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Winfried Schmähl: Die Berücksichtigung von Familienleistungen in der Alterssicherung

 
       
   
  • Kurzbiographie

 
       
     
       
   

Winfried Schmähl in seiner eigenen Schreibe

 
   

SCHMÄHL, Winfried (1986): Bevölkerungsentwicklung und soziale Sicherung. Auswirkungen demographischer Veränderungen auf die soziale Sicherung im Alter, bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit - Ein Überblick. In: Bernhard Felderer (Hg.) Beiträge zur Bevölkerungsökonomie, Berlin: Duncker & Humblot, S.169-238

SCHMÄHL, Winfried (2003): Die Kleinen muss man fördern.
Rentenreform vergrößert die Einkommens-Unterschiede. Änderungen in der gesetzlichen Altersvorsorge begünstigen reiche Alleinstehende,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.07.

Die Schlagzeile verfälscht den Artikel von Winfried SCHMÄHL,
denn während der zuständige Redakteur des Greisenblatts "reiche Alleinstehende" titelt, heißt es bei SCHMÄHL dagegen "Personen mit unterschiedlichem Einkommen" und damit können auch Familienväter reich sein!
Dazu passt, dass nach einer Kids-Verbraucheranalyse (Welt v. 10.07.2003) die Kaufkraft der 6-19jährigen einen Spitzenwert erreicht hat.

SCHMÄHL, Winfried (2007): Raus aus der Armut.
Vor 50 Jahren wurde in der Bundesrepublik die dynamische Rente eingeführt. Dieses Erfolgsmodell wird nun demontiert,
in: Die ZEIT Nr.4 v. 18.01.

Winfried SCHMÄHL schreibt über die Entwicklung des deutschen Rentensystems seit 1957 und beklagt dessen Demontage.  Er verweist u.a. auf den merkwürdigen Sachverhalt, dass bei der Wiedervereinigung die Kritiker der Umlagefinanzierung nicht zu hören waren:

"Keiner der Verfechter der Kapitaldeckung schlug bei der Wiedervereinigung vor, auf die Umlagefinanzierung zu verzichten, obgleich diese - so beispielsweise die Kritik des Bonner Ökonomen Manfred Neumann - »nach dem Vorsorgeprinzip primitiver Gesellschaften« funktioniere."

SCHMÄHL, Winfried (2010): Soziale Sicherung im Lebenslauf - Finanzielle Aspekte in längerfristiger Perspektive am Beispiel der Alterssicherung in Deutschland. In: Gerhard Naegele (HG) Soziale Lebenslaufpolitik, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, S.550-582

SCHMÄHL, Winfried (2012): Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Gesetzlichen Rentenversicherung: Verhinderung von Armut im Alter? In: Christoph Butterwegge/Gerd Bosbach/Matthias W. Birkwald (Hrsg.) Armut im Alter. Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung, Frankfurt a/M/New York: Campus Verlag, S.42-64

Neu:
SCHMÄHL, Winfried (2016): "Bismarcks Rentenversicherung" und der dadurch mitausgelöste Geburtenrückgang in Deutschland.
Kritische Prüfung hierzu vorgelegter Begründungen,
in:
Deutsche Rentenversicherung, Heft 2, S.74-92

 
       
   

Winfried Schmähl im Gespräch

 
   

DENKLER, Thorsten (2005): "Familienpolitik muss vereinheitlicht werden".
Bund und Ländern fehlt eine gemeinsame Politik für Familien, die Maßnahmen sind schlecht aufeinander abgestimmt. Allerdings: Mehr Kinder werden wohl kaum geboren, wenn der Staat Paare mit Nachwuchs stärker subventioniert,
in: TAZ v. 14.07.

Winfried SCHMÄHL, Professor der Wirtschaftswissenschaft, über die Familienpolitik in Deutschland und die Problematik internationaler Vergleiche.

DURAK, Elke (2005): Ökonom warnt vor Degeneration der Rente zur "Armutsvermeidungseinrichtung",
Gespräch mit Winfried Schmähl,
in: DeutschlandRadio v. 21.10.

 
       
   

"Bismarcks Rentenversicherung" und der dadurch mitausgelöste Geburtenrückgang in Deutschland (2016).
Kritische Prüfung hierzu vorgelegter Begründungen

in:
Deutsche Rentenversicherung, H.2, S.74-92

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

1. Zur Einordnung und Aktualität der Fragestellung
2. Auf der Suche nach Belegen für die fertilitätsreduzierende Wirkung der neuen gesetzlichen Rentenversicherung

2.1 Gegenstand und sozialpolitische Stoßrichtung der Arbeit von Scheubel
2.2 Einfluss des Rentenversicherungssystems auf die Fertilität im Prozess der Industrialisierung

2.3.1 Zur seinerzeitigen Diskussion über das anzuwendende Finanzierungsverfahren in der gesetzlichen Rentenversicherung
2.3.2 Die Ausgestaltung des Finanzierungsverfahrens für die neue gesetzliche Rentenversicherung - 1889 und 1899
2.3.3 Die tatsächliche Finanzentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung in deren Anfangsphase
2.3.4 Änderung des Finanzierungsverfahrens der Rentenversicherung als Ursache niedrigerer Geburtenraten?
2.3.5 Zum Leistungsniveau der Rentenversicherung als Einflussfaktor für die Fertilitätsentwicklung

2.4 Statistische Analysen und ihre Interpretation

2.4.1 Zentrale Aussagen in der Arbeit von Scheubel
2.4.2 Die "interne Verzinsung" des Rentenversicherungssystems und die Fertilitätsentwicklung - zur zentralen Argumentation in einem Arbeitspapier von Fenge und Scheubel

2.5 Folgerungen von Scheubel aus ihrer Analyse für die künftige Alterssicherungspolitik

3. Zu einigen Folgerungen aus der These, die umlagefinanzierte Rentenversicherung untergrabe ihre eigene Finanzierungsbasis durch fertilitätsreduzierende Effekte und sei deshalb umzugestalten und durch kapitalmarktabhängige Sicherung zu ergänzen

     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Die Rente vor dem Kollaps wegen dem Geburtenrückgang und der steigenden "Altenlast" in Deutschland? - Eine Bibliografie der Debatte um die Finanznot der Rentenversicherung (1975 - 2014)

 
       
   

Private Vorsorge statt gesetzliche Rente: Wer gewinnt, wer verliert? (2004).
Beiträge zur Sozial- und Verteilungspolitik, Band 3
(zusammen mit Holger Viebrok und Ralf K. Himmelreicher)
Münster:
Lit-Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Mit den Rentenreformen in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts wurden entscheidende Weichen für die weitere Entwicklung im Bereich der Alterssicherung gestellt. Das Leistungsniveau aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird künftig niedriger ausfallen, dagegen wurden in der privaten Altersvorsorge neue Förderinstrumente geschaffen. Dieser Band widmet sich der Frage, wie sich diese Reformen auf das Einkommen von Personen und Paaren im gesamten Lebensverlauf auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass keineswegs alle Personenkreise von den Reformen profitieren."

     
 
       
   

Rezensionen

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Bevölkerungsentwicklung und soziale Sicherung (1986).
Auswirkungen demographischer Veränderungen auf die soziale Sicherung im Alter, bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit - Ein Überblick
In: Bernhard Felderer (Hg.) Beiträge zur Bevölkerungsökonomie, Berlin: Duncker & Humblot, S.169-238

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis:

I. Vorbemerkung
II. Bevölkerungsentwicklung und Altersstrukturänderungen

1. Vorausberechnungen zur Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstruktur in der Bundesrepublik Deutschland - Modellvarianten und einige ausgewählte Ergebnisse
2. "Demographische Belastungsquotienten"

2.1 Definitionen
2.2 Künftige Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland
2.3 Vergleich des tatsächlichen mit früher berechneten Altenquotienten - ein Beispiel
2.4 Die Entwicklung des Altenquotienten in der Bundesrepublik im internationalen Vergleich
2.5 Entwicklung von Jugend-, Alten- und Abhängigenquotient für Deutschland in säkularer Sicht

3. Veränderungen der Haushaltsgrößenstruktur

III. Einfache Modellberechnungen zur künftigen Entwicklung der Sozialausgaben im demographischen Wandel

1. Sozialausgabenquote und Sozialausgabenstruktur
2. Zur These von der Substitution zunehmender "Altenlast" durch abnehmende "Kinderlast"

IV. Auswirkungen demographischer Veränderungen auf die Alterssicherung

1. Gesetzliche Rentenversicherung

1.1 Auswirkungen auf die Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung auf der Grundlage einfacher Modellberechnungen
1.2 Auswirkungen auf die Rentenversicherung bei Verwendung von Vorausberechnungen der Bevölkerungsentwicklung des DIW im Vergleich zu Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes - zugleich zur Sensitivität von Ergebnissen
1.3 Änderungen in der Länge des Erwerbslebens - Lage und Dauer der Erwerbsphase sowie Variationen der "Altersgrenze"
1.4 Exkurs: Differenzierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung nach der Kinderzahl
1.5 Komplexe Vorausberechnungsmodelle für die gesetzliche Rentenversicherung

2. Beamtenversorgung

V. Auswirkungen demographischer Veränderungen auf Gesundheitswesen (Krankheit und Pflege) und Sozialhilfe

1. Gesetzliche Krankenversicherung

1.1 Ausgabenentwicklung
1.2 Auswirkungen auf die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung - Höhe des erforderlichen Beitragssatzes

2. Soziale Sicherung im Pflegefall und Sozialhilfe

VI. Einige Folgerungen für weitere wissenschaftliche Arbeiten

1. Verbesserung der Datengrundlagen
2. Längsschnittdaten und kohortenspezifische Analysen
3. Kombination ökonomischer und demographischer Modelle

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland - Teil 2: Mythen und Fakten über die "Altenlast"

 
       
   

Winfried Schmähl in den Medien

UKN (2000): Kinder betreuen Eltern selten.
Gutachten: Pflegeversicherung belastet Familien nicht stärker,
in: Frankfurter Rundschau v. 06.07.

"Pflegebedürftige mit Kindern werden in Deutschland seltener von ihren Angehörigen betreut als ihre Leidensgenossen ohne Nachwuchs. Diese überraschende Erkenntnis präsentierte Winfried Schmähl in der Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über die Pflegeversicherung (...).
          Die Richter hatten von der Universität Bremen mit einer entsprechenden Untersuchung beauftragt. Hintergrund: Verbände machen geltend, Familien würden durch die Pflegeversicherung unverhältnismäßig stark belastet, weil sie genau so hohe Beiträge wie Kinderlose bezahlen. Die würden aber stärker teure Pflegedienste und stationäre Hilfe in Anspruch nehmen. Eltern dagegen häufiger von ihren Kindern versorgt. Genau dies bestätigten Schmähls Ergebnisse nicht.
          Der Wissenschaftler erläuterte vor dem Ersten Senat, nur um ein Drittel aller Bedürftigen kümmere sich der eigene Nachwuchs. Für Überraschung sorgte auch seine Mitteilung, dass mit steigender Kinderzahl deren Einsatz nicht zunimmt", berichtet UKN.

Die Debatte um das Karlsruher Urteil zur Pflegeversicherung auf einen Blick: Akteure, Themen und Konsequenzen für "Singles"

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 03. September 2016