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Gerhard G. Dittrich: Die Entwicklung des Wohnens der Alleinstehenden bis 1980

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1972 Herausgeber des Buchs "Wohnen Alleinstehender"
    • Direktor der SIN-Städtebauinstitut-Forschungsgesellschaft mbH Nürnberg
 
       
     
       
   

Gerhard G. Dittrich in seiner eigenen Schreibe

 
   
fehlt noch
 
       
   

Wohnen Alleinstehender (1972)
Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt

 
   
     
 

Klappentext

"Wohnen Alleinstehender ist die Zusammenfassung des Schlußberichtes einer Untersuchung, die der Bundesminister für Städtebau und Wohnungswesen in Auftrag gegeben und gefördert hat mit dem Thema: »Querschnittsuntersuchungen an Beispielen aus dem Demonstrativbauprogramm über städtebauliche, grundrißmäßige, gestalterische, stadt- und wohnhygienische sowie medizinische und psychologische Anforderungen an Wohnungen für Alleinstehende unter Einschluß der für alleinstehende Frauen mit und ohne Kind hinsichtlich Placierung, Dimensionierung und Eingliederung in die städtebauliche Struktur sowie hinsichtlich der wirtschaftlichen Voraussetzungen u.a.m. für künftige Planungen auf diesem Gebiet« (BMSt-Nr.IB - 70 41 48/29)"

Inhaltsverzeichnis

0 Einführung

0.1 Ziel der Untersuchung und Eingrenzung des Arbeitsgebiets
0.2 Gewinnung des Untersuchungsmaterials

1 Demographische Aspekte

1.1 Die Zunahme der Einpersonenhaushalte

1.1.1 Entwicklung von 1900 bis 1970
1.1.2 Vorausschätzung bis 1980

1.2 Anteil der Einpersonenhaushalt und Verstädterungsgrad

1.2.1 Anteile der Einpersonenhaushalte in den Gemeindegrößenklassen
1.2.2 Anteile der Einpersonenhaushalte in den Zonen der Stadtregionen

1.3 Die demographische Struktur der Alleinstehenden

1.3.1 Demographische Merkmale der Alleinstehenden

1.3.1.1 Alleinstehende Männer und Frauen
1.3.1.2 Altersgliederung der Alleinstehenden
1.3.1.3 Familienstandsgliederung der Alleinstehenden

1.3.2 Unverheiratete und Alleinstehende 1970

1.3.2.0 Demographische und nichtdemographische Faktoren
1.3.2.1 Die demographische Struktur der Unverheirateten 1970
1.3.2.2 Die Alleinstehendenquoten der Unverheirateten 1970
1.3.2.3 Demographische Struktur der Unverheirateten und Alleinstehenden 1970

1.3.3 Der Einfluß demographischer und nichtdemographischer Faktoren auf die Entwicklung der Zahl der Alleinstehenden von 1961 bis 1970

1.4 Demographische Struktur der Alleinstehenden in ausgewählten Stadtgebieten, Demonstrativbauvorhaben und Sonderwohnformen

2 Wirtschaftliche Aspekte - Beschäftigung, Einkommen und Verbrauch

3 Wohnverhältnisse der Alleinstehenden in der BRD

3.0 Methodische Vorbemerkung
3.1 Allgemeine Wohnverhältnisse
3.2 Rechtsform des Wohnens
3.3 Ausstattung und Größe der Wohnungen
3.4 Mietbelastung
3.5 Die wohnliche Versorgung der Alleinstehenden über 65 Jahren
3.6 Öffentliche Förderung in der wohnlichen Versorgung
3.7 Alleinstehende in ausgewählten Stadtgebieten und Sonderwohnformen

4 Wohnungsmedizinische Aspekte des Wohnens von Alleinstehenden

5 Psychologische Aspekte

5.0 Zur psychologischen Problematik eines generellen Konzepts "Alleinstehende"
5.1 Die Bedeutung sozialer Beziehungen für den Menschen
5.2 Nachbarschaft
5.3 Soziale Isolation
5.4 Psychologische Aspekte des sozialen Lebens Alleinstehender
5.5 Bedingungen sozialer Integration

6 Anforderungen an Wohnungen für Alleinstehende

6.1 Anforderungen an Wohnungen nach den Grundsätzen für Demonstrativbauvorhaben
6.2 Hausform
6.3 Wohnungsgröße
6.4 Küche
6.5 Belichtung und Belüftung von Küche und Bad
6.6 Sanitärbereich
6.7 Vorraum oder Flur und Abstellraum
6.8 Trennung von Wohn- und Schlafbereich, Eßplatz
6.9 Loggien und Balkone
6.10 Anforderungen an den Standort

7 Planungshinweise - Zusammenfassung

8 Alleinstehende Mütter

8.0 Definition und Abgrenzung
8.1 Demographische Aspekte
8.2 Die wirtschaftliche Situation der alleinstehenden Mütter
8.3 Aspekte der wohnlichen Versorgung der alleinstehenden Mütter
8.4 Medizinische Aspekte beim Bau von Wohnungen für alleinstehende Mütter
8.5 Psychologische Aspekte des Wohnens alleinstehender Mütter
8.6 Alleinstehende Mütter in den von SIN untersuchten Stadtgebieten und Sonderwohnformen
8.7 Zusammenfassung und planerische Schlußfolgerungen

Zitate:

Definition "Alleinstehende", Abgrenzungen und Defizite der Haushaltsstatistik

"Die amtliche Statistik erfaßt Alleinstehende global als Personen in Einpersonenhaushalten.

Zwar lebt auch bei alleinstehenden Müttern - wie bei den übrigen Alleinstehenden - kein Ehepartner im Haushalt. Sie sind jedoch nicht im strengen Sinn »allein«, weil sie mit ihrem Kind oder ihren Kindern zusammenleben. Als alleinstehend im sozio-ökonomischen Sinn können sie dann bezeichnet werden, wenn ihre Kinder noch unmündig bzw. noch nicht erwerbstätig sind. Mütter, die mit ihren erwachsenen erwerbstätigen Kindern zusammenleben, werden demnach hier nicht als alleinstehend betrachtet. Die amtliche Statistik erfaßt die Haushalte alleinstehender Frauen mit Kindern nicht als Einpersonenhaushalte. Die Analyse ihrer Situation greift deshalb auf anderes Material zurück als die Untersuchungen zur Situation der Alleinstehenden im engeren Sinne.

Die Hinweise auf Abgrenzungsschwierigkeiten mögen zugleich als Anregung dazu dienen, künftig aussagefähiges Material bereitszustellen. Vor allem wegen der zunehmenden Bedeutung der Alleinstehenden ist es wünschenswert, daß auch die amtliche Statistik stärker  auf die Belange der angesprochenen Gruppe und Teilgruppen (...) eingeht." (S.12)

Wahrscheinlichste Entwicklung der Einpersonenhaushalte bis 1980

"Nach der Annahme I würde die Zahl der Einpersonenhaushalte bis 1975 auf 6 490 Tausend und bis 1980 auf 6 981 Tausend steigen. Das bedeutet gegenüber 1970 (6 076 Tausend Einpersonenhaushalte) eine Zunahme von 7 bzw. 15 %. Der Anteil der Einpersonenhaushalte an allen Privathaushalten (Mikrozensus 1970: 26,6 %) würde nach dieser Annahme 1975 28,2 % und 1980 29,4 % betragen". (S.19)

Wohnverhältnisse der Personen, die einen Einpersonenhaushalt führen, im Jahr 1968

"Während bei den Eigentümer-Wohnparteien der Anteil der Einpersonenhaushalte mit 11 % relativ klein ist, sind fast ein Viertel, nämlich 23 %, von den Mieter-Wohnparteien und mehr als drei Viertel, nämlich 77 %, der 952 000 Untermieterhaushalte Haushalte von Alleinstehenden.

Bei den alleinlebenden Eigentümern dominieren die Nichterwerbstätigen (...)." (S.86)

"Aussagen qualitativer Art über die Unterscheidung nach Wohnungen und Wohngelegenheiten können nicht gemacht werden, da Wohngelegenheiten zum Teil in Appartementhäusern liegen, die, vom Nichtvorhandensein einer Küche oder Kochnische abgesehen, einen hohen Wohnkomfort aufweisen können.

Nahezu vier Fünftel (77 %) der Untermieter sind alleinlebende Personen, in dieser Kategorie ist der größte Anteil der Alleinstehenden zu finden. Bemerkenswert ist, daß sich darunter relativ viele Arbeiter (30 %) und Angestellte oder Beamte (26 %) befinden, während der Anteil der Nichterwerbstätigen mit 42 % geringer ist als in den anderen Kategorien. (S.87)

Das Wohnen in Untermiete als Not- und Übergangslösung

"Will man nun die Wohnverhältnisse nach einer der allgemeinen Wertschätzung entsprechenden Rangfolge analysieren, so erscheint der Status des Eigentümer am begehrtesten, dann folgt das Mietverhältnis als Hauptmieter und schließlich das Wohnen in Untermiete

In der Praxis ist - wie auch die Gesamtzahl von 12,624 Millionen Mieterhaushalten zeigt - die Wohnung im Hauptmieterverhältnis das für die meisten am ehesten zu realisierende Ziel. Das Wohnen in Untermiete kann dagegen in vielen Fällen nur als Not- oder Übergangslösung angesehen werden.

Legt man die genannte Reihenfolge zugrunde, so zeigt sich eine Benachteiligung der Alleinstehenden. Dem geringen Anteil an Eigentümern steht ein sehr hoher Prozentsatz Untermieter gegenüber."(S.87)

Untermietverhältnisse nach Alter und Geschlecht

"Interessant ist die Aufgliederung nach Wohnverhältnis und Geschlecht der 4,5 Millionen Einpersonenwohnparteien. Jeweils etwa vier Fünftel der Mieter und Eigentümer unter den Einpersonenwohnparteien sind Frauen, aber nur etwas über 40 % der Untermieter. Daraus, und aus den demographischen Ergebnissen, kann geschlossen werden, daß die weiblichen Mieter und Eigentümer überwiegend verwitwet oder geschieden und zum größten Teil älter sind." (S.91)

"Der Hauptanteil der alleinstehenden Untermieter ist bei den 25- bis unter 45jährigen zu finden, während alleinstehende Hauptmieter meist 65 Jahre alt und älter sind (...)." (S.93)

Männer dominieren 1968 das Wohnen in Untermietverhältnissen

"Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Alleinstehenden des jeweiligen Geschlechts leben (...) erheblich mehr Männer als Frauen in Untermiete (50 und 20 %). Diese Erscheinung ist in jeder Altersgruppe zu beobachten.

Es wird durch diese Aufschlüsselung offenbar, daß sich bei beiden Geschlechtern Untermieter in der Hauptsache aus den jüngeren Jahrgängen rekrutieren. Von den männlichen Alleinstehenden im Alter bis 25 Jahren leben sogar 85 % in Untermiete, Frauen in diesem Alter lieben zwar auch zum überwiegenden Teil unter der »Aufsicht« einer Zimmerwirtin, ihr Anteil ist jedoch mit 75 % etwas geringer (...).

(...).

Bei den alleinstehenden Männern läßt sich die Beliebtheit der Untermietverhältnisse (...) erklären mit der stärkeren Orientierung  zum Beruf bzw. zur Ausbildung hin, verbunden mit einem geringeren aktiven Interesse an der häuslichen Gestaltung und Versorgung. Die Häuslichkeit verliert für sie auch insofern an Bedeutung als ihre Aktivitäten überwiegend nach außen gerichtet sind und sie sich im Durchschnitt weniger zu Hause aufhalten als alleinstehende Frauen." (S. 93ff.)

     
 
       
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 12. Oktober 2002
Update: 10. Oktober 2011