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Elisabeth Schlemmer: zwei Single-Gruppen

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • Studium der Pädagogik
 
       
     
       
   

Elisabeth Schlemmer in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   

SCHLEMMER, Elisabeth (1991): Soziale Beziehungen junger Paare, in: Bertram, Hans (Hg.) Die Familie in Westdeutschland. Stabilität und Wandel familialer Lebensformen, DJI Familiensurvey Bd. 1, Opladen: Leske und Budrich, S.45-78

SCHLEMMER, Elisabeth (1994): "Singles" in den neuen Bundesländern und ihre Netzwerke, in: Grözinger, Gerd (Hg.) Das Single. Gesellschaftliche Folgen eines Trends, Opladen: Leske und Budrich, S. 65-92

SCHLEMMER, Elisabeth (1995): "Living apart together", eine partnerschaftliche Lebensform von Singles? in: Bertram, H. (Hg.) Das Individuum und seine Familie. Lebensformen, Familienbeziehungen und Lebensereignisse im Erwachsenenalter, DJI Familiensurvey Bd. 4, Opladen: Leske und Budrich, S. 363-398

Neu:
SCHLEMMER, Elisabeth (1996): Freizeitnetze von Singles,
in: Zeitschrift für Familienforschung, 8, 2, S. 59-72

 
       
       
   

Singles und Living apart together-Beziehungen in der Sicht von Schlemmer

 
   
     
 

Single-Definition

"Person ohne Partner im Haushalt (...). Dies ermöglicht zwei »Single-Gruppen« zu differenzieren. Als »Singles« im engeren Sinne werden die Befragten erfaßt, die keinen Partner bei der Befragung genannt haben (Single-Typus »ohne Partner«). Ihnen vergleichend gegenübergestellt werden die Befragten in nichtehelicher Partnerschaft, falls der Befragte nicht mit dem genannten Partner zusammenwohnt (Single-Typus »mit nichteheliche getrennt wohnenden Partner«...). Nichtehelich zusammenwohnende Paare (...) werden nicht in die Analyse einbezogen, da diese den Ehepaaren, in ihren subjektiven und objektiven Beziehungsmustern sehr ähnlich sind." (1994, S.69)

"Singles sind Befragte ohne Partner/in im Haushalt. Ich bestimme Singles damit nach den Kategorien Partnerschaft und Haushaltssituation. Dies ermöglicht zugleich zwei Single-Gruppen zu unterscheiden: Singles »ohne Partner/in« und Singles »mit nichtehelichem/r Partner/in«, jedoch ohne gemeinsamen Haushalt. Letztere Gruppe wird auch als »living apart together« bezeichnet (...). Kinder und (andere) Familien- bzw. Haushaltsmitglieder stellen in dieser psychosozialen Definition kein Selektionskriterium dar, entgegen er Amtsstatistik, die eine haushaltstheoretische Definition vornimmt." (1996, S.64)

Charakterisierung der Living apart together-Beziehungen

"»Living apart together« ist eine Lebensform, in der nichteheliche Partner ohne einen gemeinsamen Haushalt zu führen, leben. Es wird damit ein Paar beschrieben, das nicht nach der Norm der traditionellen ehe lebt aber auch nicht in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zusammenlebt, sich aber selbst als Paar begreift".
(1995, S.364)

"Die Partnerschaft findet in der Freizeit statt, der Alltag bleibt weitestgehend ausgeblendet". (1995, S.394)

"Der gesellschaftliche Wandel der Rollenbeziehungen, der sich in der Lebensform des »Living apart together« andeutet, ist geschlechtsspezifisch gegenläufig: auf der Seite der Frau, die - zumindest temporäre - Befreiung von der Rolle der Hausfrau, auf der Seite des Mannes eine - ebenfalls auf die Dauer dieser Partnerschaftsform zeitlich befristete - positionale Bindung an den Haushalt. Haushaltliche Fürsorge und ökonomische Versorgung liegen im Verantwortungsbereich sowohl von Frau wie Mann. Jedoch nicht im Sinne einer Arbeitsteilung, sondern als von beiden jeweils zu erfüllende Tätigkeitsbereiche."
(1995, S.395)

 
     
 
       
   

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Update: 08. März 2017