[ Verzeichnis der Single-Forscher/innen ] [ Literaten der Single-Generation ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Uwe Schmidt: Deutsche Familiensoziologie

 
       
     
       
     
       
   

Uwe Schmidt in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • fehlt noch
 
   

Uwe Schmidt im Gespräch

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

Deutsche Familiensoziologie (2002).
Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg
Wiesbaden: Westdeutscher Verlag

 
   
 
 

Klappentext

"Dieses Buch führt umfassend in zentrale Felder der deutschen Familiensoziologie ein. Der erste Teil ist der Deskription der familiensoziologischen Forschung im deutschen Sprachraum nach 1945 gewidmet. Beginnend bei den familiensoziologischen Untersuchungen der vierziger und frühen fünfziger Jahre zur Frage der gesellschaftlichen Integration der Familie und den zentralen familientheoretischen Ansätzen von König und Schelsky, über die schichtspezifische Sozialisationsforschung in den siebziger Jahren bis hin zur Pluralisierung familialer Lebensformen' werden alle zentralen Diskurse der vergangenen mehr als fünfzig Jahre behandelt. Hieran schließt sich eine kritische Analyse zur Entwicklung der deutschen Familiensoziologie an. Neben ihrer wissenschaftshistorischen Verortung werden wesentliche Entwicklungslinien sowie deren Einflussfaktoren untersucht."

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung
1.1. Was ist Familiensoziologie?
1.2. Familiensoziologie als Diskurs - eine Annäherung
1.3. Die deutsche Familiensoziologie: Überlegungen zur räumlichen und zeitlichen Abgrenzung
1.4 Literaturauswahl und Aufbau der Arbeit

2. Das soziale Umfeld von Familien

2.1. Überblick
2.2. Die These der desintegrierten und "isolierten Kernfamilie"
2.3. Familiale Funktionen und der "Funktionsverlust" der Familie
2.4. Die Relativierung der "Isolationsthese"
2.5. Familie und soziales Netzwerk
2.6. Träger und schichtspezifische Unterschiede familialer Sozialbeziehungen
2.7. Zusammenfassung: Verwandtschaft, Nachbarschaft und Freundschaft

3. Familie und "Gesellschaft": Zum Verhältnis von Familiensoziologie und Familienpolitik

3.1. Überblick
3.2. Die Funktion der Familie in der Gesellschaft und Aufgabenfelder der Familienpolitik
3.3. Die Institutionalisierung der Familienpolitik in der Bundesrepublik Deutschland als Form familienpolitischer Wertsetzung
3.4. Das Verhältnis zwischen Familien- und Bevölkerungspolitik
3.5. Interventionsformen der Familienpolitik
3.6. Wirkungsweisen und -grenzen familienpolitischer Intervention
3.7. Das Zusammenwirken von Familiensoziologie und Familienpolitik
3.8. Zusammenfassung

4. Das ökologische Umfeld der Familie

4.1. Überblick
4.2. Ansätze der ökologischen Familienforschung
4.3. Familie und Wohnen
4.4. Die Lebenswelt von Familien: Landfamilie und Stadtfamilie in der industriellen Gesellschaft und regionale Differenzierung
4.5. Das Informationsumfeld von Familien
4.6. Zusammenfassung

5. Geschlechterbeziehungen und Familie

5.1. Überblick
5.2. Die Familie zwischen Patriarchat und Partnerschaft
5.3. Zur Theorie familialer Autoritäts- und Machtverhältnisse
5.4. Eheliche Machtbeziehungen, familiale Gewalt und sexueller Missbrauch
5.5 Der Konflikt zwischen Familie und Arbeit
5.6 Arbeitsteilung in der Familie
5.7. Liebe und Sexualität: Der Zeitbegriff der Intimität
5.8. Zusammenfassung

6. Familie und Sozialisation

6.1. Überblick
6.2. Ausgewählte Theorien der Sozialisation
6.3. Die schichtspezifische Sozialisationsforschung
6.4. Die kritische Rezeption der schichtspezifischen Sozialisationsforschung
6.5. Mehrebenenmodelle und ökologische Sozialisationsforschung
6.6. Zusammenfassung

7. Familie und generatives Familie

7.1. Überblick
7.2. Die Entwicklung des generativen Verhaltens
7.3. Theorien zur Erklärung des generativen Verhaltens
7.4. Erklärungsansätze und empirische Befunde zum Geburtenrückgang in der Bundesrepublik Deutschland
7.5. Zusammenfassung

8. Familiale und nichtfamiliale Lebensformen

8.1. Überblick
8.2. Der Wandel familialer und privater Lebensformen
8.3. Erklärungsansätze zur Veränderung familialer Lebensformen
8.4. Nichteheliche Lebensgemeinschaften
8.5. Die Lebenssituation Alleinerziehender
8.6. Alleinstehende und Alleinlebende: Zur "Singleforschung" in der deutschen Familiensoziologie
8.7. Thesen zu Ursachen und Wirkungen des Anstiegs von Ehescheidungen
8.8. Zusammenfassung

9. Familie und Zeit

9.1. Überblick
9.2. Die "Lebenszeit" von Familien: Die Bedeutung von Familienzyklusmodellen für die deutsche Familiensoziologie und familiale Entwicklungsverläufe
9.3. Ergebnisse der historischen Familienforschung
9.4. Zusammenfassung

10. Phasen und Entwicklungslinien in der deutschen Familiensoziologie

10.1. Überblick
10.2. Einschätzungen zur Entwicklung der deutschen Soziologie und Familiensoziologie nach 1945
10.3. Ein Phasenmodell der deutschen Familiensoziologie
10.4. Entwicklung und Wandel der Familiensoziologie in Deutschland - Versuch einer Systematisierung
10.5. "Öffentlicher Diskurs", "wissenschaftliches Umfeld" und die Entwicklung der deutschen Familiensoziologie
10.6. Familiensoziologie als System
10.7. Die Anbindung an das wissenschaftliche Umfeld unter besonderer Berücksichtigung des Stellenwertes soziologischer Theorien in der deutschen Familiensoziologie
10.8. Zusammenfassung und Ausblick

Neu:
Zitate zum Stand der Singleforschung in der Familiensoziologie:

Die Ausblendung der Verwitweten

"Der (...) Anstieg von Einpersonenhaushalten in den vergangenen drei Jahrzehnten wird in der deutschen Familiensoziologie erst verhältnismäßig spät und vermehrt seit Beginn der neunziger Jahre vor allem unter dem Schlagwort der Single-Gesellschaft diskutiert. Diese eingeschränkte Thematisierung und Fokussierung der Alleinlebenden auf die Gruppe der Singles überrascht zunächst, da vor allem mit den Verwitweten eine quantitativ bedeutsame Gruppe aus diesem Forschungsfeld wie auch insgesamt weitgehend aus der Familiensoziologie ausgeblendet wird." (S.315)

Forschungsdefizit:
Die Lebenswelt von Singles

"Die Forschung in der deutschen Familiensoziologie zur Lebenswelt von Singles weist bislang wenige Arbeiten auf, die über eine makrostrukturelle, auf amtlichen Statistiken beruhende Betrachtung hinausgehen." (S.316)

Das ganz normale Chaos der Singleforschung

"In der undifferenzierten Betrachtungsweise der mannigfaltigen Formen des Alleinlebens, die je nach Erkenntnisinteresse und Fragestellung unter voneinander abweichenden Kriterien zusammengefasst werden, muss (...) das zentrale Problem der gegenwärtigen Singleforschung gesehen werden". (S.316)

Die Folgen der defizitären Singleforschung

"Betrachtet man die Spannbreite der Definitionsversuche zum Singlebegriff, so verwundert es nicht, dass die vorliegenden (...) Untersuchungsergebnisse zum Teil zu gegensätzlichen Einschätzungen gelangen". (S.319)

Die amtliche Statistik als mangelhafte Datenquelle und die Folgen für die Betrachtung des Single-Daseins

"Misslich erscheint (...) eine vor allem auf den Zahlen der amtlichen Statistik und der darin ausgewiesenen Zunahme von Einpersonenhaushalten aufbauende Argumentation, die in weitgehend unreflektierter Weise die These der »Singlegesellschaft« kolportiert und dies an die ungeprüfte Annahme, bindet dass damit im Übergang von der Moderne zur Postmoderne ein Einstellungswandel im Sinne zunehmender »Individualisierung« einhergehe. Ohne an dieser Stelle der Nivellierung einer geänderten Bedeutung von Ehe, Familie und Partnerschaft das Wort reden zu wollen, so entbehren doch die Thesen einer fortschreitenden gesellschaftlichen Vereinzelung bislang in vielerlei Hinsicht ihrer empirischen Bestätigung". (S.322)  

 
 
 
       
   
  • Rezensionen

  • fehlen noch
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
     
   
 
   
© 2002-2003
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 24. März 2003
Update: 24. März 2003
Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002