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Thema des Monats

 
       
   

Die Generation Golf in der Jobkrise

 
       
   

Die Inszenierung einer neuen "verlorenen Generation"

 
       
     
       
   
     
 

Die verlorene Zeit. Ein kurzer Rückblick auf die langen neunziger Jahre

"Wenn (...) zunächst nicht klar ist, was am 11. September 2001 angefangen hat, so steht doch immerhin fest, dass an diesem Datum etwas abgeschlossen wurde. Es sind die neunziger Jahre - die »langen« neunziger Jahre seit 1989, wie man in Anlehnung an die Rede vom »langen« 19. Jahrhundert formulieren könnte, das 1789 mit dem Sturm auf die Bastille begann und 1914 mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges endete, oder auch 1917 mit der russischen Oktoberrevolution. Diese neunziger Jahre stellen sich, bei aller sofort zugestandenen Verantwortungslosigkeit solcher Summierung und Idealtypik, im Rückblick doch als eine Einheit dar und legen die Frage nahe, was das eigentlich für eine Zeit war und wie ihre Bilanz zu bewerten ist. Das Urteil fällt nicht günstig aus."
(Jan Ross im Merkur Nr.7/2002, S.555-565)

Die Sehnsucht nach großen Erzählungen oder das "Ende von ..."

Was haben die Debatten um das "Ende der Bonner Republik", das "Ende der New Economy", das "Ende der Spassgesellschaft", das "Ende der Popliteratur" und das "Ende des Popjournalismus" gemein? Sie alle nehmen historische Ereignisse oder Ereignisverkettungen zum Anlass, um eine Stunde Null auszurufen. Von da an soll alles besser werden, oder doch zumindest anders. Die Stunde Null-Metapher soll jedoch meist nur darüber hinwegtäuschen, dass sich die Interessenlagen der Akteure gar nicht verändert haben, sondern die Akteure nutzen nur die Gunst der Stunde, um alten Parolen ein Lifting zu verpassen. Die Themen werden transformiert, bleiben jedoch dabei erstaunlich resistent. Die großen Erzählungen sollen die Kontinuität der Entwicklungen verdecken bzw. die Interessenkonflikte werden durch die Verwendung gemeinsamer Schlagworte verwischt oder sogar umgedeutet.

Die Rede vom Generationenkonflikt und seine Bedeutung 

Der Generationenbegriff ist seit Ende der Achtziger Jahre zu einem der meist verwendeten Begriffe geworden, um über Interessengegensätze zu reden bzw. schreiben .

Generationenkonflikte und Individualisierung als zwei Seiten einer Medaille

Der Generationenbegriff korrespondiert dabei mit dem Individualisierungsbegriff, denn beide Begriffe verkörpern das Ideal der klassenlosen Gesellschaft, in der die Interessen der Neuen Mitte identisch gedacht werden können mit den Interessen aller Gesellschaftsmitglieder. Die zögerliche Mehrheit kann dann zu ihrem Glück gezwungen werden .

Die Konsensrepublik als Eliteninszenierung

Ein Beispiel für den Elitenkonsens ist der abwertende Begriff Konsensrepublik, den ein Teil der Elite benutzt, um die Interessen der Neuen Mitte nachdrücklicher in Szene setzen zu können. Es geht darum, dass ihnen die bereits in Gang gesetzten Entwicklungen nicht schnell genug gehen. Ihr Anliegen ist jedoch innerhalb der Eliten keine Minderheitenposition, sondern Konsens! Man streitet sich höchstens über den besten Weg.

Der Konsens-Staat

"Es ist absehbar, dass die deutsche Wählerschaft, das heißt eine Gesellschaft der unteren Mittelschicht, den sozialpolitisch notwendigen Innovationen negativ gegenübersteht, denn dabei ginge es um ihre Besitzstände. Die Situation bedürfte also einer mutigen politischen Führung, die - sei es aus linksintellektueller Einsicht oder aus konservativem Instinkt - trotzdem Mittel und Wege findet, das Notwendige gegen die veränderungsunschlüssige Mehrheit durchzusetzen. Das kann nur eine Exekutive, die keine Rücksichten auf provinzielle Verzögerungen zu nehmen hat und auch selbst nicht den Einflüsterungen des Konsensmilieus unterliegt."
(Karl-Heinz Bohrer im Merkur Nr.7/2002, S.623-628)

Die Generationeneinheit als Träger von Interessen

Die Rede von der Generation Golf verschweigt die Tatsache, dass es sich dabei nur um eine Generationeneinheit handelt. Dieser Begriff geht auf den Soziologen Karl MANNHEIM zurück und wurde unlängst von Michael CORSTEN neu ins Gespräch gebracht :

Biographie, Lebensverlauf und das "Problem der Generationen"

"Als Generationeneinheiten betrachte ich die(...) kollektive Strömungen unter den ungefähr zur gleichen Zeit geborenen, die sich als durchaus individuell besonderes und voneinander abgrenzendes aktives Eingreifen in Bezug auf den reflexiv gewordenen Problemhorizont interpretieren lassen."
(Michael Corsten in BIOS Nr.2/2001, S.32-59)

Mit dem Begriff Generationeneinheit lassen sich die gegensätzlichen Interessen innerhalb von Altersgruppen fassen, die in der Debatte bisher unterbelichtet geblieben sind. Zur Differenzierung könnten dann Kontroversen wie Modernisierungsgewinner contra -verlierer, Männer contra Frauen, Familien contra Singles, politisch Engagierte contra Unpolitische, "Wessies" contra "Ossies" usw. herangezogen werden.

Die Generation Golf als Modernisierungsgewinner

Die Generation Golf kann man als Modernisierungsgewinner der 1965 - 1975 Geborenen bezeichnen, wobei diesem Begriff etwas Statisches anhaftet und er nur den Stand der Dinge zu einem bestimmten Zeitpunkt  wiedergeben kann.

Sommerhaus, jetzt

"Wir machten Karriere. Natürlich nicht wir alle. Das ist immer das Problem, wenn man über eine Generation schreibt. Man sagt wir und meint damit nur einen Teil. Die Erfolgreichen, die, die auffallen. Das war schon immer das Prinzip. Auch bei den 68ern. Was bleibt, ist ein Sammelbegriff, provoziert durch wenige, geltend für alle." [mehr]
(Jochen-Martin Gutsch in der Berliner Zeitung vom 31.08.2002)

Selbst Glückskinder können arbeitslos werden

"Ist die »Generation Golf« also von der Überholspur im Graben gelandet? Ist sie dauerhaft benachteiligt gegenüber Großeltern und Eltern? Das wird sich erst beurteilen lassen, wenn die Jungen längst mit ihrer »Riester-Rente« zurechtkommen müssen." [mehr]
(Hugo Müller-Vogg in der Welt am Sonntag vom 25.08.2002)

Die Generation Ally und die Geschlechterfrage

Katja KULLMANN hat mit dem Begriff Generation Ally die Geschlechterfrage in die Generationendebatte um die 1965 - 1975 Geborenen eingebracht. KULLMANN beschreibt in ihrem Bestseller den neoliberalen Ich-Feminismus dieser Frauenelite, der erst mit der Kinderfrage an seine sichtbaren Grenzen zu kommen scheint.

Generation Ally

"Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein.
Sie sind erfolgreich im Job, kennen sich aus in Sachen Karriere, Lifestyle und Sex. Und Ally McBeal, die neurotische Anwältin aus der gleichnamigen Kult-Fernsehserie, ist ihre Heldin. Denn sie trifft genau das Lebensgefühl der Frauen um die 30.
Die Generation Ally weiß vor allem, was sie nicht will: weder Karrieremonster sein, noch eine Backpflaumenexistenz, und schon gar kein Boxenluder. Sie will raus aus der Entweder-Oder-Falle, sich nicht entscheiden müssen zwischen Kind und Karriere, Kopf und Körper, und wartet deshalb in vielen Fragen erst einmal ab - manchmal zu lange.
Doch wie kann sie aussehen, die souveräne, unangestrengte Weiblichkeit? Katja Kullmann zeigt, warum die Rollenbilder in unserer Gesellschaft an ihre Grenzen stoßen - und wie eine ganze Frauengeneration ein neues Selbstverständnis entwickelt.
Was Generation Golf für die Männer war, ist Generation Ally für die Frauen, die in den Achtzigern großwurden."

Ein generationeninterner Konflikt ist daraus bislang nicht entstanden. Generation Golf und Generation Ally haben sich vielmehr verbündet . Das hohe Einkommen ermöglichte bisher den Luxus der Inanspruchnahme der Dienstleistungsgesellschaft, um die private Konflikte zu befrieden. Putzfrauen, Babysitter und andere Dienstboten ermöglichten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder die Rolle der Frau an seiner Seite wird freiwillig eingenommen, weil sie in bestimmten Kreisen hohes Prestige genießt. Familienpolitische Leistungen werden dennoch gerne mitgenommen. Inwiefern die derzeitige Jobkrise diesen historischen Geschlechterkompromiss beeinträchtigt, das muss abgewartet werden. Die Gebärstreik-These ist bisher eher das Projekt des 70er-Jahre-Feminismus einer Alice SCHWARZER oder das Argument von Sozialpopulisten mit unterschiedlichen Interessen, die sich jedoch durchaus mit den Interessen der Besserverdienenden der Generation Golf treffen. Diese Generation konnte sich bisher zurücklehnen und andere für sich kämpfen lassen, denn die Zeit arbeitete für sie. Der Kampf um die Ausweitung des Niedriglohnsektors  spielt für die Aufrechterhaltung des erreichten Geschlechterkompromisses eine zentrale Rolle. Nicht nur Unternehmen, sondern vor allem die Haushalte der Besserverdienenden haben ein substanzielles Interessen an billigen, aber qualifizierten Dienstleistern.

Die Generation Golf und die Politik

Die Generation Golf wird als unpolitisch beschrieben. Vorbild hierfür ist die skeptische Generation (Helmut SCHELSKY) der Nachkriegszeit. Die Selbstbeschreibungen von ILLIES und KULLMANN bestätigen dieses Bild.

Der politische Teil der Altersgruppe firmiert dagegen unter Begriffen wie Generation Berlin oder 89er. Diese Etiketten sind jedoch nicht von den Kohortenangehörigen selbst geprägt worden, sondern sie sind das Projekt der 78er- bzw. Single-Generation. Der Politikwissenschaftler Claus LEGGEWIE und der Soziologe Heinz BUDE versuchen damit ihren "Ende-von-Erzählungen" Authentizität zu verleihen. Die Anzahl derjenigen, die sich mit diesem Label identifizieren, ist bisher eher gering . Die Angehörigen der Generation Golf befinden sich - wie Susanne LEINEMANN - noch in der Warteschleife. Dort warten sie auf das alles entscheidende politisierende Ereignis. Mauerfall und 11. September konnten dies nicht leisten. Wahrscheinlich warten sie jedoch nur auf den alle entlastenden Führer, der sie zu neuen Ufern führt.

Aufgewacht. Mauer weg

"Wer hat 1989 in Leipzig demonstriert? Wer hat auf der Mauer getanzt? Schon vergessen? Eine, die dabei war, erinnert sich und erzählt Geschichten, die den Blick auf die Verwirrung öffnen, in die der Mauerfall die Deutschen gestürzt hat.
9. November 1989: Die Mauer ist weg, und keiner findet den richtigen Ton. Er hätte ja nach »Nation« klingen können. Da trafen sich die Deutschen aus Ost und West und meinten, voneinander alles schon zu wissen. Schade, denn sie wußten so wenig - von der Lust auf Neues im Westen nach den Jahren des Stillstandes; von Lust auf Leben im Osten nach den Jahren der Lähmung. Wer in den 80ern als junger Mensch Freunde in der DDR besuchte, fuhr hinter den Mond. Und mußte sich fast dafür schämen, so erinnert sich Susanne Leinemann. Und dann - 1989 - war plötzlich alles anders, alles möglich. Man wurde aufgeweckt, feierte unschuldig, verlegen - und sie gelang nicht recht, die Einheit, auch nach über zehn Jahren nicht. Warum nicht? Unter dem Schutt ideologischer Vor- und Nachhutgefechte der 80er und 90er Jahre findet Susanne Leinemann einen Teil unserer Geschichte, dem keine Chance gegeben wurde: Dem Glück der Deutschen in ihrer neuen Nation. Sie schreibt ein Buch, das die deutsche Einheit denen zurückgibt, die sie möglich gemacht haben. "

Die Generation Golf und der Osten

Die Generation Golf ist ein Phänomen der alten Bundesländer, wenn man sie aus der Perspektive der Ostdeutschen betrachtet:

Counterstrike oder Klassenkampf

"die Generation Golf ist natürlich eine westdeutsche Generation, sie ist ein Mittelstandsphänomen der späten Alt-Bundesrepublik. Im vereinten Deutschland sind die Generationserfahrungen in allen Altersgruppen verschieden; wie sehr, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die 68er es Westens in der DDR gleichsam die 49er waren, die Gründer-Jugend der frühen Republik (soweit sie nach links tendierte), also die um 1928 Geborenen"  [mehr]
(Friedrich Dieckmann in Freitag vom 14.06.2002)

"Und sie sahen die Gleichaltrigen im Westen, die etwas überhebliche Generation Golf, die ihre Gesellschaftsform als die einzig mögliche ansah, weil sie darin groß geworden war und es für absolut unvorstellbar hielt, dass ihr unfehlbares System einmal untergehen würde."
(Jana Simon zitiert von Jörn Kabisch im Tagesspiegel vom  12.07.2002)

Möglicherweise ist die Generation Golf in den 90ern Jahren sogar der wahre Vereinigungsgewinner gewesen. Auf alle Fälle versucht die westdeutsche Perspektive die Ostdeutschen einzugemeinden:

Portrait einer ratlosen Generation

"Der Mauerfall ließ uns wochenlang feiern. Denn was mit dem 9. November 1989 passierte, war unsere Vision oder zumindest die Ausdehnung des Zustandes, den wir für lebenswert hielten: Dass die Welt noch zugänglicher, vernetzter, schneller, globaler, offener, gleicher werde. Dafür waren die ostdeutschen Jugendlichen abgehauen und hatten auf den Straßen demonstriert.  Sie wollten die Öffnung. Wir im Westen, die erste Interrail-Generation, lebten selbstverständlich die Öffnung.
Fast unfreiwillig trugen und tragen wir als Generation lebendige gesamtdeutsche Züge. Wir haben ähnliche Vorstellungen von Konsum, Bewegung, Spaß, Zukunft."
[mehr]
(Susanne Leinemann in der Welt vom  16.08.2002)

Sommerhaus, jetzt

"Wenn man aus dem Osten kommt, gehörte man vielleicht zur »Generation Lada«. Aber das macht die Sache nicht anders. Wir sind uns in einer, der entscheidenden, Sache sehr ähnlich. Wir haben keine Krisen erlebt. Wir sind in einer Zeit groß geworden, in der alles für uns lief. Das war im Osten nicht anders. Unsere Kindheit war behütet, abgesichert, und wenn es ein wirkliches Problem gab, war es die Frage nach dem neuen Depeche-Mode-Album. Dann fiel die Mauer und es boten sich Chancen wie keiner Generation zuvor. Wir griffen zu und staunten, was alles möglich ist."  [mehr]
(Jochen-Martin Gutsch in der Berliner Zeitung vom 31.08.2002)

Die Generation Golf, Hartz und die Kinderfrage

Die Hartz-Kommission hat die Verschärfung der Zumutbarkeitsregeln bei der Ablehnung von Arbeitsangeboten für Singles gefordert. Widerstand hat sich dagegen kaum geregt (z.B. DANKE & SCHOON), dagegen gab es fragwürdige Empfehlungen wie "Arbeitslose, heiratet!":

Schröder, Hartz und die Realität

"Geblieben ist der Vorschlag, dass beispielsweise der 'junge Arbeitssuchende ohne Familie' aus Hamburg eine Stelle im Hunsrück annehmen muss - Menschen ohne Familie haben offenkundig keine Bindungen. Wohlan, Arbeitslose, heiratet!"
(Detlef HENSCHE in der Augustausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik 2002)

Angesichts der Ausweglosigkeit der Lage von Singles könnte man auch aus der Not eine Tugend machen:

Die tollen Tipps der Mittelstandseltern

"Wenn sie sich als Personal-Service-Agentur selbstständig machten und erstens Leuten den entscheidenden Rat geben, wie man sich seinen Job erhält, und zweites das demografische Problem mit der Rentenzahler-Produktion lösten? Könnte man damit nicht Geld verdienen?" [mehr]
(Ulrike Winkelmann in der TAZ vom 26.08.2002)

Gelegentlich wurde das traditionelle Familienverständnis bzw. die Frauenfeindlichkeit (siehe KURZ-SCHERF in der taz vom 23.08.2002 ) des Vorschlags kritisiert, aber die Entrüstung hielt sich auch hier in Grenzen:

Schröder, Hartz und die Realität

"Gleich mehrfach erfreuen sich Familienväter der besonderen Fürsorge der Kommission, etwa als Kunden mit Vorrang bei der Quick-Vermittlung. Dass Frauen, ob verheiratet oder ledig, ob Mutter oder nicht, ein gleiches Recht auf Arbeit haben, kommt der Kommission nicht in ihren patriarchalischen Sinn."
(Detlef HENSCHE in der Augustausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik 2002)

Die Parteien sind sich einig: die jungen Familien der Generation Golf müssen gefördert werden. Besonders rege sind hier die grünen Kinderpolitiker der Generation Golf. Handstreichartig und mit dem Segen der alternden 68er-Patriarchen haben sie das Image der Grünen upgedatet. Die Normalisierungsbemühungen der Grünen gehen so weit, dass selbst die familienpolitische Sprecherin der CDU, Katherina REICHE als Radikale erscheint. Die identitätspolitischen Strategien der Kulturlinke wurden damit erfolgreich auf die Kontroverse Familien contra Singles übertragen .

Die Generation Golf und die Jobkrise

Die Jobkrise trifft jene besonders hart, die sich im Zuge der Expansion der Privatmedien und der New Economy nicht etablieren konnten und jetzt nicht einmal mit 30 Jahren eine Familie vorweisen können. So will es jedenfalls die neueste Version der verlorenen Generation. Während der Hochzeit der New Economy galten Singles als flexibel und erfolgreich. Man prägte dafür eigens den Begriff "Yettie". Familienväter blickten neidisch auf die Emporkömmlinge und die Altreichen (inklusive verarmter Adel)  prangerten die Stillosigkeit dieser Neureichen an. So will es jedenfalls die Legende wissen. Empirisch überprüft hat das bislang keiner. Ältere Studien verweisen jedoch darauf, dass Singles keinesfalls das Einkommen und den Lebensstandard von Familienvätern erreichen.

Berufskarrieren von Männern und Frauen

"Der Verlauf von Berufskarrieren wurde bislang hauptsächlich für Männer untersucht, wobei deren partnerschaftliche und familiale Lebensformen keinen Eingang in die theoretischen und empirischen Analysen gefunden haben. (...). Obwohl vereinzelte Ergebnisse aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung einen Zusammenhang zwischen Lebensform und beruflichem Erfolg vermuten lassen, z.B. gehören ledige Männer zu geringeren Anteilen zu den besser Verdienenden als Verheiratete (Engelbrech 1991; Schömann/Hannan/Blossfeld 1991; Statistisches Jahrbuch 1993), wurde dieser Aspekt bislang in dieser Forschungstradition nicht aufgegriffen."
(aus: "Berufskarrieren von Frauen und Männern - Der Einfluß von Herkunft, Bildung und Lebensform, 1996)

Jetzt dürfen Familienväter - nicht ohne Schadenfreude - aufatmen. Die "Ende-von-Erzählungen" geben ihnen Recht: Familie währt am längsten. Die Kommentatoren nutzen dagegen die Gelegenheit, um den Sozialstaat zu attackieren:

Alles, was zählt

"Nun hat die Wirtschaftskrise auch das Nervenzentrum der Gesellschaft erreicht, die etablierte Mittelschicht: Ehrwürdige Unternehmen (...) entlassen (...) Mitarbeiter (...).
Besonders hart trifft es die Berufsanfänger, die - deutscher Betriebsratslogik entsprechend - am einfachsten zu kündigen sind. Viele von ihnen gelten als solche, die 'alles richtig gemacht' haben (...) Menschlich wiegt ihr Schicksal nicht schwerer als das eines entlassenen Bauarbeiters bei Holzmann (...). Politisch aber bedeutet der Betrug an den nachwachsenden Eliten eine neue Dimension.
Wenn denjenigen, die dafür erzogen wurden, Verantwortung in diesem Land zu übernehmen, die Perspektive geraubt wird, ist mehr als der 'soziale Frieden' in Gefahr. Dann droht das Fundament des Gemeinwesens zu bröckeln: der Bestand an gemeinsamen Werten, der sich über alle Generationswechsel hinweg erhalten hat - allen voran das Vertrauen in die Qualität des politisch-wirtschaftlichen Systems."
[mehr]
(Jochen Buchsteiner in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom  14.07.2002)

Die abservierte Elite

"Daß die Krise ausgerechnet sie erfassen könnte, stand nicht in ihrem Karriereplan. Menschen, für die es immer nur aufwärtsgehen sollte, stellen fest, daß es für ihren Traumjob keine Planstelle mehr gibt. Oder - was erheblich deprimierender ist - sie verlieren den Traumjob, weil man es in Deutschland für sozialverträglich hält, in Krisenzeiten die jüngsten Mitarbeiter zuerst zu entlassen. 'An Ihrer Leistung lag es nicht', ruft man ihnen noch nach. An 'Betriebszugehörigkeit' fehlte es. Ein Land, das in jüngster Zeit wirtschaftlich nicht geglänzt hat, schickt branchenübergreifend seine meistversprechenden Kräfte in die Warteschleife und wurschtelt mit denen weiter, die den Karren vor die Wand gefahren haben." [mehr]
(Sascha Lehnartz in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom  21.07.2002)

Selbst Glückskinder können arbeitslos werden

"Wenn ein Unternehmen Personal abbaut, kann es sich bei dieser Gelegenheit keineswegs von Leistungsschwachen und Leistungsunwilligen trennen. Der gesetzlich vorgeschriebene Zwang zur »Sozialauswahl« führt dazu, dass jene zuerst gehen müssen, die dem Unternehmen am kürzesten angehören, nicht verheiratet sind und keine Kinder haben. Anders ausgedrückt: Ein Kind kann durchaus den mangelnden Arbeitseinsatz des Vaters oder der Mutter kompensieren - kündigungsrechtlich jedenfalls." [mehr]
(Hugo Müller-Vogg in der Welt am Sonntag vom  25.08.2002)

Der Spiegel arbeitet das bereits in anderen Zeitungen Geschriebene am 12. August  nochmals für eine ausufernde Sommerloch-Titelgeschichte auf . Selbstkritik fast Fehlanzeige!

Generation Netto

"Prognosen haben in anzeigenschwachen Zeiten Hochkonjunktur und so hat das öffentliche Sorgenmachen um die unglücklichen Arbeitslosen der Zeitungskrise sich in den vergangenen Wochen zu einem florierenden Genre gemausert. Dass die Entlassung von ein paar hundert Journalisten dabei zum generationellen Debakel aufgeblasen wird, war erwartbar. Journalisten schreiben am liebsten über Journalisten, und wenn man sich schon immer selbst als Maßstab aller Dinge genügte, dann muss die Lage der Nation geradezu zwangsläufig vom eigenen Schicksal abhängen." [mehr]
(Bodo Mrozek in der TAZ vom  30.07.2002)

Die Generation Golf und ihre Position im Generationenkonflikt

Die Generation Golf hat sich bereits in den 80er Jahren in Abgrenzung zur 68er- bzw. 78er-Generation positioniert und wurde dabei auch von Mitgliedern anderer Generationen eifrig unterstützt, die sich ihrerseits gegen jene Generationen abgrenzten . Die Jobkrise hat den Frontverlauf nicht grundsätzlich verändert, sondern war nur ein weiterer willkommener Anlass, um das Grundthema den neuen Gegebenheiten anzupassen. Es hat höchstens eine Ausweitung  der Kampfzone stattgefunden, denn nicht mehr nur die 68er- und 78er-Generation, sondern auch die Flakhelfer-Generation wird nun verstärkt angegriffen. Amelie von HEYDEBRECK hat dafür den Begriff "Bellheim-Syndrom" verwendet:

Die Entmachtung der Jugend

"Der Film dieses Sommers ist bald zehn Jahre alt. Er heißt »Der große Bellheim«. Es ist die Geschichte des Peter Bellheim (alias Mario Adorf), den die Hiobsbotschaften über die wirtschaftliche Lage seiner Kaufhauskette dazu ermuntern, der Langeweile seines Pensionärsdaseins zu entfliehen, um mit alten Weggefährten sein altes Bellheim-Imperium zu retten. Eine charmante Utopie hat man Dieter Wedels ZDF-Mehrteiler Anfang 1993 genannt; man hat sie generös als »lehrreich« gelobt, sich aber doch vor allem deshalb so amüsiert, weil eine Rache der Rentner so realitätsfern erschien.
Jetzt hat das leben den Film überholt, und da das selten genug vorkommt und da trotz New-Economy-Pleite niemand ernsthaft an der Kraft der Jugend zweifeln mochte, war der Aufschrei um so lauter. »Jetzt macht's ein Rentner!« polemisierte die »Bild«-Zeitung, als die Ablösung von Telekom-Chef Ron Sommer durch den 72jährigen Helmut Sihler bekannt wurde."
[mehr]
(Amelie von Heydebreck in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 04.08.2002) 

HEYDEBRECK führt die Hardliner der Generationenkriegs-These von Reimer GRONEMEYER über Jörg TREMMEL bis zu Rupprecht PODSZUN ("Die verkalkte Republik") auf, um die gegenwärtigen "Entmachtung der Jugend" durch die Alten in eine Horrorvision der Zukunft umzudeuten . Die Generation Golf sieht denn auch die Schuld für ihre prekäre Lage nicht bei sich selbst, sondern bei ihren Vorgängern: 

Die abservierte Elite

"Ein Land, das in jüngster Zeit wirtschaftlich nicht geglänzt hat, schickt branchenübergreifend seine meistversprechenden Kräfte in die Warteschleife und wurschtelt mit denen weiter, die den Karren vor die Wand gefahren haben." [mehr]
(Sascha Lehnartz in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom  21.07.2002)

Dagegen sehen andere Kommentatoren die mangelhafte Vorbereitung auf die voraussehbare Krise als Problem der Generation Golf:

Generation Golf ohne Navigation

"Die Hoffnungsträger der New Economy, die Medienmacher, Werber, IT-Experten, die auf der Basis des Scheitern ihrer Vorgänger selbstverständlich alles besser machen wollten, sie sitzen fürs Erste desillusioniert in ihren Arne-Jakobsen-Sesseln und müssen erkennen, dass sie ihr Prada-Kostüm dafür nicht gewappnet hat. Und der anstehende Konsumverzicht kann noch nicht mal als rebellisch überhöht werden. Der Irrlauf der 68er in eine bessere Zukunft endete wenigstens noch in den Instanzen mit BAT-Gehalt und einer Partei, die vier Jahre für regierungsfähig gehalten worden sei. Die 78er hatten immerhin noch Recht mit ihrer Prognose, dass von ihnen ohnehin nichts zu erwarten ist. Die neue Generation aber trifft die mangelhafte Flexibilität eines Überziehungskredits und die Erkenntnis ihrer allgemeinen Orientierungslosigkeit eher unvorbereitet" [mehr]
(Markus Clauer in der Rheinpfalz vom  25.07.2002)   

Bei manchem Angehörigen der Generation Golf regt sich Trotz:

Die Rentner sind sicher

"die Generation der Zukunft, hat (..) keinen Grund, den Frustpegel weiter steigen zu lassen. Die Warteschleife ist nur etwas ausgedehnter als vor zehn Jahren die der hyperflexiblen Vorgängergeneration, deren Mitglieder mangels cash flow demnächst ihre Strandbungalows räumen müssen. Weg mit euch! (...).
Wenn etwas später auch die Alten das Feld räumen, dann bekommt keinesfalls die diskreditierte Generation Zwei ihre zweite Chance. (...).
Abgeschreckt vom lautstarken Scheitern der Spaßgeneration und einem Kanzler der leeren Worte wissen die Jungen, was Werte sind. (...). Wir Jungen können warten, die aufgezwungene quarterlife crisis mit Gewinn durchleben und uns in aller Ruhe auf den leisen Umsturz vorbereiten."
[mehr]
(Robert Jacobi in der Süddeutschen Zeitung vom  07.08.2002)   

Tobias RÜTHER (SZ vom 27.08.2002 ) bringt den Vorteil des Generationenbegriffs auf den Punkt: "der Begriff der Generation ist (..) deshalb so beliebt, weil es das Schicksal von Generationen ist, abtreten zu müssen".

Generationenkrieg? Nein, danke! Die Relativierung der Lebensalter als Herausforderung

Cora STEPHAN greift das Bellheim-Motiv von HEYDEBRECK auf, um der Generation Golf den Fehde-Handschuh hinzuwerfen:

Die Bellheims kommen!

"Fürchtet die Ab-50-Jährigen. Fürchtet - uns.
Wir sind mit allen Wassern gewaschen und von der Härte des Lebens gestählt. Wir haben die Krise des jungen Talents schon mehrfach überstanden. In den siebziger Jahren, zweite Hälfte, fuhr nicht nur der heutige Außenminister Taxi, auch ungleich qualifiziertere Jungakademiker verdienten sich ihr Geld als Putzhilfe. Von der Akademikerschwemme ging es dann relativ reibungslos gleich weiter in die nächste Rezession und bald darauf zügig auf die 40 zu, auf jenes magische Lebensalter, ab dem man bekanntlich schwer vermittelbar wird und als Frau noch nicht einmal mehr auf einen gut verdienenden Ehemann hoffen sollte. Heute haben wir nur noch ein paar Jahre, bis wir für den Seniorenausweis qualifiziert sind, aber dafür jede Menge Lebenserfahrung und jene Gnadenlosigkeit, die unter der Konkurrenz der vielen fast zwangsläufig mit abfällt.
Unsere Vorteile sind unbezahlbar: Das mit der Ich-AG haben wir von der Pieke auf gelernt"
(Cora Stephan in der Welt vom  20.08.2002)   

Danach demontiert STEPHAN jedoch die Bilder von der vergreisenden Gesellschaft und des Generationenkonflikts und prophezeit mit versöhnlicherem Ton:

Die Bellheims kommen!

"Uns, den demographischen Schrecken, die mächtige Kohorte der Menschen jenseits der 50, wird man nicht mehr in die Frühpensionierung schicken können, im Gegenteil: Auch mit 65 werden wir noch mitmengen. Es wird uns kaum was anderes übrig bleiben.
Die Generationen müssen sich also erneut auf eine lange Zeit der Kooperation einrichten. Liebe jüngere Generation: Gewöhnt euch daran. Und tröstet euch: Auch Bellheim war mal 25."
(Cora Stephan in der Welt vom  20.08.2002)

Ein Fazit: Ist die Generation Golf eine verlorene Generation?

Cora STEPHAN gehört zur Single-Generation , die bereits Mitte der 70er Jahre von der ersten Jugendarbeitslosigkeit und später von der ersten Akademikerarbeitslosigkeit der Nachkriegsgeschichte betroffen war. Diese verlorene Generation hat die Nutzlosigkeit des Erwachsenwerdens (Georg HEINZEN & Uwe KOCH, 1985) in jener Zeit erfahren, die für die Generation Golf eine "goldene Kindheit" bedeutete.

Von der Nutzlosigkeit erwachsen  zu werden

"Zwischen den Apo-Opas und der »No-future«-Generation stehen die heute 30jährigen. Es sind diejenigen, die voller Pläne und Bildung - es einmal besser haben sollten, aber am Ende feststellen müssen, daß die Gesellschaft gerade für Pläne und Bildung am wenigsten Verwendung zu haben scheint. Mathias ist einer von ihnen. Er erzählt seine Geschichte - und damit die Geschichte seiner Generation."

Drastischer lässt sich die generationenspezifische Perspektivität kaum veranschaulichen. Wenn heutzutage das damalige Problem verharmlost wird (z.B. Spiegel vom 12.08.2002) und man behauptet, dass es heute anders ist, dann ist dies nicht stimmig. Damals wurden die Lebenspläne genauso verhindert wie heutzutage. Aus der Distanz betrachtet, teilweise sogar noch gravierender. Inwieweit die Lebenspläne der Generation Golf nur kurzfristig aufgeschoben, aber nicht aufgehoben sind, das muss sich erst zeigen. Bislang ist jedenfalls nicht ausgemacht, dass die Generation Golf eine verlorene Generation ist. Die Aufmerksamkeit, die dem Phänomen gewidmet wird, zeugt davon, dass diese Generation eine starke Lobby in der Mitte hat. Davon wagten frühere Generationen kaum zu träumen.

Die Single-Lüge - Das Buch zur Debatte

Die Single-Debatte ist längst in eine Sackgasse geraten. Dies wird in diesem Buch u.a. der Individualisierungsthese des Münchner Soziologen Ulrich Beck angelastet.
        
Das Buch sollte als Beitrag zur Versachlichung der Debatte verstanden werden und liefert deshalb Argumente für eine neue Sichtweise auf das Single-Dasein im Zeitalter der Demografiepolitik.

 
     
 
       
   

Die Mediendebatte um den Absturz der Generation Golf

 
       
   

JENSEN, Lars (2002): Des Lebens müde.
„Quarterlife Crisis“ – Die Generation der Überzwanzigjährigen ist ein bisschen zu früh von sich selbst erschöpft
in: Süddeutsche Zeitung v. 01.06.

GÜRTLER, Detlef (2002): Der neue lange Marsch.
Als Revolution gescheitert, als Jugendbewegung erfolgreich: So, wie die 68er Uni und Gesellschaft modernisierten, werden die Dotcomkids die Konzerne verändern,
in: TAZ v. 14.06.

LORENTZ, Frank (2002): Junge Menschen wollen Ordnung.
Angst vor dem sozialen Absturz beschäftigt viele junge Bundesbürger,
in: Welt am Sonntag v. 16.06.

MENSING, Kolja (2002): Florian, der Geisterheiler.
Nach den "Berliner Seiten": Soll Florian Illies jetzt das Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" retten?
in: TAZ v. 20.06.

MEDICUS, Thomas (2002): Das Ende der Fluchträume.
Verarmung in Sicht: Der Kulturbetrieb reduziert sich,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.06.

BRAUCK, Markus (2002): Berliner Gezeitenwende.
Am Samstag erscheinen zum letzten Mal die "Berliner Seiten" der FAZ: ein Treffen mit Florian Illies,
in: Frankfurter Rundschau v. 28.06.

CHERVEL, Thierry (2002): Das Schicksal der Ironie,
in: Perlentaucher.de v. 29.06.

SIMON, Ulrike (2002): Jung, ledig sucht...
Die Journalisten-Arbeitslosigkeit wächst weiter: 30 Redakteure, viele Freie und Pauschalisten entlässt die "FAZ",
in: Tagesspiegel v. 29.06.

KELLER, Harald (2002): War da was?
Sie werden uns nicht fehlen. Ein tränenfreier Nachruf aus der Provinz auf die "Berliner Seiten" der FAZ,
in: TAZ v. 02.07.

FINIS (2002): Das Letzte,
in: Die ZEIT Nr.28 v. 04.07.

AMEND, Christoph (2002): Verschwendet eure Jugend.
Die "Süddeutsche Zeitung" stellt ihre Beilage "Jetzt" ein. Ein persönlicher Abschied,
in: Tagesspiegel v. 10.07.

SCHWARZ, Patrik (2002): Die Alten gewinnen den Verteilungskampf.
Zeitungskrise: Honoratioren feuern Jugendredakteure,
in: TAZ v. 22.07.

FRECH, Günter (2002): Hartz und die Haushaltsvorstände,
in: Saarbrücker Zeitung v. 10.08.

Margret MÖNIG-RAANE, Vizechefin der Dienstleistungsgewerkschaft VERDI kritisiert das konservative Frauen- und Familienbild des Hartz-Konzeptes: "Ob gewollt oder nicht, hier hantiert die Kommission mit dem Ernährer-Modell aus den Fünfziger Jahren". Die Kritik greift zu kurz, denn das Modell ist zugleich singlefeindlich.

KNUF, Thorsten (2002): Arbeitslose sollen mobiler werden.
Ledige müssen bundesweite Job-Offerten annehmen,
in: Berliner Zeitung v. 16.08.

FUCHS, Oliver (2002): Verwende deine Jugend.
Der Punk-Sommer 2002 kumuliert in Familienzusammenführungen alter Recken und in den Ausbrüchen der Newcomer-Band "Mia",
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.08.

BETANCUR, Karin Ceballos (2002): "Generation Zukunft" beim Arbeitsamt.
IT-Experten, Werber, Journalisten stehen staunend ohne Job da - oder als Ich-AG am Existenzminimum,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.09.

"2132 arbeitslose Journalisten meldete die Bundesanstalt für Arbeit Ende Juli; viele warten in den Redaktionen noch auf ihre Kündigung. Finstere Prognosen zeichnen das Ende des Qualitätsjournalismus", schreibt BETANCUR und eine Journalistin aus der Generation Golf darf ihrem Frust Ausdruck verleihen.

 
       
   

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Update: 26. Januar 2017