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Heike Kahlert: Bevölkerung, Geschlecht und Politik

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1962 in Hameln geboren
    • Studium der Soziologie, Volkswirtschaft, Psychologie und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
    • 2006 Mitherausgeberin des Buches "Der demographische Wandel"
    • 2006 Zusammenstellung des Heftes "Politik mit Demographie" der Zeitschrift Berliner Debatte Initial
    • Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für allgemeine Soziologie - Makrosoziologie in Rostock
 
       
     
       
   

Heike Kahlert in ihrer eigenen Schreibe

 
   

KAHLERT, Heike (2006): Emanzipation in der schrumpfenden Gesellschaft.
Der Geburtenrückgang im Fokus der aktuellen Debatten über den demographischen Wandel im deutschen Wohlfahrtsstaat,
in: Berliner Debatte Initial, 17, H.3, S.9-23

BERGER, Peter A. & Heike KAHLERT - Das "Problem" des demographischen Wandels. In: Diesselben (Hg.) Der demografische Wandel. Chancen für die Neuordnung der Geschlechterverhältnisse, Frankfurt a/M: Campus

PROKLA-Thema: "Bevölkerung"
Kritik der Demographie

Neu:
KAHLERT, Heike (2007): Demographische Frage, "Qualität" der Bevölkerung und pronatalistische Politik - ungleichheitssoziologisch betrachtet,
in: Prokla 146, H.1, März

 
       
   

Politik mit Demographie (2006).
Politische Steuerung der Geschlechter- und Generationenverhältnisse im demographischen Wandel
Heft 3
Zeitschrift Berliner Debatte Initial

 
   
     
 

Heike Kahlert zum Zusammenhang von Geburtenrückgang, bürgerlicher Familie und Frauenemanzipation

"Was (...) wäre, wenn die Suche nach Ursachen des Geburtenrückgangs nicht in der Frauenemanzipation, sondern in der sozialen Konstruktion der bürgerlichen Familie selbst begänne? Schließlich spricht vieles dafür, daß diese moderne Institution seit einiger Zeit genau wegen ihrer undemokratischen Verfaßtheit unter Modernisierungsdruck im Hinblick auf mehr Gleichheit ihrer Mitglieder geraten ist. Mit einer solchen Sichtweise muß kein genereller Abschied von der sozialen Institution Familie verbunden sein, wie manche Verfallsszenarien verkünden, wohl aber ein Abschied von der auf asymmetrischen Geschlechterverhältnissen gegründeten bürgerlichen Familie. Aus dieser, hier im folgenden eingenommenen, Perspektive erweist sich der Geburtenrückgang als eine Folge der historisch überholten Form der Familie und der an diese im deutschen Wohlfahrtsstaat geknüpften, historisch ebenfalls überholten Geschlechterkonstruktionen des (männlichen) Ernährers und der (weiblichen) Haus- und Sorgearbeiterin. So betrachtet, ist die als Ursache des Geburtenrückgangs titulierte Frauenemanzipation und der damit verbundene Wandel der Geschlechterverhältnisse eine – wenn auch möglicherweise unintendierte – Folge von Modernisierung und Demokratisierung des herrschenden Geschlechter- und Generationenvertrags. Diese Argumentation stellt auch die aktuell virulente Ursachen-Folgen-Einschätzung in der demographischen Debatte auf den Kopf.
             Meine These lautet: Die Lösung des mit dem Geburtenrückgang verbundenen ‚Problems‘ der schrumpfenden Gesellschaft könnte genau über ein Mehr an Frauenemanzipation und deren verstärkte politische Förderung erreicht werden."
(aus: Emanzipation in der schrumpfenden Gesellschaft)

 
     
 
       
   

Ein Beitrag von single-generation.de zum Thema

Der Geburtenrückgang der Berliner Republik aus Sicht einer Politik für die Mütterelite
Oder: Elisabeth Beck-Gernsheim - Die Kinderfrage heute
 
   

Beiträge des Heftes

BRINK, Nana - Die Avantgarde der Unfruchtbarkeit. Gehen den Deutschen die Kinder aus? Gespräch mit dem Medientheoretiker Norbert Bolz

KAHLERT, Heike - Emanzipation in der schrumpfenden Gesellschaft

CORNELIßEN, Waltraud - Lebensentwürfe: politisch steuerbar?

HUMMEL, Diana - Bevölkerungspolitik in Entwicklungsländern: Geburtenkontrolle als Entwicklungsstrategie?

BUTTERWEGGE, Christoph - Generationengerechtigkeit: Zukunftsverpflichtung oder Kampfbegriff?

BOSBACH, Gerd - Demographische Entwicklung: Realität und mediale Aufbereitung

 
   

Heike Kahlert im WWW

www.soziologie.uni-rostock.de/kahlert.htm
 
   

Weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 30. März 2015