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Gunter Schmidt: Spätmoderne Beziehungswelten

 
       
     
       
     
       
       
   

Spätmoderne Beziehungswelten (2006)
(zusammen mit Silja Matthiesen, Arne Dekker und Kurt Starke)
Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
     
 

Klappentext

"Über Familien, Beziehungen und Sexualität heute

Die herkömmliche Familiensoziologie unterschätzt die Dynamik des Wandels des Beziehungslebens, weil sie nichtkonventionellen Partnerschaftsformen zu wenig Beachtung schenkt. Zudem blendet sie die Bedeutung der Sexualität für moderne Beziehungen aus. Die hier präsentierte Studie versucht, beziehungssoziologische und sexualwissenschaftliche Ansätze zu verbinden. Interviewt wurden 776 Männer und Frauen dreier Generationen aus Hamburg und Leipzig, die zum Zeitpunkt der Befragung 30, 45 bzw. 60 Jahre alt waren. Der Wandel von Beziehungsbiographien und Beziehungsformen im frühen, mittleren und höheren Erwachsenenalter wird nachgezeichnet, die Konsequenzen dieses Wandels für das Leben mit Kindern untersucht und das sexuelle Verhalten sowie der Stellenwert der Sexualität in kurzen und langfristigen Beziehungen analysiert."

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

Kapitel 1 - Die Hamburg-Leipziger Drei-Generationen-Studie

Worum geht es?
Wer wurde befragt? Die Stichproben
Was wurde gefragt? Der Interviewleitfaden
Wie repräsentativ sind die Ergebnisse?

Kapitel 2 - Beziehungswandel

Frühes Erwachsenenalter

Nichteheliche Formen des Zusammenlebens setzen sich durch
Beziehungen werden serieller
Die Beziehungsneigung ist unverändert hoch
Zwei Ideale konkurrieren: Dauer und Beziehungsqualität
Serielle Beziehungen als Erprobungs- und Lernprozess

Mittleres Erwachsenenalter

Trends des frühen Erwachsenenalters setzen sich fort
Konsolidierung und Aufbruch
Zwischen Kontinuität und Serialität

Höheres Erwachsenenalter

Beziehungsbiographien: Kontinuität und Diskontinuität
"Gendering" des Alleinseins
Rückblicke auf ein langes Beziehungsleben

Beziehungsbiographietypen im Generationenvergleich

Das Verfahren der Optimal-Matching-Analysis
Junges Erwachsenenalter: Von der ehedominierten zur seriellen Biographie
Mittleres Erwachsenenalter: Abnehmende Ehedominanz
Biographietypen 60-Jähriger

Der Einfluss der sozialen Schicht

Kapitel 3 - Beziehungsleben

Singleperioden und Singles

Singleperioden als Übergangsphänomen
Singletypen in den drei Generationen
Ambivalenzen der Singles
Singlesex

Leben mit Partnern

Was wird aus nichtkonventionellen Beziehungen?
Drei Beziehungsformen im Vergleich
Was hält Beziehungen zusammen?
Bedeutungen der Sexualität für die Beziehung

Leben mit Kindern

Aufschub der Elternschaft
Vervielfältigung der Lebensformen mit Kindern
Alltagsorganisation und Arbeitsteilung
Sexleben von Eltern
Trennungen aus Beziehungen mit Kindern
Zerrüttete und devitalisierte Partnerschaften

Gleichgeschlechtliche Beziehungen

Kapitel 4 - Sexualleben

Sexuelle Universen

Immer weniger Sex ist ehelich
Sexualität als Beziehungsmonopol
Masturbation und Partnersex koexistieren

Sexualität im Verlauf heterosexueller Beziehungen

Beziehungsdauer und sexuelle Aktivität
"Genderin" sexueller Wünsche im Verlauf von Beziehungen

Vervielfältigung sexueller Praxen?

Sexuelle Praktiken heterosexueller Paare
Lockerung monosexueller Fixierung?
Untreue: Affären und Seitensprünge

Sexuelle Probleme in festen Beziehungen

Sexuelle Klagen und Probleme 60-jähriger Männer und Frauen
Sexuelle Klagen im jungen und mittleren Erwachsenenalter
Geschlechtsunterschiede im Erleben der Partnersexualität

Kapitel 5 - Abschließende Überlegungen

Zukünftige Beziehungsbiographien
Einengungen der Familiensoziologie
Reine Beziehungen
"Emotionale Demokratie" oder Wegwerfbeziehungen?

 
     
 
       
   

Beiträge von single-generation.de zum Thema

Neu:
Menschen ohne Beziehungserfahrung

Die neuen Sexfronten - Oder: Wie normal ist das heterosexuelle, verheiratete Paar mit Kind?

 
       
   

Das Buch in der Debatte

SIGUSCH, Volkmar (2006): Die sexuelle Frage.
Jahrgänge 1942, '57,'72,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.05.

Volkmar SIGUSCH berichtet über die generationenvergleichende Sexual-Studie des Forscherteams um Gunter SCHMIDT: "Bei den 60-Jährigen ist die eheliche Sexualität noch quantitativ entscheidend; 75 Prozent der Akte finden in ihr statt. Bei den 45-Jährigen ist es nur noch gut die Hälfte, und bei den 30-Jährigen sind es sogar nur noch 20 Prozent. An diesen Ergebnissen kann abgelesen werden, dass sich die Sexualität heute nicht mehr überwiegend in ehelichen, sondern in nichtehelichen Beziehungen abspielt.
          
 (...).
Im statistischen Mittel haben heute 30 bis 60 Jahre alte west- und ostdeutsche Großstädter alle 13 Jahre eine sexuelle Affäre. Anders gerechnet: In 100 Beziehungsjahren kommt es zu sieben Seitensprüngen. Männer aller Generationen waren in den letzten drei Jahren ihrer Beziehung gleichermaßen zu 20 Prozent untreu. 45- und 30-jährige Frauen dagegen sind es heute signifikant häufiger als 60-jährige Frauen, das heißt sie sind so häufig untreu wie die Männer.
"

 
       
   

Beiträge der Forschergruppe

DEKKER, Arne & Silja MATTHIESEN (2004): Beziehungsformen im Lebensverlauf dreier Generationen,
in: Zeitschrift für Familienforschung, H.1, S.38-55

 
       
   

weiterführende Links

 
       
     
       
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 21. Juli 2008
Update: 09. März 2017