[ Verzeichnis der Single-Forscher/innen ] [ Autoren-Index ] [ News ] [ Homepage ]

 
       
   

Erik H. Erikson: Die Gefährdungen des Normallebenslaufs

 
       
     
       
     
       
   

Erik H. Erikson in seiner eigenen Schreibe

 
       
   
fehlt noch
 
       
   

Erik H. Erikson im Gespräch

 
       
   

HALL, Elisabeth (1983): Der Lebenszyklus und die neue Identität der Menschheit,
in: Psychologie Heute, Dezember

Für Erik H. ERIKSON ist Kinderkriegen Bestandteil des Normallebenslaufs. Was dies für Kinderlose bedeutet, das erklärt ERIKSON in diesem Gespräch:

"Erikson: Da wir uns historisch in einer Zeit befinden, in der die Geburten zurückgehen müssen, dürfte es viele Menschen geben, die sich gegen Kinder entscheiden. Aber es ist wichtig, daß sie wissen, was sie nicht tun. Hier besteht die Gefahr, daß sie das Gefühl von Frustration und Verlust unterdrücken, das mit der Ablehnung der eigenen Fruchtbarkeit einhergeht, so daß sich eine neue Form unbewußter Verdrängung entwickelt."

ERIKSON sieht in der Sublimierung einen Ausweg für Kinderlose, wobei es ihm nicht nur um Kreativität geht:

"PH: Es fällt mir leicht zu verstehen, wie ein kinderloser Künstler, ein Schriftsteller oder Lehrer Generativität durch Arbeit sublimiert. Wie aber macht das ein kinderloser Klempner?
          
Erikson: Sie sollten die generativen Beiträge, die ein Klempner leistet, nicht unterschätzen. Er könnte Kirchenmitglied sein und etwas für die Kinder der Gemeinde tun. Außerdem ist er immer noch Wähler.
          
PH: Dann kann das Bedürfnis für künftige Generationen Sorge zu tragen, durch die Förderung eines fruchtbaren sozialen Systems befriedigt werden?
          
Erikson: Sicher. Auch das ist ein Grund dafür, warum mir der Hindu-Ausdruck »Die Welt am Laufen halten« so gut gefällt."

 
       
       
   

Der vollständige Lebenszyklus (1988)
Frankfurt:
Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Die zentrale Rolle, die die Lebensphasen in unserer psychosozialen Theorie spielen, führen uns immer näher an die Problematik der historischen Relativität. So verdeutlicht uns ein Rückblick auf die letzten Jahrzehnte dieses Jahrhunderts, daß das Alter erst in den vergangenen Jahren »entdeckt« wurde ...
Davor aber war das Erwachsenenalter als eigenständige konflikthafte Entwicklungsphase erkannt worden. Noch früher, in den sechziger Jahren - der Zeit einer nationalen Identitätskrise, die sich in dramatischer Weise im öffentlichen Verhalten eines Teils unserer Jugend reflektierte - galt unsere ganze Aufmerksamkeit der adoleszenten Identitätskrise. Und erst um die Mitte dieses Jahrhunderts gerieten die »gesunde Persönlichkeit« des Kindes und die infantilen Phasen, die ja alle erst in diesem Jahrhundert entdeckt wurden, in den Mittelpunkt des Interesses."

 
     
 
       
   

Ein Beitrag von single-generation.de zum Thema

Die Gesellschaft der Langlebigen - Eine Herausforderung für Individuum und Politik. Nichts weniger als eine kopernikanische Wende ist notwendig!
 
       
   

Das Buch in der Debatte

Neu:
HOFFMAN, Edward (2012): "Ich wollte anders sein".
Erik Erikson und die Entwicklung der Identität,
in: Psychologie Heute,
Oktober

 
       
       
   

Identität und Lebenszyklus (1966)
(1973 als Taschenbuch)
Frankfurt:
Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Erikson folgt - immer im Kontext der empirischen Wissenschaften - dem Menschen von seinen frühkindlichen Verhaltensweisen bis hin zu den Phasen des Erwachsenseins. Er erweitert die psychoanalytische Betrachtungsweise um die Erforschung der Ich-Identität, deren Ausprägung von historisch-gesellschaftlichen Veränderungen abhängt."

 
     
 
       
   

Rezensionen

fehlen noch
 
       
   

Erik H. Erikson in der Debatte

 
       
   

weiterführende Links

 
       
     
       
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002 - 2017
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 12. Oktober 2002
Update: 09. März 2017