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Volker Stork: Das Phänomen Ulrich Beck

 
       
     
       
     
       
   

Volker Stork in seiner eigenen Schreibe

 
   
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Volker Stork im Gespräch

 
   
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Neu:
Die »Zweite Moderne« - ein Markenartikel? (2001)
Konstanz: UVK

 
   
 
 

Klappentext

"Die »Zweite Moderne« Ulrich Becks, so der Autor dieses Bandes, ist die kulturelle Reflexionsform eines neoliberalen Umbaus von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat, der seit den 90er Jahren im Gange ist. Becks Theoreme einer reflexiven Modernisierung" werden unter drei Aspekten betrachtet: der Wahlverwandtschaft mit ihrer neoliberalen Konkurrenz, ihrem autoritären Wesen und ihrem Ästhetizismus. Dabei entpuppt sich die »Zweite Moderne« als geschichtsphilosophisches Konstrukt, als Revitalisierung einer in ihrem Kern frühbürgerlichen, naturrechtlich-vertragstheoretisch hergeleiteten und deshalb antiquierten Utopie."

Zitat: Sprachmagier Beck

"Stimmt meine Generalthese (...) so hätte das eine viel radikalere Sprachkritik verlangt, als ich zu formulieren in der Lage bin (...). Vielleicht regt seine Ausweisung ja eine kompetente Person dazu an, sich der Aufgabe anzunehmen. Es wäre ein wirklich lohnenswertes Objekt" (S.18).

Zitat: Die Argumentationslogik der Modernisierer

"In den politischen Auseinandersetzungen kristallisieren sich drei Fraktionen heraus. Den Parteigängern der Erstmoderne hält die zweitmoderne Theorie ihre hoffnungslose Antiquiertheit entgegen (...). Die Politik der Verlierer steht in der Gefahr, den gesellschaftlichen Wandel pauschal zu verdammen und sich im Namen fundamentalistischer Positionen von ihm abzuschotten. Beim Sieg dieser Fraktion droht der Rückfall in eine Gegenmoderne. Die dritte politische Kraft, die Modernisierungsgewinner, bejaht den gesellschaftlichen Umbruch und treibt ihn voran, ist also per definitionem progessiv, Subjekt des »Dritten Weges«" (S. 56).

Zitat: Der Vorteil multipler Anschlussfähigkeit

"Inhaltlich gleicht Becks Modernisierungssoziologie (...) einem Supermarkt, dessen Sortiment jedes, auch das gegensätzlichste Bedürfnis zu befriedigen versucht (...). Mit Ausnahme der Gegenmodernisierer und der Erstmodernisten will er (...) die anderen politischen Richtungen zumindest partiell bedienen und ein Stück weit die verschiedensten politischen Bedürfnisse befriedigen, was ihn seinerseits zum Berater für auf den ersten Blick so gegensätzliche politische Kräfte wie die bayerisch-sächsische Zukunftskommission und den amtierenden Bundeskanzler qualifiziert. Sein darstellerisches Chaos hat also durchaus System" (S.60).

Zitat: Beck als Wiedergänger von Helmut Schelsky

"Gesamtgesellschaftliche handelt es sich bei seiner Individualisierungstheorie (...) um eine Neuformulierung der These einer nivellierten Mittelstandsgesellschaft" (S.135).

Zitat: Michel Houellebecq als Literat der individualisierten Gesellschaft

"Im Ergebnis reduzieren sich die freiheitlichen Potenzen seiner Individualisierung, bei denen es sich in Wirklichkeit um die Vergrößerung von Freiräumen und die Verflüssigung des Selbst handelt, auf seine Konsum- und Therapiegesellschaft. Der Öde, Leere, Hohlheit, Verzweiflung und Angst der in ihnen praktizierten individuellen Selbst-Kultur eines ungelebten Lebens hat jüngst Michel Houellebecq (1999; 2000) literarischen Ausdruck verschafft. Seine Darstellung des modernen Lebens der akademischen Mittelklasse-Individuen deckt sich mit den (...) theoretischen Befunden. In ihren Analysen konstatieren sie die Erosion des Individuums in dem Maße wie die vor- und nichtkapitalistischen Lebensbereiche und Moralbestände aufgezehrt und durch Ware-Geld-Beziehungen substituiert werden" (S. 142f.).

 
 
       
     
     
   

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Update: 08. Mai 2003
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