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Jochen Hörisch: Mediengenerationen

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1951 in Bad Oldeslohe geboren
    • Studium der Germanistik, Philosophie, und Geschichte
    • 1997 Herausgeber des Buchs "Mediengenerationen"
    • 2004 Buch "Gott, Geld, Medien"
    • 2004 Buch "Theorie-Apotheke"
    • 2009 Buch "Bedeutsamkeit"
    • 2011 Buch "Tauschen, sprechen, begehren"
    • Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte und qualitative Medienanalyse an der Universität Mannheim
 
       
     
       
   

Jochen Hörisch in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

HÖRISCH, Jochen (1999): Lebensromane - Zehn Kapitel über das Phantasieren,
in: Büchermarkt, Sendung des DeutschlandRadio v. 11.01

HÖRISCH, Jochen (2001): Zählen und erzählen.
Geld ist das grosse Thema der Literatur,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 24.02.

HÖRISCH, Jochen (2002): Die Asche glüht noch.
Uwe Timms polit-theologischer Roman "Rot",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 16.01.

Jochen HÖRISCH hält den Roman Rot von Uwe Timm durchaus für gelungen. Es stört ihn einzig, dass der Hedonist Thomas Linde zu sympathisch gezeichnet ist.

HÖRISCH, Jochen (2002): Kinder sind Medien.
Norbert Krons Débutroman "Autopilot",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 09.03.

"«Autopilot» führt die Medien-, die Gen- und die Demographie-Diskussion elegant zusammen", lobt Jochen HÖRISCH.

HÖRISCH, Jochen (2002): Die Mutterbrust, der Vatermund und die Logik.
Der Freiin Philippine von Knigges "Logic für Frauenzimmer" aus dem Jahre 1789,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.06.

"Matriarchalische Ordnungen finden ein Ende, wenn Männer 'argumentativ' und 'logisch' plausibel machen können, dass sie Väter sind. Männer sind gewissermaßen zur Abstraktion und zum logischen Denken verdammt. Dass abnehmende Kinderzahl, Rationalitätskritik und Feminismus in ein und dieselbe Epoche fallen, ist deshalb 'logisch'. In Zeiten, da dank der Möglichkeiten von Genanalyse der alte Satz 'pater semper incertus' nicht mehr gilt, wird es Zeit, eine neue Logik für Männer zu schreiben", resümiert Jochen HÖRISCH.

 
       
   

Jochen Hörisch in der Debatte

 
       
   
  • Neu:
    LICHTENBERGER, Lutz (2008): Der Freund,
    Rauferei,
    in: Berliner Zeitung v. 12.04.

    • Lutz LICHTENBERGER berichtet über den "Klassenkampf" zwischen "Literaturdozenten unterschiedlicher Besoldungsstufe". Burkhard MÜLLER hatte in der SZ einen Verriss über ein Buch von HÖRISCH geschrieben, woraufhin dieser im Perlentaucher einen offenen Brief geschrieben hat. Die Antwort von Burkhard MÜLLER ist ebenfalls im Perlentaucher nachzulesen.
 
       
       
   

Mediengenerationen (1997)
Frankfurt a/M:
Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Es geht um die Frage, wie Medien - von Jukebox, Film und TV über PC, CD und MTV bis zu Hypertext und Cyberspace - neue Generationen form(at)ieren. In ihren Betrachtungen beleuchten die Autoren Norbert Bolz, Christina von Braun, Jochen Hörisch, Friedrich Kittler, Wolfgang Mühl-Benninghaus, Uwe C. Steiner und Hubert Winkels das Beziehungsgeflecht der verschiedenen Generationen mit den alten und neuen Medien."

     
 
       
   

Die Beiträge des Sammelbandes

HÖRISCH, Jochen: Was generiert Generationen: Literatur oder Medien?

STEINER, Uwe C.: "68 - 89". Literarische und mediale Wendungen der Wende

BOLZ, Norbert: 1953 - Auch eine Gnade der späten Geburt

Norbert BOLZ sieht sich im Anschluss an Reinhard MOHR als Zaungast bzw. als Angehöriger der 78er-Generation:

"Eine langweilige, aber vielleicht gerade deshalb sehr intelligente Zwischengeneration, die gerade weil sie sowohl von der Weltrevolution als auch der Computerwelt wie durch eine Glasscheibe abgetrennt war und ist, berufen war und ist, deren Theorie zu formulieren. Und wenn es ein Selbstbewußtsein der Postachtundsechziger gibt, dann eben dies: die Studentenbewegung besser zu verstehen, als sie sich selbst verstanden hat - und die Frage formulieren zu können, auf die der Computer als Antwort erscheint".

Nicht die 68er, sondern die 78er sind die wahren Revolutionäre:

"Auch wenn es einer Beleidigung gleichkommen mag: Ich rechne die 68er denkstilistisch zur Linearität. Erst mit den Zaungästen beginnt der Denkstil der »gebrochenen Linie«, die virtuose, alles erklärende und verknüpfende Dialektik, die erst heute in der Tabularität der Netzwerke untergeht. Und wenn wir fragen, welche Medien diese Denkstile stützten und stützen, kommen wir endlich zum Thema. Die Postachtundsechziger sind die erste Generation zwischen Buch und Computer. (...). Bücher waren gerade auch für die Zaungäste die Initiation ins Erwachsensein".

Auch 78er wie Norbert BOLZ suchen die Erlösung:

"Die Kriegsgewinnler der Studentenbewegung, die Professoren des kritischen Bewußtseins, werden heute pensioniert. Den Negativitätsbedarf der Gesellschaft befriedigen längst schon die Massenmedien. Und was war nun eigentlich die Leistung der Postachtundsechziger? Sie haben vor dem Hintergrund der Medienrevolution die Denkfiguren ihrer heroischen Geschwister revidiert und hoffen nun auf die Geburt einer Vision aus der Revision".

KITTLER, Friedrich: Biogeographie

MÜHL-BENNINGHAUS, Wolfgang: 1989 und andere Mediensozialisation

BRAUN, Christina von: Faxen mit dem Fax

WINKELS, Hubert: Gleiten und Stottern

 
       
   

Rezensionen

WERBER, Niels (1997): Beschleuniger und Beharrer.
Beschau zweier Mediengenerationen: Die 68er saßen noch in der ersten Reihe und wußten, was sie zu lesen hatten; die 89er hingegen flottieren lustig auf allen Netzen, Autobahnen und Kanälen. So jedenfalls meint ein von Jochen Hörisch herausgegebener Sammelband,
in: TAZ
v. 27.09.

Infos zu: Niels Werber - Autor der Generation Golf
 
       
   

weiterführende Links

 
       
     
       
   
 
   

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Update: 09. März 2017