    in: Spiegel Online v. 31.07.
    • Kommentar:
      JOOP predigt Verhaltensweisen für eine mögliche Rezession. Im Mittelpunkt steht dabei der neue Mutterstolz (siehe Spiegel Nr.29 v. 16.07.2001):
                  "Vielleicht ist die meditative Ruhe in Zeiten der Stagnation auch nur die Ruhe vor dem Sturm - nämlich wenn aus dem drohenden Ein-Prozent-Wirtschaftswachstum doch noch eine Rezession wird. Manche konzentrieren sich schon jetzt auf das Einzige, was wirklich bleibt. Die amerikanische Fotografin Annie Leibovitz, 51, die die Zeiten von Jugend-, Konsum- und Selbstverwirklichungstrips erfolgreich hinter sich gebracht hat, hat einen Weg zum dauerhaften Glück gefunden: das späte Mutterglück."
                  JOOP zitiert aus Michel HOUELLEBECQs "Elementarteilchen", um deutlich zu machen, dass es heute um eine grundlegende, d.h. "metaphysische Wandlung" geht. Mit dem Spiegel dürfen die Frauen endlich wieder in die "Goldenen 50er Jahre" - die mit dem Herd - zurück! Den Bestseller dazu gibt es bereits: "Einfach schlau sein - einfach Frau sein. Erobern Sie Ihn - mit weiblichen Waffen" von Laura DOYLE. Ein Ratgeber für Frauen, die sich von der Emanzipation überfordert fühlen...
  • JOOP, Wolfgang (2001): Wer braucht jetzt noch Dior?
    Wolfgang Joop bricht radikal mit der alten Modewelt: Der Westen steckt in der eigenen Luxus-Falle - Frivolität, Ironie und Dekadenz sind passé,
    in: Die Woche Nr.41 v. 05.10.
 
       
   

Wolfgang Joop: Porträts und Gespräche

 
   
  • KUJACINSKI, Dona (2001): Was reizt Sie an kaputten Typen, Wolfgang Joop?
    Modeschöpfer Wolfgang Joop, 56, fällt aus der Rolle: Im neuen Film von Oskar Roehler spielt er einen Psychiater,
    in: Welt am Sonntag v. 04.03.
  • HAGER, Angelika (2001): "Und dann wird Bushs Krieg auch noch heilig".
    Interview. Bei den Prêt-à-porter-Shows letzte Woche trug Paris sowohl Angst als auch Ignoranz. Der deutsche Designer Wolfgang Joop analysiert die Mode in Zeiten des Kriegs,
    in: Profil Nr.42 v. 14.10.
    • Inhalt:
      JOOP rechnet mit der popkulturellen Spaßgesellschaft ab, aber das hatte er bereits vor dem 11. September getan:
                  "profil: Schon im Juni haben Sie in einem Essay im 'Spiegel' mit dem Titel 'Glamour war gestern' eine Rückkehr zu einer Ästhetik der Beschränkung gefordert.
                  Joop: Ich bekam damals wütende Reaktionen, denn keiner wollte sich damals durch solche Thesen irritieren lassen. Denn im Kopf und im Herzen steckt die Gesellschaft ja nach wie vor in den achtziger Jahren. Dass die Party vorbei ist, wollte niemand wahrhaben."
  • BAUM, David (2001): Joop hebt ab.
    Er wurde groß als Modemann und Marke mit dem Ausrufezeichen. Nun steht Wolfgang Joop ohne Firma da, will lieber Schauspieler und Autor sein, Provokateur, Prophet und ewiges Rätsel,
    in: MAX Nr.23 v. 31.10.
  • MICHAELSEN, Sven & Daniel JOSEFSOHN (2001): "Narzissmus ist keine wahre Freude",
    in:
    Stern Nr.45 v. 31.10.
  • PHILIPPI, Anne (2002): Joopingtour in Monaco.
    Design bestimmt das Bewusstsein - behauptet eine neue Harvard-Studie. Wir baten Wolfgang Joop in Monte Carlo zum Selbstversuch,
    in: SonntagsZeitung v. 24.03.
  • GUTTMANN, Katja (2003): Vom richtigen Leben in der falschen Haut.
    Der deutsche Modestar, der seinen Namen mit einem Ausrufezeichen zur Marke machte, langweilt sich schnell. Deshalb hat er zur Abwechslung ein Buch geschrieben. Über einen gelangweilten Modestar,
    in: Rheinischer Merkur Nr.31 v. 31.07.
  • BYLOW, Christina (2003): Wolf in der Krise.
    Wolfgang Joop hat einen Roman geschrieben. Er handelt vom Leben eines Modeschöpfers, wie sein Autor es kennt. Christina Bylow sprach mit Joop über Liebe und Kompromisse, Geld und Feigheit, das Altern und die Leidenschaft,
    in: Berliner Zeitung v. 02.08.
  • Neu:
    KAISER, Alfons (2003): "Ich bin ein Berliner".
    Wolfgang Joop über sein neues Leben,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.08.
  • SACK, Adriano (2003): Ich war voller Angst.
    Dichter und Blender: Wolfgang Joop erklärt seinen ersten Roman und wie Angela Merkel die erste Kanzlerin Deutschlands werden könnte,
    in: Welt am Sonntag v. 03.08.
 
       
   

Im Wolfspelz (2003)
Frankfurt a/M: Eichborn

 
   
 
 

Klappentext

"Der umschwärmte Modezar Wolf, der Welt des Glamours und der Laufstege überdrüssig geworden, entflieht in das freiwillige Exil des Hexenkessels von New York. Wolf sucht Zerstreuung und neue Ideen, aber umgeben von schönen Menschen, gefallenen Engeln und falschen Freunden wird er immer mehr zu einem stillen Beobachter, der hinter der schrillen Oberfläche der Partys, Clubs und Orgien in einen Abgrund blickt.
Die Personen, die er trifft, erscheinen ihm wie Puppen - leblose, androgyne und exaltierte Hüllen, die zwischen Drogen, Sex und Selbstverliebheit nach einem Rest von Wärme suchen, der nichts kostet - vor allem keine Gefühle. Überall bleibt Wolf nur Zuschauer und merkwürdig unberührt - bis er eines Nachts auf den geheimnisvollen Josh trifft, der die magischen Worte ausspricht, die Wolf erlösen können auf seiner Suche nach einem Gefährten der Seele ...
Im Wolfspelz ist ein schillernder Parforce-Ritt durch die Welt der Schönen und Reichen, Heimatlosen und Getriebenen, die Suche eines Menschen nach einem Halt, einer Orientierung, der Liebe.
Der Leser wird mir erlauben, dass ich von mir in der dritten Person berichte. So werde ich weniger versucht sein zu lügen."

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

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Wolfgang Joop in der Debatte

 
   
  • SPIEGELONLINE (2001): Wolfgang Joop.
    Kein Bedauern über Verlust des World Trade Center,
    in: SPIEGELONLINE v. 15.10.
    • Inhalt:
      SPIEGELONLINE verteidigt JOOPs Äußerungen im Interview mit HAGER ist jedoch erstaunt, dass JOOP die Gesetzmäßigkeiten eines Marktes kritisiert, die "auch das Jet-Set-Leben des Multi-Millionärs Joop ermöglichen."
  • WS (2001): Joop: "Das Tor zur Hölle".
    Wolfgang Joop, der den Verlust des World Trade Center als "Symbol kapitalistischer Arroganz" nicht bedauerte, hat vor gut zwei Jahren noch damit geworben,
    in: Welt am Sonntag v. 28.10.
 
   

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Update: 25. November 2007
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