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Barbara Stambolis: Mythos Jugend

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1952 in Kiel geboren
    • Studium der Germanistik und Geschichte in Kiel und Bochum
    • 2003 Buch "Mythos Jugend"
    • Dozentin für Geschichte an der Universität Paderborn
 
       
     
       
   

Barbara Stambolis in ihrer eigenen Schreibe

 
   
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Barbara Stambolis im Gespräch

 
   
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Mythos Jugend. Leitbild und Krisensymptom (2003).
Ein Aspekt der politischen Kultur im 20. Jahrhundert
Wochenschau-Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"Um die Jahrhundertwende war Jugendlichkeit eines der »Zauberworte«, mit dem sich die Sehnsucht nach grundlegender gesellschaftlicher Veränderung verband. Jugend und Jugendlichkeit rückten ins Zentrum von Heilslehren und Vorstellungen einer wie auch immer im einzelnen gearteten neuen Gesellschaft mit neuen Menschen.
Zudem bildet eine starke Generationenfragmentierung den Grundzug der deutschen Gesellschaft seit 1900. Dies gilt besonders für die Jahre nach 1918. Die Altersjahrgänge, deren Sozialisation noch in relativ stabile Jahre des Kaiserreichs fiel, prägten die Politik der sog. Systemparteien in der Weimarer Republik weitgehend. Sozialisationsbedingungen, Erfahrungshorizont und Wertorientierung unterschied sie als »Alte« zum einen von jenen Jahrgängen, die als junge Soldaten die Massenschlachten der Jahre 1914 bis 1918 überlebt hatten. Der Krieg als »cohort defining event« bestimmte ihr Bewußtsein des Zeitenbruchs zwischen Vor- und Nachkriegswelt und ihre Selbststilisierung als »verlorene Generation«. Des weiteren wuchsen Alterskohorten heran, ab 1902 geboren, deren Erfahrungen von Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und Zukunftsängsten geprägt wurden. »Die überflüssige Jugendgeneration« oder die »ausgesperrte Generation« sind hier zentrale Schlagworte.
In der Weimarer Republik standen die Erlösungsdimension von Jugendlichkeit und der Generationenkonflikt im Zentrum der Krisenwahrnehmung einer von tiefgreifenden Erschütterungen geprägten Zeit. Der Konflikt war klassenübergreifend und erfaßte nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche. Er spielte als Deutungsmuster für den »Untergang« des demokratischen Systems und den Aufstieg des Faschismus eine entscheidende Rolle.
Die Mythisierung von Jugend und Jugendlichkeit sowie die Generationenkonflikte der Weimarer Gesellschaft sind gleichsam Steine in einem »generation game« , eine Formulierung, die nicht ganz ohne Absicht an das komplizierte »Glasperlenspiel« denken lässt, das Hermann Hesse unter den Eindruck des Endes der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus schrieb. Die vielschichtigen Aspekte des Mythos Jugend sind ebenso im Zusammenhang mit innen- und außenpolitischen sowie wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Weimarer Republik zu sehen wie mit extremen Sozialisationsbedingungen bestimmter Jahrgänge, längerfristigen gesellschaftlichen Umbrüchen, ausgeprägter Mythen- und Heilsempfänglichkeit der Zeit und einer von Generationendenken bestimmten Krisendeutung.
"

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Kapitel – Einleitung: Annäherungen an einen Mythos

1. Jugend als Symbolträger
2. Generation als Schlüsselbegriff

2. Kapitel – Die Entstehung des Mythos der jungen Generation um die Jahrhundertwende

1. „Das Recht der jungen Völker“
2. Umwertung und Umformung der Realität

3. Kapitel – Hoffnungen auf eine Junge Front als Sammelbewegung der Generation von 1914

1. Sammlung der Jungkonservativen
2. Die Mythisierung der Frontgeneration
3. Jungdeutscher Orden und Wehrverbände
4. Bündnisbestrebungen mit Kommunisten

4. Kapitel – Die Kriegsgeneration in der Sozialdemokratie: „Gelebter Sozialismus“ und „Neue Menschen“

1. Der Sozialismus als Hoffnung der Erneuerer
2. Strömungen im Jungsozialismus
3. Reichsbanner, Jungbanner, Junge Front

5. Kapitel – Generationenmodelle und -theorien der zwanziger Jahre

1. Geistesgeschichtliche Generationen
2. Stilwandel und gesellschaftlicher Umbruch

6. Kapitel – Frontmythos und Nachkriegsjugend in der fiktionalen Literatur

1. Die vaterlose Gesellschaft
2. Verlust der Jugend
3. Gegensätze zwischen Frontgeneration und Nachkriegsjugend

7. Kapitel – Die Lebenssituation der Nachkriegsjugend

1. Soziale Verunsicherung der bisherigen Elite
2. Radikalisierung und Republikfeindlichkeit
3. Aspekte der Jugendnot

8. Kapitel – Die Zuspitzung des Konflikts in der SPD Ende der zwanziger Jahre

1. Streit um die Methoden
2. Generationsgeschichte der Sozialdemokratie
3. Bündnisse und Zerwürfnisse

9. Kapitel – Politisierung der Jugend und Verjugendlichung der Politik

1. Die Wende zur Politik
2. Das Verhalten der Jungwähler
3. Der Nationalsozialismus als Bewegung der Jugend

10. Kapitel – Zeitgenössische Einschätzungen des Jugendmythos vor dem Hintergrund nationalsozialistischer Erfolge

1. Umrisse des Messias
2. Kritik an der „Jugendpsychose“
3. Abschied vom Glauben an die Jugend

11. Kapitel – Zusammenfassung: Leitbild und Krisensymptom

1. Illegitime Übertragungen
2. Folgen der Orientierungslosigkeit

12. Kapitel – Nachtrag: Der „Mythos Jugend“ in der Diskussion

Mentalitäts- und sozialgeschichtliche Deutungsmuster von Generationenkonflikten in der Weimarer Republik

 
 
 
       
   
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Update: 20. Januar 2004
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