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Diana Auth: Grenzen der Bevölkerungspolitik

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1970 in Fulda geboren
    • Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Neueren Deutschen Literatur
    • 2007 Mitherausgeberin von "Grenzen der Bevölkerungspolitik"
    • Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität in Gießen
 
       
     
       
   

Diana Auth in ihrer eigenen Schreibe

 
   

JUNGLE WORLD-Thema: "Generation Hüftgelenk".
Aufgepasst, Rentner! Jetzt wird auch bei euch gespart. Die Zeiten der vergoldeten Gebisse und Rollstuhlcabriolets sind vorbei. Eine kesse Avantgarde kämpft im Bundestag für die Generationengerechtigkeit. Der deutsche Politikernachwuchs will sich von seinen Omas und Opas nicht länger betrügen lassen

AUTH, Diana (2003): Arm, aber alt.
Arbeiter erhalten durchschnittlich weniger Rente als Angestellte, Frauen weniger als Männer. Die Grenzen verlaufen überall und nicht zwischen jung und alt,
in: Jungle World Nr.37 v. 03.09.

"Die Diskussion um die demografische Entwicklung geht in die falsche Richtung. Zwar nimmt die Zahl der Beitragszahler im Verhältnis zu den Rentnern tatsächlich ab, aber dies ist nicht allein der niedrigen Geburtenrate geschuldet, sondern vor allem ein Problem fehlender sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze. Die Zunahme von (Schein-)Selbstständigen und die Einführung der Mini-Jobs durch die rot-grüne Bundesregierung, durch die der Kreis der prekär Abgesicherten erweitert wurde, bedeuten geringere Beitragseinnahmen.
Anstatt über die Heraufsetzung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre zu diskutieren, sollte politisch darüber gestritten werden, wie ein Rentenkonzept aussehen könnte, das die gesamte Erwerbsbiografie einbezieht, unterschiedliche, z.T. lebensphasenspezifische Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten und der Arbeitslosen berücksichtigt sowie verschiedene Varianten eines sinnvollen, gleitenden Übergangs in den Ruhestand ermöglicht", meint Diana AUTH.

Neu:
AUTH, Diana (2005): Fataler Fehler.
Die mit einer gewissen Leidenschaft geführte Debatte über die Generationengerechtigkeit überdeckt die Wirklichkeit - die sozialpolitische Privatisierung,
in: Frankfurter Rundschau v. 29.10.

Diana AUTH sieht Frauen - im Gegensatz zu Susanne GASCHKE - immer noch benachteiligt, denn Frauen drohen durch den Umbau des Sozialstaats zu den Verliererinnen zu gehören:

"Da Frauen weniger Rente erhalten und aufgrund der längeren Lebenserwartung den Großteil der Pflegebedürftigen ausmachen, werden sie ohne soziale Reformen die Verliererinnen der alternden Gesellschaft sein."

 
       
   

Diana Auth im Gespräch

 
   

STEGEMANN, Thorsten (2005): Verweigerung des demografischen Auftrags.
Die Deutschen werden immer älter und immer weniger - Wie effektiv können bevölkerungspolitische Maßnahmen noch sein?
in: Telepolis v. 21.10.

Susanne GASCHKE  attackiert in ihrem Buch Die Emanzipationsfalle die zweite Frauenbewegung seit den 1960er Jahren. Diana AUTH  nimmt u.a. zu GASCHKEs Kritik Stellung. Zusammen mit Barbara HOLLAND-CUNZ hält sie auf dem Gießener Demografie-Kongress einen Vortrag über Alarmismus und Aktionismus: der demographische Wandel und die Struktur der öffentlichen Debatte in Deutschland. AUTH bezweifelt u. a. die Aussagekraft von Bevölkerungsvoraussagen und die Wirksamkeit von Bevölkerungspolitik, die wichtige Aspekte der Geburtenkrise nicht genügend berücksichtigt.

 
       
   

Grenzen der Bevölkerungspolitik (2007).
Strategien und Diskurse demographischer Steuerung
(herausgegeben zusammen mit
Barbara Holland-Cunz)
Opladen: Verlag Barbara Budrich

 
   
     
 

Klappentext

"Die Sorge um die »alternde« deutsche Gesellschaft ist heute allgegenwärtig und provoziert eine aufgeregte Debatte darüber, wie die Geburtenrate, insbesondere bei der jüngeren Akademikerinnen-Generation, erfolgreich gesteigert werden könnte. In der Debatte wird einhellig unterstellt, dass staatliche Fördermaßnahmen, (privat-)wirtschaftliche Unterstützungen und/ oder Veränderungen der gesellschaftlichen Kultur Frauen davon überzeugen können, Kinder zu gebären. Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Disziplinen befragen – historisch und international vergleichend – Geschichte und Daten, um den Grenzen bevölkerungspolitischer Steuerung auf die Spur zu kommen."

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Bevölkerungspolitik in Deutschland
 
   

Die Beiträge des Buchs

Diskurse demographischer Steuerung
  • FERDINAND, Ursula - Geburtenrückgangstheorien "um 1930" in Deutschland
  • WILLENBACHER, Barbara - Nationalsozialistische Bevölkerungspolitiken
  • HOLLAND-CUNZ, Barbara - Alarmismus. Die Struktur der öffentlichen Debatte über den demographischen Wandel in Deutschland
  • AUTH, Diana - Pronatalistischer Aktionismus: von der bevölkerungspolitischen Instrumentalisierung und Ökonomisierung der Familienpolitik in Deutschland
  • RAINER, Bettina - "Die "Bevölkerungsexplosion": Bevölkerungswachstum als globale Katastrophe
  • Strategien demographischer Steuerung
  • ROLOFF, Juliane - Familienpolitik und Geburtenentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Situation in der ehemaligen DDR
  • TRÄGER, Jutta - Neue Wege familialer Arbeitsteilung - Neuorientierung in der Familienpolitik?
  • ONNEN-ISEMANN, Corinna - Deutsche Perspektive: Kinderlosigkeit - französische Perspektive: Elternschaft?
  • HUMMEL, Diana - Bevölkerungsentwicklung und gesellschaftliche Naturverhältnisse - Eine sozialökologische Perspektive
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    Rezension von single-generation.de

    Grenzen der Bevölkerungspolitik.
    Der Sammelband zeigt, dass die Steigerung der Geburtenrate nur mittels und nicht gegen die Emanzipation der Frau möglich ist

     
       

    Diana Auth im WWW

  • www.diana-auth.de
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    webmaster@single-generation.de Erstellt: 16. Juli 2007
    Update: 06. Juli 2015