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Boris Michel : Stadt und Gouvernementalität

 
       
     
       
     
       
   

Boris Michel in seiner eigenen Schreibe

 
   
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Boris Michel im Gespräch

 
   
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Stadt und Gouvernementalität (2005).
Einstiege Band 15

Münster: Westfälisches Dampfboot

 
   
 
 

Klappentext

"Die moderne Großstadt gehört der Vergangenheit an! - So die These der aktuellen Diskurse über Urbanisierung. Städte unter dem Vorzeichen postfordistischer Vergesellschaftung scheinen sich durch Fragmentierung, Heterogenität und zunehmende soziale Ungleichheit auszuzeichnen. Überzeugend arbeitet Boris Michel in seinem Einstieg heraus, dass Shopping Malls, Gated Communities und eine repressive städtische Sozial- und Sicherheitspolitik dabei nicht nur Anzeichen einer Privatisierung und Entstaatlichung bislang öffentlicher städtischer Bereiche und Aufgaben sind. Mit Hilfe der an Foucault angelehnten »Gouvernementality Studies« konstatiert er die darin enthaltenen neue Weisen urbanen Regierens und eine Rekonfiguration des Sozialen. Neben den Tendenzen der Fragmentierung skizziert er die dabei auftretenden Bestrebungen der Reorganisation, die als Versuche verstanden werden können, Ordnung und Gemeinschaft in das städtische Chaos zu bringen - allerdings mit erheblichen Folgen."

 
 
       
   
  • Rezensionen

    • Neu:
      KASTNER, Jens (2005): Michel and the City.
      Die Studie »Stadt und Gouvernementalität« fragt danach, wie über die Gemeinschaft regiert wird,
      in: Jungle World Nr.26 v. 29.06.
      • Inhalt:
        KASTNER referiert MICHELs Kernthemen zur postmodernen Stadtentwicklung:

              
          "Michel zeichnet mit den Debatten um New Urbanism, Gated Communities und Malls die drei wichtigsten Tendenzen postfordistischer Stadtentwicklung nach. Er charakterisiert die Bewegung aus ArchitektInnen, StadtplanerInnen und TheoretikerInnen, die sich »New Urbanism« nennt, als »neotraditionalistisch«, weil sie dem chaotischen großstädtischen Moloch das wohlgeformte Kleinstadtidyll entgegensetzt, in dem ein – um mit der Hamburger Rockband Die Sterne zu sprechen – »Themenleben« stattfinden soll. Mit den abgeschlossenen Wohnparks der Reichen, »Gated Communities« genannt, haben diese Konzeptionen vor allem die Angebote der Sinn- und Identitätsstiftung gemeinsam. Neben den Anliegen der Sicherheit und des Prestiges ist Wohnen hier als eine Sache des Lifestyle konzipiert. »Gutes Leben«, so Michel, »wird auf den guten Kontakt zu Menschen in ähnlichen Lagen reduziert.« Offensichtlich mangelt es an Ansätzen, die die ökonomischen Ursachen von Marginalisierungen thematisieren und kulturelle Ausschlüsse als strukturelle Phänomene begreifen."
              
          Die Gemeinsamkeiten der drei Ansätze werden in der Herstellung von Gemeinschaften gesehen, die als Allheilmittel gegen negative Tendenzen wie Kriminalität und Vereinzelung gelten.
              
          Die Folgen sind jedoch Ausgrenzung und die Verschärfung der neuen Armut. Dies gilt sowohl für linke Identitätspolitik als auch für rechte Machtpolitik:
              
          "Wird Ausgrenzung von rechts eher repressiv betrieben, werden von links tendenziell kulturelle Ausschlüsse produziert. Beide Bemühungen aber, Homogenität herzustellen und Spaltungen zu vermeiden, machen den »Kern städtischer Regierungsweisen« aus."
              
          KASTNER geht auf den Ansatz des Londoner Soziologen Nicolas ROSE ein, der im "Regieren durch Gemeinschaft" das zentrale Merkmal neuer städtischer Steuerungspolitiken sieht.
              
          Zum Schluss bleibt bei KASTNER auch nicht unerwähnt, dass soziale Bewegungen durch ihre Identitätspolitiken zu den neuen sozialen Spaltungen beitragen können:
              
          "Dass solche Politik in Wir-Form aber symbolische Mauern baut und dass daraus auch schon mal eingezäunte Wohnviertel werden können, zeigt gerade Michels Buch sehr schön."
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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Update: 05. Juli 2005
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