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Rudolf Speth : Lobbyismus in Deutschland

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 2003 Buch "Die stille Macht"
    • Privatdozent im Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften an der FU Berlin
 
       
     
       
   

Rudolf Speth in seiner eigenen Schreibe

 
   

SPETH, Rudolf (2001): Allein gelassen in der Masse Mensch.
Traditionelles soziales Engagement geht zurück - neue Formen von Hilfe bilden sich heraus,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.07.

Rudolf SPETH rezensiert eine internationale Studie, in der die Thesen des US-amerikanischen Kommunitaristen Robert D. PUTNAM zum Niedergang des Sozialkapitals empirisch überprüft worden sind. Nach SPETH kann vom Niedergang keine Rede sein, sondern dem Verlust der alten Gemeinschaften steht ein Gewinn an neuen Formen der bürgerlichen Selbsthilfe gegenüber.
  • SPETH, Rudolf (2003): Der BürgerKonvent. Kampagnenprotest von oben ohne Transpararenz und Bürgerbeteiligung, Hans Böckler-Stiftung
 
       
   

Rudolf Speth im Gespräch

 
   
fehlt noch
 
       
   

Die stille Macht (2004).
Lobbyismus in Deutschland
(zusammen herausgegeben mit Thomas Leif)
Wiesbaden:
Westdeutscher Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Lobbyisten scheuen das Licht der Öffentlichkeit, gewinnen in der Berliner Republik aber immer mehr an politischem Einfluss. Dennoch wird die »stille Macht« Lobbyismus von der Wissenschaft, den Medien und der Öffentlichkeit selten in seinem gesamten Machtspektrum gewürdigt. In diesem Buch wird der Lobbyismus umfassend analysiert und der ständig wachsende Einflussbereich von Wirtschaft auf politische Entscheidungen neu vermessen. Die politische und wissenschaftliche Analyse zur aktuellen Entwicklung der politischen Lobbyarbeit wird durch neue Studien und zahlreiche Fallbeispiele etwa der Pharmalobby, Straßenbaulobby und Agrarlobby ergänzt. Wichtige Lobbyisten äußern sich zu ihrer Arbeit in Berlin. Auch der mächtige, aber unkontrollierte Lobbyismus in Brüssel wird behandelt. Lobbyismus ist ein großes Tabuthema im parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals werden unbekannte Einflusszonen aufgedeckt, die wichtigsten Akteure und ihre Machttechniken beschrieben. Die Macht der »Fünften Gewalt« wird mit diesem Buch transparenter - ein Hintergrunddossier und gleichzeitig ein wichtiges Kapitel verschwiegener Sozialkunde."

     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Die neuen Bürgerbewegungen
 
   

Buchauszug

LEIF, Thomas & Rudolf SPETH (2003): Die Anatomie des Lobbyismus.
Einführung in eine weithin unbekannte und vor allem unbeachtete Sphäre der Macht,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.12.

Die beiden Politikwissenschaftler haben das Buch Die stille Macht - Lobbyismus in Deutschland verfasst. Die FR druckt einen Auszug aus dem Buch: "Besonders in einer von Rousseau herkommenden demokratietheoretischen Tradition hat man den Lobbyismus als Gefahr für die Demokratie angesehen. Aber auch bestimmte Konservative waren gegenüber den Interessengruppen reserviert. Sie sahen im Repräsentativprinzip ein hinreichende Bedingung der Interessenberücksichtung. Dem naiven Anspruch nach sollen sich die Interessen der Bürger über die Abgeordneten zu einem politischen Willen verdichten. Dadurch sei eine angemessene Interessenberücksichtigung sicher gestellt.
Solche Positionen, die den Gesetzgebungsprozess von äußeren Einflüssen abschotten wollen, sind aber unrealistisch. (...). Der Lobbyismus ist ein Subsystem, mit dem komplexe Gesellschaften Wissen für politische Entscheidungen nutzbar machen kann. Voraussetzung wäre aber, diese Prozesse öffentlich und kontrollierbar zu machen. Deshalb birgt der Lobbyismus zahlreiche Gefahren der illegitimen Interessendurchsetzung.
Dies liegt daran, dass es neben dem Willen der Bürger in allen Demokratien mächtige und weniger mächtige Interessengruppen gibt, die den Gesetzgebungs- und Entscheidungsprozess zu ihren Gunsten zu beeinflussen versuchen. Sie verfügen über mehr Ressourcen und spezielles Wissen, wann, wo und wie am erfolgreichsten interveniert werden kann. Darin liegt eine Gefahr. (...) Diese Befürchtung einer Herrschaft der Verbände teilt der Pluralismus nicht, dessen Grundgedanken heute wieder aufgegriffen werden. Lobbyistische Interessenpolitik ist für ihn ein wichtiges Gestaltungsmittel in der Demokratie. In uramerikanischer demokratischer Tradition empfiehlt er eher die Vervielfachung der Interessengruppen, als sie aus dem politischen Prozess herauszudrängen.
"

 
   

Die neuen Bürgerbewegungen in der Debatte

WIEGAND, Markus (2004): Denken für Deutschland.
Think Tanks klagen hier zu Lande über zu wenig Einfluss, doch ihre Zahl nimmt zu. Die Grenzen zum politischen Lobbyismus sind fließend,
in: Frankfurter Rundschau v. 03.03.

Neu:
NEUBER, Harald (2004): Think Tanks sollen Stimmung schaffen und lassen die Grenze zwischen PR und Journalismus verschwimmen.
Millionenschwere PR-Kampagnen beeinflussen nach einer Studie mit teils fragwürdigen Strategien die öffentliche Meinung in Deutschland zugunsten neoliberaler Reformen,
in: Telepolis v. 19.10.

 
   

Rudolf Speth im WWW

www.rudolfspeth.de
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 01. Juli 2015