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Hans-Peter Müller : Das goldene Zeitalter der Ungleichheit für Besserverdienende

 
       
     
       
     
       
   

Hans-Peter Müller in seiner eigenen Schreibe

 
   

BAND, Henri & Hans-Peter MÜLLER (1998): Lebensbedingungen, Lebensformen und Lebensstile. In: Bernhard Schäfers & Wolfgang Zapf (Hrsg.): Handwörterbuch zur Gesellschaft Deutschlands. Opladen: Leske + Budrich 1998, S. 419-427

"Als die moderne Lebensform der Zukunft, die unaufhaltsam auf dem Vormarsch sei, wird mitunter das Singledasein herausgehoben. Definiert man alle juristisch Alleinstehenden, die einen Einpersonenhaushalt führen, als Singles, erreichen die Zahlen dramatische Höhen (...). Singles im engeren Sinne - also Alleinstehende in Einpersonenhaushalten im Alter zwischen 25 und 55 Jahren, die keinen festen Partner haben und aus eigenem Willen und für längere Zeit allein leben wollen - bilden mit 3 % der volljährigen Bevölkerung immer noch eine Minderheit in Deutschland (Hradil 1995). Drastisch angestiegen ist seit den 80er Jahren der Anteil der 25- bis 45jährigen Alleinlebenden, was nicht heißt, daß diese Menschen alle partner- oder kinderlos sind. (...). Zwar wird auch in Zukunft der Anteil der Singles unter den Lebensformen weiter ansteigen; eine Single-Gesellschaft wird es aller Voraussicht nach jedoch nicht geben (Hradil 1995). (...). Auch statistisch gesehen ist die Bundesrepublik eine Paargesellschaft (Rosemarie Nave-Herz), also keine Gesellschaft der Alleinstehenden, aber auch keine ausgeprägte Familiengesellschaft. (...). Nicht allein vom Wertewandel, sondern von der problematischen Vereinbarkeit von Beruf und Familie für beide Partner und der Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse scheinen in Zukunft die größten Zwänge zum Verzicht auf die Gründung einer eigenen Familie und zur Ausbreitung nichtfamilialer Lebensformen auszugehen" (1998, S.425f.), erläutern BRAND & MÜLLER.

MÜLLER, Hans-Peter (2003): Abkehr vom Vater Staat.
Deutschland im Reformherbst,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.10.

Der zynische Lifestyle-Soziologe MÜLLER beklatscht den Sozialabbau:

"Der Prozess der Umstellung wird mit Härten einhergehen. Vielleicht ist diese Erfahrung aber sogar notwendig, wenn die neuen Orientierungen sich auf ganzer Breite gegen das Credo des »Weiter so« durchsetzen sollen".

Wenn es irgendwo ein Credo des Weiter so gibt, dann im Bereich der Lifestyle-Soziologie, die eine selbstgefällige Mittelschicht zum Maßstab für eine Soziologie der Besserverdienenden gemacht hat. Fakt ist jedoch, dass die bevorstehende Polarisierung der Mittelschicht die Grundlagen dieser Lifestyle-Soziologie zerstört und die Soziologie der glänzenden Oberflächen wird sich als das erweisen, was sie ist: eine Schönwetter-Soziologie, deren Individualisierungsthese nicht das Papier wert ist, auf der sie geschrieben steht.

Der Terror der Individualisierungsthese - 20 Jahre Individualisierungsdebatte und die Folgen für Singles

MÜLLER, Hans-Peter (2004): Deutschland im Abstieg?
in: Merkur Nr.664, August, S.721-723

Anlässlich der Bücher von Paul NOLTE ("Generation Reform"), Gabor STEINGART ("Deutschland. Der Abstieg eines Superstars"), Christoph KEES ("Rettet den Kapitalismus!") und Hans-Werner SINN ("Ist Deutschland noch zu retten?") stimmt MÜLLER ein ins Lamento unserer selbstgefälligen Elite. Der Nicht-Elite wird mangelndes Krisenbewusstsein unterstellt. Mit Paul KENNEDY, einem Oswald SPENGLER des Machtzerfalls, sieht MÜLLER dem Abstieg der Großmacht Deutschland ins Auge... 

MERKUR-Sonderheft: Ressentiment!
Zur Kritik der Kultur

MÜLLER, Hans-Peter (2004): Soziale Ungleichheit und Ressentiment,
in: Merkur. Nr.665/666, September/Oktober, S.885-894

MÜLLER, Hans-Peter (2005): Kontrollierte Defensive.
Die große Koalition will an den Schwächen des aufgeblähten Staates herumdoktern. Von einem Sinn für Deutschlands Stärken ist nichts zu spüren,
in: Welt v. 23.11.

"Der globale Kapitalismus wie der betriebswirtschaftliche Managerialismus haben uns obsessiv konzentriert auf Effizienz und Effektivität. Was sich nicht rechnet, gehört abgeschafft. Warum trauen wir uns nicht, diese Vorherrschaft der Mittel über die Zwecke in Deutschland abzuschütteln und Politik nicht länger der Bertelsmann-Stiftung, McKinsey oder Roland Berger zu überlassen?"

fragt der Soziologe Hans-Peter MÜLLER, lehnt aber gleichzeitig eine Beschränkung des Staates auf die Wohlstandssicherung ab:

"Wohlstand sichern - ist das alles? Dann haben wir eigentlich nicht mehr viel zu tun. Trotz der krisenhaften Stagnation, in der sich Deutschland seit den achtziger Jahren, vollends aber seit der teuren Wiedervereinigung befindet, ist es immer noch ein wohlhabendes Land mit einer leistungsfähigen Wirtschaft und einer blühenden Kultur."

MÜLLER fordert den:

"Übergang von der Industriegesellschaft zur demokratischen Informations- und Wissensgesellschaft"

MÜLLER, Hans-Peter (2007): Zur Zukunft der Klassengesellschaft,
in: Merkur Nr.695, März

Der Lifestyle-Soziologe Hans-Peter MÜLLER entdeckt die Vorzüge der Klassengesellschaft.

Neu:
MÜLLER, Hans-Peter (2009): Neue Bürgerlichkeit?
Eine gute Idee, wenn man es sich leisten kann,
in: Merkur Nr.716,
Januar

 
       
   

Hans-Peter Müller im Gespräch

 
   
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Hauptwerke der Ungleichheitsforschung (2003)
(herausgegeben zusammen mit Michael Schmid)

Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
     
 

Klappentext

"Das Nachschlagewerk stellt die wichtigsten Beiträge zur sozialen Ungleichheitsforschung zusammen. Die einzelnen Artikel informieren Leserinnen und Leser über den Entstehungszusammenhang der besprochenen Werke, referieren in kondensierter Form deren thematischen Inhalt und geben Auskunft über ihren Einfluss auf die weitere Diskussion. Auf diese Weise ergibt sich ein ebenso leicht zugänglicher wie umfassender Überblick über eines der zentralen sozialwissenschaftlichen Problem- und Forschungsfelder."

     
 
       
   

Rezensionen

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Hans-Peter Müller in den Medien

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Update: 04. Juni 2015