[ Singles in den USA ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Jeffrey Lee Pierce &  The Gun Club: Sexbeat

 
       
     
       
     
       
   

Jeffrey Lee Pierce und Gun Club in der Debatte

 
     
       
   

Gun Club: Miami (1982)
Cargo Records

 
   
 
 

Songtitel

01. Carry Home
02. Like Calling Up Thunder
03. Brother and Sister
04. Run Through The Jungle
05. A Devil In The Woods
06. Texas Serenade
07. Watermelon Man
08. Bad Indian
09. John Hardy
10. The Fire of Love
11. Spleeping In Blood City
12. Mother Of Earth

 
 
 
       
   

Gun Club: Fire of Love (1982)
Shlash Records

 
   
 
 

Songtitel

01. Sex Beat
02. Preaching the Blues
03. Promise Me
04. She's like Heroin to me
05. For the Love of Ivy
06. Fire Spirit
07. Ghost on the Highway
08. Jack on Fire
09. Black Train
10. Cool Drink of Water
11. Good By Johnny

Diederichsen zu The Gun Club

"Unter Wirklichkeitsdruck drohte alles sich in seine Bestandteile aufzulösen, Sehnsucht und Pragmatismus, Kunst und Kalkül, Kitsch und Kapitalismus.
Da tauchte - 1983 - eine Rock'n Roll-Band auf. Eine leidenschaftliche, jammernde wie fordernde Rock-Band, also das sozusagen abgeschaffteste und erledigteste Programm des alten Authentizismus, und es war der Gun Club von Jeffrey Lee Pierce und sie sangen auf einer Platte mit dem altmodischen Titel »The Fire Of Love« Lieder von härteren Dingen, als unsere Selbst-Programme es sich träumen ließen. Eines hieß »She's Like Heroin To Me« und ein anderes, das erste auf der ersten Seite, der Hit, war »Sexbeat«.

(...).

Etwas Härteres, Körperlicheres (...) als die austauschbare Welt von Vorstellungen und Werten, von Ideologie und Anti-Ideologie, die wir zwischen 79 und 82 so entschieden als rearrangierbar empfunden hatten? Gab es so ein Heroin, gab es so eine härtere, körperliche Ebene, deren Existenz nicht nur eine Behauptung der Rock'n'Roll-Ideologie war? Ja, die gab es wohl, und as hatte sich mir bei diesem unglaublichen Gun-Club-Konzert in der Markthalle mitgeteilt, hatte etwas mit »Sex« zu tun, mit dem Sexbeat, von dem Gun Club damals sangen.

(...).

Man kann sagen, daß ein Strang des Buches der Versuch war, diesen Abend aus dem Jahre 1983 auf die Reihe zu kriegen. Gun Club schienen alle Dimensionen von ideologischem Rock und authentizistischer Körperlichkeit zu bespielen, die wir haßten, dabei aber elegant, überlegen und cool zu sein. Mit den eigentlich ausgemustersten und dämlichsten Accessoires, mit dunklen Sonnenbrillen und Erzählungen aus dem abgelegenen LA pulverisierten sie dieses urbane, fragile von London geborgte Überlegenheitsgefühl, mit dem wir unsere Kultur reprogrammieren wollten. Lachhaft!
Später, in »Sexbeat«, fand ich Worte wie »blutverschmierte Wiederkehr« und andere Bilder, die diesen - nennen wir ihn - Realitätsschock mit der Metaphorik unserer geliebten (sicher postmodernen Zombiefilme zu verarbeiten versuchte. Bemühungen, das zu benennen, was sich nicht der Macht des Codes und den Pop-Strategien fügen wollte. Das zentrale Wort aber war, ganz dem Titel des Gun-Club-Hits ergeben, »Sex«. Dieses Reale, das Pop verfehlt hatten, war es nicht der Beat des Sex? Dieses Pochen und Pulsieren, das sich nicht der Bilderhaftigkeit des Pop fügen wollte, sondern unruhig wühlte in den Zonen von Rock".
(Sexbeat, S.XIVff.)

 
 
 
       
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2005
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 05. März 2005
Stand: 05. März 2005
Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002