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Alexander Noyon: Intrapsychische Konflikte in Partnerschaften

 
       
     
       
     
       
   

Alexander Noyon in seiner eigenen Schreibe

 
   

NOYON, Alexander & Tanja KOCK (2006): Living apart together.
Ein Vergleich getrennt wohnender Paare mit klassischen Partnerschaften,
in:
Zeitschrift für Familienforschung, H.1, S.27-45

 
       
   

Alexander Noyon im Gespräch

 
   
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Living apart together (2006).
Ein Vergleich getrennt wohnender Paare mit klassischen Partnerschaften
(zusammen mit Tanja Kock)
in:
Zeitschrift für Familienforschung, Heft 1, S.27-45

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Zusammenhang zwischen Partnerschaftszufriedenheit und Beziehungsform

3 Zusammenhang zwischen Liebe und Beziehungsform

4 Methode

4.1 Stichprobe
4.2 Untersuchungsmaterial

5 Ergebnisse

5.1 Wohnsituation und Partnerschaftszufriedenheit
5.2 Wohnsituation und Liebesstile

6 Diskussion

Zitate:

Frauen in Partnerschaften mit getrennten Haushalten sind zufriedener als Frauen, die mit ihrem Partner zusammenwohnen

"Die (...) Erwartung, dass von ihrem Partner Getrenntwohnende über eine größere Partnerschaftszufriedenheit berichten als mit ihrem Partner Zusammenwohnende, konnte ausschließlich für die Frauenteilstichprobe bestätigt werden." (S.40)

"Gerade angesichts der Tatsache, dass wir zwischen unseren Männer-Teilstichproben keine signifikanten Unterschiede in der Partnerschafszufriedenheit finden konnten, müssen unsere Befunde als Hinweis darauf betrachtet werden, dass Frauen im klassischen Beziehungsmodell stärker benachteiligt werden als Männer. Möglicherweise stellt die Lebensform der LAT-Beziehung insbesondere für Frauen eine attraktive und der eigenen Zufriedenheit zuträgliche Gestaltungsform dar." (S.43)

Zusammenwohnende Paare streiten häufiger über die Hausarbeit

"Es erscheint zu vereinfachend, dieses Resultat, ausschließlich auf die Annahme zurückzuführen, dass LAT-Paare mit diesem Thema nicht konfrontiert werden. Denn selbst beim Fehlen eines gemeinsamen Haushalts kann es Phasen des längeren Zusammenseins geben, in denen Hausarbeiten verrichtet werden müssen. Es erscheint sinnvoll, noch weitere Gründe für dieses Resultat in Erwägung zu ziehen. Zum einen ist vorstellbar, dass Getrenntwohnende seltener über Haushaltsangelegenheiten streiten, weil abweichende Ordnungsvorstellungen leichter toleriert werden können, sofern es nicht den eigenen Haushalt betrifft. Zum anderen scheint die Arbeitsteilung eine entscheidende Rolle zu spielen. In der Annahme, dass die Probandinnen in herkömmlichen Partnerschaften den größten Teil der Hausarbeit leisten, obwohl sie wenig zufrieden damit sind (...), erscheint es naheliegend, dass die Haushaltsführung aus Sicht der Zusammenwohnenden sehr viel problembehafteter ist als aus der Perspektive der Getrenntwohnenden. Dies könnte erklären, warum sie den Haushalt häufiger als Streitgrund angeben. Nach Meyer und Schulze (1992) sind getrennt wohnende Frauen ausschließlich für ihren eigenen Haushalt verantwortlich, so dass partnerschaftliche Auseinandersetzungen über die Arbeitsteilung entfallen. " (S.42)

 
     
 
       
   

Beiträge von single-generation.de zum Thema

Glossar - Living apart together

Fernbeziehungen - Wie der veränderte Arbeitsmarkt unsere Liebesbeziehungen prägt

HAUSTEIN, Sonja & Hans Werner BIERHOFF (1999): Zusammen und getrennt wohnende Paare: Unterschiede in grundlegenden Beziehungsdimensionen

KAUFMANN, Jean-Claude (1994): Schmutzige Wäsche. Zur ehelichen Konstruktion von Alltag, Konstanz: Universitätsverlag

 
       
   

Intrapsychische Konflikte in Partnerschaften  (2002)
Hamburg: Dr. Kovacz

 
   
     
 

Klappentext

"Die Arbeit von Alexander Noyon beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle intrapsychische Konflikte in Partnerschaften spielen. In der gegenwärtigen Forschung zum Themenbereich »Partnerschaft« wird hauptsächlich untersucht, welche Bedeutung zwischenmenschliche Bereiche wie Kommunikation, Streitverhalten und Gemeinsamkeiten für das Funktionieren von Partnerschaft haben. Es wird jedoch kaum betrachtet, wie sich intrapersonale Konflikte (zum Beispiel der Konflikt, selbstbewußt sein zu wollen, tatsächlich aber nur ein geringes Selbstbewußtsein zu haben) auf Partnerschaft auswirken.

Im theoretischen Teil des Buches wird ein Überblick über die Partnerschaftsforschung im allgemeinen und Paartherapie im speziellen gegeben. Es wird aufgezeigt, wie in der modernen Forschung der Bereich »Partnerschaft« untersucht wird und aus welchen zentralen Konzepten die heutige Paartherapie besteht. Außerdem wird eine wissenschaftliche Definition intrapsychischer Konflikte gegeben und dargestellt, wie man diese messen kann.

Im empirischen Teil der Arbeit werden die beiden Untersuchungen dargestellt, die im Rahmen der oben beschriebenen Fragen durchgeführt wurden. Dies waren eine größere Studie an insgesamt 514 Paaren, die sich nicht in Paartherapie befanden, sowie eine kleinere Untersuchung an 15 Paaren in therapeutischer Behandlung. Die Ergebnisse der beiden Studien zeigen deutlich, daß intrapsychische Konflikte mit Partnerschaftsproblemen in Zusammenhang stehen. Je mehr Konflikte jeder der Partner mit sich selber hatte, desto geringer war auch die Partnerschaftszufriedenheit. Dieses Ergebnis deutet an, daß sich auch Paartherapie nicht allein auf zwischenmenschliche Variablen wie die Güte der Kommunikation und ähnliches richten sollte. Die individuellen Konflikte der Partner sollten im Interesse der Partnerschaft mitbehandelt werden.

Dieses Buch ist insbesondere für Partnerschaftsforscher interessant, die vollständiger als bisher jene Variablen erfassen möchten, die für Partnerschaftsqualität von Bedeutung sind. Auch Paartherapeuten können die Arbeit mit Gewinn lesen, da sie einen Überblick über wichtige moderne Ansätze der Paartherapie gibt. Weitere Adressaten sind Psychotherapeuten allgemein, verschiedene Berufsgruppen im Bereich der Partnerschaftsberatung (Eheberater etc.) sowie Psychologie- und Medizinstudenten (mit psychotherapeutischem Schwerpunkt)."

 
     
 
       
   

Rezensionen

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Alexander Noyon in den Medien

HAIST, Lorraine (2010): Getrennt wohnen, zusammen schlafen.
Sich lieben, aber trotzdem nicht zusammenwohnen - geht das überhaupt? Lorraine Haist über eine Beziehungsform, die in den westlichen Industrienationen zwar für zunehmende Irritationen, dafür aber glückende Beziehungen sorgt: "Living Apart Together",
in: Welt am Sonntag v. 31.10.

CAPUANA, Tanja (2014): Getrenntes Zusammenleben.
Rund vier Prozent aller Paare in Deutschland entschließen sich bewusst gegen ein gemeinsames Zuhause – und wollen so ihre Beziehung frisch halten,
in: Mannheimer Morgen v. 16.08.

Neu:
BRODMERKEL, Anke (2014): Ein Paar, zwei Wohnungen.
Zusammensein in einer festen Partnerschaft, aber getrennt wohnen: Immer mehr Paare sehen darin keinen Widerspruch. Vor allem im mittleren Alter wächst die Zahl derer, die zwar ihr Leben, nicht aber Küche und Schlafzimmer mit dem Partner teilen. Was sind die Vorteile dieser Beziehungsform – und was die Stolpersteine?
in: Psychologie Heute,
Dezember

 
   

Alexander Noyon im WWW

http://alexandernoyon.de

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 12. Dezember 2014