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Cornelia Koppetsch: Das Ethos der Kreativen

 
       
     
       
     
       
   

Cornelia Koppetsch in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   

KOPPETSCH, Cornelia (2001): Emanzipierte Frauen vertuschen am meisten.
Sieh an. Niemand vertuscht die Ungleichheit im Haushalt so eifrig wie - emanzipierte Frauen. Wollen sie damit die Männer über die Gleichheit im Beruf hinwegtrösten?,
in: Emma, Juli/August

KOPPETSCH, Cornelia (2011): Symbolanalytiker - ein neuer Expertenstatus?
Einige Thesen zum Wandel akademischer Berufsfelder,
in: Leviathan Heft 3, September

KOPPETSCH, Cornelia (2013): Binde mich!
Die Kernfamilie schlägt zurück: Wie die coolen Singles der 80er ins Abseits gedrängt wurden,
in:
TAZ v. 14.06.

"Noch in den 1980er Jahren galten Singles als Speerspitze des Fortschritts. Sie prägten das Lebensgefühl einer ganzen Generation der »Babyboomer« - also der zwischen 1958 und 1969 Geborenen",

erklärt uns die "Babyboomerin" Cornelia KOPPETSCH. Man fragt sich höchstens, warum die Soziologie so lange geschlafen hat, dass diese Erkenntnis sich erst jetzt langsam verbreitet?

Haben uns Soziologen nicht noch in den 1990er Jahren die Singles als Speerspitze des Fortschritts verkauft, obwohl sich schon Ende der 1980er Jahre die Mentalitäten gewandelt haben? Die Individualisierungsthese von Ulrich BECK und ihre Rezeption in Wissenschaft und Medien wurde auf dieser Website als Ausdruck dieses Mentalitätswandels beschrieben. Dem Klischee von der "Single-Gesellschaft" war von Anfang an eine negative Bedeutung eingeschrieben.

Biografische Illusionen: Singles aus der Baby-Boom-Generation ist ein Kapitel im Buch Die Wiederkehr der Konformität von KOPPETSCH überschrieben. In der taz werden zwei Frauenbiografien - eine westdeutsche Aufsteigerin und eine Ostdeutsche - exemplarisch für den Niedergang der "Single-Kultur" vorgestellt. Es ist wohl kein Zufall, dass ausgerechnet Frauen für diese "biografischen Illusionen" besonders anfällig gewesen sind. Auf dieser Website wurde das anhand der Aufsteigerin Katja KULLMANN dargestellt (mehr auch hier). Frauen konnten noch länger als Männer dem Mythos des Singles als Pionier des flexiblen Kapitalismus nachhängen.

"Doch ab Ende der 1990er Jahre mussten sich die Ideale von Individualismus und Selbstverwirklichung plötzlich auf einem entfesselten kapitalistischen Markt bewähren. (...). Diejenigen, die am Gestus des Politischen festhalten, rücken ins Abseits. Die Angehörigen dieser Generation spalteten sich nun häufiger in »Gewinner«, die den Absprung in die gesicherten Lebensumstände rechtzeitig geschafft haben und nun über ein festes Einkommen, Beruf und meist auch Familie verfügen. Das Vorweisen einer solch »intakten« Familie wird für sie oft zum wichtigen Statusmerkmal innerhalb des eigenen Milieus, aber auch zur Abgrenzung von den prekären Lebenslagen. Dem gegenüber stehen »Verlierer« (...), die in unkonventionellen Lebensformen verblieben sind. Sie bekommen nun die Folgen des Verzichts auf biografische Festlegungen und kollektive Einbindungen in aller Härte zu spüren."

Ein bisschen einfach macht es sich KOPPETSCH schon, wenn sie den Niedergang der Single-Kultur als Ergebnis des entfesselten Marktes beschreibt. Entscheidend haben vielmehr die politischen Weichenstellungen (Hartz IV, Bevölkerungspolitik, "Umbau" des Sozialstaats) zum Niedergang der Single-Kultur beigetragen. Dies wurde detailliert auf single-dasein.de und single-generation.de u. a. anhand der Themen des Monats beschrieben. Dort lässt sich nachlesen, wie Singles politisch ins Abseits gedrängt wurden.

Wer sich als Single darüber Illusionen gemacht hat, der ist auch einer verschnarchten Soziologie aufgesessen.

KOPPETSCH, Cornelia (2014): Die Wiederkehr der Konformität?
Wandel der Mentalitäten – Wandel der Generationen.
in:
Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.49 v. 01.12.

"Globalisierung entlässt den Einzelnen nicht in größere Freiheit, sondern verweist ihn paradoxerweise verstärkt an seine Herkunftsbindungen und damit in die Abhängigkeit von Klasse und Stand zurück. Denn die Ressourcen der Herkunftsfamilie werden in Zukunft voraussichtlich noch wichtiger für die Zuteilung von Lebenschancen. Dies gilt insbesondere auch in finanzieller Hinsicht. Vermögende Eltern können ihre Kinder ein Leben lang – auch in Krisenzeiten – unterstützen. Dadurch wird der Abstand zwischen den Privilegierten und Unterprivilegierten größer: Meist konzentrieren sich Vermögen in den ohnehin schon privilegierten Schichten, was soziale Ungleichheiten in der Kindergeneration vergrößert.
Hier zeigt sich in aller Deutlichkeit: Beschleunigung und Flexibilisierung sind Übergangs- und Durchgangsphänomene. Die globale Netzwerkgesellschaft führt nicht zur Aufhebung, sondern zur Privatisierung von Abhängigkeit und damit auch zur Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich", meint die Soziologin Cornelia KOPPETSCH.

KOPPETSCH, Cornelia (2015): Die Zurückgebliebenen.
Soziologie: Warum wütet die rassistische Gewalt besonders im Osten? Weil die Menschen dort als Rassisten geboren werden? Nein, bestimmt nicht,
in: Freitag Nr.35 v. 27.08.

"Fast eine Million Menschen haben das Land seit 1990 verlassen. Schulen, Läden und Arztpraxen müssen schließen. Häuserzüge verwaisen und Dörfer werden zu Geisterstätten. Zurück bleiben oft nur die Alten, die Sozialhilfeempfänger und diejenigen, die sich im Westen keine Zukunft erhoffen. Die Rückkehr der Wölfe ist nur ein Symbol des Prozesses, der im Amtsdeutsch treffenderweise auch als Renaturalisierung bezeichnet wird",

beschreibt die Soziologin Cornelia KOPPETSCH die Situation im Freistaat Sachsen, das als Hochburg der rassistischen Gewalt gilt.

Neu:
KOPPETSCH, Cornelia (2017): Ich Globus, du Dorf.
Essay: Erbittert kämpfen Kosmopoliten und Traditionalisten darum, was Heimat ist und was sie sein soll. Ihre Werte und Strategien ähneln sich dabei erstaunlich,
in:
Freitag Nr.42 v. 19.10.

Die Soziologin Cornelia KOPPETSCH verortet die neue Klassengesellschaft mittels Heimatbegriff als Riss innerhalb der Mittelschicht und sieht damit das kulturelle Kapital und die Bildung als Motor der neuen deutschen Klassengesellschaft.

"Das Politische kreist in der Gegenwart nicht mehr primär um Verteilungs-, sondern um kulturelle Fragen, um grundlegende Werte wie Individualität oder Gemeinschaft, Freiheit oder Bindung, Öffnung oder Schließung. Und diese kulturellen Fragen spalten nicht etwa zwischen oben und unten, sondern gehen mitten durch die Mittelklasse. Vor allem die bürgerliche Mitte, in der die AfD ihre stärksten Zugewinne, vor allem auf Kosten der CDU, zu verzeichnen hat (...). Die politische Kluft verläuft nun zwischen neuer und alter Mittelklasse, zwischen progressiven und konservativen Milieus, zwischen Modernsierungsbefürwortern und Modernisierungsskeptikern",

meint KOPPETSCH, als ob diese Konfliktlinie neu wäre. Tatsächlich existiert dieser Konflikt bereits seit den 1980er Jahren, nur dass die damalige erfolgreiche Parteibildung der Grünen von der neuen Mittelschicht erwünscht war, während mit der erfolgreichen Parteibildung der AfD erst jetzt eine Gegenbewegung entstanden ist, die von den herrschenden Eliten nicht mehr ignoriert werden kann.

"Der ersten Heimatvorstellung liegt ein kosmopolitisches Selbstverständnis zugrunde (...). Heimat darf demnach nicht zum Ausschluss anderer, nicht zu Differenz und Abgrenzung führen (...).
Demgegenüber geht mit dem Heimat als Schicksal-Modell die Überzeugung einher, Heimat sei in erster Linie etwas für Eingeborene und nicht für Zuwanderer",

schreibt KOPPETSCH. Man darf das nicht als empirische Gegenüberstellung verstehen, sondern es handelt sich hier um die idealtypischen Pole der Debatte, bei der die Ambivalenz dieser beiden Modelle außen vor bleibt. Der Schicksals-Fraktion wird die Furcht vor Überfremdung zugeschrieben:

"So glauben viele »heimatverbundene« Deutsche, dass Einwanderung und die höhere Geburtenrate der »Muslime« mittelfristig zu einer Beherrschung der »deutschen Gesellschaft« durch diese führen würden. Der Schriftsteller Michel Houellebecq hat ein solches Szenario in seinem Roman Unterwerfung entfaltet."

Lange vor Michel HOUELLEBECQ wurde diese Gefahr von Philip LONGMAN ("The Empty Cradle") beschworen, dessen Thesen zur Rückkehr des Patriarchats in Deutschland in den Jahren 2004 und 2006 vom kosmopolitischen Feuilleton ausufernd diskutiert wurde.  

"Hinter dem Kampf um »die Heimat« verbergen sich (...) nicht nur unterschiedliche Begriffe, sondern konkurrierende Gesellschafts- und Lebensauffassungen. Die Schicksalsprotagonisten sehen sich in moralischer, politischer Opposition zur akademischen Mittelklasse, der primären Trägergruppe des Kosmopolitismus.
Die Kosmopoliten wiederum weisen die Vorstellung als Schicksalsgemeinschaft scharf zurück",

beschreibt KOPPETSCH die jeweiligen Ideale, die jedoch auf Basis ganz spezifischer Klasseninteressen vertreten werden. Das wird deutlich, wenn KOPPETSCH die sozialräumliche Exklusivität und damit die Schließung des Lebensraums der angeblich so offenen "kreativen Klasse" (ein anderer Begriff für die akademische Mittelschicht) beschreibt, deren Entstehung KOPPETSCH folgendermaßen schildert:

"Ursprünglich entstand die neue Urbanität mit dem historischen Aufstieg der »zweiten Heimaten« im Zuge der Landflucht der Mittelschichtjugend seit den 1970ern. Angeführt durch Alternativbewegungen und Künstlerszenen hat in Deutschland seit den 1980ern eine Re-Urbanisierung der Innenstädte eingesetzt, deren »kreative Vielfalt« und lebenswerte Eigensinnigkeit sukzessive zum Vorreiter des postindustriellen Lifestyles und urbaner Kultur- und Kreativökonomien geworden sind. Dieser Urbanismus ist seit der Jahrtausendwende ins Visier neoliberaler Gouvernance-Strukturen und des Städtemarketings geraten, welche auf die Herausbildung von Metropolen zielen, die sich mittels ihrer architektonischen Besonderheiten, Geschichtsbilder und Mythologien sowie spezifischen Alltagspraktiken vermarkten sollen. Seine soziale Exklusivität gewinnt dieser Lebensstil jedoch erst durch die wachsende sozialräumliche Polarisierung zwischen den postindustriellen Großstädten als Zentren, in denen sich die akademische Mittelklasse konzentriert, und den Peripherien: alte Industriestädte, Kleinstädte und Dörfer. Von dort wandern die Hochqualifizierten in die Großstädte."

Die heutigen Kosmopoliten, d.h. die Kinder jener Eltern, die von der Bildungsexpansion profitierten, ziehen ihre Grenzen mittels Herkunftsprivilegien und Gentrifizierung INNERHALB Deutschlands:

"Die kosmopolitische Offenheit bewegt sich in engen Grenzen. Offenheit kann man sich leisten, weil man über wirkungsvolle Grenzanlagen verfügt: gentrifizierte Stadtteile, ein sozial und ethnisch hoch selektives Bildungswesen, Zugangsbeschränkungen in Form teurer Freizeiteinrichtungen und Clubs. Die ökonomischen Privilegien schützen wirkungsvoll gegenüber unteren Schichten und Migranten."

Die Umdefinition von Verteilungsfragen in Fragen des richtigen Lebensstils wird von KOPPETSCH zwar genannt, aber nicht als Teil dieser Grenzziehung betrachtet:

"Die Subjekte der akademischen Mittelklasse (...) (begreifen) sich (...) als Träger einer zukunftsweisenden Lebensform (...), die zum gesellschaftlichen Maßstab gelingenden Lebens insgesamt geworden ist. Damit begründen sie ihre Privilegien gegenüber untergeordneten Sozialklassen. Sozioökonomische Ungleichheiten werden dann nicht auf kapitalistische Ausbeutungsverhältnisse, sondern auf Defizite in Kompetenzen, Ethos, in der Alltagsästhetik und insgesamt in der Lebensführung zurückgeführt. Andersgeartete Lebensformen werden entwertet."

Ob der Heimatbegriff geeignet ist, um die gegenwärtigen politischen Konfliktlinien angemessen zu beschreiben, darf bezweifelt werden. Der zentrale politische Konflikt verläuft stattdessen zwischen Umverteilung und Anerkennung.

Ob der Versuch Verteilungsfragen zu Anerkennungsfragen umzudeuten mittel- und langfristig gelingen wird, das ist die spannende Frage. Es könnte gut sein, dass die jetzigen Umdeutungsversuche zu einem erneuten Umbruch in der Parteienlandschaft führen wird. Dann nämlich, wenn die AfD und der Rechtsruck zu neuen Enttäuschungen führt, weil die Erwartungen nicht erfüllt werden können. Dass dieses Scheitern inzwischen bereits gedanklich vorweggenommen wird, zeigt der Beitrag von Thomas STEINFELD in der heutigen SZ, in dem die Rückkehr der "gefährlichen Klassen" nicht ausgeschlossen wird.

KOPPETSCH, Cornelia (2018): Land außer Sicht.
Aufgabe 2018: Wir freuen uns, wenn einem Dorf ein Café eröffnet. Starke Politik gegen schwache Strukturen ist das noch nicht,
in:
Freitag Nr.1 v. 04.01.

Die Soziologin Cornelia KOPPETSCH kritisiert zu Recht die dumme Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten Franz-Walter STEINMEIER, der mit entpolitisierenden Appellen an zivilgesellschaftliches Engagement und Eigenverantwortung die Aufgabe der Politik an die Bürger delegiert.

"Wo gesellschaftliche Strukturen nicht funktionieren, wo Menschen in soziale Notlagen geraten, erschallt in liberalen Gesellschaften reflexhaft der Ruf nach zivilem Engagement, nach Subsidiarität und Eigenverantwortung. Zumeist wird Eigeninitiative dort am lautesten gefordert, wo in Wirklichkeit gar nicht gestaltet werden kann. (...).
Und wo, wie in den schrumpfenden Regionen Ostdeutschlands, unsere gesellschaftliche Existenz gefährdet ist, sollen wir uns fit für die Zukunft machen. Wo wir Entscheidungen treffen müssen, für die wir nicht qualifiziert sind, erleben wir unsere Freiheit als beängstigend. So wird es verständlich, wenn einige nur allzu bereit sind, die falsche Freiheit der liberalen Demokratie gegen den Autoritarismus von rechts einzutauschen",

kritisiert KOPPETSCH, die den französischen Soziologen Émile DURKHEIM zitiert, der in Zeiten der industriegesellschaftlichen Umbrüche die Anomie thematisiert hat, d.h. das was heutzutage als Selbstunternehmertum glorifiziert wird. Damals galt dies dagegen noch als destruktive Kraft, die den gesellschaftlichen Zusammenhang zerstört.

"Nach Angaben im »Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2017« ist die Bevölkerung in den ostdeutschen Flächenländern um 15 Prozent, in Sachsen-Anhalt sogar um 22 Prozent zurückgegangen, und laut Prognosen wird die Bevölkerung bis 2050 weiter schrumpfen. (...).
Wenn (...) selbst die offizielle Politik die Idee der Gesellschaft fallenlässt, leistet sie dem Gefühl des kollektiven Verschwindens in den von niedrigen Geburtenraten, Überalterung und Migration heimgesuchten Regionen noch weiter Vorschub.",

meint KOPPETSCH. Daran ist vieles richtig, aber auch einiges falsch: Bevölkerungsvorausberechnungen bis 2050 sind keine Prognosen und das sollte eine Soziologin auch wissen und nicht selber noch zur weiteren Verängstigung beitragen.

Deutschland ist zwar durch "niedrige Geburtenraten" geprägt, aber nichtsdestotrotz steigt die Geburtenrate und genau das ist in den nächsten Jahren eine große Herausforderung. Das ist jetzt schon besonders deutlich in Sachsen zu sehen, wo die herrschende Politik aufgrund ihrer Unfähigkeit abgestraft wurde und nun ein im Regierungsgeschäft unerfahrener Politiker die Rolle des "Landesvaters" ausfüllen muss, die eine ganze Nummer zu groß ist für dieses letzte Aufgebot der CDU.

Sachsen-Anhalt veröffentlicht in seinem Statistischen Bericht zur natürlichen Bevölkerungsbewegung immer noch die Geburtenfolge innerhalb von Ehen, obwohl seit 2009 die biologische Geburtenfolge erfasst wird. Statistische Rückständigkeit und Bevölkerungsvorausberechnungen, die Bevölkerungsentwicklungen erst Jahre später nur nachvollziehen statt angemessen in Rechnung zu stellen, treffen auf eine Politik, die auf Schrumpfung und Alterung fixiert ist und dadurch den Geburtenanstieg verschlafen hat. Aus der nachfolgenden Tabelle ist die Differenz zwischen tatsächlicher Geburtenentwicklung und prognostizierter Geburtenentwicklung durch die Kultusministerkonferenz (KMK) ersichtlich:

Tabelle: Die Entwicklung der Geburten in Sachsen-Anhalt 2009 - 2016 im Vergleich zur
Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK)
Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Gesamtzahl 17.144 17.300 16.837 16.888 16.797 17.046 17.415 18.093
Geburtenrate (TFR) 1.371,4 1.411,6 1.423,5 1.448,6 1.462,4 1.500,9 1.538,6  
KMK-Prognose   17.323 16.816 16.669 16.218 15.744 15.232 14.691
Differenz   - 23 + 21 + 219 + 579 + 1.302 + 2.183 + 3.402
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt (2016): Bevölkerung und Natürliche
Bevölkerungsbewegung 1990-2015;
Vorausberechnung der Kultusministerkonferenz

Die KMK ist für eine ausreichende Versorgung mit Lehrern zuständig. Wie die Tabelle zeigt, klaffen Realität und politische Prognoseunfähigkeit in steigendem Maße auseinander. Obwohl - oder gerade weil  - die Situation in Ostdeutschland bereits angespannt ist, ist der Geburtenanstieg, der in den nächsten Jahren anhalten wird, wenn eine Wirtschaftskrise nicht zu verstärktem Geburtenaufschub führt, eine Herausforderung, die die neuen Bundesländer kaum bewältigen können. Und sie werden durch Politik und Medien nicht unterstützt, sondern allein gelassen mit diesem Problem.

Fazit: Die Fixierung auf Schrumpfung und Alterung führt dazu, dass die Chancen des gegenwärtigen Geburtenanstiegs ungenutzt bleiben. Der lediglich rhetorische Ruf nach Bildungsinvestitionen hat dazu geführt, dass die bereits vorhandenen gravierenden Probleme im Bereich der Kinderbetreuung und Grundschulversorgung nicht angegangen, sondern ignoriert wurden. Mit Verweis auf die fernere Zukunft wird so die Gegenwart verspielt.

 
       
   

Cornelia Koppetsch im Gespräch

 
       
   

GROß, Thomas & Tobias TIMM (2014): "Die Linke ist konservativ geworden".
Normcore: Der Spießer als Avantgardist: Ein Gespräch mit der Soziologin Cornelia Koppetsch über die Sehnsucht nach der bürgerlichen Komfortzone und den Rückzug in die Familie,
in:
Die ZEIT Nr.41 v. 02.10.

HERPELL, Gabriela (2015): "Freiheit ist kapitalistischer Mainstream".
Die Mittelschicht schafft sich ab, Bildungsabschlüsse verlieren an Wert, und der Neoliberalismus vereinnahmt selbst diejenigen, die ihn bekämpfen sollten - beste Voraussetzungen, um das ganze Gesellschaftssystem ins Wanken zu bringen, meint die Soziologin Cornelia Koppetsch,
in: SZ-Magazin Nr.32 v. 07.08.

Die Soziologin Cornelia KOPPETSCH sieht mit der Generation Maybe eine unpolitische und angepasste Generation heranwachsen:

"Generation Maybe. Die Generation der nach 1975 Geborenen. Sie sind die erste Generation, die mit den Folgen der Globalisierung aufwächst und unter sehr viel schlechteren Bedingungen in das Erwerbsleben einstiegt als ihre Eltern. Dennoch wollen die jungen Leute ihre Probleme nicht im gesellschaftlichen Rahmen deuten."

 
       
       
   

Die Wiederkehr der Konformität (2013).
Streifzüge durch die gefährdete Mitte
Frankfurt a/M: Campus Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Ängste vor sozialem Abstieg prägen das Lebensgefühl der Mittelschicht. Je größer die Verunsicherung, desto mehr wird die »Mitte« als Hort von Sicherheit und Normalität herbeigesehnt. Anpassung mutiert dabei zur zentralen Strategie im Wettbewerb um Lebenschancen. Zugleich polarisiert sich die Mittelschicht immer mehr. Am unteren Ende kämpfen prekär Beschäftigte gegen den sozialen Abstieg, oben gelingt es dem bildungsorientierten Bürgertum, durch Abgrenzung Besitzstände zu verteidigen. Und dazwischen erhebt das moderne Kleinbürgertum die Selbstoptimierung zur Lebensaufgabe. Die neue Mitte, so das Fazit, ist von Leistungsdruck und Überforderung ebenso geprägt wie von der Rückkehr zu konservativen Werten - was sich nicht zuletzt in der Renaissance alter Rollenmuster in Ehe und Familie spiegelt. Dies hat Folgen für alle, denn der Mittelstand hat als stilbildendes Großmilieu Vorbildfunktion. Cornelia Koppetsch schildert in einer Reihe von Stimmungsbildern, wie sich in dieser Lage Lebensformen und Mentalitäten in unserer Gesellschaft verändern."

Einleitung

Teil 1: Die Mittelschicht

Kapitel 1: Abschied von der Mittelstandsgesellschaft? Eine Skizze deutscher Mentalitäten
Kapitel 2: Selbstbehauptung in der gefährdeten Mitte: Drei Milieus im Umbruch
Kapitel 3: Polarisierung in der Mittelschicht: Transnationalisierung sozialer Ungleichheiten
Kapitel 4: Die erschöpfte Mitte: Psychische Problemlagen in einer individualisierten Gesellschaft

Teil II: Wandel von Lebensformen: Fallstudien

Kapitel 5: Biografische Illusionen: Singles aus der Baby-Boom-Generation
Kapitel 6: Eine Generation der Nesthocker? Junge Berufseinsteiger jenseits von Rebellion und Weltverbesserung
Kapitel 7: Wiederkehr der bürgerlichen Familie? Die Zukunft des Geschlechterverhältnisses

Teil III: Herrschaftskonflikte

Kapitel 8: Neue Expertenkulturen und das Ende gesellschaftlicher Sinngebung
Kapitel 9: Diskretion und Herrschaftswissen: Zur Subjektivierung von Macht in Arbeitswelten
Kapitel 10: Die Wiederkehr der Konformität: Vom Fahrstuhl zur Wagenburg

Zitate:

Die biografischen Illusionen der Baby Boomer-Generation

"Das Single-Leben scheint heute keine attraktive Lebensform mehr zu sein. Galt der Single in den 1980er Jahren als Leitfigur, so wird er heute in der Öffentlichkeit eher als defizitäre Person wahrgenommen (Hradil 2003). Singles sind für Existenzrisiken in Zeiten allgemeiner Unsicherheit besonders anfällig, seien es Risiken der Vereinsamung, des emotionalen Abstiegs und der sozialen Entkopplung. Zwar sind Einkommen und Lebensstandard bei Singles überdurchschnittlich hoch. Allerdings sind sie in ungünstigen Erwerbskonstellationen stärker sozial verwundbar, da sie Gefahr laufen zu »aktiven Verlierern« zu werden, paradoxerweise weil sie die Botschaft der autonomen Lebensführung zu ernst genommen, sich zu lange zu viele Optionen offen gehalten, zu schnell und zu viel riskiert und sich dadurch die Rückkehroption in ein »normales Leben« verbaut haben" (2013, S.93)

Drei Strategien als Reaktion auf Gefährdungsgefühle in der Mittelschicht

"Im Folgenden sollen drei Reaktionen auf Gefährdungsgefühle näher dargestellt werden: Die in der etablierten Mittelschicht (modernes Bürgertum) zu beobachtende Logik des Erbes, die im modernen Kleinbürgertum gewählte Strategie der Selbstoptimierung sowie die in den Milieus der abstiegsgefährdeten Facharbeiter und der männlichen Führungskräfte vorherrschende Reaktion der Beharrung." (2013, S.38)

"Während die Logik des Erbes eine aktive Vergewisserung darstellt und die Strategie der Selbstoptimierung auf Anpassung an flexible Bedingungen zielt, ist die Reaktion der Beharrung defensiv auf das Festhalten am Bestehenden gerichtet." (2013, S.47)

"Die Logik des Erbes, die Strategie der Selbstoptimierung und die Reaktion der Beharrung stellen jeweils lagespezifische Antworten auf Gefährdungsgefühle in der Mittelschicht dar. Die Privilegierten reagieren mit räumlicher und sozialer Selbstabschließung, was sie nicht daran hindert, sich tolerant und liberal zu geben und eine Image der moralischen Überlegenheit zu pflegen. Das können sie sich leisten, weil sie in den teuren Wohnvierteln und den privaten Bildungseinrichtungen meist unter sich bleiben und ihre Toleranzgrenzen nur selten herausgefordert werden. Die modernen Kleinbürger versuchen hingegen, sich an die neuen Ordnungen bedingungslos anzupassen. Sie sehen sich als Speerspitze des flexiblen Kapitalismus, dessen unerbittliche Forderung nach Flexibilität und Mobilität sie bis an die Grenze der Selbstzerstörung verinnerlicht haben. Mit offensiver Ausgrenzung reagieren dagegen die Facharbeiter, die männliche Privilegien notfalls auch mit Gewalt verteidigen (...). Da sie befürchten, morgen nutzlos zu sein, werden Schwächere abgewertet, um sich zu beweisen, dass noch jemand unter ihnen auf der Leiter steht." (2013, S.51)

Die Logik des Erbes der neuen Bürgerlichkeit

"Gemäß der Studie der Friedrich-Ebert Stiftung (Neugebauer 2007: 71ff.) findet sich vor allem in den Milieus der etablierten Leistungsträger (15 Prozent der Bevölkerung), der kritischen Bildungseliten (9 Prozent der Bevölkerung), und des engagierten Bürgertums (10 Prozent der Bevölkerung) eine Affinität zu bürgerlichen Werten (...). Diese Milieus lassen sich somit zurecht dem Mentalitätstypus der neuen Bürgerlichkeit zuordnen. (...).
Wie Beobachtungen und Studien zu »Szenevierteln« wie dem Schanzenviertel in Hamburg oder Prenzlauer Berg und Kreuzberg in Berlin zeigen, vollziehen sich die kleinen bourgeoisen Metamorphosen oft in gemäßigten, sich ehemals als »links« verstehenden Milieus. (...). Die intakte Kleinfamilie wird zum höchsten Ideal der Lebensführung erklärt". (2013, S.39f.)

"Mindestens drei Spielarten der neuen Bürgerlichkeit lassen sich derzeit unterscheiden. Erstens: das aus der Alternativkultur aufgestiegene (...) urbane, meist grün wählende (Walter 2010), linksliberale Ökobürgertum (...). Zweitens: das eher in mittelgroßen Städten angesiedelte, häufig elitär gestimmte Bildungsbürgertum (...). Drittens: das reflexiv wertkonservative Bürgertum, das Familiensinn und Traditionen in einer Zeit der Zunahme von Scheidungen und der »Zersetzung« von Gemeinschaften und Generationsbindungen geltend macht. (...).
Zu den hier gemeinten Gruppen gehören meist höher qualifizierte Beamte und Angestellte, Ärzte, Rechtsanwälte, Professoren, Selbständige mit kleinen Firmen und Freiberufler". (2013, S.41)

Die Strategie der Selbstoptimierung

"Die Bereitschaft zur Selbstoptimierung findet sich insbesondere in projektförmigen Lebenszusammenhängen, die nur über geringe Zeithorizonte bei der Zukunftsplanung verfügen. Diese bewirken eine siutative Bestimmung von Identität und die Bereitschaft zur Identitätsrevision. Wer nach der Logik der Selbstoptimierung handelt, hat die Botschaft des neuen Geistes des Kapitalismus verinnerlicht und versucht, die Kräfte, die sein Leben bewegen, nun durch auf die eigene Persönlichkeit gerichtete Anstrengungen beherrschbar zu machen.
Vermutlich ist die Strategie der Selbstoptimierung in unterschiedlichen sozialen Gruppen anzutreffen. Doch ist davon auszugehen, dass sie sich vor allem in solchen Milieus zeigt, die zwar über Aufstiegschancen verfügen, sich jedoch mangels realer Kontroll- und Einflussmöglichkeiten verstärkt an die Projektlogik anpassen müssen. Berufsfeldstudien belegen, dass die Strategie der Selbstoptimierung hauptsächlich in solchen Gruppen sichtbar wird, die Pierre Bourdieu als modernes Kleinbürgertum bezeichnete (1982: 561ff.) und die in den letzten Jahren als »Kreative« oder »ökonomische Kulturvermittler« besondere Aufmerksamkeit erlangten." (2013, S.43f.)

"Die modernen Kleinbürgerinnen und Kleinbürger nehmen hinsichtlich der Planbarkeit von Lebens- und Zukunftsentwürfen eine Mittelstellung ein. Sie arbeiten und leben in Projekten und sind insofern kurzfristigen Erwartungshorizonten ausgesetzt. Gleichzeitig sind sie jedoch in der Lage, die daraus resultierenden Unsicherheiten bis zu einem gewissen Grad aufzufangen, indem sie ihre Kompetenzen und Netzwerke vervielfältigen. Sie machen aus der Not sogar eine Tugend und geben die gesellschaftlichen Forderungen nach Flexibilität und Initiative als Persönlichkeitsideale aus, wobei sie problematischen Aspekte ausblenden. Das Bekenntnis zum lebenslangen Lernen tritt an die Stelle früherer Loyalitäts- und Konformitätspflichten (...).
Diese Fähigkeit macht das moderne Kleinbürgertum zur Schlüsselgruppe in einer Gesellschaftsform, in der Wandel auf Dauer gestellt ist und in der Festlegungen gefährlich geworden sind. Sie übernehmen eine Vorreiterrolle bei der gesellschaftlichen Vermittlung des neuen Geistes des Kapitalismus." (2013, S.46)

Die Reaktion der Beharrung

"Sie findet sich vor allem in solchen sozialen Gruppen, die durch den gesellschaftlichen Umbruch am stärksten vom Abstieg bedroht sind. Dies gilt gegenwärtig beispielsweise für Facharbeiter, die schrumpfende Sektoren des Arbeitsmarktes besetzen. Zudem weitet sich gerade unter Facharbeitern die Leiharbeit aus. (...).
Für die jungen Facharbeiter geht es dabei um mehr als nur um den Erhalt ihrer Erwerbsposition. Auf dem Spiel steht der harte Kern industriegesellschaftlicher Männlichkeit." (2013, S.47)

Die neue Klassengesellschaft als globale Klassengesellschaft

"Die globale Klassengesellschaft zerfällt in Ausgeschlossene, nationale und transnationale Klassen. Sie spaltet sich in ein transnationales Oben (transnationale Eliten und die obere, kosmopolitische Mittelschicht) ein transnationales Unten (Migranten auf dem informellen Arbeitsmarkt und Geringverdiener) und eine nach wie vor in den nationalen Wirtschafts- und Wohlfahrtsraum eingebundene Mittelschicht, deren Wohlstandsniveau vorläufig noch primär durch innerstaatliche Institutionen geprägt wird." (2013, S.64)

 
     
 
       
   

Rezensionen

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    Nachrichten aus den Innenwelten des Kapitalismus (2011).
    Zur Transformation moderner Subjektivität
    Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

     
       
         
     

    Klappentext

    "Welchen Preis zahlen wir für den beruflichen Erfolg? Macht Arbeit depressiv? Warum sind Individuen zwar durchaus gesellschaftskritisch eingestellt, setzten dies aber selten in Handlungen um? Wie verändert sich die Gesellschaftsordnung unter dem Vorzeichen von Globalisierung? Gibt es eine transnationale Klasse? Leben wir wirklich in einer Wissensgesellschaft? Welche Probleme resultieren aus der Aktivgesellschaft und in welchem Ausmaß verändern sich kollektive Ideale? Brauchen wir eine Gesellschaftskritik der sozialen Beschleunigung? Und: Ist die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht geraten? Diese und andere Fragen werden in den Beiträgen des Bandes aufgegriffen. Es geht um Einblicke in die Innenwelten des Kapitalismus, um Fragen, die auch in der Öffentlichkeit aktuell diskutiert werden. Dadurch möchte der Band einen Beitrag zur Wiederbelebung der Gesellschaftskritik leisten"

     
         
     
           
       

    Die Beiträge des Buches

  • KOPPETSCH, Cornelia - Einleitung: Nachrichten aus den Innenwelten des Kapitalismus

    DÖRRE, Klaus/HÄNEL, Anja/HOLST, Hajo/MATUSCHEK, Ingo - Guter Betrieb, schlechte Gesellschaft? Arbeits- und Gesellschaftsbewusstsein im Prozess kapitalistischer Landnahme

    GOESCHEL, Albrecht - "Wissensgesellschaft": Adaption der Qualifikationen, Mentalitäten und Milieus an den Exportkapitalismus Deutschland

    HARTMANN, Michael - Die transnationale Klasse - Mythos oder Realität

    BECK-GERNSHEIM, Elisabeth - Ware Kind? Kinderwunsch transnational

    SCHMIEDE, Rudi - Macht Arbeit depressiv? Psychische Erkrankungen im flexiblen Kapitalismus

    GRAEFE, Stefanie - Formierte Gefühle - erschöpfte Subjekte

    HAUBL, Rolf - Kalkuliertes Risiko: Kollektive monetäre Ideale im Umbruch

    MÜLLER, Anne-Janine - Die Vermarktung von Träumen. Zur Ökonomie von Castings

    HAHN, Cornelia - Mikrophysik des Konsums. Die (neuen) Gesetze des Kapitalismus, der Körperpflege und der Kosmetikbranche

    ROSA, Hartmut - Entfremdung in der Spätmoderne. Umrisse einer Kritischen Theorie der sozialen Beschleunigung

    LESSENICH, Stephan - Die kulturellen Widersprüche der Aktivgesellschaft

    KOPPETSCH, Cornelia - Gesellschaft aus dem Gleichgewicht? Zur Signalfunktion neuer Bürgerlichkeit

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    Das Ethos der Kreativen (2006).
    Eine Studie zum Wandel von Arbeit und Identität am Beispiel der Werbeberufe
    Konstanz:
    UVK

     
       
         
     

    Klappentext

    "Kreativität, Flexibilität und Authentizität sind wichtige Arbeitstugenden in modernen Industriegesellschaften geworden. Arbeitgeber verlangen von ihren Angestellten beständig mehr Selbstverantwortung und Initiative. Viele Beschäftigte wollen sich in der Arbeit selbst verwirklichen, während der Druck zur Selbstoptimierung und -vermarktung nie so groß war wie heute. Die Kreativen in den Kultur- und Medienberufen verkörpern die Widersprüchlichkeit von Disziplin und Expressivität am deutlichsten: Sie legen bei der Arbeit Werte und Tugenden an den Tag, die Max Weber als protestantische Ethik porträtierte, um in der Freizeit dann expressivem Hedonismus zu frönen. Was wie eine Einebnung des Konfliktpotenzials aussieht, ist jedoch seine Eskalation"

     
         
     
           
       

    Rezensionen

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    Update: 16. Juni 2018