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Karl Ulrich Mayer: Die Wendegeneration

 
       
     
       
     
       
   

Karl Ulrich Mayer in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

Karl Ulrich Mayer im Gespräch

 
   
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Karl Ulrich Mayer  in den Medien

 
   

DÜWEKE, Peter (2005): Deutsche Lebensläufe.
Der Berliner Soziologe Karl Ulrich Mayer hat sie erforscht - und geht nun an die Yale-Universität,
in: Tagesspiegel v. 28.06.

Anlässlich des Weggangs des Soziologen Karl Ulrich MAYER, berichtet DÜWEKE über die deutsche Lebensverlaufstudie, die seit 1983 läuft.

 
       
   

Die Wendegeneration (2009).
Lebensverläufe des Jahrgangs 1971
(zusammen mit Eva Schulze)
Frankfurt a/M: Campus Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Der Jahrgang der 1971 Geborenen ist die erste Generation, die ihren Weg ins Erwachsenenalter im wiedervereinten Deutschland finden musste. Bis zum 18. Lebensjahr waren ihre Lebensverläufe durch die BRD und die DDR geprägt. Was ist aus diesen jungen Frauen und Männer im wiedervereinigten Deutschland geworden? Sind die jungen Ostdeutschen, wie oft angenommen wurde, eine »verlorene Generation« oder haben sie ähnliche Lebensverläufe wie die Westdeutschen? Wie wurden die Westdeutschen von der Flexibilisierung der Arbeitswelt beeinflusst? Wie lange haben sie Heirat und Elternschaft aufgeschoben und warum? Karl Ulrich Mayer und Eva Schulze stellen anhand von biografischen Interviews und Umfragen repräsentative Lebensverläufe und typische Lebensgeschichten vor."

Die Erfolgreichen des Jahrgangs 1971

"Wie wurden Lebensverläufe in den achtziger und neunziger Jahren wahrgenommen? Für Jugendliche aus besser gestellten Elternhäusern hatte offenbar die hedonistisch-ironisch distanzierte Haltung einer »Generation Golf« (Illies 2000 [mehr], Klein 2003 [mehr]) hohen Wiedererkennungswert. Dieser Generation standen viele Wege offen." (2009, S.24)

"Die 1971 geborenen Westdeutschen prägte eine besondere Generationserfahrung. Einerseits erlebten sie ihre Kindheit im Ausklang einer bemerkenswerten Wohlstandsphase und konnten massiv ausgeweitete Bildungschancen nutzen. Sie waren also im Vergleich zu ihren Eltern deutlich privilegiert. Andererseits verbreitete sich eine zunehmende Verunsicherung über den Einkommens-, Status- und Karrierewert des gestiegenen Bildungserfolgs. Die Selbstdeutung der Generation Golf (Illies 2000, Klein 2003) spiegelt diese Mischung von Kindheit und Wohlstandskonsum, ironischer Selbstdistanzierung zu gesellschaftlichen Reformbestrebungen, hedonistischem Anspruchsdenken und einer Desillusionierung über die eigenen Zukunftschancen". (2009, S.90)

"Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Nadja Auermann der Biathlet Sven Fischer, der »Generation Golf«-Autor Florian Illies und der Wirtschaftsminister Freiherr zu Guttenberg [mehr], aber auch der Schriftsteller Jakob Hein [mehr] und der Radprofi Sven Voigt haben eines gemeinsam: Alle sind 1971 geboren und gehören daher zu unserer Wendegeneration. Sie sind das »erfolgreiche« Gesicht dieses Jahrgangs." (2009, S.223 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Der Geburtsjahrgang 1971 – Eine verlorene Generation?

1.1 Daniela Grabner – Lebensverlauf West, René Michel – Lebensverlauf Ost
1.2 Verlorene Generationen? – Mutmaßungen über die Wendegeneration
1.3 Sozialer und wirtschaftlicher Wandel 1971 bis 2005
1.4 Generationen und Lebensverläufe im Systemumbruch
1.5 Annäherungen an den Jahrgang 1971 – Datengrundlagen und Methodik
1.6 Fragestellungen und Gliederung des Buches

2 »Wir haben gelernt, uns zu organisieren« – Kindheit und Jugend in Ost und West

2.1 Rahmenbedingungen und Strukturdaten: Kindheit, Jugend und Schule in Ost und West
2.2 »Ich bin ein ganz normales Fließband-DDR-Kind: Krippe, Kindergarten, erste Klasse, ab in den Hort, die Mutter voll berufstätig« – Kindheit und Jugend im Osten
2.3 »Da war der politische Druck dann ein bisschen groß« – Negative Erfahrungen mit dem Staat
2.4 »Meine Mutter war zu Hause, bis ich 14 war« – Kindheit und Jugend im Westen
2.5 Zusammenfassung

3 Stolpersteine und Schwellen beim Start ins Arbeitsleben

3.1 »Dann stand ich ’89 vor dem Problem: Was mache ich jetzt?« – Übergänge von der Schule über die Ausbildung in den Beruf
3.2 »Dann bin ich aus dem Programm ’rausgefallen« – Brüche nach der Wende: Ostdeutsche Übergänge in den Beruf
3.3 »Alle fünf oder sechs Jahre muss ich etwas Neues machen« – Unfreiwillige und freiwillige Umwege: Westdeutsche Übergänge in den Beruf
3.4 Zusammenfassung

4 »Man hat es im Nachhinein dann doch irgendwie in die Richtung gebogen« – Berufliche Werdegänge nach der Wiedervereinigung

4.1 Drei Debatten: Flexibilisierung, Kompetenzwandel und die Zukunft der betrieblichen Ausbildung
4.2 Berufsentwicklung in West und Ost
4.3 Kompetenzentwicklung und Berufsbiografien
4.4 Zusammenfassung

5 »Beim Thema Heiraten wurde er ganz schnell taub« – Partnerambivalenz und Familienbildung

5.1 Rahmenbedingungen, Einstellungen und Verhalten
5.2 »Wenn Kinder kommen, muss ich erwachsen werden. Das kann dann noch lange dauern!« – Die Später-vielleicht-Väter im Westen
5.3 »Wer keine Kinder hat, wird irgendwie schrullig« – Kinder als Selbstverständlichkeit im Osten
5.4 »Mein Freund, der wollte keine Familie. Das wäre Verantwortung gewesen« – Die aufgezwungene Ambivalenz der Westfrauen
5.5 »Die heutige Familienpolitik ist so beschaffen, dass man die Frau schön in Abhängigkeit hält« – Rückschritt für die Ostfrauen?
5.6 Zusammenfassung

6 Die unvollendete Einheit – Generationserfahrungen vor und nach der Wende

6.1 Kollektiv und Einheitschule vs. Kernfamilie und dreigliedriges Schulsystem
6.2 Stolpersteine und Schwellen – Der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt
6.3 Karriereverläufe und Kompetenzentwicklung
6.4 Die aufgeschobene Familienbildung
6.5 Der Geburtsjahrgang 1971 – Konvergenz oder Divergenz?

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Die Generation Golf in der Jobkrise
 
   

Rezensionen

Neu:
WEYMANN, Ansgar (2010): Biografieforschung,
in: Soziologische Revue, Heft 4, Oktober

 
       
   

Neue Flexibilitäten oder blockierte Gesellschaft? (2004)
Sozialstruktur und Lebensverläufe in Deutschland 1960 - 2000
(zusammen mit Steffen Hillmert)
In: Robert Kecskes/Michael Wagner/Christof Wolf (Hg.) Angewandte Soziologie. Das wissenschaftliche Werk von Jürgen Friedrichs, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, S.129 - 158

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
2 Der Wandel von Sozialstruktur und von Lebensverlaufsmustern in den 60/70er und in den 80/90er Jahren

2.1 "The Golden Age": die sechziger und siebziger Jahre

Bevölkerung und Familie
Bildung und Ausbildung
Arbeitsmarkt
Klassenstruktur
Einmal Standardisierung und zurück: Lebensverlaufsmuster in den sechziger und siebziger Jahren

2.2 Neue Herausforderungen: Strukturwandel und Lebensverlaufsmuster in den achtziger und neunziger Jahren

Bevölkerung und Familie
Bildung und Ausbildung
Arbeitsmarkt
Klassenstruktur
Individualisierung und Pluralisierung? Lebensverlaufsmuster in den achtziger und neunziger Jahren

3 Der Strukturwandel seit 1960 und seine politischen Folgen

3.1 Gibt es zeitliche Bezüge zwischen Prozessen strukturellen Wandels und polit-ökonomischen Perioden?
3.2 (Wie) haben der gesellschaftliche Strukturwandel und die Veränderungen der Lebensverlaufsmuster politische Interessenbildung und politische Spaltungen beeinflusst?
3.3 Strukturwandel und politische Problemzwänge
3.4 Resümee

Zitate:

Der Babyboom

"Die Größe der Gesamtbevölkerung wurde (...) am stärksten durch den Babyboom beeinflusst, der 1957 begann und 1966 abgeschlossen war. Mit 1,08 Millionen Neugeborenen erreichte er seinen Höhepunkt in Jahr 1964. Der Babyboom war einerseits eine Folge der großen Geburtsjahrgänge, die um 1940 geboren wurden, anderseits eine Folge früherer Heiraten und früherer Erstgeburten." (2004, S.131)

"Die nach 1940 Geborenen hatten besonders viele Kinder und heirateten immer früher" (2004, S.136)

Die Gewinner der westdeutschen Bildungsreform und -expansion

"Die sechziger und siebziger Jahre waren die prägenden Jahre für die Geburtsjahrgänge, die ungefähr zwischen 1940 und 1955 geboren wurden. Diese Jahrgänge wurden zunehmend durch Bildungsreform und Bildungsexpansion begünstigt." (2004, S.135)

Bevölkerung und Familie in den 80er/90er Jahre

"Die Familienbildung polarisiert sich: die einen wünschen sich zwei Kinder, und viele der anderen wollen überhaupt keine Kinder (Huinink 1995). Über ein Fünftel aller Frauen bleibt kinderlos." (2004, S.138)

Die Generation Golf

"Für Jugendliche aus besser gestellten Elternhäusern hatte offenbar die hedonistisch-ironisch distanzierte Haltung einer »Generation Golf« hohen Wiedererkennungswert. Dieser Generation standen viele Wege offen, aber vielleicht gerade deswegen wurden Entscheidungen aufgeschoben und Bildungs- und Berufsumwege verfolgt. Für viele der anderen Jugendlichen gestalteten sich die Übergänge ins Erwachsenenleben vorwiegend als Anpassungszwänge an Ausbildungsberufe und Erwerbstätigkeiten, die den eigenen Wünschen oft nicht entsprachen." (2004, S.144)

Sozialstrukturwandel und politische Interessenbildung

"Bislang gibt es wenige Anzeichen dafür, dass sich neue in der Sozialstruktur verortete Gruppen wie z.B. Yuppies aus der Boomphase der »New Economy«, Verlierer der Wiedervereinigung oder der Globalisierung als sichtbare und wirksame politische Gruppierungen etablierten." (2004, S.147)

 
     
 
       
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 19. Oktober 2010
Update: 14. Mai 2015