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Martin Diewald: Soziale Netzwerke

 
       
     
       
     
       
   

Martin Diewald in seiner eigenen Schreibe

 
   

DIEWALD, Martin & Jürgen SCHUPP (2004): Soziale Herkunft, Beziehung zu den Eltern und das kulturelle und soziale Kapital von Jugendlichen. In: Marc Szydlik (HG) Generation und Ungleichheit, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften

POLLMANN-SCHULT, Matthias & Martin DIEWALD (2007): Auswirkungen der Familiengründung auf den Berufsverlauf on Männer,
in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 3, September

POLLMANN-SCHULT & DIEWALD befassen sich in ihrem Beitrag mit dem Einfluss der Partnerschaft und Familiengründung auf die Einkommensverhältnisse von Männern. Auf single-generation.de wurde des Öfteren darauf hingewiesen, dass partnerlose/kinderlose Männer gegenüber Männern in Partnerschaften/Vätern benachteiligt sind. In der Öffentlichkeit kursieren dagegen Vorurteile wie jene von Ulrich GREINER oder Norbert BOLZ, dass Väter gegenüber Kinderlosen benachteiligt seien. Die Untersuchung von POLLMANN-SCHULT & DIEWALD kommt zum Schluss, dass insbesondere qualifizierte Männer von einer Partnerschaft/Elternschaft einkommensmäßig profitieren:

"Bezüglich der zwischenbetrieblichen Aufstiegsmobilität zeigt sich kein signifikanter Unterschied zwischen Vätern und kinderlosen Männern. (...). Dagegen verzeichnen verheiratete Männer und solche in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft signifikant höhere Aufstiegschancen als partnerlose Männer. Wie die Analysen der innerbetrieblichen Einkommensveränderungen zeigen, erfahren Väter jedoch deutlich stärkere innerbetriebliche Einkommenszuwächse als Männer ohne Kinder.
(...).
Ferner weisen die Ergebnisse darauf hin, dass allein lebende Männer geringere innerbetriebliche Einkommenszuwächse verzeichnen als Männer in einer Partnerschaft. Somit scheinen Väter den oben beobachteten Einkommensvorsprung vor allem durch innerbetriebliche Gehaltserhöhungen oder Beförderungen zu erzielen, jedoch weniger durch zwischenbetriebliche Aufstiege, wogegen kinderlose Männer in Partnerschaft ihren Einkommensvorteil gegenüber Single-Männern sowohl über häufigere zwischenbetriebliche Aufstiege als auch überproportional hohe innerbetriebliche Einkommenssteigerungen erlangen. Letzteres ist ein Indiz dafür, dass bereits auf dem Partnerschafts- und Heiratsmarkt eine Selbstselektion stattfindet, der zufolge Männer mit besseren Einkommenschancen eher feste Beziehungen eingehen als solche mit schlechteren Einkommenschancen.

(...).
Der beobachtete Effekt der Familiengründung variiert offensichtlich stark mit dem Qualifikationsniveau der Männer. Während gut qualifizierte Väter überproportional hohe Einkommensanstiege verzeichnen und damit eine Generalisierung von Vorteilen in verschiedenen Lebensbereichen - Privatbereich und Erwerbsarbeit - erfahren, ist für gering qualifizierte Männer kein signifikanter Einkommensanstieg infolge einer Familiengründung zu
beobachten."

 
       
   
Martin Diewald im Gespräch
 
   

Neu:
DEBOVISEK, Mario (2009): "Bedrohtheitsgefühl" wächst.
Gespräch mit Martin Diewald über soziale Unruhen in Deutschland,
in:
DeutschlandRadio v. 02.05.

 
       
   

Martin Diewald in der Debatte

 
   
  • KUNZ, Gabriele (2008): Väter brauchen Geld.
    Die Vorstellung vom Mann als Ernährer der Familie scheint noch in vielen Arbeitgeberköpfen herumzugeistern: Väter verdienen mehr als kinderlose Männer,
    in:
    Psychologie Heute Nr.2, Februar

KUNZ stellt eine Studie von Matthias POLLMANN-SCHULT & Martin DIEWALD vor:

"Das Einkommen von Vätern mit einer Berufsausbildung steigt mit der Anzahl der Kinder und liegt über dem von kinderlosen Männern mit einer Partnerin. Vor allem hochqualifizierte verzeichnen überproportional hohe Einkommensanstiege. Akademiker mit einem Kind verdienen rund vier Prozent mehr als gleich qualifizierte kinderlose Männer, und Akademiker mit zwei Kindern haben einen Einkommensvorsprung von rund sechs Prozent."

Die Studie wurde bereits im September 2007 in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie vorgestellt. Die Ergebnisse bestätigen eindrucksvoll die Kritik von single-generation.de am Single-Mythos, die im Buch Die Single-Lüge ausführlich dargelegt wird.

 
       
   

Soziale Netzwerke und soziale Ungleichheit (2007).
Zur Rolle von Sozialkapital in modernen Gesellschaften
(herausgegeben zusammen mit Jörg Lüdicke)

Verlag für Sozialwissenschaften

 
   
     
 

Klappentext

"Sozialkapital ist in vielfacher Weise mit dem System sozialer Ungleichheit verknüpft. Auf der einen Seite ist die Konstitution individueller Nahumwelten mitbestimmt durch die sozialstrukturelle Einbettung von Personen. Auf der anderen Seite können soziale Ungleichheiten direkt und indirekt durch soziales Kapital produziert werden. Die Beiträge in dem Band beschäftigen sich theoretisch und empirisch mit unterschiedlichen Facetten dieses komplexen Wirkungszusammenhangs. Dabei werden nicht nur individuelle Ungleichheitsmerkmale untersucht, sondern auch Ungleichheitsbedingungen verschiedener Gesellschaften."

     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Die Zivilgesellschaft und der Umbau des Sozialstaats in der "Single-Gesellschaft"

 
   

Martin Diewald im WWW

www.uni-bielefeld.de/soz/we/we3/Diewald/Diewald.htm

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 02. November 2014