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Tanja Mühling: Lebenslagen von Niedrigeinkommenshaushalten

 
       
     
       
     
       
   

Tanja Mühling  in ihrer eigenen Schreibe

 
     
       
   

Lebenslagen von Niedrigeinkommenshaushalten - eine Analyse des NIEP (2005).
in: Zeitschrift für Familienforschung, Heft 2, S.167-188

 
   
     
 

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1 Fragestellung
2 Das Niedrigeinkommenspanel als neuere Datenquelle der Armutsforschung
3 Soziodemografische Struktur des Niedrigeinkommenssegments der Bevölkerung Deutschlands
4 Unterversorgungen der Niedrigeinkommenshaushalte in einzelnen Lebenslagen

4.1 Unterversorgungen der Niedrigeinkommenshaushalte im Querschnitt
4.2 Überwindung und Verfestigung von Unterversorgungslagen in den Niedrigeinkommenshaushalten im Zeitverlauf

5 Deprivationsprofile der Niedrigeinkommenshaushalte
6 Zusammenfassung der Befunde aus dem NIEP

Zitate:

Stichprobe des Niedrigeinkommenspanel (NIEP)

"Die Stichprobe umfasst insgesamt 1.922 Haushalte, die zwischen November und Mai 1999 (...) erstmals befragt wurden. Bis Juni 2002 wurden sechs Erhebungswellen durchgeführt." (S.168)

Alleinlebende sind überdurchschnittlich oft unter den Niedrigeinkommenshaushalten vertreten

Quelle: Tanja Mühling 2005, S.172

"Wer (...) mit seinem Ehepartner zusammenlebt und (noch) keine Kinder hat bzw. nur Kinder hat, die schon aus dem elterlichen Haushalt ausgezogen sind, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im unteren Quintil (Anm d.V..: Fünftel) der Einkomensverteilung befinden. Frauen, die alleine leben, sind hingegen überproportional oft in der Stichprobe des Niedrigeinkommenspanels vertreten". (S.173)

Eher allein stehende Rentner als Familien von der Einkommensarmut betroffen

"Wie es scheint, handelt es sich innerhalb des Niedrigeinkommenssegments bei Einkommensarmut eher um Altersarmut (alleinstehende Rentner), als um eine Armut, die mit (minderjährigen Kinder in Familien zu tun hat. Die Menschen, die in einkommensarmen Haushalten leben, sind tendenziell älter als die, die nicht von der Einkommensarmut betroffen sind." (S.175)

Alleinlebende sind überdurchschnittlich oft von Einkommensarmut betroffen

"Alleinlebende Männer und Frauen sowie nichteheliche Lebensgemeinschaften (NEL) ohne Kinder sind überdurchschnittlich von Einkommensarmut betroffen. Offensichtlich fallen Familien, d.h. Alleinerziehende, Ehepaare mit ledigen Kindern und NEL mit ledigen Kidern, demgegenüber häufig in den Bereich der Haushalte, die zwar mit knappen finanziellen Mitteln auskommen müssen, jedoch nicht unmittelbar einkommensarm (...) sind." (S.176)

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den einkommensarmen Alleinlebenden

"Alleinlebende Männer und (Ehe-)Paare ohne Kinder im Haushalt haben i.d.R. ein Sparguthaben, selbst wenn sie sich im Niedrigeinkommensbereich bewegen. Frauen verfügen hingegen überdurchschnittlich oft über keinerlei Rücklagen, insbesondere allein lebende und allein erziehende Frauen leben häufig ohne irgendwelche Ersparnisse." (S.176)

Alleinlebende gehören überdurchschnittlich oft zu den unterversorgten Niedrigeinkommenshaushalten

"Trotz ihrer Zugehörigkeit zum unteren Einkommensquintil (Anm.d.V.: Einkommensfünftel) bleibt eine relativ große Gruppe (ca. 30 %) von eigentlicher Armut verschont. Zu diesen »Unterversorgungsfreien« gehören überdurchschnittlich oft Menschen mit einem hohen Bildungsniveau und einer guten beruflichen Position. Hinsichtlich der Familienform finden sich hier v.a. Ehepaare ohne Kinder.
(...).
Kritisch ist, dass mehr als die Hälfte (ca. 55 %) der Niedrigeinkommenshaushalte zwei oder mehr Problemlagen vereinen. (...). Anhäufungen von Deprivationen finden sich v.a. bei Alleinlebenden, in den neuen Bundesländern und bei Alleinerziehenden." (S.186)

 
     
 
       
   

Rezensionen

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Tanja Mühling im WWW

www.ifb-bamberg.de
 
   

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Update: 27. August 2012