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Sabrina Herrmann: Lebensentwürfe junger Singles

 
       
     
       
     
       
   

Sabrina Herrmann in ihrer eigenen Schreibe

 
   

HERRMANN, Sabrina (2011): Pluralisierung von Leitbildern - die Lebensentwürfe junger Singles. In: Kornelia Hahn & Cornelia Koppetsch (Hrsg): Soziologie des Privaten, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, S.227 - 251

 
       
   

Sabrina Herrmann im Gespräch

 
   
fehlt noch
 
       
   

Pluralisierung von Leitbildern - die Lebensentwürfe junger Singles (2011)
In: Kornelia Hahn & Cornelia Koppetsch (Hrsg) Soziologie des Privaten, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, S.227 - 251

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

Methodischer Zugang

Singles zwischen Familien- und Berufsorientierung

Beziehungs- und Familienwunsch - Zwischen Traumpartner und Erziehungsarbeit

Arbeit - Zwischen Selbstverwirklichung und Sicherheit

Pro Familie, pro Beziehung oder Weder-Noch

Diskussion und Ausblick

Zitat:

Singles in der wissenschaftlichen Debatte der 1990er Jahren und die daraus abgeleitete Fragestellung an das heutige Single-Dasein

"Vor allem der Anteil der kinderlosen Alleinlebenden (Singles) zog spätestens ab den 1990er Jahren immer wieder Aufmerksamkeit auf sich (vgl. Hradil 1995, Grötzinger 1994) zum einen konnte man sich (noch) nicht von der eher negativ konnotierten Vorstellung lösen, die von einem traditionellen Familienbild her rührte und den kinderlosen Alleinlebenden Bindungsschwierigkeiten, emotionale Vereinsamung und nicht zuletzt soziale Verantwortungslosigkeit unterstellte. In Anbetracht einer sinkenden bis stagnierenden Geburtenrate, der diesem Tenor folgend vor allem durch Familiengründung begegnet werden konnte und sollte, war ein Single ein hedonistisch orientierter Egoist, »der mehr mit Katzen als mit Kinder spielte« (Opaschowski 1994, S.94). Ein ebenso negatives, wenngleich weniger aggressives Bild stellt Singles als frustrierte und resignierte Menschen dar, die teils trotz ihrer Anstrengungen oder teils aufgrund schlechter Beziehungs- oder Eheerfahrungen nicht das Glück der partnerschaftlichen Zweisamkeit genießen können. In Anbetracht einer immer älter werdenden Gesellschaft wurden Befürchtungen laut, dass Singles im Alter nicht auf familiale Netzwerke und deren Unterstützung zugreifen können, was wiederum gesellschaftliche Folgen für den Sozialstaat nach sich ziehen würde (vgl. Baas et al. 2008b).
Zum anderen wurden Singles als der »Prototyp« der Individualisierung angesehen (vgl. Beck 1986, 1993). (...). Diese An- bzw. Herausforderungen können gerade von kinderlosen Alleinlebenden am leichtesten erfüllt werden, da sie sich weder emotional an eine/n Partner_in gebunden fühlen, noch die Verantwortung für Kinder tragen, deren Versorgung ggf. eine höhere Priorität einnimmt als ein Beschäftigungsverhältnis. In Anbetracht dieser Kontroversen, den Postulaten der Wertepluralisierung und der damit zusammenhängenden Entzauberung (...), stellt sich die Frage, woran sich Singles in der heutigen Zeit eigentlich überhaupt orientieren und warum sie ihr Leben als Single in der heutigen Zeit eigentlich überhaupt orientieren und warum sie ihr Leben so gestalten, wie sie es tun." (2011, S.228f.)

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Der Alleinlebende - Das unbekannte Wesen

 
   

Rezension von single-generation.de

Neu:
HERRMANN, Sabrina (2011): Pluralisierung von Leitbildern - die Lebensentwürfe junger Singles
Eine Kritik der Verengung der Perspektive und eine Würdigung der Erweiterung der Perspektive

 
   

Sabrina Herrmann im WWW

www.leuphana.de/sabrina-herrmann/forschung-projekte.html

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 01. Juli 2012