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Gerhard Amendt: Das Leben unerwünschter Kinder

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1939 in Frankfurt geboren
      Zwillingsbruder von Günter Amendt
      1976 Mitbegründer des ersten Bremer Frauenhauses
    • 1976-1984 Leiter der Pro Familia in Bremen
      1992 Buch "Das Leben unerwünschter Kinder"
    • 2004 Buch "Scheidungsväter"
    • emeritierte Professor für Geschlechter- und Generationenforschung der Universität Bremen
 
       
     
       
   

Gerhard Amendt in seiner eigenen Schreibe

 
   

AMENDT, Gerhard (2004): Das Schweigen der Männer.
Softies unter nadelnden Weihnachtsbäumen: Herrscht im Geschlechterkampf noch immer 1968?
in: Welt v. 23.12.

Nachdem sich der Tagesspiegel dem Sorgenkind "Patchworkfamilie" gewidmet hat, nimmt sich nun Antifeminist Gerhard AMENDT des Sorgenkindes Mann an. AMENDT widmet sich dem ausgestorbenen Exemplar Softie, der bereits vor Jahren vom Zaungast Reinhard MOHR zu Grabe getragen worden ist. Aber da unsere Zombie-Feuilletons nostalgisch an 1968 hängen, darf der Softie weiterhin das Feindbild jener Restauratoren darstellen, die meinen vor 1968 war alles besser - zumindest für die Männer.

Wie bereits im antifeministischen Leitmedium Merkur, wo sich Jörg LAU als "Männerphantasien"-Geschädigter outete, haut nun AMENDT in die gleiche Kerbe:

"Die Softies verkörpern kein Männlichkeitsideal mehr, weil Männer sich nicht verleugnen wollen und die Frauen diesen Typ obendrein nicht mehr nachfragen",

tönt es trotzig. Im Subtext der Debatten um Männlichkeit und Weiblichkeit geht es jedoch um etwas ganz anderes: die erwerbstätige Frau mit ihrer finanziellen Unabhängigkeit hat das Geschlechterverhältnis verändert. Nicht mehr Gewalt, sondern Aushandlung ist nunmehr die Grundlage. Die Verweigerung der Anerkennung dieses neuen Geschlechterverhältnisses als gesellschaftlichem Fortschritt ist jener archimedische Punkt, um den sich das Krisengerede dreht.

AMENDT, Gerhard (2007): Zweierlei Maß für Frauen und Männer.
Abtreibung und Vaterschaftstest,
in: Welt v. 19.02.

Wenn Frauen schon straffrei abtreiben dürfen, dann sollten Männer wenigstens straffrei Vaterschaftstests durchführen lassen können, fordert Gerhard AMENDT.

AMENDT, Gerhard (2008): Kindes Feind.
Ein beklagenswerter Vater,
in: Welt v. 05.04.

AMENDT, Gerhard (2009): Der Mythos von der braven Frau.
Vertreterinnen des vermeintlich schwachen Geschlechts sind ebenso gewalttätig wie Männer. Das ist einer der Gründe, warum Frauenhäuser abgeschafft werden sollten. Sie sind ein Hort des Männerhasses,
in: Welt v. 17.06.

Neu:
AMENDT, Gerhard (2010): Frauen schlagen häufiger.
Wenn es um Gewalt in der Familie geht, gelten ausschließlich die Männer als Täter. Dabei zeichnen alle Studien ein ganz anderes Bild
in: Welt v. 11.11.

 
       
   

Gerhard Amendt im Gespräch

 
   
FACTS-Titelgeschichte: Rechtlose Väter, knallharte Mütter.
Das neue Scheidungsrecht ist gescheitert

ALTHAUS, Nicole (2004): "Die Richter müssen umlernen".
Diskriminierte Männer, durchtriebene Frauen: Der deutsche Soziologe Gerhard Amendt über ganz normale Scheidungskriege,
in: Facts Nr.49 v. 02.12.

 
       
   

Gerhard Amendt in der Debatte

 
   

OESTREICH, Heide (2009): Männerhaus gesucht.
Der Bremer Männerrechtler Gerhard Amendt will die Frauenhäuser abschaffen,
in: TAZ v. 23.06.

Heide OESTREICH reagiert auf einen Welt-Artikel von Gerhard AMENDT

 
       
   

Scheidungsväter (2006).
Wie Männer die Trennung von ihren Kindern erleben

Frankfurt a/M: Campus Verlag (zuerst 2004 bei Ikarus Verlag)

 
   
     
 

Klappentext

"Heute wird fast jede zweite Ehe geschieden, in mehr als der Hälfte davon gibt es Kinder. Zumeist leben die Kinder dann bei der Mutter, während Väter häufig um die Zeit mit ihren Kindern kämpfen müssen: Doch dieser Kampf lohnt sich, denn Kinder brauchen ihre Väter, so wie Väter ihre Kinder. Immer noch herrscht der Mythos vor, Väter würden nach der Scheidung die Mutter mit den Kindern allein lassen. Gerhard Amendt widerlegt diese Sicht. Väter kämpfen oft darum, ihr Leben mit den Kindern möglichst so fortzuführen, wie sie es aus dem Familienalltag gewohnt waren. Sie leiden unter den seltenen Besuchen ihrer Kinder und viele trauern um das Ende des Familienlebens. Die in diesem Buch zu lesenden Erfahrungsberichte von geschiedenen wie getrennten Vätern machen deutlich: Auf Seiten der Gerichte, der Jugendämter und der helfenden Berufe ist ein Umdenken erforderlich. Denn obwohl nach Familienrecht Vater und Mutter gleichwertige, wenn auch unterschiedliche Bedeutung für ihre Kinder haben, fehlt in der Praxis oft das Verständnis für die Männer nach der Trennung."

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

ROELLECKE, Gerd (2007): Was Scheidungsväter von anderen Vätern unterscheidet.
Gerhard Amendt beschreibt anhand von fünfzehn aufschlussreichen Fallbeispielen, wie Männer die Trennung von ihren Kindern erleben,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.07.

ROELLECKE findet das Buch Scheidungsväter des Antifeministen Gerhard AMENDT gut, obwohl "der Verfasser nicht versucht, die Benachteiligung der Scheidungsväter im Vergleich zu den Scheidungsmüttern statistisch zu untermauern." Man könne nach der Lektüre "Scheidungen - auch die eigene - besser beurteilen".

 
       
   

Das Leben unerwünschter Kinder (1992).
(zusammen mit Michael Schwarz)

Frankfurt a/M: Fischer Verlag (vergriffen)

 
   
     
 

Klappentext

"Kinder, die von ihren Eltern nicht erwünscht sind, haben häufig ein bedrückendes Schicksal. Der grundlegende emotionale Mangel in der Eltern-Kind-Beziehung schlägt sich in vielen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen nieder. Die Glücksfähigkeit ist ein Leben lang eingeschränkt. Unerwünscht sein spielt auch beim Kindesmißbrauch und bei elterlicher Gewalt eine entscheidende Rolle."

Stimmen zum Buch

"Wie sehr das Problem verdrängt wird, das erfuhren die Bremer Autoren schon vor gut zehn Jahren. Damals, nach der Reform des Paragraphen 218, hatte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die beiden beauftragt, das Schicksal von Unerwünschten zu untersuchen. Die Kölner Behörde wollte wissen, wie die Lebenschancen jener Kinder sind, deren Mütter sich nach einer Beratung zum Austragen der Schwangerschaft entschlossen.
Doch die Arbeit, schon 1980 abgeschlossen, wurde nie veröffentlicht: »Die Auftraggeber waren über unsere Ergebnisse entsetzt«, berichtet Amendt, »denn die Studie sollte die Akzeptanz für den Paragraphen 218 erhöhen. Wir aber kamen zu dem Schluß, daß die Abtreibung freigegeben werden sollte.«
(...).
Für Amendt trägt die Tabuisierung (...) dazu bei, daß Eltern ihre ablehnenden Gefühle in Gewalt gegen ihre Kinder umsetzen, wie zahlreiche Fälle in den überlasteten Kinderschutzzentren bewiesen.
Der Soziologe fordert »ein soziales Klima, in dem Eltern offen über ihre ablehnenden Gefühle reden können«, zum Beispiel Eltern-oder Frauengruppen, angesiedelt bei Pro Familia oder Caritas. Mit restriktiven Abtreibungsgesetzen jedenfalls sei Mutterliebe nicht zu erzwingen. Nicht einmal vor Gericht."
(Spiegel vom 10.09.1990)

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

SPIEGEL (1990): Große Haßgefühle.
Kinder: Unerwünschte Kinder leiden ihr Leben lang unter der Ablehnung durch die Mutter. Das beweisen wissenschaftliche Langzeitstudien,
in: Spiegel,
Nr.37 v. 10.09.

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 24. August 2014
Update: 31. Mai 2015