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Tatjana Fuchs: Haushalt, Familie und soziale Nahbeziehungen

 
       
     
       
   

Tatjana Fuchs in ihrer eigenen Schreibe

 
   

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Tatjana Fuchs im Gespräch

 
   
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Informelle Arbeit und Lebensweisen (2005)
In: Forschungsverbund SOFI, ISF, INFES u.a. (Hrsg) Berichterstattung zur sozioökonomischen Entwicklung in Deutschland. Arbeit und Lebensweisen. Erster Bericht, S.151 - 176
(zusammen mit Dietmar Dathe & Ernst Kistler)

 
   
     
 

Zitate:

Die Auslagerung von Dienstleistungen erfordert die neue Klassengesellschaft

"»Werden (...) Dienstleistungen über den Markt eingekauft, dann müssen (...) große Einkommensunterschiede in Kauf genommen werden. (...)« (...). Während das fordistische Konsummodell seine produktiven Rückkopplungseffekte gerade durch seine breite gesellschaftliche Durchdringung erhielt, setzt die Strategie der Auslagerung von Dienstleistungen gerade auf die Inklusion der einkommensstarken Schicht und die Exklusion der niedrigbezahlten DienstleisterInnen." (2005, S.158)  in der Gesamtbevölkerung blieb sogar weitgehend konstant. Zunehmend Anteile sind dagegen für partnerlose Alleinlebende und Alleinerziehende zu verzeichnen." (2012, S.571)

Die Entwicklung der Haushaltstypen im Zeitvergleich

"Seit Anfang der 70er Jahre hat sich der Anteil der Einpersonenhaushalte kontinuierlich von einem Viertel auf gut ein Drittel erhöht (vgl. Engstler/Menning 2003:34) - ein Faktum, das bis Anfang der 80er Jahre auf einer etwa gleichgewichtigen Zunahme der Haushalte von ledigen und nichtledigen (d.h. in der Regel älteren) Personen basiert und danach fast ausschließlich auf die fortschreitende Verbreitung von ledigen Einpersonenhaushalten ("Singles") zurückzuführen ist. " (2005, S.161)

"Mit einem Anteil von jeweils rund einem Fünftel im Jahr 2001 stellen die »Single-Haushalte« (Alleinlebende unter 65 Jahren) und die jüngeren kinderlosen Paarhaushalte sowohl in den alten wie in den neuen Bundesländern eine weit verbreitete Haushaltsform mit bisher steigender Tendenz dar. Demgegenüber stagniert der Anteil der alleinlebenden Seniorenhaushalte weiterhin mit rund 15 %" (2005, S.162)

Alleinwohnende und  Alleinerziehende, die nicht mit einem Partner zusammenwohnen, in der Sicht der Haushaltsproduktion

"Im Hinblick auf die Haushaltsproduktion verweisen die (...) Entwicklungen darauf, dass haushaltsexterne Austauschbeziehungen auch auf Grund der veränderten Haushaltsstrukturen an Bedeutung gewinnen - weder der wachsende Anteil der Alleinlebenden noch der Alleinerziehenden kann im Bedarfsfall auf haushaltsinterne Unterstützungen zurückgreifen. Unterstellt man eine ausreichende materielle Ausstattung dieser Haushalte bzw. einen ausreichenden Zugang zu entsprechender Infrastruktur, könnte sich die Zunahme von Ein- bzw. Zweipersonenhaushalte volkswirtschaftliche positiv auswirken, da kleine ökonomische Einheiten (...) eine relativ größere Nachfrage entfalten. Gleichzeitig ist für diese Haushalte im Rahmen der Haushaltsproduktion das Verhältnis von Aufwand und Nutzen ungünstiger, da bei vielen Leistungen für dasselbe Ergebnis relativ mehr Zeit und Vorleistungen erbracht werden müssen." (2005, S.163)

Armut betrifft nicht nur Familien, sondern auch Alleinlebende

"Auch unter den Alleinlebenden, ungeachtet ihrer günstigen durchschnittlichen Einkommenslage, ist der Anteil von einkommensarmen Personen ebenfalls hoch - durchgehend höher als in den Paarhaushalten mit Kindern. Eine alleinige Verengung der sozialpolitischen und wissenschaftlichen Diskussion auf das Armutsrisiko von Familien scheint daher nicht angebracht." (2005, S.166)

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Der Alleinlebende - Das unbekannte Wesen

 
       
   

Haushalt, Familie und soziale Nahbeziehungen (2012)
In: Forschungsverbund SOFI, ISF, INFES u.a. (Hrsg) Berichterstattung zur sozioökonomischen Entwicklung in Deutschland. Teilhabe im Umbruch. Zweiter Bericht, S.565 - 595
(zusammen mit Andreas Ebert)

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

1. Haushaltsstrukturen und Erwerbskonstellationen im Zeitverlauf

1.1 Entwicklung der Haushaltsformen
1.2 Entwicklung der Familienformen
1.3 Partnerschafts- und Lebensformen im Wandel
1.4 Erwerbsmuster im Haushalt

2. Soziale Nahbeziehungen

2.1 Verwandtschaftsbeziehungen außerhalb des Haushaltes
2.2 Potenzielle Unterstützungsnetzwerke

3. Materielle Unterversorgung

3.1 Nichtrealisierter Konsums
3.2 Wohnen und Wohnausstattung
3.3 Unterversorgungslage und Deprivationsindex

Zitate:

Verbreitung der Partnerlosigkeit in Deutschland

"Im Jahr 2007 hatten 27,3 % der Westdeutschen und 30,1 % der Ostedeutschen keinen festen Partner. In den neuen Bundesländern entspricht dies einem Anstieg von sieben Prozentpunkten gegenüber 1996 (West: + 2,6 Prozentpunkte). Dabei ist vor allem ein Rückgang verheiratet zusammenlebender Personen festzustellen (...). Zudem wurde der Rückgang ehelicher Zusammenlebensformen nur zu einem Teil von nichtehelichen Partnerschaften kompensiert, die Verbreitung von »living part together« in der Gesamtbevölkerung blieb sogar weitgehend konstant. Zunehmend Anteile sind dagegen für partnerlose Alleinlebende und Alleinerziehende zu verzeichnen." (2012, S.571)

Tabelle: Verbreitung von Partnerlosen in der Bevölkerung im Alter von 18 Jahren und älter; Angaben in Prozent
  Westdeutschland Ostdeutschland insgesamt
1996 2001 2007 1996 2001 2007 1996 2001 2007
kein Partner vorhanden 24,7 26,0 27,3 23,1 26,2 30,1 24,4 26,1 27,8
ohne weiteres volljähriges HM* 16,8 17,9 19,8 15,0 17,7 21,2 16,5 17,8 20,1
mit weiterem volljährigem HM* 7,9 8,2 7,5 8,1 8,5 8,9 7,9 8,2 7,7
Quelle: Andreas Ebert & Tatjana Fuchs 2012, S.571
Erläuterungen: * HM: Haushaltsmitglied; ohne weiteres volljähriges HM = Alleinlebende und Alleinerziehende 

"Insgesamt kann mit den vorliegenden Daten somit die These, dass die abnehmende Bedeutung der Ehe als Partnerschaft durch eine Zunahme an Kohabitation und LAT-Beziehungen fast vollständig kompensiert wurde und wirklich partnerlose Singles nur minimal häufiger wurden (Asendorpf 2008:30f.), nicht bestätigt werden" (2012, Fn4, S.571)

Zunahme 30-39jähriger ostdeutscher Partnerloser zwischen 2001 und 2007 von 19,3 auf 30,5 %

"Im Osten ist (...) seit 1996 - ausgehend von einer den alten Bundesländern sehr ähnlichen Verteilung - eine deutliche rückläufige Verbreitung von Partnerschaftsformen zu beobachten. Hier leben 2007 nur 62 % dieser Altersgruppe mit einem Partner in einem Haushalt zusammen. Insbesondere seit 2001 wuchs der Anteil der 30- bis 39-jährigen Bevölkerung ohne Partner deutlich auf 30,5 % im Jahr 2007 an. (...). Nur noch ein Drittel der ostdeutschen 30- bis 39-Jährigen lebt mit dem Ehepartner im gleichen Haushalt. Dagegen ist in Ostdeutschland in dieser Altersgruppe ein deutlicher Anstieg Alleinlebender ohne Partner festzustellen.

 
     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Der Alleinlebende - Das unbekannte Wesen

 
   

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Update: 18. November 2014