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Hans-Ulrich Wehler: Land ohne Unterschichten?

 
       
     
       
     
       
   

Hans-Ulrich Wehler in seiner eigenen Schreibe

 
   

WEHLER, Hans-Ulrich (2006): Verschämte Klassengesellschaft.
Unterschicht - darüber spricht man in Deutschland nur ungern. Doch durch Verschweigen werden soziale Unterschiede nicht kleiner,
in: Die ZEIT Nr.48 v. 23.11.

"In den vergangenen Wochen hat die bundesrepublikanische Öffentlichkeit ein bizarres Schauspiel erlebt: Die von ihren internen Konflikten gebeutelte Große Koalition war sich in einem verblüffenden Punkt plötzlich einig, nämlich dass es hierzulande keine Unterschicht gebe. Der SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck hatte diesen Begriff gebraucht und damit eine heftige Debatte ausgelöst. Sie lief im Kern darauf hinaus, die – eigentlich unbestreitbare – Existenz schlichtweg und wortreich zu leugnen. Nur eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu politischen Einstellungen und Wertemustern erlaubt unter dem Kunstbegriff des »Prekariats« einen Blick, der die Schichtungspyramide wenigstens streift", meint Hans-Ulrich WEHLER.

WEHLER, Hans-Ulrich (2007): Eine Lanze für Alice Schwarzer.
Ohne Alice Schwarzer sähe unsere Welt schlechter aus. Findet der Historiker Hans-Ulrich Wehler nach der Lektüre ihres neuen Buches «Die Antwort», in dem sie eine Bilanz ihres Tuns zieht,
in: Weltwoche Nr.21  v. 24.05.

WEHLER, Hans-Ulrich (2010): Ein Buch trifft ins Schwarze.
Anstatt über Sarrazins Thesen zu diskutieren, erteilt die regierende Klasse dem Autor ein politisches Berufsverbot,
in: Die ZEIT Nr.41 v. 07.10.

Hans-Ulrich WEHLER bricht eine Lanze für das Buch Deutschland schafft sich ab von Thilo SARRAZIN.

WEHLER, Hans-Ulrich (2013): Wachsende Ungleichheit.
Wo bleibt der Protest? Anmerkungen zum Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung,
in: Die ZEIT Nr.7 v. 07.02.
  • Neu:
    WEHLER, Hans-Ulrich (2014): Kritik der sozialen Ungleichheit in Deutschland.
    Vermögen und Einkommen sind extrem ungerecht verteilt. Die Spitzengehälter wachsen immer weiter, aber die Steuerpolitik macht nichts dagegen. Warum lassen wir uns das gefallen? Und wie viel Krisendruck muss es geben, damit dieses Land wirklich reformfähig wird?
    in:
    Süddeutsche Zeitung v. 12.05.
 
       
   

Hans-Ulrich Wehler im Gespräch

 
   

SCHLOEMANN, Johan & Jens BISKY (2008): Er läuft und läuft und läuft.
Hans-Ulrich Wehler hat seine deutsche Gesellschaftsgeschichte vollendet. Ein Gespräch über die Erfolgsgeschichte Bundesrepublik, Sozialstaat und Leistungsfanatismus,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.07.

GUT, Philipp & Peer TEUWSEN (2008): "Ich hab knüppeln gelernt".
Der grosse Historiker Hans-Ulrich Wehler ist mit dem fünften Band seiner «Deutschen Gesellschaftsgeschichte» in die Kritik geraten. Die DDR sieht er als Fussnote der Geschichte, die Wirkung der 68er hält er für überschätzt,
in: Weltwoche Nr.38 v. 18.09.

KAUBE, Jürgen (2010): Sarrazin und die Bildungskatastrophe.
Der Historiker Hans-Ulrich Wehler rät der SPD, sich endlich von der Polemik gegen Thilo Sarrazins Irrtümer ab- und der Diskussion über seine richtigen Beschreibungen zuzuwenden. Ein Gespräch,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.10.

KAPERN, Peter (2013): Eine Arena ohne Regelwerk.
Historiker: Soziale Ungleichheit stellt Legitimationsbasis der Bundesrepublik infrage Hans-Ulrich Wehler im Gespräch,
in: DeutschlandRadio v. 07.03.

 
       
   

Hans-Ulrich Wehler in der Debatte

 
   

KAUBE, Jürgen (2010): Pflichtlektüre für die SPD.
Deutschlands bedeutendster Sozialhistoriker verteidigt Thilo Sarrazin,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.10.

 
       
   

Die neue Umverteilung (2013).
Soziale Ungleichheit in Deutschland
München: C.H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

"Schwindelerregende Managergehälter am einen Ende der sozialen Stufenleiter - wachsende Kinderarmut und Hartz-IV-Tristesse am anderen. Die Schere öffnet sich, soviel ist klar. Hans-Ulrich Wehler, einer der renommiertesten deutschen Sozialhistoriker, wollte es etwas genauer wissen: Wer kommt hierzulande nach oben, wer bleibt in der Regel stecken? Wie viel Vermögen haben wie viele? Wer wird gut versorgt, wenn er krank wird, wer ist schlecht dran? Wer heiratet wen? Wer wohnt wie? Verschärft sich die soziale Ungleichheit im Alter? Wie steht es um die Bildungschancen und die Rolle von Geschlecht, Herkunft, Religion, um das Verhältnis von West und Ost? Die Diagnose ist ernüchternd und nicht selten bedrückend: Bei allen eindrucksvollen Leistungen der deutschen Wirtschaft und aller unbestrittenen Wohlstandssteigerung der vergangenen Jahrzehnte ist die Bundesrepublik ein Land der »exzessiven Hierarchisierung« geblieben, in dem der Fahrstuhl nur für wenige nach oben führt, aber für immer mehr nach unten."

     
 
       
   

Rezensionen

FUHR, Eckard (2013): Gnadenlose Abrechnung mit deutschem Kapitalismus.
Die soziale Ungleichheit in Deutschland wächst rapide, und die Politik unternimmt nichts dagegen. Das System müsse sich schleunigst ändern, fordert der renommierte Historiker Hans-Ulrich Wehler,
in:
Welt v. 19.02.

SCHROEDER, Klaus (2013): Eindimensional und wenig genau.
Hans-Ulrich Wehler glaubt, dass die sozialen Unterschiede in Deutschland zunehmen und die Umverteilungsmechanismen versagen. Doch seine Art, mit Zahlen und Aussagen umzugehen, zeigt, dass er vor allem Fakten nutzt, die seine Thesen bestätigen, meint Klaus Schroeder,
in:
DeutschlandRadio v. 10.03.

EKARDT, Felix (2013): Ali Bauarbeiter - Felix Professor.
Der Historiker Hans-Ulrich Wehler prangert mit vielen Zahlen und noch mehr Elan die Ungleichheit in Deutschland an. Sein interessantes Buch wirft freilich mehr Fragen auf, als es klärt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 12.03.

Felix EKARDT, Jahrgang 1972, Autor von Das Prinzip Nachhaltigkeit. Generationengerechtigkeit und globale Gerechtigkeit und Mitglied der Geburtselite, rezensiert das Buch Die neue Umverteilung, indem er die soziale Gerechtigkeit, das Prinzip, dem Hans-Ulrich WEHLER das Wort redet, gegen die Generationengerechtigkeit ausspielt. Muss die Forderung nach mehr Lebensqualität (qualitatives Wachstum) tatsächlich unweigerlich zur Negierung intragenerationeller Ungleichheit wie bei EKARDT führen?

 
   

Das Buch in der Debatte

HARPPRECHT, Klaus (2013): Wo bleibt der Aufschrei?
Nach der Lektüre von Hans-Ulrich Wehlers Buch "Die neue Umverteilung": Zeuge der Bonner Anfänge, fragt, ob die Berliner Republik an Größenwahn zugrunde geht,
in:
Die ZEIT Nr.11 v. 07.03.

 
       
   

Land ohne Unterschichten? (2010).
Neue Essays zur deutschen Geschichte
München: C.H. Beck

 
   
     
 

Klappentext

"Von den Unterschichten in der Bundesrepublik, deren Existenz allzu gern bestritten wird, bis zum heftig umstrittenen EU-Beitritt der Türkei, vom Nationalismus als radikaler Mobilisierungsideologie bis zu den lange tabuisierten Opfererfahrungen der Deutschen reicht das Spektrum dieser neuen Essays von Hans-Ulrich Wehler. Der Bielefelder Historiker, der unlängst selbst mit dem fünften und abschließenden Band seiner großen Deutschen Gesellschaftsgeschichte eine Kontroverse ausgelöst hat (bsr 1915: Bundesrepublik und DDR. Hans-Ulrich Wehlers »Deutsche Gesellschaftsgeschichte« in der Debatte), demonstriert in diesem Band einmal mehr seine besondere Begabung, die Rolle des Wissenschaftlers mit der des tagespolitisch engagierten Publizisten zu verbinden."

     
 
       
   

Rezensionen

KEMMERER, Alexandra (2010): Energische Entzauberung,
in: DeutschlandRadio v. 22.02.

WALTHER, Rudolf (2010): Der Historiker im Handgemenge,
in: Frankfurter Rundschau v. 24.02.

 
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 11. Oktober 2010
Update: 19. September 2015