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Arlie Russel Hochschild: Arbeit ist das ganze Leben

 
       
   
  • Kurzbiographie

 
       
     
       
   

Arlie Russel Hochschild in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   

Die Soziologin Arlie Russell HOCHSCHILD beklagt sich über den Niedergang des sozialen Kapitals (siehe Robert PUTNAM "Bowling alone") bei der US-amerikanischen Generation X und Y (in Deutschland würde man von Generation Golf sprechen).

HOCHSCHILD bezieht sich auf das Generationenkonzept des deutschen Soziologen Karl MANNHEIM und fragt danach, welches historisches Ereignis für die jüngeren Jahrgänge so prägend sein könnte, dass es zur Bildung eines Generationenbewusstseins kommen könnte. Sie verspricht sich dadurch ein größeres soziales Engagement der Jugend:

"Big events collectivize. Litte events atomize."

Während die Gesellschaft früher auf Heirat und Beschäftigung beruhte, ist für die gegenwärtige Gesellschaft die Heirats- und Arbeitsfähigkeit kennzeichnend. Zwei Herausforderungen sieht sie für die Nach-Clinton-Ära: zum einen die politische Implementierung einer familienfreundlicheren Arbeitswelt und zum anderen der Kampf gegen konsumistische Lebensstile (Stichwort: globale Erwärmung) als generationenstiftende Vision.

  • HOCHSCHILD, Arlie (2004): Die Warenfront.
    Zur Kommerzialisierung des privaten Lebens,
    in: Familiendynamik, Heft 3, Juli

  • Neu:
    HOCHSCHILD, Arlie Russell (2017): Weiß und stolz und abgehängt.
    Donald Trump und der Südstaten-Rassismus,
    in:
    Blätter für deutsche und internationale Politik, Oktober

 
       
   

Arlie Russel Hochschild: Porträts und Gespräche

 
       
   

PSYCHOLOGIE HEUTE-Titelgeschichte: Beruf und Familie?
So gelingt der Balance-Akt

KRUMPHOLZ-REICHEL, Anja (2003): "Vielen geht es bei der Arbeit besser als zu Hause".
Ein Gespräch mit Arlie Russell Hochschild, Soziologin und Direktorin des Center for Working Families an der Universität von Kalifornien,
in: Psychologie Heute, H.5, Mai

 
       
       
   

Fremd in ihrem Land (2017).
Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten
Frankfurt a/M: Campus Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"In vielen westlichen Ländern sind rechte, nationalistische Bewegungen auf dem Vormarsch. Wie ist es dazu gekommen? Arlie Russell Hochschild reiste ins Herz der amerikanischen Rechten, nach Louisiana, und suchte fünf Jahre lang das Gespräch mit ihren Landsleuten. Sie traf auf frustrierte Menschen, deren »Amerikanischer Traum« geplatzt ist; Menschen, die sich abgehängt fühlen, den Staat hassen und sich der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung angeschlossen haben. Hochschild zeigt eine beunruhigende Entwicklung auf, die auch in Europa längst begonnen hat. Hochschilds Reportage ist nicht nur eine erhellende Deutung einer gespaltenen Gesellschaft, sondern auch ein bewegendes Stück Literatur."

 
     
 
       
   

Rezensionen

HOCHGESCHWENDER, Michael (2017): Verraten und verkauft.
Arlie Russell Hochschild ist dort hingegangen, wo die Trump-Wähler leben. In Louisiana entdeckte sie deren wahren Feind und ein großes Paradox,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
v. 20.01.

Michael HOCHGESCHWENDER stellt das Buch Strangers in Their Own Land von Arlie R. HOCHSCHILD vor. Die Soziologin gehört zum Kreis der US-amerikanischen Elitefeministinnen, die sich vor allem für die Interessen der Doppel-Karriere-Familie und die bessere Vereinbarkeit von Karriere und Mutterschaft einsetzte. Dazu gehört auch eine Verachtung konsumistischer Lebensstile, die kennzeichnend für die Verlierer der Globalisierung sind.

Vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass das Buch sich nicht wirklich um die Belange der Armen kümmert, sondern es geht darum jenes Klientel wiederzugewinnen, das eigentlich den Demokraten zugeneigt ist und sich nun abgewendet hat, weil es den Demokraten keine Erneuerung des Landes mehr zutraut.

"Für die Menschen im südlichen Louisiana sichert allein ihr Arbeitsplatz Freiheit und Individualität. Sie haben, anders als Harvard-Absolventen, nicht die Wahl, ob sie in Silicon Valley, New York, London, Berlin oder Singapur arbeiten. Mehrheitlich wollen sie nirgendwo anders sein",

erklärt uns HOCHGESCHWENDER, als ob jeder Akademiker ein Harvard-Absolvent ist und jeder Arbeiter ein Homeland-Patriot. Der Artikel versucht das Klientel auf jene einzugrenzen, die entweder lieber Bernie SANDERS oder Ted CRUZ als Präsidenten gehabt hätten. Donald TRUMP war für diese Klientel angesichts von Hillary CLINTON das kleinere Übel, aber nicht erste Wahl.

Norwegen gilt HOCHSCHILD als gelobtes Land wo Milch und Honig fließt. Das mag daran liegen, weil es weit genug weg ist, sodass kaum ein Amerikaner etwas über das Land weiß.

"Einst ein armer Küstenstaat wie Louisiana, abhängig vom Erdöl und der petrochemischen Industrie, aber mit einer komplett anderen Entwicklung. Wo im deregulierten Louisiana Resignation und Hoffnungslosigkeit vorherrschen, setzten die Norweger aktiv politische Teilhabe durch und erstritten sich ihren gerechten Anteil an den Profiten der Konzerne."

WINDHEUSER, Daniel (2017): Auf Trumps Spuren.
Sozialstudie: Alle bloß rückständig und dumm? In ihrem neuen Buch lässt Arlie Hochschild die Wähler des Krawallmilliardärs zu Wort kommen,
in:
Freitag Nr.36 v. 07.09.

 
       
       
   

Keine Zeit (2002).
Wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur Arbeit wartet
Opladen:
Leske + Budrich

 
   
     
 

Klappentext

"In Interviews mit den Beschäftigten eines großen amerikanischen Konzerns geht Arlie Hochschild der Frage nach, warum so viele Eltern über Zeitnot klagen und doch nur wenige die familienfreundlichen Arbeitszeitregelungen des Unternehmens nutzen. Sie stellt einen tiefgreifenden Wertewandel in der amerikanischen Gesellschaft fest, der die emotionalen Pole von Arbeit und Familie verschiebt. Dank einer neuen Unternehmenskultur, die die Selbstverantwortung betont und Anerkennung vermittelt, wird die Arbeit für viele Beschäftigte zum Zuhause, während die Familie zunehmend zum Arbeitsplatz wird. In eindrucksvollen Fallstudien zeigt Hochschild, wie Eltern immer mehr Zeit am Arbeitsplatz verbringen und das Familienleben unter Zeitdruck gerät und taylorisiert wird. Um dieser Zeitfalle zu entkommen, ist nach Hochschild kollektives Handeln erforderlich, eine neue »Zeitbewegung«."

 
     
 
       
   

Rezensionen

MAYER, Susanne (2002): Mach voran, komm endlich, wir müssen los.
Kinder und Eltern befinden sich auf eiligem Transit in die Moderne. Ganztagsschulen, berufstätige Mütter! Wie das wohl wird? Zwei Soziologinnen erzählen es uns,
in: Die ZEIT Nr.47 Literaturbeilage v. 14.11.

 
       
   

weiterführende Links

 
       
     
       
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 19.November 2002
Stand: 27. Dezember 2017