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Martin Schmeiser: Sozialer Abstieg in Akademikerfamilien

 
       
     
       
     
       
   

Martin Schmeiser in seiner eigenen Schreibe

 
   

SCHMEISER, Martin (2003): Verlaufsformen des intergenerationellen sozialen Abstiegs in Akademikerfamilien. Eine Typologie,
in: Sozialer Sinn, Heft 3, S. 379-422

SCHMEISER, Martin (2004): Sozialer Abstieg in akademischen Familien: Lebensverlaufsformen, Geschwisterpositionen und familiäre Generationenbeziehungen. S. 214-242 In: Marc Szydlik (HG.) Generation und Ungleichheit,  Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

 
       
   

»Missratene« Söhne und Töchter (2003).
Verlaufsformen des sozialen Abstiegs in Akademikerfamilien
Konstanz:
UVK

 
   
     
 

Klappentext

"Statistischen Erhebungen zufolge ist es keine Seltenheit, dass Söhne und Töchter aus Akademikerkreisen eine ihren Eltern vergleichbare soziale und berufliche Position nicht erreichen. Doch wenig ist darüber bekannt, welche Verlaufsformen derartige Abstiege nehmen, wie diese von den Betroffenen erfahren werden, und wie sich deren Einstellungen und Werthaltungen verändern. Martin Schmeiser untersucht diesen intergenerationellen Abstiege in Akademikerfamilien und entwickelt eine Typologie der verschiedenen Formen: So gelingt es beispielsweise einigen lange Zeit, die Zugehörigkeit zum akademischen Umfeld vorzutäuschen, bis in einer Lebenskrise dessen Verlassen unausweichlich wird. Andere wiederum suchen einen frühen Ausstieg aus der vorgezeichneten akademischen Biographie. Diese Art Selbstausbürgerung aus dem Herkunftsmilieu erscheint vordergründig als Abwehr der leistungs- und karrierebezogenen Werte der Familie und geht mit der Integration in eine alternative Kultur einher. In einem gesonderten Kapitel diskutiert Martin Schmeiser die geschlechtsspezifischen Einflüsse auf die Lebensläufe von Frauen.
In allen untersuchten Fällen erwiesen sich die Erwartungen des Herkunftsmilieus als Hypothek, welche sich darin äußert, dass die Betroffenen ihren bevorstehenden Abstieg verleugnen, verzögern und verdrängen. Offensichtlich bleiben die Erwartungen von Eltern hinsichtlich Lebenslauf und Karriere ihrer Kinder auch heute in einer von Enttraditionalisierung, Individualisierung und Flexibilisierung geprägten Zeit bestehen"

     
 
       
   

Rezensionen

BENEDICT, Volker Müller (2003): Martin Schmeiser - Missratene Söhne und Töchter,
in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 55, Heft  3, S.583-584

VONMONT, Anita (2003): Was Hänschen nicht lernt, vergisst Hans nimmermehr,
in: Horizonte. Schweizer Forschungsmagazin, September 2003, Nr. 58, S. 26-27

KIESERLING, André (2003): Die Absteiger der Bildung,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.09.

Obwohl sich unsere Gesellschaft als Leistungsgesellschaft beschreibt, spielt die soziale Herkunft eine entscheidende Rolle, worauf in letzter Zeit vor allem der Soziologe Michael HARTMANN hingewiesen hat. Was passiert nun, wenn jemand, der aufgrund seiner sozialen Herkunft für Höheres bestimmt ist, scheitert? Dieser Frage ist Martin SCHMEISER in seinem Buch »Mißratene« Söhne und Töchter nachgegangen. André KIESERLING schreibt dazu:

"Man kann (...) einen akademischen Titel, anders als einen Bauernhof, seinen Kindern nicht einfach »vererben«. Das Wort bedeutet hier, daß die im Elternhaus erworbende Vertrautheit mit den Besonderheiten des akademischen Milieus einen erheblichen Startvorteil bietet."

Scheitern, trotz Startvorteil, das ist für Akademikerkinder doppelt problematisch. Kann sich der soziale Aufsteiger beim Scheitern auf seine soziale Benachteiligungen berufen, so muss der Akademikersohn andere Begründungen liefern. KIESERLING nennt als Auffangbecken die "Würde-Asyle der Alternativkultur" oder die Möglichkeit der "Simulation einer akademischen Existenz". 

GAUTIER, Michael (2004): Vom Abstieg des Nachwuchses,
in: WOZ. Die Wochenzeitung Nr.9 v. 26.2.

Neu:
DIETSCHI, Irene (2005): Herkunft verpflichtet,
in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag
v. 03.04.

 
   

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Update: 05. Juli 2015