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Eva Jaeggi: Das Single-Dasein als moderne Lebensform

 
       
     
       
     
       
   

Eva Jaeggi in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   

JAEGGI, Eva (1993): Ehe auf Zeit - Single auf Zeit?
in: dhm.de

JAEGGI, Eva (1995): Kapriziöse Partnerschaften: Singles als Trendsetter eines neuen Geschlechterverhältnisses,
in: Psychologie und Gesellschaftskritik, Heft 1, S.17-27

JAEGGI, Eva (1995): Das schmerzlich-befriedigende Pionierleben der modernen Singles,
in: Gewerkschaftliche Monatshefte Nr.3, März

hier als PDF-Datei downloadbar

JAEGGI, Eva & Heidi MÖLLER (2000): Psychologen in den Medien: Psychogebabbel im Trash-TV.
Bin ich schokoladenabhängig? Ist Sex in Windeln normal? Was verrät die Handtasche über die Persönlichkeit ihrer Besitzerin? Ob Sexualität, Sucht, Lifestyle oder der neueste "Trend": die Medien setzen bei allen großen und weniger großen Problemen auf Expertise, Rat und Tat von Psychologen. Eva Jaeggi und Heidi Möller sehen viele Kollegen aber als Bauernfänger und Betrüger: Als Handlanger meist unseriöser Medienmacher diffamieren sie nur ihre Zunft,
in: Psychologie Heute Nr.11, November

Die beiden Psychologinnen beschäftigen sich u. a. mit den Trend-Meldungen und meinen:

"Viele 'Trends' sind überhaupt keine, sondern entstehen - zum Beispiel - in der Kantine einer Redaktion, wo sich gerade drei junge Journalistinnen geschworen haben, dass sie nie heiraten wollen, oder wenn ein Magazin einen spektakulären Aufmacher sucht".

Statt Trends wie "Das neue Singleleben" oder "Die neue Zweisamkeit" zu proklamieren, sollte danach gefragt werden, warum es einen derart gesteigerten Bedarf an Trendmeldungen gibt.

JAEGGI, Eva (2003): Seit Adam und Lilith.
Hans-Joachim Maaz spekuliert über die verdrängten Seiten der Weiblichkeit,
in: Frankfurter Rundschau v. 19.03.

Eva JAEGGI ist wenig angetan von Hans-Joachim MAAZ' Buch Der Lilith-Komplex:

"In den fünfziger und sechziger Jahren wurde bekanntlich sowohl in der Psychoanalyse als auch in der Psychiatrie die Mutter als pathogene Erscheinung entdeckt.
(...).
Die anfänglich recht übertriebene Schuldzuweisung an die Mütter wurde wiederum gemildert, die wichtige Problematik des Ödipuskomplexes als »Knotenpunkt« der psychischen Fehlentwicklung in sehr vielen Feinheiten immer wieder neu durchgespielt, verworfen, neu überdacht. Alle diese Diskussionen scheinen an Maaz vorbeigegangen zu sein. Für ihn sind es wieder die bösen Mütter, die ziemlich umstandslos alles Leid verursachen, der Ödipuskomplex wird quasi beiläufig aus der Theorie hinausexpediert. Stattdessen wird das ganze Arsenal der Frühstörungen aufgeboten, um »Muttervergiftung« oder »Muttermangel« in all ihren katastrophalen Folgen aufzuzeigen."

JAEGGI, Eva (2004): Was tun, wenn die Fetzen fliegen?
RM-Spezial: PARTNERSCHAFT / Schwere Schule des Liebesglücks: Moderne Paare müssen ihre Beziehung ständig neu erfinden. Alle träumen von Ehe und Familie, doch noch nie wurde so rasch und häufig geschieden. Ratgeber helfen da nur bedingt,
in: Rheinischer Merkur Nr.41 v. 07.10.

JAEGGI, Eva (2014): Böse Moderne!
Wolfgang Martynkewicz gibt Einblicke in die Innenwelt einer von Erschöpfung geprägten Moderne,
in: Psychologie Heute, Mai

 
       
   

Eva Jaeggi: Gespräche und Porträts

 
       
   

NIMMERVOLL, Lisa (2004): "Viel mehr Frauen genießen ihr Singledasein".
Eva Jaeggi meint, weibliche Singles kommen mit ihrer Autonomie besser zurecht als männliche - Singles seien Pioniere der Moderne,
in: Der Standard v. 31.08.

SCHÄFER, Annette (2005): "Die Lehre Freuds hat mein Leben sehr stark verändert".
Ein Porträt,
in: Psychologie Heute Nr.6, Juni

ZITTY-Titelgeschichte: Allein?
Das schöne, aufregende, traurige Leben der Berliner Singles

Neu:
MÜLLER, Falko (2006): "Nicht jeder Single ist einsam, ganz und gar nicht".
Eva Jaeggi, 72, hat an der TU Berlin Psychologie gelehrt. Ihre Forschungsthemen: Singles und Probleme in Partnerschaften,
in: zitty v. 10.05.

 
       
       
   

Liebesglück - Beziehungsarbeit (1999).
Warum das Lieben heute schwierig ist
Reinbek:
Rowohlt

 
   
     
 

Klappentext

"Schön wär's, wenn das von allen Menschen ersehnte Liebesglück zu haben wäre ohne die ständige und strapaziöse Auseinandersetzung der Liebenden. »Beziehungsarbeit« - so lautet höchst uncharmant der Fachbegriff - bleibt uns allen nicht erspart. Zwar sind wir freier geworden und können aufrichtiger leben. Aber verlieren wir dadurch etwa die Fähigkeit, auf Dauer liebevoll zusammenzuleben? Verweist der Epochentrend auf eine kommende Gesellschaft individualistischer Singles? Ist das dann überhaupt noch eine Gesellschaft?."

 
     
 
       
   

Rezension von single-generation.de

JAEGGI, Eva (1999): Sind Singles glücklich oder unglücklich?, in: Liebesglück - Beziehungsarbeit, Reinbek: Rowohlt, S.115-155
Im Dezemberprogramm des Rowohlt-Verlags ist eine Essaysammlung der Psychoanalytikerin Eva JAEGGI erschienen. Unter dem Titel Liebesglück - Beziehungsarbeit wird der Frage nachgegangen, warum das Lieben heute schwierig ist. Die Rezension beschäftigt sich mit dem Essay Sind Singles glücklich oder unglücklich?

 
       
       
   

Kapriziöse Partnerschaften: Singles als Trendsetter eines neuen Geschlechterverhältnisses (1995)
Psychologie und Gesellschaftskritik,, Heft 1 S.17-27

 
   
     
 

Zitat:

Singles als Pioniere der Moderne

"Beck und Beck-Gernsheim (1990) bezeichnen Singles als die »Pioniere der Moderne«; sie meinen das vom gesellschaftlichen Standpunkt aus; ich möchte zeigen, daß dies in gewisser Weise auch vom Psychologischen her zu unterschreiben ist.
Warum aber »Pioniere«? Beck und Beck-Gernsheim meinen, daß eine hohe Flexibilität, die eine moderne industrielle WeIt von den Arbeitnehmern verlangt, eine variable Einsatzfähigkeit im Verein mit der Emanzipation der Frau der Partnerschaft im alten Sinn nicht günstig gesonnen ist. Zwei persönliche Biographien und zwei Arbeitsmarktbiographien müssen nun gekoppelt werden. Der »vollmobile Single« ist das Ideal der modernen Arbeitswelt. Die »Normalbiografie« wird durch die »Wahlbiografie« abgelöst, Mann und Frau sind nun relativ frei, ihren Lebenslauf zu bestimmen: mit oder ohne Kind, mit zeitweiliger Partnerschaft, mit verschiedenen Partnern, mit häufigem Berufswechsel, mit verspätetem Studium und natürlich auch ohne Partnerschaft - zumindest längere Zeit hindurch. Diese Art der möglichen Flexibilität ist langdauernden Partnerschaften nicht unbedingt günstig gesonnen. Solange Frauen bereit waren, Umzüge, Aufstiege, Umorientierungen mitzutragen und die Familie zusammenzuhalten, ging es noch einigermaßen gut. Mit steigender Emanzipation aber fiel in vielen Partnerschaften diese Art von Frauen-Loyalität weg - Frauen machen sich sehr oft selbständig. Von der gesellschaftlichen Notwendigkeit her gesehen, sind die Zwänge der Partnerschaft nun gelockert - wenngleich natürlich nicht ganz aufgehoben, so z.B. wenn kleine Kinder da sind. Singles aber sind diejenigen, die am flexibelsten einsetzbar sind, deren Lebensumstände ohne große Probleme geändert werden können - zumindest sind die Probleme nicht äußerlicher Art.
Dies alles bedingt nun auch eine psychologische Umorientierung in bezug auf das Alleinleben. Die Alleinlebenden sind keine bestaunenswerten oder bemitleidenswerten Einzelgänger mehr, sie sind aber auch nicht mehr aufgehoben im noch immer funktionierenden Familienkreis oder gar im Kreis der Arbeitgeber. Singles leben alleine und können sich das auch leisten. Das alles aber bedeutet eine psychische Neuorientierung." (1995, S.18f.)

 
     
 
       
       
   

Ich sag' mir selber Guten Morgen (1992)
Single - eine moderne Lebensform
München: Piper (z. Z. vergriffen)

 
   
     
 

Klappentext

"Leben als Single
- das ist der Traum vom Leben ganz nach eigenem Wunsch, nach eigenen Bedürfnissen, in eigener Regie! Das ist aber auch die Horror-Vision vom Absturz in soziale Unverbindlichkeit und Einsamkeit. Was macht diese Lebensform für immer mehr Individuen so attraktiv?
Eva Jaeggi (...) ist diesen Fragen nachgegangen. Sie hat in monatelangen Interviews Tag- und Nachtseiten des Single-Daseins erkundet. Wie in ihrem Buch über älter gewordene Ehebeziehungen beweist die Autorin auch hier wieder ihre brillante Erzählkunst.
Eva Jeaggis Untersuchung bietet vor allem aber eine Reihe handfeste sozialpsychologischer Ergebnisse: Wer allein lebt, muß sich mögen, muß bei sich selbst ausruhen können; er muß vielfältige Interessen und ein Verhältnis zur Welt haben; er muß Freunde haben, mit denen er in einem dichten und zuverlässigen Beziehungsnetz steht. Wer allein lebt, wird nicht durch die Selbstverständlichkeiten des Familienlebens aufgefangen. Er/sie muß sich gut zu organisieren wissen: die freien Abende, das Wochenende, den Urlaub.
Ein Buch für Singles, aber auch für die vielen, die darüber nachdenken, wie sie leben wollen."

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Von der Eroberung des inneren Raumes

1. Was ist ein Single?

Allgemeine Überlegungen
Single als neue Lebensform: soziologisch und sozialpsychologisch betrachtet

Der Single als gesellschaftlicher Pionier?
Wie narzißtisch sind die Singles? oder: Die neue Autonomie
Kranke Männer, befreite Frauen?
Das Paar - noch immer Goldfolie des Lebens?

Singles in der Roman-Literatur
Die Alleinlebenden: Historische Anmerkungen

2. Das konkrete Leben moderner Singles

Vignetten: Meine Interview-PartnerInnen
Der Alltag

Die Wohnung als Partner
Kochen als Kunstwerk
Leere Abende und Wochenenden
Die Wichtigkeit der Freundschaftskultur
Sinnstifter Beruf
Verwandte als Rückzugsmöglichkeit?
Das Problem mit der Sexualität
Ferien: Der wunde Punkt der Singles
Und was wird später sein?

Der Single im Dialog
Das große Problem Einsamkeit
Eine zentrale Dimension: Präzision und Bewußtsein
Eine zweite zentrale Dimension: Regression und Progression
Phasen und Krisen

3. Gibt es "den" Single wirklich?

Gibt es den geborenen Single? Einige Lebensgeschichten

Maria: Die drei Mütter
Werner: Der Liebling
Sybille: Ein weiter Weg, und noch nicht angekommen
Karin: Tapfer, tapfer...
Eva-Maria: Distanz als Schutz
Marion: Oh, mein Papa...

"Den" Single gibt es nicht - aber vielleicht gibt es "Typen"?
Warum eigentlich lebe ich alleine? - Selbstdeutungen

4. Singles in den Augen der anderen

Was denken andere Menschen über die Singles?
Der Single und der Rest der Welt

Fazit: Singles haben bessere Chancen, erwachsen zu werden

 
     
 
       
     
       
   

Rezensionen

SCHÖPS, Hans Joachim (1992): Über die Fertigsuppe hinaus,
in: Spiegel Special, Heft 3

SICHTERMANN, Barbara (1999): Auf dass es endlich klappe?
Kleine Führung durch die Ratgeberliteratur,
in: NZZ FOLIO, Mai

Infos zu: Barbara Sichtermann - Autorin der 68er-Generation
 
       
   

Das Buch in der Debatte

NINCK, Mathias (1997): Single - die moderne Lebensform.
In der Schweiz leben eine Million Menschen allein - Innerhalb einer Generation hat sich die Zahl der Solisten vervierfacht,
in: Tages-Anzeiger
v. 22.07.

WILDT, Dirk (1993): Zweisamkeit - Illusion der Unersetzlichkeit?
Diskussion über die Existenz als Single: Ideale Lebensform oder idealisierte Not. Vorwurf an Single-Autorin Eva Jaeggi, sie verleite junge Menschen zur Bindungslosigkeit,
in: TAZ v. 11.01.

 
       
   

weiterführende Links

 
       
     
       
   
 
   

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© 2002-2017
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 05. November 2001
Update: 09. März 2017