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Thomas Etzemüller: Ein ewigwährender Untergang & Die Romantik der Rationalität

 
       
     
       
     
       
   

Thomas Etzemüller in seiner eigenen Schreibe

 
   
fehlt noch
 
       
   

Thomas Etzemüller im Gespräch

 
   

ILG, Peter (2007): "Das ist Politik mit der Angst".
Rente mit 67? Kollabierende Sozialsysteme? Kinderlosigkeit? Thomas Etzemüller, Historiker an der Uni Oldenburg, hält die Demografie-Debatte für völlig überzogen. Im stern.de-Interview sagt er, woher die apokalyptischen Visionen kommen - und wer davon profitiert,
in: Stern.de v. 26.02.

 
       
   

Die Romantik der Rationalität (2010).
Alva & Gunnar Myrdal - Social Engineering in Schweden
Bielefeld: Transcript Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Die »ambivalente Moderne« hat Spuren hinterlassen – auch in Schweden. Social Engineering schien eine Möglichkeit, die negativen Folgen der Moderne aufzufangen, indem die sozialen Beziehungen neu gestaltet werden sollten. Zwei der weltweit bekanntesten Sozialingenieure waren Alva und Gunnar Myrdal. In Schweden, den USA und Asien versuchten sie zwischen 1930 und 1980 eine gerechte Gesellschaftsordnung zu entwerfen, die jedoch das Paradebeispiel einer »Normalisierungsgesellschaft« darstellt. Ein Blick auf ihre aufregend-konfliktreiche Ehe zeigt, dass sich Machtbeziehungen präziser analysieren lassen, wenn sie in den Alltagspraktiken der Experten verortet werden."

Inhaltsverzeichnis

I Einleitung: Ein Weg durch die Moderne

1. Imaginary Landscape
2. »Jäten« oder »Hegen«? Die Ambivalenz der Moderne
3. Normalisierung
4. Social Engineering
5. Macht
6. Exempla: Alva und Gunnar Myrdal
7. Aufbau des Buches

II Inszenierte Leben

1. Das Problem der Biographie
2. Drei Biographien
3. Ein Nachlaß
4. Zwei Erfolgsleben
5. Beobachtungen beobachten

III Suchbewegungen

1. Heirat
2. Frühe Krisen
3. Karrierebeginn
4. Intellektuelle Orientierung: die USA
5. Die »Firma Myrdal« nimmt den Betrieb auf

IV Das Projekt Moderne

1. 1930: Die »Stockholmausstellung«
2. Krise und Aufbruch der 30er Jahre
3. Die Moderne zelebrieren
4. Die Moderne beobachten
5. Die Moderne formen
6. Das »Volksheim«
7. Eine korporativ verfaßte Gesellschaft
8. Kollektiv/Individuum

V Die Macht der kühlen Vernunft

1. »Ist der Schwede Mensch?«
2. Eine Blaupause
3. Bevölkerung, Krise, Politik
4. Inszenierungen
5. Wertprämissen
6. Weltbild

VI Umbaupläne

1. »Ein Heim«
2. Funktionalismus
3. Zonierung/Freiheit
4. Haushalt/Gender
5. Das Kollektivhaus
6. Das neue Leben

VII Das Projekt Kind

1. Die Kollektivkinderkrippe
2. Demokratisches Menschenmaterial
3. Die Erziehung der Erzieher
4. Kontexte
5. Jan, Sissela und Kaj

VIII Ein exemplarisches Leben?

1. Villa Myrdal
2. Medienbilder
3. Eine »amerikanische« Ehe
4. »Frauensachen«
5. Konfliktfreier Feminismus
6. Asymmetrischer Feminismus

IX Amerika

1. »An American Dilemma«
2. Evolution statt Revolution
3. Die Julikrise 1941
4. Zu groß für Schweden

X Weltbürger

1. Ehe/Karrieren
2. Nachkriegszeit
3. Revisionen?
4. Nationalistische Kosmopoliten
5. Nationale Ikonen
6. Keine Autobiographie

XI Visualisierung

1. Piktogrammatische Bilder
2. Alva und Gunnar Myrdal
3. Erziehungsfragen
4. Moderne
5. Funktionalismus
6. Normalisierung

XII Abschluß: Spielräume

1. Die Verteidigung der Normalität
2. Der »blinde Fleck«

XIII Anhang

 
     
 
       
   

Rezensionen

Neu:
KAUBE, Jürgen (2010): Ordentlich sei das Leben, denn vernünftig ist der Plan.
Wie der Wohlfahrtsstaat zu seinen Steuerungsphantasien kam: Thomas Etzemüller führt Alva und Gunnar Myrdal als sozialtechnologische Pioniere vor, die nicht nur Schweden in ihren Bann schlugen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 24.11.

 
       
   

Ein ewigwährender Untergang (2007).
Der apokalyptische Bevölkerungsdiskurs im 20. Jahrhundert
Bielefeld: Transcript Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"In allen Feuilletons wird der bevorstehende demographische Kollaps der westlichen Industriegesellschaften beschworen. Vor 100 Jahren war das nicht anders. Die Beschwörung der Demographie in der Form einer nahenden Katastrophe hat seit langem Konjunktur. Wieso aber leben wir noch? Warum schlagen demographische Prognosen regelmäßig fehl? Welche bio-politischen Funktionen könnte ein Diskurs haben, der erfolgreich sein permanentes Scheitern überlebt? Um Alternativen zur aktuellen Untergangsstimmung denken zu können, soll ein vergleichender Blick in die Geschichte die spezifische Form des Sprechens über Bevölkerung enthüllen."

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: 100 Jahre Untergang?

II. Der Urgrund der Krise

III. Die Entdeckung der Schwachsinnigen

IV. Die Matrix des Bevölkerungsdiskurses

V. Bevölkerung ist ein Problem – so oder so!

VI. Exempla: Friedrich Burgdörfer und die Myrdals

VII. Volk ohne Kinder, Volk und Raum

VIII. Pyramide – Glocke – Urne: Die Gefahr sehen lernen

IX. Keine Stunde Null

X. Eugenik im Wohlfahrtsstaat

XI. Die »Bevölkerungsbombe« tickt und tickt und tickt

XII. Der kleine Viggo – oder: Wann gehen wir denn nun unter?

XIII. Abschluß: 300 Jahre Bio-Politik?

 
     
 
       
   

Rezension von single-generation.de

Der apokalyptische Bevölkerungsdiskurs im 20. Jahrhundert.
Der Historiker Thomas Etzemüller arbeitet in seinem aufschlussreichen Buch "Ein ewigwährender Untergang" die Grundstruktur der Bevölkerungsdebatte heraus, um ein neues Denken über Bevölkerungen möglich zu machen

 
   

Weitere Rezensionen

KAMANN, Matthias (2007): Demografie als Apokalyse.
Thomas Etzemüller über schwedische Eugenik und die windigen Katastrophenszenarien mancher Bevölkerungswissenschaftler,
in: Welt v. 24.06.

Infos zu: Matthias Kamann - Autor der Single-Generation

KAPPERT, Ines (2007): Eine Wissenschaft der Angst.
In seinem Buch "Der ewig währende Untergang" stellt Thomas Etzemüller fest, wie oft sich Demografen schon geirrt haben, die ein Volk schrumpfen sahen,
in: TAZ v. 14.08.

Infos zu: Ines Kappert - Autorin der Generation Golf

 
   

Die zeitgenössische Debatte um den Geburtenrückgang vor 1945

BURGDÖRFER, Friedrich - Volk ohne Jugend

HARTNACKE, Wilhelm - Die Ungeborenen

KAHN, Ernst - Der internationale Geburtenstreik

WOLF, Julius - Der Geburtenrückgang

 
   

Das Ideal der Bevölkerungspyramide in der Debatte

JAENICKE, Ruprecht (2005): A-H-O-V-X.
Bevölkerungsentwicklung,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 15.03.

Ruprecht JAENICKE versucht einige Mythen über die ideale Bevölkerungspyramide zu zerstören.

 
   

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Update: 24. Mai 2015