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Cornelia Koppetsch: Das Ethos der Kreativen

 
       
     
       
     
       
   

Cornelia Koppetsch in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   

KOPPETSCH, Cornelia (2001): Emanzipierte Frauen vertuschen am meisten.
Sieh an. Niemand vertuscht die Ungleichheit im Haushalt so eifrig wie - emanzipierte Frauen. Wollen sie damit die Männer über die Gleichheit im Beruf hinwegtrösten?,
in: Emma, Juli/August

KOPPETSCH, Cornelia (2011): Symbolanalytiker - ein neuer Expertenstatus?
Einige Thesen zum Wandel akademischer Berufsfelder,
in: Leviathan Heft 3, September

KOPPETSCH, Cornelia (2013): Binde mich!
Die Kernfamilie schlägt zurück: Wie die coolen Singles der 80er ins Abseits gedrängt wurden,
in:
TAZ v. 14.06.

"Noch in den 1980er Jahren galten Singles als Speerspitze des Fortschritts. Sie prägten das Lebensgefühl einer ganzen Generation der »Babyboomer« - also der zwischen 1958 und 1969 Geborenen",

erklärt uns die "Babyboomerin" Cornelia KOPPETSCH. Man fragt sich höchstens, warum die Soziologie so lange geschlafen hat, dass diese Erkenntnis sich erst jetzt langsam verbreitet?

Haben uns Soziologen nicht noch in den 1990er Jahren die Singles als Speerspitze des Fortschritts verkauft, obwohl sich schon Ende der 1980er Jahre die Mentalitäten gewandelt haben? Die Individualisierungsthese von Ulrich BECK und ihre Rezeption in Wissenschaft und Medien wurde auf dieser Website als Ausdruck dieses Mentalitätswandels beschrieben. Dem Klischee von der "Single-Gesellschaft" war von Anfang an eine negative Bedeutung eingeschrieben.

Biografische Illusionen: Singles aus der Baby-Boom-Generation ist ein Kapitel im Buch Die Wiederkehr der Konformität von KOPPETSCH überschrieben. In der taz werden zwei Frauenbiografien - eine westdeutsche Aufsteigerin und eine Ostdeutsche - exemplarisch für den Niedergang der "Single-Kultur" vorgestellt. Es ist wohl kein Zufall, dass ausgerechnet Frauen für diese "biografischen Illusionen" besonders anfällig gewesen sind. Auf dieser Website wurde das anhand der Aufsteigerin Katja KULLMANN dargestellt (mehr auch hier). Frauen konnten noch länger als Männer dem Mythos des Singles als Pionier des flexiblen Kapitalismus nachhängen.

"Doch ab Ende der 1990er Jahre mussten sich die Ideale von Individualismus und Selbstverwirklichung plötzlich auf einem entfesselten kapitalistischen Markt bewähren. (...). Diejenigen, die am Gestus des Politischen festhalten, rücken ins Abseits. Die Angehörigen dieser Generation spalteten sich nun häufiger in »Gewinner«, die den Absprung in die gesicherten Lebensumstände rechtzeitig geschafft haben und nun über ein festes Einkommen, Beruf und meist auch Familie verfügen. Das Vorweisen einer solch »intakten« Familie wird für sie oft zum wichtigen Statusmerkmal innerhalb des eigenen Milieus, aber auch zur Abgrenzung von den prekären Lebenslagen. Dem gegenüber stehen »Verlierer« (...), die in unkonventionellen Lebensformen verblieben sind. Sie bekommen nun die Folgen des Verzichts auf biografische Festlegungen und kollektive Einbindungen in aller Härte zu spüren."

Ein bisschen einfach macht es sich KOPPETSCH schon, wenn sie den Niedergang der Single-Kultur als Ergebnis des entfesselten Marktes beschreibt. Entscheidend haben vielmehr die politischen Weichenstellungen (Hartz IV, Bevölkerungspolitik, "Umbau" des Sozialstaats) zum Niedergang der Single-Kultur beigetragen. Dies wurde detailliert auf single-dasein.de und single-generation.de u. a. anhand der Themen des Monats beschrieben. Dort lässt sich nachlesen, wie Singles politisch ins Abseits gedrängt wurden.

Wer sich als Single darüber Illusionen gemacht hat, der ist auch einer verschnarchten Soziologie aufgesessen.

KOPPETSCH, Cornelia (2014): Die Wiederkehr der Konformität?
Wandel der Mentalitäten – Wandel der Generationen.
in:
Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.49 v. 01.12.

"Globalisierung entlässt den Einzelnen nicht in größere Freiheit, sondern verweist ihn paradoxerweise verstärkt an seine Herkunftsbindungen und damit in die Abhängigkeit von Klasse und Stand zurück. Denn die Ressourcen der Herkunftsfamilie werden in Zukunft voraussichtlich noch wichtiger für die Zuteilung von Lebenschancen. Dies gilt insbesondere auch in finanzieller Hinsicht. Vermögende Eltern können ihre Kinder ein Leben lang – auch in Krisenzeiten – unterstützen. Dadurch wird der Abstand zwischen den Privilegierten und Unterprivilegierten größer: Meist konzentrieren sich Vermögen in den ohnehin schon privilegierten Schichten, was soziale Ungleichheiten in der Kindergeneration vergrößert.
Hier zeigt sich in aller Deutlichkeit: Beschleunigung und Flexibilisierung sind Übergangs- und Durchgangsphänomene. Die globale Netzwerkgesellschaft führt nicht zur Aufhebung, sondern zur Privatisierung von Abhängigkeit und damit auch zur Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich", meint die Soziologin Cornelia KOPPETSCH.

 
       
   

Cornelia Koppetsch im Gespräch

 
       
   

Neu:
GROß, Thomas & Tobias TIMM (2014): "Die Linke ist konservativ geworden".
Normcore: Der Spießer als Avantgardist: Ein Gespräch mit der Soziologin Cornelia Koppetsch über die Sehnsucht nach der bürgerlichen Komfortzone und den Rückzug in die Familie,
in:
Die ZEIT Nr.41 v. 02.10.

 
       
       
   

Die Wiederkehr der Konformität (2013).
Streifzüge durch die gefährdete Mitte
Frankfurt a/M: Campus Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Ängste vor sozialem Abstieg prägen das Lebensgefühl der Mittelschicht. Je größer die Verunsicherung, desto mehr wird die »Mitte« als Hort von Sicherheit und Normalität herbeigesehnt. Anpassung mutiert dabei zur zentralen Strategie im Wettbewerb um Lebenschancen. Zugleich polarisiert sich die Mittelschicht immer mehr. Am unteren Ende kämpfen prekär Beschäftigte gegen den sozialen Abstieg, oben gelingt es dem bildungsorientierten Bürgertum, durch Abgrenzung Besitzstände zu verteidigen. Und dazwischen erhebt das moderne Kleinbürgertum die Selbstoptimierung zur Lebensaufgabe. Die neue Mitte, so das Fazit, ist von Leistungsdruck und Überforderung ebenso geprägt wie von der Rückkehr zu konservativen Werten - was sich nicht zuletzt in der Renaissance alter Rollenmuster in Ehe und Familie spiegelt. Dies hat Folgen für alle, denn der Mittelstand hat als stilbildendes Großmilieu Vorbildfunktion. Cornelia Koppetsch schildert in einer Reihe von Stimmungsbildern, wie sich in dieser Lage Lebensformen und Mentalitäten in unserer Gesellschaft verändern."

Einleitung

Teil 1: Die Mittelschicht

Kapitel 1: Abschied von der Mittelstandsgesellschaft? Eine Skizze deutscher Mentalitäten
Kapitel 2: Selbstbehauptung in der gefährdeten Mitte: Drei Milieus im Umbruch
Kapitel 3: Polarisierung in der Mittelschicht: Transnationalisierung sozialer Ungleichheiten
Kapitel 4: Die erschöpfte Mitte: Psychische Problemlagen in einer individualisierten Gesellschaft

Teil II: Wandel von Lebensformen: Fallstudien

Kapitel 5: Biografische Illusionen: Singles aus der Baby-Boom-Generation
Kapitel 6: Eine Generation der Nesthocker? Junge Berufseinsteiger jenseits von Rebellion und Weltverbesserung
Kapitel 7: Wiederkehr der bürgerlichen Familie? Die Zukunft des Geschlechterverhältnisses

Teil III: Herrschaftskonflikte

Kapitel 8: Neue Expertenkulturen und das Ende gesellschaftlicher Sinngebung
Kapitel 9: Diskretion und Herrschaftswissen: Zur Subjektivierung von Macht in Arbeitswelten
Kapitel 10: Die Wiederkehr der Konformität: Vom Fahrstuhl zur Wagenburg

Zitate:

Die biografischen Illusionen der Baby Boomer-Generation

"Das Single-Leben scheint heute keine attraktive Lebensform mehr zu sein. Galt der Single in den 1980er Jahren als Leitfigur, so wird er heute in der Öffentlichkeit eher als defizitäre Person wahrgenommen (Hradil 2003). Singles sind für Existenzrisiken in Zeiten allgemeiner Unsicherheit besonders anfällig, seien es Risiken der Vereinsamung, des emotionalen Abstiegs und der sozialen Entkopplung. Zwar sind Einkommen und Lebensstandard bei Singles überdurchschnittlich hoch. Allerdings sind sie in ungünstigen Erwerbskonstellationen stärker sozial verwundbar, da sie Gefahr laufen zu »aktiven Verlierern« zu werden, paradoxerweise weil sie die Botschaft der autonomen Lebensführung zu ernst genommen, sich zu lange zu viele Optionen offen gehalten, zu schnell und zu viel riskiert und sich dadurch die Rückkehroption in ein »normales Leben« verbaut haben" (2013, S.93)

Drei Strategien als Reaktion auf Gefährdungsgefühle in der Mittelschicht

"Im Folgenden sollen drei Reaktionen auf Gefährdungsgefühle näher dargestellt werden: Die in der etablierten Mittelschicht (modernes Bürgertum) zu beobachtende Logik des Erbes, die im modernen Kleinbürgertum gewählte Strategie der Selbstoptimierung sowie die in den Milieus der abstiegsgefährdeten Facharbeiter und der männlichen Führungskräfte vorherrschende Reaktion der Beharrung." (2013, S.38)

"Während die Logik des Erbes eine aktive Vergewisserung darstellt und die Strategie der Selbstoptimierung auf Anpassung an flexible Bedingungen zielt, ist die Reaktion der Beharrung defensiv auf das Festhalten am Bestehenden gerichtet." (2013, S.47)

"Die Logik des Erbes, die Strategie der Selbstoptimierung und die Reaktion der Beharrung stellen jeweils lagespezifische Antworten auf Gefährdungsgefühle in der Mittelschicht dar. Die Privilegierten reagieren mit räumlicher und sozialer Selbstabschließung, was sie nicht daran hindert, sich tolerant und liberal zu geben und eine Image der moralischen Überlegenheit zu pflegen. Das können sie sich leisten, weil sie in den teuren Wohnvierteln und den privaten Bildungseinrichtungen meist unter sich bleiben und ihre Toleranzgrenzen nur selten herausgefordert werden. Die modernen Kleinbürger versuchen hingegen, sich an die neuen Ordnungen bedingungslos anzupassen. Sie sehen sich als Speerspitze des flexiblen Kapitalismus, dessen unerbittliche Forderung nach Flexibilität und Mobilität sie bis an die Grenze der Selbstzerstörung verinnerlicht haben. Mit offensiver Ausgrenzung reagieren dagegen die Facharbeiter, die männliche Privilegien notfalls auch mit Gewalt verteidigen (...). Da sie befürchten, morgen nutzlos zu sein, werden Schwächere abgewertet, um sich zu beweisen, dass noch jemand unter ihnen auf der Leiter steht." (2013, S.51)

Die Logik des Erbes der neuen Bürgerlichkeit

"Gemäß der Studie der Friedrich-Ebert Stiftung (Neugebauer 2007: 71ff.) findet sich vor allem in den Milieus der etablierten Leistungsträger (15 Prozent der Bevölkerung), der kritischen Bildungseliten (9 Prozent der Bevölkerung), und des engagierten Bürgertums (10 Prozent der Bevölkerung) eine Affinität zu bürgerlichen Werten (...). Diese Milieus lassen sich somit zurecht dem Mentalitätstypus der neuen Bürgerlichkeit zuordnen. (...).
Wie Beobachtungen und Studien zu »Szenevierteln« wie dem Schanzenviertel in Hamburg oder Prenzlauer Berg und Kreuzberg in Berlin zeigen, vollziehen sich die kleinen bourgeoisen Metamorphosen oft in gemäßigten, sich ehemals als »links« verstehenden Milieus. (...). Die intakte Kleinfamilie wird zum höchsten Ideal der Lebensführung erklärt". (2013, S.39f.)

"Mindestens drei Spielarten der neuen Bürgerlichkeit lassen sich derzeit unterscheiden. Erstens: das aus der Alternativkultur aufgestiegene (...) urbane, meist grün wählende (Walter 2010), linksliberale Ökobürgertum (...). Zweitens: das eher in mittelgroßen Städten angesiedelte, häufig elitär gestimmte Bildungsbürgertum (...). Drittens: das reflexiv wertkonservative Bürgertum, das Familiensinn und Traditionen in einer Zeit der Zunahme von Scheidungen und der »Zersetzung« von Gemeinschaften und Generationsbindungen geltend macht. (...).
Zu den hier gemeinten Gruppen gehören meist höher qualifizierte Beamte und Angestellte, Ärzte, Rechtsanwälte, Professoren, Selbständige mit kleinen Firmen und Freiberufler". (2013, S.41)

Die Strategie der Selbstoptimierung

"Die Bereitschaft zur Selbstoptimierung findet sich insbesondere in projektförmigen Lebenszusammenhängen, die nur über geringe Zeithorizonte bei der Zukunftsplanung verfügen. Diese bewirken eine siutative Bestimmung von Identität und die Bereitschaft zur Identitätsrevision. Wer nach der Logik der Selbstoptimierung handelt, hat die Botschaft des neuen Geistes des Kapitalismus verinnerlicht und versucht, die Kräfte, die sein Leben bewegen, nun durch auf die eigene Persönlichkeit gerichtete Anstrengungen beherrschbar zu machen.
Vermutlich ist die Strategie der Selbstoptimierung in unterschiedlichen sozialen Gruppen anzutreffen. Doch ist davon auszugehen, dass sie sich vor allem in solchen Milieus zeigt, die zwar über Aufstiegschancen verfügen, sich jedoch mangels realer Kontroll- und Einflussmöglichkeiten verstärkt an die Projektlogik anpassen müssen. Berufsfeldstudien belegen, dass die Strategie der Selbstoptimierung hauptsächlich in solchen Gruppen sichtbar wird, die Pierre Bourdieu als modernes Kleinbürgertum bezeichnete (1982: 561ff.) und die in den letzten Jahren als »Kreative« oder »ökonomische Kulturvermittler« besondere Aufmerksamkeit erlangten." (2013, S.43f.)

"Die modernen Kleinbürgerinnen und Kleinbürger nehmen hinsichtlich der Planbarkeit von Lebens- und Zukunftsentwürfen eine Mittelstellung ein. Sie arbeiten und leben in Projekten und sind insofern kurzfristigen Erwartungshorizonten ausgesetzt. Gleichzeitig sind sie jedoch in der Lage, die daraus resultierenden Unsicherheiten bis zu einem gewissen Grad aufzufangen, indem sie ihre Kompetenzen und Netzwerke vervielfältigen. Sie machen aus der Not sogar eine Tugend und geben die gesellschaftlichen Forderungen nach Flexibilität und Initiative als Persönlichkeitsideale aus, wobei sie problematischen Aspekte ausblenden. Das Bekenntnis zum lebenslangen Lernen tritt an die Stelle früherer Loyalitäts- und Konformitätspflichten (...).
Diese Fähigkeit macht das moderne Kleinbürgertum zur Schlüsselgruppe in einer Gesellschaftsform, in der Wandel auf Dauer gestellt ist und in der Festlegungen gefährlich geworden sind. Sie übernehmen eine Vorreiterrolle bei der gesellschaftlichen Vermittlung des neuen Geistes des Kapitalismus." (2013, S.46)

Die Reaktion der Beharrung

"Sie findet sich vor allem in solchen sozialen Gruppen, die durch den gesellschaftlichen Umbruch am stärksten vom Abstieg bedroht sind. Dies gilt gegenwärtig beispielsweise für Facharbeiter, die schrumpfende Sektoren des Arbeitsmarktes besetzen. Zudem weitet sich gerade unter Facharbeitern die Leiharbeit aus. (...).
Für die jungen Facharbeiter geht es dabei um mehr als nur um den Erhalt ihrer Erwerbsposition. Auf dem Spiel steht der harte Kern industriegesellschaftlicher Männlichkeit." (2013, S.47)

Die neue Klassengesellschaft als globale Klassengesellschaft

"Die globale Klassengesellschaft zerfällt in Ausgeschlossene, nationale und transnationale Klassen. Sie spaltet sich in ein transnationales Oben (transnationale Eliten und die obere, kosmopolitische Mittelschicht) ein transnationales Unten (Migranten auf dem informellen Arbeitsmarkt und Geringverdiener) und eine nach wie vor in den nationalen Wirtschafts- und Wohlfahrtsraum eingebundene Mittelschicht, deren Wohlstandsniveau vorläufig noch primär durch innerstaatliche Institutionen geprägt wird." (2013, S.64)

 
     
 
       
   

Rezensionen

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    Nachrichten aus den Innenwelten des Kapitalismus (2011).
    Zur Transformation moderner Subjektivität
    Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

     
       
         
     

    Klappentext

    "Welchen Preis zahlen wir für den beruflichen Erfolg? Macht Arbeit depressiv? Warum sind Individuen zwar durchaus gesellschaftskritisch eingestellt, setzten dies aber selten in Handlungen um? Wie verändert sich die Gesellschaftsordnung unter dem Vorzeichen von Globalisierung? Gibt es eine transnationale Klasse? Leben wir wirklich in einer Wissensgesellschaft? Welche Probleme resultieren aus der Aktivgesellschaft und in welchem Ausmaß verändern sich kollektive Ideale? Brauchen wir eine Gesellschaftskritik der sozialen Beschleunigung? Und: Ist die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht geraten? Diese und andere Fragen werden in den Beiträgen des Bandes aufgegriffen. Es geht um Einblicke in die Innenwelten des Kapitalismus, um Fragen, die auch in der Öffentlichkeit aktuell diskutiert werden. Dadurch möchte der Band einen Beitrag zur Wiederbelebung der Gesellschaftskritik leisten"

     
         
     
           
       

    Die Beiträge des Buches

  • KOPPETSCH, Cornelia - Einleitung: Nachrichten aus den Innenwelten des Kapitalismus

    DÖRRE, Klaus/HÄNEL, Anja/HOLST, Hajo/MATUSCHEK, Ingo - Guter Betrieb, schlechte Gesellschaft? Arbeits- und Gesellschaftsbewusstsein im Prozess kapitalistischer Landnahme

    GOESCHEL, Albrecht - "Wissensgesellschaft": Adaption der Qualifikationen, Mentalitäten und Milieus an den Exportkapitalismus Deutschland

    HARTMANN, Michael - Die transnationale Klasse - Mythos oder Realität

    BECK-GERNSHEIM, Elisabeth - Ware Kind? Kinderwunsch transnational

    SCHMIEDE, Rudi - Macht Arbeit depressiv? Psychische Erkrankungen im flexiblen Kapitalismus

    GRAEFE, Stefanie - Formierte Gefühle - erschöpfte Subjekte

    HAUBL, Rolf - Kalkuliertes Risiko: Kollektive monetäre Ideale im Umbruch

    MÜLLER, Anne-Janine - Die Vermarktung von Träumen. Zur Ökonomie von Castings

    HAHN, Cornelia - Mikrophysik des Konsums. Die (neuen) Gesetze des Kapitalismus, der Körperpflege und der Kosmetikbranche

    ROSA, Hartmut - Entfremdung in der Spätmoderne. Umrisse einer Kritischen Theorie der sozialen Beschleunigung

    LESSENICH, Stephan - Die kulturellen Widersprüche der Aktivgesellschaft

    KOPPETSCH, Cornelia - Gesellschaft aus dem Gleichgewicht? Zur Signalfunktion neuer Bürgerlichkeit

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    Das Ethos der Kreativen (2006).
    Eine Studie zum Wandel von Arbeit und Identität am Beispiel der Werbeberufe
    Konstanz:
    UVK

     
       
         
     

    Klappentext

    "Kreativität, Flexibilität und Authentizität sind wichtige Arbeitstugenden in modernen Industriegesellschaften geworden. Arbeitgeber verlangen von ihren Angestellten beständig mehr Selbstverantwortung und Initiative. Viele Beschäftigte wollen sich in der Arbeit selbst verwirklichen, während der Druck zur Selbstoptimierung und -vermarktung nie so groß war wie heute. Die Kreativen in den Kultur- und Medienberufen verkörpern die Widersprüchlichkeit von Disziplin und Expressivität am deutlichsten: Sie legen bei der Arbeit Werte und Tugenden an den Tag, die Max Weber als protestantische Ethik porträtierte, um in der Freizeit dann expressivem Hedonismus zu frönen. Was wie eine Einebnung des Konfliktpotenzials aussieht, ist jedoch seine Eskalation"

     
         
     
           
       

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    Update: 07. März 2017