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Thema des Monats

 
   

Die Rückkehr der Klassengesellschaft

 
   

Wie die Generation Berlin eine Politik der Besitzstandswahrung rechtfertigt und damit die Rückkehr der Klassengesellschaft betreibt
 

 
     
       
   

zitierte Literatur

 
   
  • BECK, Ulrich (1983): Jenseits von Klasse und Stand?
    in:
    Kreckel, R. (Hg.) Soziale Ungleichheiten, Sonderband 2 der Sozialen Welt, Göttingen: Schwartz, S. 35-74
  • BECK, Ulrich & Elisabeth BECK-GERNSHEIM (1990): Das ganz normale Chaos der Liebe, Frankfurt a/M: Suhrkamp
  • BERGER, Ulrich & Christoph STEIN (2003): Die Baby-Boomer in Deutschland.
    Ein herbes Schicksal bis zur Rente,
    in: Telepolis v. 22.10.
  • BERLINER REPUBLIK (2003): Welche Gerechtigkeit?
    Warum die Debatte der SPD den Nerv der deutschen Gesellschaft trifft, Heft 5
  • BIRG, Herwig - Die Dramatisierung des Geburtenrückgangs
  • BRANDT, Andrea (2003): Baby-Boom bei Dämmerlicht.
    Beim Kinderkriegen brechen die Frauen im münsterländischen Laer Rekorde. Sie können Job und Familie leichter vereinbaren - weil die Gemeinde ihnen Arbeit abnimmt,
    in: Spiegel Nr.44 v. 27.10.
  • BUDE, Heinz (2003): Koloss auf tönernen Füßen.
    Der Sozialstaat lebt von der Solidaritätsbereitschaft der Mittelklassen. Wo sie verloren geht, schwindet die Legitimation. Doch noch ist keine Gruppierung in Sicht, die sozialmoralische Verpflichtungen in Deutschland neu begründen könnte,
    in: Berliner Republik, H.5, S.23-26
  • ESPING-ANDERSEN, Gösta - Familienstruktur und Niedriglohnsektor
  • GÜRTLER, Detlef (2002): gürtlers contragnosen.
    Demografen sagen ein entvölkertes Deutschland voraus - und liegen falsch,
    in: TAZ v. 15.05.
  • GUTSCH, Jochen-Martin (2003): Zukunft ist für alle gut.
    Reformen, Kommissionen und Rezepte alter Männer. Anmerkungen eines Dreißigjährigen,
    in: Berliner Zeitung v. 24.10.
  • HORX, Matthias (1983): Das Märchen vom Erwachsenwerden, in: Matthias Horx, Albrecht Sellner, Cora Stephan (Hg.) Infrarot. Wider die Utopie des totalen Lebens. Zur Auseinandersetzung mit Fundamentalopposition und "neuem Realismus", Berlin: Rotbuch, S.17-34
  • HRADIL, Stefan (2003): Die Suche nach Sicherheit und Gemeinschaft in der individualisierten Gesellschaft. In: Karl-Heinz Hillmann & Georg W. Oesterdiekhoff (Hg.) Die Verbesserung des menschlichen Zusammenlebens. Eine Herausforderung für die Soziologie, Opladen: Leske + Budrich, S.111-125
  • KITTLAUS, Bernd (1998): Das Single-Dasein. Leistungen und Grenzen von Begriffstraditionen und Typologien, unveröffentlichte Magisterarbeit an der Universität Hagen, Januar
  • KRUGMAN, Paul (2002): Der amerikanische Albtraum.
    Vom Millionär zum Milliardär: Befreit von allen Gleichheitsidealen, reißen die Reichen in den USA immer mehr Wohlstand an sich. Die Mittelschicht löst sich auf,
    in: Die ZEIT Nr.46 v. 07.11.
    • Kommentar:
      1989 erschien "Angst vor dem Absturz" von Barbara EHRENREICH über das Dilemma der Mittelklasse.

            
      Der US-amerikanische Ökonom Paul KRUGMAN behauptet nun, dass sich die Mittelklasse in den USA inzwischen tatsächlich polarisiert hat.
            
      Was für die USA gilt, das existiert in Ansätzen auch in der Berliner Republik. Nur wenige wie Paul NOLTE sprechen jedoch offen von einer deutschen "Klassengesellschaft".
  • LEGGEWIE, Claus (2003): Der verblassende Mythos der Meritokratie.
    Dynastische Schließungen: Superreichtum als Gefahr für die Demokratie,
    in: Frankfurter Rundschau v. 03.06.
    • Kommentar:
      Wenn ein Thema bei LEGGEWIE ankommt, dann kann man davon ausgehen, dass es die ehemalige gesellschaftliche Randlage verlassen hat. So ist es auch beim "Klassenkampf von oben".

            
         Der Soziologe Michael HARTMANN hat in seinem Buch "Der Mythos der Leistungselite" die Illusion zerstört, dass in unserer Gesellschaft allein die Leistung zählt. Wichtiger als Bildung ist der Habitus und damit die soziale Herkunft.
            
         Während der Journalist David BROOKS noch die Bobokratie als Sieg der US-amerikanischen-Leistungsgesellschaft feierte, war längst das Ende der Meritokratie angebrochen.
            
         Nachdem der angesehene Ökonom Paul KRUGMAN in der ZEIT vom 07.11.2002 die große Ungleichheit in den USA als kontraproduktiv anprangerte, trauen sich auch weniger mutige Zeitgenossen wie LEGGEWIE das Thema in Angriff zu nehmen.
            
         Während neue Reaktionäre wie Michel HOUELLEBECQ den sexuellen Neoliberalismus anprangern und behaupten, dass zwischen Bildung, Einkommenshöhe und Chancengleichheit beim Sex kein Zusammenhang besteht, gibt es einen anderen Zusammenhang, der empirisch bewiesen ist:  Einkommenshöhe und Chancen auf dem Heiratsmarkt sind weit weniger entkoppelt als dies die Kritiker der sexuellen Revolution behaupten. Bei LEGGEWIE heißt es:
            
         "Armut, darunter ganz wesentlich Bildungsarmut, ist auch in den reichen Gesellschaften nicht verschwunden und zeitigt enorme negative Konsequenzen für alle Lebensbereiche: Den Betroffenen verdirbt sie die Chancen auf dem Arbeits- und Heiratsmarkt (und verkürzt sogar ihre durchschnittliche Lebenserwartung), und diese Benachteiligung vererbt sich auf Kinder und Kindeskinder."
  • MIEGEL, Meinhard & Stefanie WAHL (1993): Das Ende des Individualismus. Die Kultur des Westens zerstört sich selbst. München: mvg-Verlag
  • NIEJAHR, Elisabeth (2003): Politik vom Wickeltisch.
    Familie, Demografie, Bildung und noch mal Bildung - das sind die großen Themen des dänischen Soziologen Gøsta Esping-Andersen. Jetzt hat ihn die SPD entdeckt,
    in: Die ZEIT Nr.41 v. 02.10.
  • NOLLMANN, Gerd & Hermann STRASSER (2002): Individualisierung als Deutungsmuster sozialer Ungleichheit. Zum Problem des Sinnverstehens in der Ungleichheitsforschung, in: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, H.3
  • NOLTE, Paul (2001): Unsere Klassengesellschaft.
    Wie könnten die Deutschen angemessen über ihr Gemeinwesen sprechen? Ein unzeitgemäßer Vorschlag,
    in: Die ZEIT Nr.2 v. 04.01.
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 26. Oktober 2003
Update: 13. September 2010