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Andreas Rödder: Plädoyer für eine subsidiarische Familien- und Bevölkerungspolitik

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1967 geboren
      Studium der Gesichte und Germanistik
    • 2003 Buch "Die Bundesrepublik Deutschland 1969-1990"
      2009 Buch "Deutschland einig Vaterland"
      2015 Buch "21.0"
    • Professor für Neueste Geschichte
 
       
     
       
   

Andreas Rödder in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

RÖDDER, Andreas (2003): Die Pyramide steht Kopf.
Plädoyer für eine subsidiarische Familien- und Bevölkerungspolitik,
in:
Die Politische Meinung, Dezember

 
       
       
   

21.0 (2015).
Eine kurze Geschichte der Gegenwart
München: C.H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

"Von Big Data über Gleichstellung und Klimawandel bis zum Euro – die Welt ist in Bewegung, und sie dreht sich, so scheint es, immer schneller. Seit den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist eine Dynamik in Gang, die nur ein historisches Vorbild kennt: die Zeit vor 1914. Damals wie heute gilt: Der moderne Mensch ist in der Lage, enorme Kräfte zu entfesseln – und er hat alle Hände voll zu tun, sie wieder einzufangen. 21.0 ist ein historischer Crashkurs durch die Grundprobleme der Gegenwart: Wie sind sie entstanden und woher kommen sie? Was ist wirklich neu – und was sind die Muster, die wir aus der Geschichte kennen? Was sind die wichtigsten Entwicklungen der Gegenwart, und welche Richtungen zeichnen sich für die Zukunft ab? Andreas Rödder zieht die großen Linien und eröffnet immer wieder überraschende Perspektiven auf Deutschland im beschleunigten Wandel der Welt. Wer die Gegenwart verstehen will, sollte diese Geschichte gelesen haben."

Inhaltsverzeichnis

Eine Geschichte der Gegenwart – ist das möglich?

I. Welt 3.0

1. Eins und Null: Die digitale Revolution
2. Vernetzte Wirklichkeiten
3. Schneller, höher, stärker
4. Schöne neue Welt?

II. Global Economy

1. Die erste Globalisierung und ihre Feinde
2. Neoliberalismus?
3. Die zweite Globalisierung und ihre Effekte
4. Deutschland unter Druck
Der große Knall

III. Die Welt ist nicht genug

1. Die erste Energiewende
2. Umweltbewegung im Zielkonflikt
3. Die deutsche Energiewende und der Klimawandel

IV. Die Ordnung der Dinge

1. Kulturschock 1973
2. Der wichtigste Denker des späten 20. Jahrhunderts
3. Zahlen, Zahlen, Zahlen: Das marktradikale Modernisierungsparadigma
4. Die Kultur der Inklusion
5. Gott und die Welt

V. Wo zwei oder drei

1. Haben und Sein: Die Konsumgesellschaft
2. Oben und unten: Arm und reich
3. Drinnen und draußen: Migration und Integration
4. Alt und jung: Die demographische Herausforderung

Der Rückgang der Geburten
Die Alterung der Gesellschaft
Szenarien

5. Männer und Frauen? Formen des Zusammenlebens
6. Ost und West: Die Folgen von 1989

VI. Vater Staat

1. Totgesagte leben länger
2. Kapitalismus und Demokratie
3. Postdemokratie?
4. Interventionsstaat und Bürgergesellschaft
5. Modell Deutschland oder Problem Deutschland?

VII. Neues vom alten Europa

1. Von Athen nach Brüssel?
2. Von Europa I nach Europa II
3. Making of
4. Die vergessene Hälfte
5. Europa III? Die Euro-Schuldenkrise

VIII. Weltpolitik und Weltgesellschaft seit 1990

1. Die Ordnung von 1990
2. Ein «seltsamer Hegemon»
3. Ein unzufriedener Verlierer
4. Wer regiert die Welt?
5. Weltgesellschaft oder Machtspiel?

21.0 Resümierende Überlegungen

Zitate:

Der Geburtenrückgang in Deutschland

"Das zentrale demographische Ereignis der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte war der »Pillenknick«. Zwischen 1965 und 1975 sank die Zahl der Lebendgeborenen pro Jahr von 1,04 Millionen auf 601.000, die Zahl der Lebendgeborenen pro 1000 Einwohner von ca. 18 in den sechziger auf ca. 10 in den siebziger und achtziger Jahren. Zwischen 1964 und 1978 gingen alle Indizes der Fruchtbarkeit auf fast die Hälfte zurück und verblieben dann im Großen und Ganzen auf dem erreichten Niveau. (...).
Die Pille hat den Geburtenrückgang erheblich verstärkt, aber sie war nicht seine primäre Ursache. Vier weitere, übergreifende Gründe sind zu nennen. Erstens veränderte sich die ökonomisch-materielle Bedeutung von Kindern. (...). Der zweite Grund liegt im Verhältnis der Geschlechter und in der zunehmenden weiblichen Erwerbstätigkeit (...). Ein weiterer Faktor lag in anspruchvolleren, weniger funktionalen Paarbeziehungen und veränderten Lebensstilen, nicht zuletzt der Freizeitgestaltung (...). Der gesamtgesellschaftliche Trend ging dahin, längerfristige exklusive Festlegungen und Bindungen zu meiden, und je häufiger gewollte Kinderlosigkeit wurde, desto normaler wurde sie, im empirischen und im normativen Sinne. Dieser sich selbst verstärkende Prozess war die vierte Ursache, und deren Ausmaß machte den entscheidenden Unterschied zwischen verschiedenen Ländern aus: Der Rahmen verschob sich, und Kinderlosigkeit wurde zu einer Normalität."
(2015, S.173f.)

"Vor diesem Hintergrund lässt sich der »Babyboom« in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg als nachholende Ausnahme verstehen. 1964 war der geburtenstärkste Jahrgang der Nachkriegszeit mit einer Geburtenrate von 2,5 Kindern pro Frau; ein solcher Wert war seit dem Ersten Weltkrieg nicht mehr erreicht worden. Dass die Entwicklung dann abbrach, bedeutete die Rückkehr zu einem langfristigen Trend."
(2015, S.175)

"Während der erste Geburtenrückgang damit zu tun hatte, dass es weniger kinderreiche Familien gab, lag der zweite in der Bundesrepublik vor allem an der Verbreitung der Kinderlosigkeit."
(2015, S.176)

"Dass seit der Jahrtausendwende in Deutschland ein natürlicher Bevölkerungsrückgang stattfindet, der nicht durch Krieg, Seuchen, Hungersnöte, Wanderungen oder sonstige äußere Einwirkung, sondern allein durch die Entwicklung der Fertilität bedingt ist, stellt ein historisches Novum dar."
(2015, S.177)   

     
 
       
   

Rezensionen

SCHWARZ, Hans-Peter (2015): Acht spannende Bücher in einem.
Andreas Rödder ist eine brillante Analyse der deutschen Gegenwart gelungen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15.09.

Neu:
Rainer STEPHAN, Rainer (2015): Wie Lösungen Probleme schaffen.
Andreas Rödder hat ein glänzendes Kompendium der Gegenwart vorgelegt – voll wohltuender Skepsis,
in:
Süddeutsche Zeitung. 22.12.

 
       
   

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Update: 30. Mai 2017