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Kommentierte Bibliografie

 
       
   

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

 
       
   

Eine Bibliografie der Debatte um Geburtenrückgang und ungewollte Kinderlosigkeit (Teil 1)

 
       
     
   
     
     
 

Einführung

Seit 1978 das erste "Retortenbaby" geboren wurde, ist die künstliche Befruchtung zum Alltag von Reproduktionsmedizinern in der ganzen Welt geworden. Dies hat auch den Blick auf die Kinderlosigkeit verändert. Diese Veränderung des Blicks auf Kinderlose und die Einflüsse von Professionsinteressen und bevölkerungspolitischen Interessen sollen in dieser kommentierten Bibliografie im Vordergrund stehen.

Kommentierte Bibliografie (Teil 1 - 1970 bis 1999)

TOFFLER, Alvin (1970): Der Zukunftsschock, München: Scherz

Der Zukunftsforscher Alvin TOFFLER sieht bereits Ende der 1960er Jahre die beschleunigte Gesellschaft heraufziehen. Die damit einhergehende erhöhte Mobilität und größere Flexibilität führt gemäß TOFFLER zu einer weiteren Familienverkürzung. Spätgebärende sind für ihn Trendsetter des neuen Kapitalismus:

Alvin Toffler - Der Zukunftsschock

"Eine Alternative zur Kinderlosigkeit könnte in der aufgeschobenen Elternschaft liegen. Männer und Frauen von heute geraten oft in eine Konfliktsituation - sollen sie sich den Kindern widmen oder ihrer Karriere? Zukünftig wird man dieses Problem umgehen, indem man die gesamte Aufgabe des Kinderaufziehens in die Zeit nach der Pensionierung verlegt. Das mag heute noch reichlich seltsam klingen. Wenn die Frage der Geburt aber erst einmal von ihrer biologischen Basis gelöst ist, kann höchstens noch die Tradition vorschreiben, daß man möglichst frühzeitig Kinder bekommen soll. Warum also nicht warten und die Embryos erst dann kaufen, wenn die berufliche Laufbahn abgeschlossen ist? Demnach wird sich die Kinderlosigkeit unter jungen Ehepaaren und auch unter Ehepaaren in den besten Jahren immer mehr verbreiten, während Kinder immer häufiger von Sechzigjährigen aufgezogen werden. Die »Ruhestandsfamilie« kann durchaus zu einer allgemein akzeptierten sozialen Institution werden."

 

SPIEGEL -Titelgeschichte: Kinder aus der Retorte.
Fortschritt oder Frevel?

SPIEGEL (1978): Ein Schritt in Richtung Homunkulus.
Als epochale Forschertat gerühmt, aber auch mit Beklommenheit aufgenommen wurde das Ereignis: die Geburt des ersten "Retorten-Babys". Das Neugeborene verkörpert den jüngsten Triumph der modernen Biotechnik, die sich anschickt, den Menschen einem alchimistischen Experiment zwischen Hoffnung und Horror zu überantworten,
in: Spiegel Nr.31 v. 31.07.

"Auf künstliche Weise, per Kaiserschnitt, holte Steptoe das offenbar normal entwickelte Kind ans Licht - künstlich war es, knapp neun Monate zuvor, gezeugt worden. Im Labor hatten Steptoe und sein Kollege Robert Edwards eine männliche und eine weibliche Keimzelle der Eltern miteinander verschmolzen und das befruchtete Ei einige Tage in einer Nährlösung heranreifen lassen; danach wurde der Embryo in Lesley Browns Gebärmutter überpflanzt.
Daß sich dort der winzige Zellklumpen komplikationslos zu einem menschlichen Wesen auswuchs, werteten letzte Woche Zeitungen und Experten in aller Welt einhellig als einen »wissenschaftlichen Durchbruch«, einen medizinischen Fortschritt, dessen Folgen fürs erste kaum abzuschätzen sind.
Nach rund zwei Jahrzehnten vergeblicher Versuche, in der Retorte gezeugte Embryos zu geburtsreifen Babys heranzuzüchten, sahen viele Fachleute in dem Triumph der ausgefeilten Biotechnik Steptoes nicht nur eine Methode, bislang unfruchtbaren Frauen den Wunsch nach einem Kind zu erfüllen,"

heißt es im Spiegel zur Geburt von Louise Brown. Noch in den 1960er Jahren, die von einem Zeitgeist geprägt waren, in dem es um Empfängnisverhütung statt um die Bekämpfung des Geburtenrückgangs ging, hatten solcherart voreingenommener Experten gemäß Spiegel die Entwicklung auf dem Gebiet künstlicher Befruchtung unterschätzt:

"In den sechziger Jahren noch utopisch anmutende Vorhersagen sind durch die Ergebnisse aus den Labors schon überholt. So hatte eine Gruppe von 82 Experten damals die praktisch »unbegrenzte Konservierung menschlicher Samenzellen« und die »Einpflanzung künstlich befruchteter Eizellen in die menschliche Gebärmutter« gegen das Jahr 1990 erwartet - schon 1978 sind beide Ziele erreicht."

Der Spiegel sieht in der künstlichen Gebärmutter das Endprodukt dieser Entwicklung:

"Endprodukt dieser Entwicklung wäre eine Schwangerschaft, die vollständig außerhalb des Mutterleibs nur noch im künstlichen Brutkasten abläuft - eine Bio-Technologie, die der Brite Aldous Huxley schon 1932 in seinem Zukunftsroman »Schöne neue Welt« ausgemalt hat. Dort gibt es keine natürliche Geburt mehr."

HAAF, Günter (1978): Auf dem Weg zum Bio-Babel?
Das Retortenbaby von Oldham und die Grenzen zwischen Machbarem und Erlaubtem,
in: Die ZEIT, Nr.32 v. 04.08.

Günter HAAF fasst die Reaktionen auf die Geburt des weltweit ersten Retortenbaby folgendermaßen zusammen:

"Die einen feiern einen Triumph der »neuen Biologie«, der Hunderttausenden von Frauen, die keine Kinder empfangen können, neuen Mut und neue Hoffnung gibt. (...).
Die anderen sind da skeptischer, nachdenklicher, ja: sie spüren Horror im Herzen, wenn sie sich die Möglichkeiten der neuen Biologie vor Augen führen. Sie denken an Fausts Homunculus; an Aldous Huxleys »Schöne neue Welt«, wo die Babys fabrikmäßig auf Flaschen gezogen werden; an Frankenstein, das klägliche Ergebnis des Versuchs, Menschen künstlich herzustellen; an Alvin Tofflers Buch »Zukunftsschock«, in dem vor zehn Jahren schon die schreckliche Aussicht auf Reagenzglaskinder und Mietmütter auf den Begriff »biologisches Hiroshima« gebracht wurde."

HAAF plädiert angesichts der reproduktionstechnologischen Revolution für eine breite öffentliche Debatte.

MAZOR, Miriam D. (1979): Unfruchtbar.
Zunehmend verschieben junge Paare in den westlichen Ländern Ehe und Kinderkriegen auf die Jahre nach 30. Dann setzt die Frau die Pille ab - und nun klappt es trotz größter Anstrengungen nicht (mehr), Angst, Hilflosigkeit und Schuldgefühle sind die Folge. Was bedeutet es für die Betroffenen, wenn die Diagnose heißt: Unfruchtbar,
in: Psychologie Heute, Oktober

Das (noch) singuläre Ereignis der Geburt eines Retortenbabys weckt in Großbritannien neue Hoffnungen:

"Obwohl das Verfahren völlig neu und sehr schwierig ist, haben sich - bis Anfang 1979 - bereits mehr als 500 Frauen bei einer Fruchtbarkeitsklinik in Norfolk, Virgina beworben. Dort wird beabsichtigt, die Reagenzglas-Geburt zu wiederholen."

Miriam D. MAZOR befasst sich deshalb mit dem "Schicksal"  Unfruchtbarkeit. Dabei steht die Reaktion der Umwelt und die Verarbeitung der Diagnose im Vordergrund

HAAF, Günter (1982): Frankens Babys.
Demnächst gibt es auch deutsche Reagenzglas–Kinder,
in: Die ZEIT, Nr.4 v. 22.01.

Anlässlich einer Pressekonferenz der Universitäts-Frauenklinik Erlangen berichtet Günter HAAF über die bevorstehende Geburt des ersten Retortenbabys in Deutschland (Die ZEIT meldet die am 16. April stattfindende Geburt von Oliver WIMMELBACHER mit der Schlagzeile "Oliver aus dem Glas"). Die damit verbundene Hoffnung beschreibt HAAF folgendermaßen:

"Die fränkischen Reagenzglas-Babys, das scheint gewiß, helfen mit, den bislang unerfüllbaren Wunsch nach Kindern von allein 100 000 bundesdeutschen Ehepaaren vielleicht doch in Erfüllung gehen zu lassen. Zwar wird die in vitro-Befruchtung nicht in allen Fällen helfen können. Sie könnte sich aber als billiger als die operative Behandlung verschlossener Eileiter erweisen."

SPIEGEL (1982): Abraham und Hagar.
Die Vermittlung sogenannter Leihmütter per Annonce ist nicht erlaubt. Dies hat ein Gericht jetzt zum ersten Mal festgestellt,
in: Spiegel Nr.3 v. 18.10.

SPIEGEL (1983): Erster Durchbruch.
Recht: Müssen Krankenkassen die Kosten für die Zeugung eines Retortenbabys übernehmen?,
in: Spiegel Nr.23 v. 06.06.

"Weltweit sind erst etwa 150 Geburten nach Reagenzglas-Zeugung bekannt, davon sieben in der Bundesrepublik. Fünf der deutschen Retortenbabys kamen in Erlangen zur Welt, wo Professor Siegfried Trotnow seit 1981 an der Universitäts-Frauenklinik die Labor-Befruchtung erfolgreich praktiziert", berichtet der Spiegel anlässlich eines Rechtsstreits um die Kostenerstattung bei künstlicher Befruchtung über die Erfolgsrate der Reproduktionsmedizin.

SPIEGEL -Titelgeschichte: Die Babymacher.
Zeugung in der Retorte - Eingriff ins Erbgut

SPIEGEL (1986): Von Menschenzüchtung triebhaft fasziniert.
Die Befruchtung außerhalb des Mutterleibs, die Langzeit-Lagerung von Keimlingen in Tiefkühltruhen, "Embryo-Transfer" in die Gebärmutter - das alles gehört inzwischen zur gynäkologischen Routine: Sind Babymacher und Gentechniker unterwegs in Aldous Huxleys schöne neue Welt der Menschenzüchtung?
in: Spiegel Nr.3 v. 13.01.

"Rund 2000 Retortenbabys leben in aller Welt, die meisten in England, den USA, Australien und in der Bundesrepublik. Auch die DDR ist stolz auf ein halbes Dutzend außerhalb des Körpers gezeugter Menschen; schließlich hat Goethe das Drama vom Dr. Faustus und seiner Homunkulus-Phiole in Weimar vollendet. Was 1978 mit der Geburt der 2600 Gramm schweren Louise Brown in Großbritannien begann, hat sich zu einem weltweit operierenden Business entwickelt.
Die Babymacher kennen keine Grenzen. Ihren ersten Glaubenssatz formulierte der Brite Robert Edwards, einer der Väter aller Laborkinder und seit 1978 bei Hunderten von Zeugungen aktiv dabei: »Die Ethik muß sich der Wissenschaft anpassen, nicht umgekehrt.«
In der Bundesrepublik ist dieser Anpassungsprozeß in vollem Gange - auch wenn nur einer kleinen Minderheit wohl dabei ist. Schon leben in Deutschland rund 200 Kinder, die »extrakorporal« gezeugt wurden, außerhalb des menschlichen Organismus. Im kommenden Jahr wird sich ihre Zahl mindestens verdoppeln, denn mittlerweile beschäftigen sich mehr als 30 Kliniken (allein fünf im kinderarmen West-Berlin) und drei gynäkologische Privatpraxen mit der Doktor-Faustus-Therapie. Besonders erfolgreich sind die frauenärztlichen Unikliniken Erlangen, Kiel und Lübeck",

berichtet der Spiegel über die Fortschritte der Reproduktionsmedizin. Solcherart gezeugte Kinder können bis zu 5 Elternteile haben:

"Ein Kind mit fünf Elternteilen sei mittlerweile durchaus möglich, erläutert Professor Hans Peter Wolf, der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer: zwei »genetische« Eltern, die Ei und Samen spenden; eine »Leih«- oder »Mietmutter«, die gegen Honorar den transferierten Embryo austrägt, und schließlich die »sozialen Eltern«, denen das Baby nach der Geburt zur Adoption übergeben wird."

In Deutschland sollen solche Zustände verhindert werden, weshalb im letzten Jahr die sogenannte "Benda-Kommission" eingesetzt wurde, die  Ende November ihren Bericht über In-vitro-Fertilisation, Genomanalyse und Gentherapie vorgelegt hat. Reproduktionsmediziner und ungewollt kinderlose Paare gelten als gleichermaßen suspekt:

"Professor Peter Petersen (...), Psychosomatiker an der Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover und Mitglied der Benda-Kommission (...) Viele Ärzte, meint er, seien von den Techniken zur gezielten Menschenzüchtung »triebhaft fasziniert«. Petersen hat deshalb dem Benda-Bericht ein abweichendes »Sondervotum« angefügt. Kernsatz seiner Kritik: »Der Arzt übernimmt als Mitschöpfer eines Menschendaseins die Rolle des Schicksals, ohne aber die Weitsicht des Schicksals zu besitzen. Er weiß nicht, was er tut.« Die Patientinnen wissen es auch nicht. Ihr Motiv ist der unerfüllte Kinderwunsch, im Klinikjargon kurz »Kiwu« genannt. 10 bis 15 Prozent aller deutschen Ehen bleiben ungewollt kinderlos, entsprechend groß ist die Nachfrage nach ärztlicher Hilfe."

Ungewollt kinderlose Frauen werden pathologisiert:

"Ausgehend von zwei miteinander synchronisierten Überzeugungen - »Die einzigen echten Kinder sind die eigenen« und »Die einzig echte Mutter ist die natürliche« -, wird die Kinderlosigkeit von vielen Frauen als schwere Kränkung empfunden und »krankhaft verarbeitet« (Psychosomatiker Petersen). Die durchschnittliche Sterilitätspatientin, so hat der Berliner Frauenarzt und Geburtshelfer Professor Manfred Stauber herausgefunden, ist »stark depressiv und narzißtisch gestört«, ihr Selbstwertgefühl ist geschwächt. Überraschenderweise zeigt sich diese Persönlichkeitsstörung, wie Stauber an 2300 Patientinnen ermittelte, bereits vor Auftreten des Kiwu. Durch ein »eigenes leibliches Kind« soll, sagt Petersen, das Gefühl der »Hilf- und Wertlosigkeit ausgeglichen und überkompensiert« werden. Dafür nehmen vor allem dominante Frauen, die mit einem gefügigen Mann verheiratet sind, viel in Kauf: operative Eingriffe, um die (häufig durch frühere Abtreibungen) verklebten Eileiter wieder durchgängig zu machen; wiederholte (Aus der »Rocky Horror Picture Show«. ) Hormonbehandlungen, Klinikaufenthalte, Narkosen und Bauchpunktionen zur Gewinnung der Eizellen; schließlich die instrumentelle Rückführung der Embryos in einem sterilen Operationssaal. Klaglos wird auch akzeptiert, daß die Babymacher nur jeder zwanzigsten, günstigstenfalls jeder siebenten der behandelten Frauen durch extrakorporale Befruchtung helfen können. Mindestens 85 Prozent der Kiwu-Patientinnen bleiben kinderlos."

Der Spiegel verbindet dieses Bild der "selbstsüchtigen" ungewollt kinderlosen Frauen und den hohen Kosten der Reproduktionsmedizin mit dem unausgesprochenen Vorwurf kein Kind aus der Dritten Welt  adoptieren zu wollen:

"Alles in allem kostet die Krankenkassen die Geburt eines Retortenbabys rund 50000 Mark (...).
Die unvermeidliche Desillusionierung der Mütter irritiert die Babymacher sowenig wie die Tatsache, daß es in der Welt Millionen Kinder gibt, die Hunger leiden und denen kein Erwachsener ein erfülltes Leben ermöglicht.
Auch in diesem Jahr werden, in den Elendsregionen der Dritten Welt, wieder täglich rund 40000 Kinder an Unterernährung sterben - während in den spezialisierten Zentren der Industrieländer an jedem Tag ein, zwei Kinder unter großem Aufwand künstlich gezeugt werden.
In den öffentlichen Debatten über Sinn oder Unsinn der Befruchtungstechnologie kam dieser zynisch wirkende Widerspruch bislang nicht vor."

COREA, Gene (1986): MutterMaschine. Reproduktionstechnologien - von der künstlichen Befruchtung zur künstlichen Gebärmutter, Frankfurt a/M: Fischer

MutterMaschine

"Mehr als tausend glückliche, gesunde »Retortenkinder« weltweit, mehr als tausend Paare, denen die Medizin den langersehnten Nachwuchs bescherte. Dem ersten Retortenkind der Welt, Louise Brown, folgten bald die ersten Retortenzwillinge, das erste bundesrepublikanische Baby Oliver, das erste »Tiefkühlretortenkind« Zoë.
In ihrer aufsehenerregenden Untersuchung der neuen Reproduktionstechnologien stellt Gena Corea die gegenwärtig gebräuchlichen medizinisch-technischen Eingriffe - künstliche Befruchtung, Embryotransfer, In-vitro-Befruchtung - kritisch dar und rekonstruiert überzeugend, wie Wissenschaft und Industrie die Fortpflanzungsorgane immer weiter in Einzelteile zerlegen und diese künstlich nachzubilden trachten, um eines Tages dann die Ersatzteile zusammenzusetzen und die von ihnen erschaffene Mutter-Maschine anwerfen zu können. Die Autorin entlarvt die neue Hoffnung für Unfruchtbare als einen Mythos. Die beängstigenden Auswirkungen dieses modernen medizinischen
»Fortschritts« auf die betroffenen Frauen und die gesellschaftlichen Folgen dieser dramatischen biologischen Revolution sind in ihrem Ausmaß und ihrer Tragweite überhaupt noch nicht abzuschätzen. Gena Corea macht deutlich, daß Medizin in diesem Bereich nicht so sehr Heilkunst zu sein scheint, sondern eher ein Mittel der sozialen Kontrolle und der politischen Herrschaft.
»Die Reproduktionstechnologie ist Produkt der männlichen Realität. Die in ihr ausgedrückten Werte sind typisch für die Männerkultur. Sie ist ein männliches Erzeugnis und Stützpfeiler der Männerherrschaft über Frauen«, schreibt die Autorin in der Einleitung zu ihrem Buch
. »Letzten Endes geht es bei all dem nicht um Fruchtbarkeit. Es geht um die Ausbeutung von Frauen«"
(Klappentext)

SCHOPPE, Waltraud (1986): "Die Kleinfamilie wird das nicht verkraften".
Über das feministische Sachbuch "MutterMaschine" von Gena Corea,
in: Spiegel Nr.37 v. 08.09.

SPIEGEL -Titelgeschichte: Babys nach Maß.
Leihmütter, Samenspender, Retortenkinder

SPIEGEL (1987): Mein Gott, was habe ich getan?
Mit einem aufsehenerregenden Urteil fand der Streit um "Baby M." ein vorläufiges Ende: Die Leihmutter muß ihren Vertrag erfüllen und das Kind, das sie behalten wollte, den Auftraggebern überlassen. Leihmütter und Retortenkinder, Samenbanken und Embryos im Tiefkühlschrank sind nur der Anfang einer fragwürdigen Entwicklung: Am Ende stehen der Eingriff ins menschliche Erbgut und die totale Maschinengeburt,
in: Spiegel Nr.15 v. 06.04.

Anlässlich eines Rechtsstreits um Leihmutterschaft in den USA, berichtet der Spiegel über die eingeschränkte Praxis in der BRD und von geplanten weiteren Einschränkungen:

"Bisher sind in der Bundesrepublik nur vereinzelte Fälle von Leihmutterschaft bekannt geworden, die Rede war von Honoraren bis zu 30000 Mark. In aller Öffentlichkeit agierende Vermittlungspraxen, von denen es in den USA schon mehr als ein Dutzend gibt, waren jedoch in Deutschland schon nach geltendem Recht kaum denkbar und wohl auch nicht rentabel: Bis zur Adoption, die das Jugendamt genehmigen muß, bleibt das Baby, mag auch vertraglich vereinbart sein was will, das Kind der Leihmutter, in der Regel sogar kraft Gesetzes das eheliche Kind ihres Ehemannes.
Bundesdeutsche Politiker wollen die Barrieren dennoch erhöhen".

Und immer noch gilt Aldous HUXLEY als Prophet der biowissenschaftlichen Entwicklung:

"Gestützt auf die Errungenschaften der modernen Reproduktionsbiologie, entsteht ein neuer Unternehmenszweig des medizinisch-industriellen Komplexes. Besessene Wissenschaftler, aber auch geschäftstüchtige Frauenärzte und Anwälte sind dabei, Huxleys »Brave New World« lange vor dem ominösen Jahr »632 nach Ford« Wirklichkeit werden zu lassen - Leihmütter sind nur ein Schritt auf diesem Weg."

FIRESTONE, Shulamith (1987): Frauenbefreiung und sexuelle Revolution, Frankfurt a/M: Fischer Verlag

Frauenbefreiung und sexuelle Revolution

"Die künstliche Fortpflanzung ist nicht prinzipiell enthumanisierend. Zumindest sollte die Entwicklung dieser Alternative es ermöglichen, daß der uralte Wert der Mutterschaft einer ehrlichen Neueinschätzung unterzogen wird. Zur Zeit ist eine Frau, die sich offen gegen die Mutterschaft ausspricht, geradezu physisch gefährdet und bleibt nur ungeschoren, wenn sie schnell hinzufügt, daß sie neurotisch oder abnorm ist oder daß sie Kinder haßt, also nicht recht «geeignet» ist. (...). Solange dieses Tabu nicht abgebaut ist und solange die Entscheidung entweder gar keine Kinder zu wollen oder sie auf künstliche Weise zu kriegen, nicht genauso legitim ist wie eine traditionelle Schwangerschaft, sind Frauen so gut wie gezwungen, ihre weibliche Rolle auszufüllen."
(1987, S.220)

ERB, Gabriele. (1988): Wenn das Wunschkind ein Wunsch bleibt.
Sie würden alles tun, ein Kind zu bekommen - und werden oft jahrelang von Medizinern behandelt. Erst wenn die ganze Palette gynäkologischer und reproduktionstechnischer Maßnahmen ausgeschöpft ist, wird sterilen Paaren geraten, sich um die seelische Seite ihres Problems zu kümmern. Was am Ende steht, wäre vor oder mit Beginn der medizinischen Therapie angebrachter. Den Unfruchtbarkeit kann oft psychische Ursachen haben, in jedem Fall wird sie - vor allem während langwieriger Behandlungen - von einschneidenden seelischen Prozessen begleitet,
in: Psychologie Heute, Juli

"Frau A. und ihr Mann zählen zu den statistisch geschätzten 15 Prozent aller Ehen der BRD, die ungewollt kinderlos sind. Nach der klassischen Indikation kommt für ein Viertel von ihnen die in-vitro-Fertilisation in Frage: entweder aufgrund tubarer Sterilität der Frau oder wegen ungenügender Samenbeschaffenheit beim Mann. Mit der Zahl der Kliniken, die ivF anbieten, steigt auch die Nachfrage: Es wird geschätzt, daß jeden Monat bundesweit ungefähr 200 bis 300 Ehepaare in entsprechender Behandlung sind",

reiht Gabriele ERB das geschilderte Fallbeispiel in den allgemeinen gesellschaftlichen Kontext ein. Die Erfolgsaussichten der Reproduktionsmedizin werden skeptisch beurteilt:

"Was die Medizin den Frauen als Therapie anbietet, kann bei näherem Hinsehen bestenfalls als experimenteller Versuch mit der Fruchtbarkeit bezeichnet werden. Nach neuesten Forschungsberichten liegen die realen Chancen für eine Geburt mit Hilfe der ivF zwischen vier bis sechs Prozent. Die offiziell dazu angegebenen Zahlen bewegen sich zwischen 15 und 20 Prozent. Da außerdem häufig nicht die Geburts-, sondern die Schwangerschaftsrate angegeben wird, sieht die klinische Statistik noch günstiger aus; die Schwangerschaftsrate ist cirka 30 Prozent höher als die Geburtsrate.
Befunde sprechen dafür, daß eine erfolgreiche künstliche Befruchtung generell zur Risikoschwangerschaft führt. Vermehrt kommt es dabei zu Spontanaborten, Früh- und Mehrlingsgeburten, erhöhten Kaiserschnittraten und einem Lebensbeginn des Kindes im Brutkasten.
So bedeutet die in-vitro-Behandlung für viele Frauen nicht nur eine Verleugnung ihrer Trauer, sondern sie verleugnen auch die realen Erfolgschancen."

Hoffnungsvoller erscheint dagegen in dieser Sicht der rechtzeitige Abbruch einer Behandlung:

"Anstatt die Partnerschaft durch gemeinsame Bewältigung des seelischen Leids zu vertiefen, droht sie zu einer Arbeitsgemeinschaft in Sachen Fortpflanzung auszuarten. Besser wäre es, sich an die Aussagen mancher ivF-Experten zu halten, wonach die größten Behandlungserfolge zwischen dem vierten und vierzehnten Behandlungsmonat liegen. Wird die Fixierung auf den Kinderwunsch aufgegeben und ein neues Lebensziel angestrebt, kommt es paradoxerweise nicht selten zu einer Schwangerschaft. (...). In einer Nachuntersuchung von ehemaligen ivF-Patientinnen zeigt sich beispielsweise, daß bereits 15 Monate nach Abbruch der erfolglosen Therapie 38,8 Prozent der Frauen schwanger geworden waren."

SPIEGEL (1990): Riskanter Segen.
Retortenbabys: Nach künstlicher Befruchtung häufen sich die Fälle zu früh geborener Mehrlinge. Viele dieser Retortenbabys tragen bleibende Schäden davon,
in: Spiegel Nr.8 v. 19.02.

"Erstmals machten Ende vergangenen Jahres Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf aufmerksam, daß die für »In vitro«-Zeugung immer wieder genannten Erfolgsquoten von über 30 Prozent herbeigeführter Schwangerschaften irreführend seien. Wenn nicht nach der Zahl der Schwangerschaften, sondern nach Geburten gerechnet werde, liege die Rate des Erfolgs nur mehr bei 8,3 Prozent; damit sei die »Wirksamkeit der künstlichen Befruchtung bescheiden«, berichtete WHO-Experte Marsden G. Wagner in der Mediziner-Fachzeitschrift The Lancet. Verglichen mit der Zahl spontaner Schwangerschaften sei das Ergebnis dieser Analyse (die sich allerdings nur auf wenige vorhandene Statistiken stützt) noch entmutigender: Zwischen 7 und 28 Prozent der Frauen, die zur Retortenzeugung angemeldet waren, wurden während der Wartezeit ohne jede Therapie oder binnen zwei Jahren nach Absetzen der Behandlung ohnehin schwanger, ermittelte Wagner. Das wenig effiziente und teure Verfahren - Wagner veranschlagt die Kosten pro Lebendgeburt auf 50 000 Dollar - wird noch fragwürdiger angesichts der hohen Risiken für Mütter und Kinder", berichtet der Spiegel kritisch über die Erfolgsaussichten und Risiken der reproduktionsmedizinischen Verfahren.

SPIEGEL (1990): Ich frage mich: Was soll das?
SPIEGEL-Interview mit dem französischen Kinderarzt Jean-Pierre Relier über Risiken bei der Retortenzeugung,
in: Spiegel Nr.8 v. 19.02.

Der französische Kinderarzt Jean-Pierre RELIER plädiert angesichts der Zunahme von Früh- und Mehrlingsgeburten aufgrund reproduktionstechnologischer Verfahren für die Begrenzung des Einsatzes und die Adoption als Alternative.

SPIEGEL -Titelgeschichte: Baby-Fabriken.
Die Qualen der Retorten-Zeugung

SPIEGEL (1992): Tun wir den Frauen Gutes?
Frauen jenseits der Wechseljahre werden mit gespendeten Eizellen schwanger; Mütter leihen Töchtern ihre Gebärmutter; tiefgefrorene Embryonen ("Frosties") werden nach Wunsch wieder aufgetaut - mit immer kühneren Methoden greifen Ärzte und Biologen ein in den natürlichen Vorgang von Zeugung und Schwangerschaft,
in: Spiegel Nr.17 v. 20.04.

"Mit immer kühneren - Kritiker sagen: mit immer zweifelhafteren - Behandlungsmethoden stellen Ärzte und Biologen (...) die Natur auf den Kopf. Weder Alter noch Unfruchtbarkeit, weder Erbkrankheit noch Jungfräulichkeit stehen künftig dem Wunsch nach einem eigenen Kind noch im Wege:
* Mit Hilfe gespendeter Eizellen junger Frauen können nun auch Frauen jenseits der Wechseljahre Kinder bekommen. Den Rekord erreichte, im vergangenen Dezember, eine Athenerin, die nach Zellspende und In-vitro-Befruchtung mit 54 Jahren ihr erstes Kind gebar. (...).
* Mit künstlicher Befruchtung verhalfen britische Ärzte 1991 einer 39jährigen Jungfrau zum ersehnten Kind. Single-Frauen und Lesbierinnen machen sich ihr Kind selbst - sie kaufen Sperma von niederländischen, französischen oder amerikanischen Samenbanken, die ausgelesene Spender per Katalog anbieten.
* Hunderte von »Frosties«, als Embryonen tiefgefroren und zum erwünschten Zeitpunkt wieder aufgetaut, wurden bereits geboren. Zwillinge konnten nach diesem Verfahren zeitversetzt in für die Eltern bequemem Abstand zur Welt kommen.
* Zur Verwirklichung des Kinderwunsches werden herkömmliche Generations- und Familienstrukturen umgeworfen: Schwestern leihen einander, Mütter leihen ihren Töchtern die Gebärmutter. In Amerika trug letztes Jahr eine Großmutter ihre Enkel aus. Die 42jährige Arlette Schweitzer sprang für ihre unfruchtbare Tochter ein, gezeugt wurden die Zwillinge im Reagenzglas.
* Mit »Mikromanipulationen« wird männliche Unfruchtbarkeit überspielt - bei zu schlechter Samenqualität injizieren Embryologen die schlappen Spermien direkt durch die Eihülle hindurch ins Ei oder eröffnen ihnen mit Hilfe von Enzymen, feinen Glasnadeln oder Laserstrahlen den Weg.
* Noch bevor die im Glas befruchtete Eizelle in die Gebärmutter eingepflanzt wird, fahnden Genetiker nach Erbkrankheiten; in manchen Fällen werden defekte Gene der Mutter schon vor der Befruchtung des entnommenen Eis aufgespürt",

zählt der Spiegel die Tabubrüche durch die Reproduktionsmedizin auf. Zum Ausmaß der "künstlich erzeugten" Kinder heißt es: 

"Nach der einen oder anderen dieser Methoden sind bislang weltweit 40000 Kinder geboren worden, im Jahr 2010, so schätzen Experten, werden es mehr als eine Million sein (...).
Insgesamt sind mittlerweile in 55 deutschen Kliniken und Praxen Ärzte als technische Zeugungshelfer tätig, vor fünf Jahren waren es noch 28."

Die Erfolgsrate wird vom Spiegel als gering veranschlagt - auch im Vergleich zu den damit verbundenen Mühen:

"Die Babymacher warten zwar mit rapide steigenden Statistiken über die Zahl der vorgenommenen Eingriffe auf - aber die Rate der erzielten Schwangerschaften stagniert. Überdies enden die hoffnungsvollen Umstände in jedem dritten Fall frühzeitig mit einer Fehlgeburt; als glückliche Mutter geht nach Reagenzglasbefruchtung höchstens jede zehnte Patientin nach Hause. Dieses magere Ergebnis ist mit langer Pein erkauft, körperlicher und seelischer".

Mit Verweis auf die Gesundheitsorganisation WHO wird der künstlichen Befruchtung eine geringe Bedeutung im Gegensatz zu anderen Aspekten zugeschrieben:

"Dringlicher als die künstliche Befruchtung, meinen die WHO-Experten, sei die Behandlung oder Prophylaxe der unterschiedlichen Ursachen von Sterilität, darunter Geschlechtskrankheiten, emotionale Faktoren oder auch schädliche Umwelteinflüsse."

SPIEGEL (1992): Ich sah mich schon mit dickem Bauch.
Die vergeblichen Versuche einer 38jährigen, mit In-vitro-Befruchtung schwanger zu werden,
in: Spiegel Nr.17 v. 20.04.

SPIEGEL (1993): Vier Eltern und ein Baby.
Nach dem Ende der Promiskuität fordern homosexuelle Paare das Recht auf Gründung einer Familie: Lesbische Frauen lassen sich künstlich befruchten, Väter erleben ihr Coming-out und ziehen trotzdem ihren Nachwuchs auf. Staat und Gesellschaft müssen sich einstellen auf Kinder, die zwei Väter oder zwei Mütter haben,
in: Spiegel Nr.37 v. 13.09.

"In einer Zeit, da die »Familie als Keimzelle des Staates« (wie sich Deutschlands Kanzler gern ausdrückt) grundsätzlich zur Disposition gestellt wird von unverheirateten Paaren und Wohngemeinschaften und Müttern, die vom Vater ihrer Kinder nichts wissen wollen; in dieser Zeit streben ausgerechnet Lesben und Schwule - einst Avantgardisten der Selbstverwirklichung - nach dem biederen Idyll der Kleinfamilie: Papa, Papa, Kind", berichtet der Spiegel. Zwanzig Jahre später sieht Andreas BERNARD deshalb in der Reproduktionsmedizin die Retterin der bürgerlichen Familie.

NEFFE, Jürgen (1994): Mütter, die niemals lebten.
Über zweifelhafte Fortschritte bei der künstlichen Befruchtung,
in: Spiegel Nr.3 v. 17.01.

"Nachdem eine 62jährige Italienerin ein Embryotransfer-Kind bekam und eine 59jährige britische Geschäftsfrau aus den Eizellen einer 20jährigen sogar Zwillinge gebar, wackelt bereits die nächste biologische Hürde. Mit der Ausdehnung der Mutterschaft bis ins Rentenalter leistet die Fortpflanzungstechnologie einen höchst zweifelhaften Beitrag zur Gleichberechtigung der Geschlechter", kritisiert Jürgen NEFFE.

SPIEGEL (1994): Freude in jedem Alter.
"Stoppt den Hexenmeister der Retorte", fordern seine Gegner. Seine Patientinnen rühmen und verehren ihn. Kein anderer Mediziner ist gegenwärtig so umstritten wie der römische Frauenarzt Severino Antinori, der mit modernsten Methoden der künstlichen Befruchtung über 60jährigen noch zum ersehnten Mutterglück verhilft,
in: Spiegel Nr.5 v. 31.01.

Der Spiegel berichtet über die Schwangerschaft der 63jährigen Rosanna Della Corte und dessen Geburtshelfer Severino ANTINORI.

SPIEGEL (1994): "Das Volk ist auf meiner Seite".
Interview mit Frauenarzt Severino Antinori über Risiken und Chancen später Mutterschaft,
in: Spiegel Nr.5 v. 31.01.

FOCUS-Titelgeschichte: Wunschkind verboten!
Schärfere Gesetze bremsen medizinischen Fortschritt

KUNZ, Martin & Gaby MIKETTA (1994): Wunschkind verboten!
Künstliche Befruchtung: Politiker wollen die künstliche Befruchtung massiv einschränken. Ärzte und Patienten wehren sich. Sie fragen: Darf der Staat die intimsten Details der Fortpflanzung regeln?
in: Focus Nr.8 v. 21.02.

"Mehr als 1,5 Millionen deutsche Paare gelten als »ungewollt kinderlos«, Tendenz steigend. Die Gründe: Immer mehr Frauen erfüllen sich ihren Kinderwunsch erst mit 30 oder 40 Jahren, wenn die Fruchtbarkeit sinkt. Die Qualität des Spermas nimmt seit Jahren dramatisch ab",

erläutern KUNZ & MIKETTA, die den Reproduktionstourismus als Auswirkungen des Embryonenschutzgesetzes, das am 1. Januar 1991 in Kraft trat, betrachten.

SPIEGEL (1994): Kennwort: "SÄMANN".
Hunderttausende homosexueller Mütter gibt es in Deutschland. Das Familienmodell Lesben mit Anhang, einst tabu, wird mancherorts bereits von Behörden unterstützt. Die Frauen suchen sich Kindsväter per Zeitungsannonce und Partneragentur aus - oder im Katalog ausländischer Samenbanken,
in: Spiegel Nr.5 v. 31.01.

SPIEGEL -Titelgeschichte: Müde Spermien.
Die Fruchtbarkeits-Krise

SPIEGEL (1996): Nur noch halbe Männer.
Werden die Spermien rar? Um rund zwei Prozent pro Jahr sinkt die Zahl männlicher Samen. Umweltgifte aus der Chemieindustrie stehen unter Verdacht, die männliche Zeugungskraft zu schwächen. Fortpflanzungsmediziner stellen sich darauf ein, immer mehr Kinder aus der Retorte zu produzieren,
in: Spiegel Nr.9 v. 26.02.

Der Spiegel berichtet über die männliche Unfruchtbarkeit. Was ist dran an der "Spermienkrise"?

NAVE-HERZ, Rosemarie & Corinna ONNEN-ISEMANN (1997): Kinderlosigkeit und künstliche Befruchtung.
In: Einblicke. Forschungsmagazin der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, Nr.26, Oktober

 
     
 
       
   

weiterführender Link

 
       
   

Zum Teil 2 der kommentierten Bibliografie (2000 - 2001)

 
       
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 21. September 2014
Update: 23. Januar 2017